Deinen Hund gut behandeln

Um deinen Hund gut zu behandeln, brauchst du Zeit, Geduld und vor allem Liebe. Stelle zunächst sicher, dass die grundlegenden Bedürfnisse des Hundes gedeckt sind. Dann kannst du dich darauf konzentrieren, dass er stubenrein wird oder Kommandos lernt. Es ist wichtig, dass du Zeit mit deinem Hund verbringst, damit sich eine liebevolle und schöne Beziehung zwischen euch entwickelt, die ihr beide genießt. Wenn du deinen Hund wie ein Familienmitglied behandelst, dann wird er dich für immer mit Treue und Zuneigung überhäufen.

Methode 1 von 3: Die grundlegenden Bedürfnisse deines Hundes erfüllen

  1. Gib deinem Hund frisches Futter und Wasser. Diese fundamentalen Bedürfnisse darfst du keinesfalls ignorieren, nicht einmal für einen Tag, da dein Hund sonst krank werden könnte. Dein Hund braucht jeden einzelnen Tag frisches Futter und Wasser, um gesund zu bleiben. Welpen müssen dreimal am Tag gefüttert werden, ausgewachsene Hunde nur zweimal. Frisches, sauberes Wasser sollte immer zur Verfügung stehen, damit dein Hund trinken kann, wann immer er/sie Durst hat.
    • Kaufe das richtige Futter, das zur Größe, zum Alter und der Rasse deines Hundes passt. Verschiedene Hunderassen brauchen verschiedene Ernährungsweisen. Informiere dich im Internet, um ganz genau herauszufinden, was du deinem Hund füttern solltest.
    • Vergewissere dich, dass du Futter von guter Qualität kaufst, das keine Füllstoffe enthält. Hunde haben ein sehr empfindliches Verdauungssystem und können krank werden, wenn sie Futter von schlechter Qualität erhalten. Gib Hunden kein Essen, das für Menschen bestimmt ist, vor allem keine Fertiggerichte, da diese sehr viel Salz und Zucker enthalten.
  2. Stelle sicher, dass dein Hund einen gemütlichen Schlafplatz hat. Hunde sind zwar entfernt mit Wölfen verwandt, aber sie sind auch domestizierte Tiere, die den Komfort eines Hauses genau wie wir Menschen zu schätzen wissen. Dein Hund braucht einen sauberen, trockenen und warmen Schlafplatz für die Nacht. Egal ob dein Hund im Haus oder draußen schläft, musst du sicherstellen, dass er einen wettergeschützten Platz mit einer regulierten Temperatur hat.
    • Wenn dein Hund viel Zeit draußen verbringt, dann braucht er dort einen Platz, an dem er Unterschlupf finden kann, wenn es regnet, schneit oder sehr heiß oder kalt ist. Lasse deinen Hund nicht bei schlechten Witterungsverhältnissen draußen.
    • Viele Hunde schlafen gerne in Hundehütten, die mit bequemen Decken und Spielzeugen ausgelegt sind. Andere wiederum bevorzugen es, auf einem Hundebett im Schlafzimmer ihres Herrchens/Frauchens oder an einer bestimmten Stelle im Haus zu schlafen.
  3. Führe deinen Hund jeden Tag aus. Hunde müssen sich genau wie Menschen bewegen, damit sie fit und gesund bleiben. Manche Rassen brauchen mehrere Stunden Auslauf täglich, während anderen ein paar Spaziergänge genügen. Es ist sehr wichtig, dass du die Bedürfnisse deiner Rasse genau kennst und diese erfüllst. Wenn du einen Hund mit extrem hoher Energie hast, vergewissere dich, dass er viel Auslauf hat.
    • Du solltest mit deinem Hund mindestens zweimal am Tag 20 Minuten oder besser noch länger spazieren gehen. Das ist besonders wichtig, wenn dein Hund den ganzen Tag im Haus oder in der Wohnung eingesperrt ist, während du weg bist.
    • Hunde lieben es, in den Hundepark oder an andere Orte zu gehen, wo sie frei herumtoben können.
  4. Gehe regelmäßig mit deinem Hund zum Tierarzt. Du solltest mindestens einmal pro Jahr mit deinem Hund zum Tierarzt gehen, damit er alle nötigen Impfungen erhält und eine jährliche Routine-Untersuchung durchgeführt werden kann. Wenn dein Hund außerhalb dieses Termins Anzeichen einer Krankheit aufweist, rufe den Tierarzt an und lasse eine Diagnose erstellen.
    • Wenn dein Hund noch nicht sterilisiert oder kastriert worden ist, dann überlege dir, dies in Angriff zu nehmen. Diese Maßnahme wird von Tierschutzorganisationen empfohlen, damit sich Straßenhunde nicht so leicht vermehren können.
    • Dein Hund sollte gegen Tollwut geimpft werden und auch alle anderen notwendigen Impfungen erhalten.
  5. Pass immer gut auf deinen Hund auf. Es ist deine Verantwortung als Hundebesitzer, immer gut auf deinen Hund aufzupassen, ganz so als ob es sich um ein Kind handeln würde. Das bedeutet, dass du deinen Hund in Gegenden mit viel Verkehr an die Leine nehmen solltest, dein Garten einen Zaun haben sollte, damit dein Hund nicht weglaufen kann, du deinen Hund vor größeren Hunden beschützen solltest und auch generell aufpasst, dass ihm kein Schaden zugefügt wird.
    • Stelle sicher, dass dein Hund nicht mit einem Wildtier kämpft, indem du ihn in leinenpflichtigen Gebieten immer an der Leine hast.
    • Lasse keine Gegenstände in deinem Haus und Hof herumliegen, die dein Hund fressen könnte, wie z.B. Stromkabel.

