Eine Beziehung beenden

Neil Sedaka hat einmal gesungen: „breaking up is hard to do“ (Schluss machen ist schwer). Eine Aussage, die auf die meisten Menschen zutrifft. Sich für die Trennung von einem Partner zu entscheiden, kann anstrengend und erschütternd für beide Personen sein. Wenn du aber in Ruhe darüber nachgedacht hast und dir sicher bist, dass es der richtige Schritt für dich ist, kannst du - indem du dich rational, respektvoll und beherrscht verhältst - den Schmerz für euch beide minimieren und effektiv einen Schlussstrich ziehen.

Teil 1 von 2: Zu einer Entscheidung gelangen

  1. Vermeide eine überstürzte Entscheidung. Du solltest deine Entscheidung nicht zu einem Zeitpunkt treffen, in dem du emotional aufgewühlt bist und nicht klar denken kannst. Das hilft dir dabei, eine impulsive Entscheidung zu vermeiden, die du später bereuen oder mit der du die andere Person unnötig verletzen könntest.
    • Probleme lassen sich in einem emotional aufgewühlten Zustand viel schwerer lösen und du bist anfälliger für eine irrationale Entscheidung.
  2. Mache dir klar, warum du dich trennen willst. Es ist wichtig, dass du dir vollkommen klar darüber bist, warum du dich trennen willst. Das kann dir dabei helfen, zwischen den einfachen Schlaglöchern in einer Beziehung und ernsteren, unüberwindbaren Differenzen zwischen dir und deinem Partner zu unterscheiden.
    • Nur du alleine kannst entscheiden, was für dich unüberwindbare Probleme sind und woran ihr noch arbeiten könnt. Wenn dein Partner z.B. andere Menschen schlecht behandelt oder keine Kinder haben will, sind das oft Faktoren, die sich nicht verändern lassen. Andererseits ist der Unwille eine Person, im Haushalt mitzuhelfen, oft etwas, woran man arbeiten kann.
    • Jedes Paar streitet sich, wenn diese Streitereien aber durchgehend stattfinden und wirklich hässlich werden können, liegt der Verdacht nahe, dass es tieferliegende Probleme in der Beziehung gibt und ihr nicht wirklich zueinander passt.
    • Wenn du in einer emotionalen oder körperlichen Missbrauchsbeziehung bist, ist das normalerweise ein deutliches Zeichen dafür, die Beziehung zu beenden.
  3. Stelle eine Liste der positiven und negativen Dinge zusammen. Erwäge, eine Liste der Gründe für eine Trennung zu schreiben. Du kannst auch alle positiven und negativen Dinge über deinen Partner, eure gemeinsame Beziehung und wie ihr mit einander umgeht hinzufügen.
    • Wenn du die positiven Dinge in eurer Beziehung schwarz und weiß vor dir siehst, hilft dir das vielleicht dabei, dich darauf zu konzentrieren und nicht auf die Negativität, die deine momentanen Gefühle begleitet.
    • Eine Liste kann dir auch dabei helfen, die Beziehung nicht nur aufgrund eines Gefühls, „das richtige zu machen“, zu beenden.
    • Denke daran, jede Art von Missbrauch ist ein klarer Grund, eine Beziehung zu beenden.
    • Schaue dir deine Liste durch und denke darüber nach, ob deine Beziehung mehr in deinem Leben kaputt macht als sie verbessert.
  4. Entscheide, ob eine Veränderung möglich ist. Wenn du einfach nur auf deinen Partner wütend bist, denke darüber nach, ob sich die Dynamik in eurer Beziehung verändern lässt. Bevor du eine endgültige Entscheidung triffst, solltest du dich vielleicht darauf konzentrieren, die Probleme zu lösen, anstatt die Beziehung als erste Lösung sofort zu beenden. Wenn Veränderungen eine Option sind, finde heraus, ob dein Partner bereit und fähig dazu ist, sich zu ändern.
    • Wenn du das Problem bereits angesprochen hast, ohne dass es zu irgendwelchen Verbesserungen gekommen ist, und du dich unzufrieden, verletzt oder verraten fühlst, dann ist eine Trennung vielleicht die einzige Möglichkeit, um dieses Muster zu durchbrechen.