Methode 2 von 3: Deinen Hund erziehen

  1. Erziehe deinen Hund, damit er stubenrein wird. Sowohl du als auch dein Hund werden glücklicher sein, wenn ihr euch die Zeit nehmt, ihn stubenrein zu machen. Es ist wichtig, früh damit anzufangen, wenn der Hund noch ein Welpe ist. Alle Welpen machen anfangs aus Versehen ins Haus, aber mit etwas Geduld kannst du deinem Hund beibringen, dass er zur Tür geht, wenn er nach draußen muss. Belohne deinen Hund jedes Mal, wenn er draußen sein Geschäft verrichtet. Er lernt dann schnell, dass es sich lohnt, sein Geschäft draußen zu verrichten.
    • Gehe mit deinem Hund jedes Mal an dieselbe Stelle, damit er diese damit assoziiert, sein Geschäft zu verrichten.
    • Schimpfe niemals mit deinem Hund, wenn er aus Versehen doch ins Haus macht; er wird sonst nur verwirrt sein und es hilft ihm nicht dabei, das zu lernen, was du von ihm erwartest.
  2. Bringe deinem Hund bei, freundlich zu sein. Wenn dein Hund dich beim Spielen manchmal beißt oder viel bellt, dann kannst du ihn dazu erziehen, ruhiger zu sein. Der wirkungsvollste Trick hierfür ist, den Hund nicht zu beachten, wenn er dieses schlechte Verhalten an den Tag legt, da Hunde normalerweise beißen und bellen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn du ihm dann keine Aufmerksamkeit schenkst, erkennt dein Hund, dass er eher beachtet wird, wenn er sich gut benimmt. Belohne ein gutes Benehmen immer mit vielen Leckerbissen und Streicheleinheiten.
  3. Bringe deinem Hund die gängigen Kommandos bei. Es ist aus vielen Gründen wichtig, dass dein Hund lernt, sich hinzusetzen, an deiner Seite zu bleiben oder zu dir zu kommen. Dein Hund wird gehorsamer sein und du kannst ihn leichter mitnehmen, wenn du weißt, dass er zu dir kommt, wenn du ihn rufst. Ein Hund, der sich auf Kommando hinsetzt, kommt oder bei dir bleibt, ist sicherer als einer, der nicht auf dich hört. Jeder Hund kann diese grundlegenden Kommandos erlernen. Denke daran, Geduld zu haben und positiven Zuspruch zu verwenden, wenn du deinen Hund erziehst. Hier sind einige Kommandos, die jeder Hund kennen sollte:
    • Sitz
    • Bei Fuß
    • Zu dir zu kommen
  4. Bringe deinem Hund einige lustige Tricks bei. Hunde sind sehr gut darin, neue Tricks zu lernen. Diese deinem Hund beizubringen, kann eine tolle Erfahrung für euch beide sein. Nicht jeder Hund kann Rückwärts-Saltos machen oder auf einem Pony reiten, aber den meisten kann man einige Tricks beibringen, besonders wenn man sie mit Leckerbissen dafür belohnt. Hier sind einige Tricks, die die meisten Hunde recht schnell lernen können:
    • Sich auf die Seite legen
    • Betteln
    • Pfötchen geben
    • Tot stellen
    • Apportieren

Methode 3 von 3: Eine tolle, lustige Freundschaft mit deinem Hund aufbauen

  1. Sei nett zu deinem Hund. Wenn du gemein zu deinem Hund bist, wird er Angst vor dir bekommen. Hunde schauen genauso zu ihren Besitzern auf wie kleine Kinder zu ihren Eltern. Gehe liebevoll mit deinem Hund um, indem du mit angenehmer Stimme mit ihm sprichst, dir die Zeit nimmst, ihn zu streicheln und zu knuddeln und ihm viel Zuneigung entgegenbringst. Wenn sich dein Hund gut benimmt, gib ihm einen Leckerbissen und kraule ihn am Bauch. Dein Hund wird dich im Gegenzug mit endloser Zuneigung belohnen.
    • Studien haben gezeigt, dass es Hunden sogar noch besser gefällt, gestreichelt zu werden als einen Leckerbissen zu bekommen. Streichle deinen Hund täglich, um ihm zu zeigen, dass du ihn magst.
  2. Bestrafe deinen Hund nicht. Deinen Hund anzuschreien oder gar zu schlagen, ist keine gute Idee. Es ist grausam und zeigt keinerlei Wirkung. Hunde, die schlecht behandelt werden, sind verwirrt und bekommen Angst; sie wissen nicht, was du von ihnen erwartest und sind dann entweder sehr wild oder ducken sich. Bestrafe deinen Hund niemals, wenn er etwas falsch gemacht hat. Belohne deinen Hund stattdessen für die Dinge, die er richtig macht, um Vertrauen aufzubauen und ihm beizubringen, wie er sich am besten verhalten soll.
    • Deinen Hund zu bestrafen, indem du ihn aus dem Haus aussperrst oder ihm sein Futter nicht gibst, ist genauso grausam wie schreien und schlagen.
  3. Nimm deinen Hund mit, wenn du etwas unternimmst. Hunde sind wundervolle Gefährten, die du mit an Orte nehmen kannst, die dir gefallen, wie z.B. den Strand, Park oder in die Stadt. Dein Hund genießt Ausflüge ebenso wie du, daher ist es gut, wenn du ihn mitnimmst und Zeit mit ihm verbringst und Spaß hast.
    • Wenn du deinen Hund im Auto transportierst, öffne die Fenster, damit er die frische Luft genießen kann. Vergewissere dich, dass es nicht so weit geöffnet ist, dass der Hund hinausspringen kann.
    • Wenn du deinen Hund mit an Orte nimmst, die dir gefallen, stelle sicher, dass du die Leinenpflicht befolgst, falls es eine gibt. Achte auch darauf, ob es erlaubt ist, deinen Hund an diesen Ort mitzunehmen.
  4. Lasse deinen Hund mit anderen Hunden spielen. Wenn dein Hund viel Zeit mit anderen Personen und Hunden verbringt, dann lernt er oder sie sehr schnell, freundlich und gesellig zu sein. Es ist eine gute Idee, deinen Hund mit in den Hundepark zu nehmen, wo er die Möglichkeit hat, mit anderen Hunden und Hundeliebhabern zu spielen.
    • Bei vielen Hundeparks muss man Mitglied werden, um diese benutzen zu dürfen. Der Hundehalter muss zuerst einen Bewerbungsbogen ausfüllen, um einen Mitgliedsausweis für den Park zu erhalten. Dies ist nötig, damit sichergestellt werden kann, dass alle Hunde ihre Impfungen erhalten haben und das Verbreiten von Krankheiten verhindert werden kann.

Tipps

  • Wenn dein Hund sehr starrsinnig ist und nicht gerne spazieren geht, dann ziehe nicht an der Leine. Dein Hund könnte Probleme mit dem Halsband oder der Leine haben. Rede deinem Hund stattdessen gut zu und ermutige ihn, indem du mit hoher Stimme nach ihm rufst (“Komm her, Rex!”).
    • Wenn dein Hund nicht ruhig neben dir herläuft, nimm einen Freund mit, der einen Hund hat, der ungefähr gleich groß ist, damit er mit dir und deinem Hund spazieren geht. Habe Geduld mit ihm, weil er sich vielleicht einfach nur nicht in einer bestimmten Umgebung wohl fühlt.
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