  5. Sprich über deine Frustration. Bevor du dich zu einer endgültigen Trennung entschließt, sprich mit deinem Partner über deine Frustrationen und Erwägungen. Gib ihm die Chance, an euren Problemen zu arbeiten und etwas zu verbessern. Wenn du dich dann irgendwann trotzdem dazu entscheidest, die Beziehung zu beenden, erscheint diese Entscheidung weniger abrupt und der Schlag wird dadurch etwas abgefedert, dass du deine Frustration bereits angesprochen hattest.
    • Deine Frustration und Gefühle zu unterdrücken, führt oft nur dazu, dass du irgendwann explodierst oder deinen Emotionen auf unangebrachte Art und Weise Luft machst.
    • Versuche, deinem Partner auf respektvolle und ruhige Art und Weise mitzuteilen, was dir zu schaffen macht. Vermeide es zu schreien, zu schimpfen oder deinem Partner die Schuld zu geben.
    • Wenn dein Partner dich betrogen oder auf irgendeine Art und Weise verletzt hat, solltest du dieses Verhalten als unüberbrückbaren Differenzen ansehen, die es nicht verdient haben, dass du über deine Frustrationen sprichst und der Person die Möglichkeit gibst, sich zu ändern.
  6. Stelle eine vernünftigen Zeitrahmen für die Veränderungen auf. Du solltest vermeiden, in eine endlosen Teufelskreis aus Hoffnung auf Veränderung und Enttäuschung zu geraten. Deinem Partner ein Limit für die Veränderungen zu setzen, kann dir die Entscheidung auf lange Sicht gesehen leichter machen.
    • Du kannst deinem Partner von diesem Zeitrahmen erzählen oder auch nicht. Ein Ultimatum aufzustellen, indem du z.B. sagst, „Wenn du bist Ende nächsten Monat nicht mit dem Rauchen aufhörst, werde ich mich von dir trennen“, kann dazu führen, dass dein Partner sich zwar kurzfristig darauf einlässt, aber in naher Zukunft wieder in seine alten Verhaltensmuster zurückfällt.
    • Stelle sicher, dass ein Ultimatum auch hilfreich ist. Ein Ultimatum funktioniert in den wenigsten Fällen. Es kann aber manchmal notwendig sein, damit eure Beziehung überhaupt noch tragbar bleibt. Du könntest z.B. sagen, „Damit diese Beziehung weiter funktionieren kann, muss ich eine echte Anstrengung bei dir erkennen, mit dem Rauchen aufzuhören oder es zumindest signifikant zu reduzieren.“ Ein echtes Ultimatum auszusprechen, wie z.B. „Du musst Kinder wollen“, wird höchst wahrscheinlich niemals funktionieren und sorgt nur für zusätzlichen Schmerz und zusätzliche Schuldgefühle.
    • Manche Menschen brauchen sehr viel Zeit, um alte, lang etablierte Gewohnheiten zu verändern. Ein Raucher kann z.B. Monate oder Jahre benötigen, um seine schlechte Angewohnheit aufzugeben. Gib deinem Partner die Zeit, um sich wirklich anzustrengen und sein Verhalten zu ändern.
  7. Vertraue dich einem Vertrauten an. Wenn es dir schwer fällt, die Sache klar zu sehen, sprich mit einer Person über deine Gefühle, der du vertrauen kannst. Das kann dir dabei helfen, deine Gefühle durchzusprechen und deinen Standpunkt zu verdeutlichen. Dein Vertrauter kann dir zudem eine alternative Sichtweise auf dein Verhalten oder das Verhalten deines Partners geben.
    • Diese vertrauenswürdige Person kann ein Freund, Familienmitglied, Therapeut oder ein Psychologe sein.
    • Achte darauf, dass die Person nicht dein Vertrauen missbraucht und das Problem mit anderen besprichst. Du solltest außerdem sicherstellen, dass sie deinen Partner daraufhin nicht anders behandelt als zuvor.
  8. Triff deine endgültige Entscheidung. Nachdem du die verschiedenen Dynamiken eurer Beziehung in Betracht gezogen, sie mit deinem Partner besprochen und, falls angebracht, eurer Beziehung noch eine zweite Chance gegeben hast, triff deine endgültige Entscheidung über das Schicksal eurer Beziehung. Das kann dir dabei helfen, mit der Verarbeitung der Beziehung zu beginnen und einen Plan für eine respektvolle und ehrliche Trennung aufzustellen, oder dich noch stärker auf die Heilung eurer Beziehung zu konzentrieren.
    • Denke daran, deine Entscheidung sollte sich darauf stützen, was das Beste für dich ist – und für niemand sonst.

Teil 2 von 2: Die Beziehung beenden

  1. Setze eine Zeit für das Trennungsgespräch fest. Die beste und respektvollste Art, eine Beziehung zu beenden, ist bei einem persönlichem Gespräch über deine Gründe dafür. Plane ein wenig Zeit an einem ruhigen Ort ein, an dem du und dein Partner unter euch sein könnt. Das sollte dabei helfen, den Prozess zu vereinfachen und aufdringliche Unterbrechungen zu minimieren..
    • Versuche einen Zeitpunkt zu finden, der nicht in einer Arbeits- oder Schulwoche liegt, damit dein Partner seine Beziehung im privaten betrauern kann, ohne sofort auf andere zu treffen.
    • Du solltest deinem Partner vielleicht im Voraus Hinweise auf die Art der Unterhaltung geben, damit er sich darauf vorbereiten kann und sich nicht so überrumpelt fühlt. Du könntest z.B. sagen; „Ich würde mich gerne ruhig und friedlich mit dir über den Status unserer Beziehung unterhalten.“
  2. Entscheide dich für das Trennungsgespräch für einen angemessenen Ort. Du willst dieses Gespräch privat führen und nicht das Risiko eingehen, es für dich oder deinen Partner peinlich zu machen. Entscheide dich zudem für einen Ort, den du schnell und leicht wieder verlassen kannst, damit du dich nicht auf eine langwierige oder weitschweifige Diskussion einlassen musst.
    • Wenn du dich alleine mit deinem Partner unsicher fühlst, trenne dich an einem öffentlichen Ort von ihm oder bringe eine Person mit, die dich unterstützt, ohne sich einzumischen.
    • Sollten du und dein Partner bereits zusammen wohnen, kann eine Trennung besonders problematisch und stressig werden. Es liegt an dir, ob du sofort danach ausziehen oder dir etwas Zeit nehmen willst.
    • Wenn du dich in eurem gemeinsamen Zuhause nicht sicher oder wohl fühlst, finde vorher einen Ort, an dem du übernachten und eine Weile bleiben kannst. Du kannst mit deinen Sachen ausziehen, während dein Partner nicht zu Hause ist, und mit ihm Schluss machen, sobald er zurückkommt - oder erst Schluss machen und deine Sachen mit der Absicht dort lassen, später noch einmal wiederzukommen, wenn die Lage sich etwas beruhigt hat.
  3. Plane das Trennungsgespräch. Denke darüber nach, was du der Person sagen willst. Wenn du dir einen grundlegenden Plan für das Gespräch zurechtlegst, kannst du dadurch die Gefahr minimieren, zu emotional zu werden und zu sehr abzuschweifen. Es kann es dir auch leichter machen, der Person nicht mehr als nötig wehzutun.
    • Das eigentliche Trennungsgespräch kann viel länger dauern als es sollte, gerade wenn dein Partner am Boden zerstört ist oder von der Entscheidung komplett überrumpelt wird. Viele dieser Gespräche drehen sich im Kreis, also solltest du dir vielleicht überlegen, dir ein Zeitlimit zu setzen.
    • Sei der Person gegenüber ehrlich, aber nicht gemein oder brutal. Du kannst dir überlegen, ob du der Person davon erzählen willst, was dich zuerst zu ihr hingezogen hat oder was du für ihre besten Eigenschaften hältst, bevor du ihr erklärst, warum du nicht länger in einer Beziehung mit ihr sein möchtest.
    • Du könntest z.B. sagen: „Deine offene und freundliche Art hat mich von unserem ersten Treffen an zu dir hingezogen, aber ich fürchte, unsere unterschiedlichen Ziele im Leben machen es zunehmend schwer, weiterhin ein Paar zu bleiben.“
  4. Trenne dich persönlich. Auch wenn es vielleicht einfacher ist, sich von jemanden zu trennen, dem man dabei nicht in die Augen schauen muss, eine Beziehung per Telefon, SMS oder E-Mail zu beenden, ist unpersönlich und respektlos. Außer ihr beiden seid für längere Zeit räumlich voneinander getrennt und du willst nicht so lange warten, oder du fürchtest dich vor deinem Partner, solltest du der Person den Respekt zollen, den sie – und eure ehemalige Beziehung – verdient hat.
    • Persönlich mit der Person Schluss zu machen, kann ihr auch zu erkennen helfen, dass du es wirklich mit der Trennung ernst meinst.
  5. Behalte deine Fassung und deinen Respekt bei. Setze dich mit deinem Partner zusammen und lasse ihn wissen, dass du dich dazu entschieden hast, die Beziehung zu beenden. Gehe die Trennung so ruhig und respektvoll wie möglich an, mit einem Gefühl der Auflösung, das dabei helfen kann, eine schlechte Situation weniger negativ und verheerend zu sehen.
    • Rede nicht schlecht über die Person oder sage Dinge, die du später bereuen könntest. Denke daran, diese Dinge können später auf dich zurückfallen und dir schaden. Du solltest z.B. nicht so etwas sagen, wie: „Ich halte deine persönliche Hygiene für schrecklich und ekele mich vor dir.“ Sage stattdessen etwas, wie: „Ich denke, wir haben unterschiedliche Lebensstile, die sich nicht vereinbaren lassen.“
    • Vermeide es, wenn möglich, übermäßig emotional zu werden. Das kann dir dabei helfen, jegliche Schuldgefühle zu minimieren, die du vielleicht hast, und entschlossen bei deiner Entscheidung zu bleiben.
    • Du kannst z.B. sagen: „Du bist eine tolle Person mit vielen großartigen Eigenschaften, die irgendwann einmal jemanden sehr glücklich machen werden, aber sie passen einfach nicht zu der Vorstellung, die ich von einer Beziehung habe.“
  6. Konzentriere dich auf die Beziehungsprobleme, nicht auf die Person. Sprich darüber, was für dich in der Beziehung nicht funktioniert, anstatt der Person zu erzählen, was mit ihr nicht stimmt. Über die Person persönlich zu sprechen, kann eine sowieso schon niederschmetternde Situation noch schlimmer machen.
    • Anstatt z.B. zu sagen, „Du klammerst zu sehr und bist unsicher“, versuch es mit, „Ich brauche viel Unabhängigkeit und Freiheit in meinen Beziehungen.“
    • Schiebe der Person auch nicht die Schuld für die Trennung zu. Wenn du z.B. sagst, „du verdienst etwas Besseres“, gibst du deinem Partner die Gelegenheit zu sagen, dass du perfekt für ihn bist und es gar keinen Grund für eine Trennung gibt. Du kannst stattdessen sagen: „Ich habe das Gefühl, wir sind in einem unterschiedlichen Lebensabschnitt. Ich möchte eine Karriere in der akademischen Welt machen, weswegen ich viel reisen und Zeit alleine verbringen muss.“
  7. Versuche keine falsche Hoffnung zu machen. Manche offenen Aussagen und Worte können in der Person eine falsche Hoffnung darauf erzeugen, wieder mit dir zusammenzukommen. Wenn du die Türe auch nur einen Spalt offen lässt, wirst du dadurch die Person und dich selbst nur noch mehr verletzen.
    • Aussagen wie, „wir sprechen später“ oder „ich möchte, dass wir Freunde bleiben/dass du weiterhin in meinem Leben bist“, lassen die Türe dafür einen Spalt offen, dass am Ende doch noch alles gut wird und ihr eure Probleme überwinden könnt, auch wenn du das gar nicht so siehst.
    • Du solltest der Person so freundlich wie möglich mitteilen, dass ihr in Zukunft keinen Kontakt mehr haben werdet. Du kannst ihr auch sagen, dass das für eure beider Heilung das beste ist.
    • Für den Fall, dass du mit deinem/deiner Ex befreundet bleiben willst, solltest du die Rahmenbedingungen dafür besprechen. Vielleicht habt ihr beide eingesehen, dass eine Trennung das beste für eure gegenseitige Beziehung ist. Du solltest aber sehr deutlich darüber sein, was für Erwartungen und Bedürfnisse du an eine Freundschaft stellst.
  8. Sieh die Reaktion deines Partners voraus. Bereite dich darauf vor, die Argumente, Reaktionen und Ausbrüche deines Partners zu kontern. Das kann dir dabei helfen, fest bei deiner Entscheidung zu bleiben und eine potentielle Manipulation durch die Person zu minimieren. Bereite dich vor auf:
    • Fragen. Dein Partner wird wahrscheinlich wissen wollen, warum du nicht mehr mit ihm zusammen sein willst und ob er irgendetwas hätte anders machen können, um die Trennung zu verhindern. Beantworte alle Fragen so ehrlich wie möglich.
    • Tränen. Dein Partner könnte sehr aufgebracht reagieren und es auch zeigen. Du kannst Trost anbieten, lass aber nicht zu, dass du zu einer Änderung deiner Entscheidung manipuliert wirst.
    • Abstreiten. Dein Partner könnte alles in Frage stellen, was du während des Trennungsgesprächs sagst. Er könnte jedes Beispiel auseinandernehmen, dass du als Begründung für die Trennung angibst. Lass dich nicht in einen Streit über kleine Details verwickeln, die für das große Ganze unwichtig sind. Lass deinen Partner wissen, dass sein Abstreiten der Tatsachen nichts an deiner Entscheidung ändern wird. Sollte die Person sich mit dir über Details streiten wollen, sage einfach: „Ich werde mich nicht auf diesen Streit einlassen und werde sofort gehen, wenn du jetzt nicht damit aufhörst.“
    • Verhandeln oder Betteln. Dein Partner könnte anbieten, sich zu verändern, oder Dinge anders zu machen, um die Beziehung zu retten. Wenn die Person sich aber nicht ändern konnte, als du sie darum gebeten hast, ist es jetzt zu spät, um noch eine aufrichtige Veränderung vom ihr erwarten zu können.
    • Um sich schlagen. Dein Partner könnte schmerzhafte Dinge sagen und „deine Knöpfe drücken“, um sich selbst besser zu fühlen. Wenn dein Partner dir z.B. fiese Schimpfnamen gibt, nimm sie hin und vergiss sie gleich wieder. Du kannst sagen: „Ich weiß, du bist jetzt sehr wütend auf mich, aber deswegen werde ich trotzdem nicht tolerieren, dass du mich so nennst. Vielleicht sollten wir das Gespräch hier beenden.“ Drohungen von körperlicher Gewalt oder einer Eskalation sind sehr ernst. Sollte es zu so etwas kommen, solltest du sofort gehen.
  9. Distanziere dich. Das ist einer der schwierigsten, aber wichtigsten Teile einer Trennung. Versuche den Kontakt zu deinem Ex und seinen Freunden so gut es geht zu minimieren, um Schuldgefühl zu minimieren und ihm keine falsche Hoffnung zu geben.
    • Solltest du mit der Person zusammen Kinder haben, kannst du dich nicht komplett von ihr distanzieren. Versuche, eure Beziehung so zivilisiert wie möglich zu handhaben und stelle immer das Wohlbefinden eures Kindes/eurer Kinder an die erste Stelle.
    • Es kann helfen, wenn du die Nummer der Person von deinem Smartphone und seine E-Mail-Adresse von deinem Computer löschst.
    • Solltet ihr zusammen wohnen, ziehe so schnell wie möglich aus. Wenn du nicht sofort etwas Dauerhaftes findest, finde einen Platz, an dem du deine Sachen unterstellen kannst und etwas, wo du eine Weile übernachten kannst. Je länger du euer Kram vermischt bleibt, desto komplizierter wird der ganze Vorgang.
    • Nach einer Weile bist du vielleicht bereit dazu, mit der Person nur befreundet zu sein. Wenn es soweit ist, achte darauf, dass ihr Randbedingungen für eure Freundschaft und etwaige zukünftige Beziehungen festlegt.

Tipps

  • Wenn du dir sicher bist, dass du dich von jemanden trennen willst, solltest du es lieber früher als später tun. Wenn dein Partner aber einen besonders schlechten Tag hat, solltest du vielleicht auf einen besseren Moment warten. Mit jemandem Schluss zu machen, der sowieso schon schlecht drauf ist, macht die Trennung für euch beide nur noch schwerer.
  • Trenne dich nie in der Hitze des Gefechts. Sollte die Beziehung sowieso nicht mehr zu retten sein, wird sich daran auch nach dem Streit - und nachdem die Wut verflogen ist - nichts geändert haben. Trenne dich zu einem Zeitpunkt, an dem ihr beide ruhig seid und alles in Frieden durchsprechen könnt. So hast du die beste Chance auf einen echten Abschluss.

Warnungen

  • Nimm die Androhung von körperlicher Gewalt und eine gewalttätige Beziehung immer ernst. Falls möglich, entferne dich aus der Situation oder kontaktiere, falls notwendig, die Behörden.
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