Zu Gott beten (für Anfänger)

Wenn du ein neuer Anhänger des christlichen, jüdischen oder islamischen Glauben bist und beginnen willst zu Gott zu beten, dann befolge diese einfachen Schritte, damit deine tägliche Zeit mit Gott gut anfängt.

Methode 1 von 5: Bevor du betest

  1. Denke darüber nach, wofür du beten willst. Denke darüber nach, wofür du beten willst, bevor du beginnst. Mit welchen Dingen im Leben hast du Probleme? Wofür bist du dankbar? Wie willst du Gott in dein Leben integrieren? Welche Fragen hast du? Das sind Dinge, für die du beten könntest. Im Vorfeld zu wissen, was du sagen willst, wird dazu führen, dass du dich klarer und wohler fühlst, wenn du betest.
  2. Besprich dich mit deinem religiösen Beistand oder einem vertrauten Freund. Nachdem du über die Dinge nachgedacht hast, über die du mit Gott gerne sprechen würdest, kannst du mit einem Priester, Imam, Rabbi oder einem Freund oder Familienmitglied sprechen, dem du vertraust. Frage sie nach ihrer Meinung, wobei Gott dir helfen könnte und was sie über deine Sorgen und Fragen denken. Sie könnten dir die Augen für Fragen und Antworten öffnen, an die du noch nie gedacht hast.
  3. Finde einen guten Platz um zu beten. Wenn du bereit bist zu beten, dann wirst du einen angemessenen Platz und Zeit finden müssen, um zu Gott zu beten. Es sollte sich dabei um einen ruhigen Ort handeln, an dem du eine längere Zeit und Konzentration für dein Gespräch mit Gott aufbringen kannst um ihm deine Hingabe zu zeigen.
    • Wenn du aber den Drang verspürst, schnell und in einer weniger idealen Situation zu beten, da tu das. Du musst dich an keinem besonderen Ort befinden, damit Gott dich hört. Er wird deine Not verstehen und er ist ihm nur wichtig, dass du ihn im Herzen liebst und ihm versuchst zu folgen.
  4. Besorge dir alle nötigen oder zusätzlichen Dinge. Vielleicht willst du beim Beten bestimmte Dinge wie Kerzen, eine Bibel, die Andenken an eine geliebte Person oder andere Dinge, die dir wichtig sind, dabei haben. Halte sie alle parat am richtigen Ort.
  5. Plane allein oder mit anderen zu beten. Du wirst entscheiden müssen, on du dich besser fühlst wenn du allein, oder mit anderen betest. Verschiedene Glauben wählen unterschiedliche Methoden, aber du solltest dich von den normalen Konventionen deiner Konfession nicht eingeschränkt fühlen. Tu, was sich für dich im Herzen richtig anfühlt, ob du deine Gebete in einer Kirche voller Leute singst oder allein in einer Ecke vor einer Qibla.

Methode 2 von 5: Ein einfaches Gebet für Christen

  1. Zeige Respekt. Zeige Respekt, indem du dich vor Gott demütig zeigst. Ziehe dich (wenn möglich) einfach an, zeige dein Gebet nicht stolz Leuten in der Nähe und bete auf den Knien mit gesenktem Haupt (wenn möglich).
  2. Lies aus der Bibel. Vielleicht möchtest du beginnen, indem du eine Passage aus der Bibel liest, die für dich wichtig und bedeutungsvoll ist. Das wird dein Herz seinem Wort öffnen und ihm deine Hingabe zeigen.
  3. Danke Gott. Danke Gott für all seine Segnungen. Danke ihm für die Dinge, die dich glücklich machen, die dein Leben besser machen oder die die Welt zu einem besseren Ort machen. Verstehe, dass diese Segnungen Gott sind, der seine Liebe für die Menschen zeigt und dass sie gefeiert und geschätzt werden sollten.
  4. Bitte um Vergebung. Bitte Gott um Vergebung für die Fehler, die du begangen hast. Öffne dein Herz und erinnere dich daran, dass wir alle Fehler machen: niemand ist perfekt. Auch wenn es dir schwerfällt, dir das einzugestehen oder an einen Fehler, den du gemacht hast, zu denken, wirst du einen Weg finden, um es in Zukunft besser zu machen. Sei ehrlich und du wirst im Herzen spüren, wenn Gott dir vergibt.
  5. Bitte um Beistand. Bitte Gott um Beistand. Er ist kein Dschinn oder magischer Gewährer von Wünschen… Er ist nur da, um dich auf den für dich richtigen Weg zu bringen. Bitte ihn, dich zu führen und dir die richtigen Entscheidungen und Wege aufzuzeigen, um ein besserer Mensch zu werden, wie auch die Welt und die Menschen um dich herum.
  6. Bete für andere. Bete für die, von denen du denkst, dass sie die Gebete benötigen. Du kannst für deine Familie, deine Freunde, oder für Fremde beten. Bitte Gott, ihnen seine Liebe zu zeigen und ihnen zu helfen ihren Weg zu finden, wenn sie verloren sind. Fälle kein Urteil über sie oder ihre Probleme: Gott ist der einzige Richter und er wird das Richtige tun.
    • Denke daran, dass Leute nicht der Teufel oder Dämonen sind; sie sind ebenso Seelen wie du und sie können durch Gott geführt werden. Bitte nicht, sie niederzuschlagen, sondern bitted arum, dass sie ihre Fehler erkennen und wie auch du um Vergebung bitten.
  7. Beende dein Gebet. Beende dein Gebet wie du denkst, dass es angemessen sei. Die gängigste Art ist ‚Amen‘ zu sagen.

Methode 3 von 5: Ein einfaches jüdisches Gebet

  1. Versuche, auf Hebräisch zu beten. Die meisten Konfessionen glauben, dass es besser sei auf Hebräisch zu beten, doch Gott wird dich auf jede Sprache verstehen. Gib dein Bestes und er wird verstehen.
  2. Versuche, mit anderen zu beten. Juden beten im Gegensatz zum christlichen Gebet, dass eher individuell ausgerichtet ist, gerne öfter und in Gruppen. Wenn du kannst, dann bete mit anderen. Das kann im Tempel sein, zuhause mit deiner Familie oder während du mit deinen Freunden unterwegs bist.
  3. Kenne all die Gebete für die verschiedenen Rituale. Anstatt von individuell festgelegten, täglichen Gebeten, bevorzugen es Juden, Segnungen für verschiedene Zeiten des Tages, Ereignisse und Jahreszeiten auszusprechen. Du wirst die verschiedenen Gebete lernen wollen und wann sie gebetet werden, ebenso wie die Feiertage, die spezielle Gebete erfordern.
  4. Wenn du es bevorzugst, dann bete individuell. Wenn die normalen Arten des Betens nicht das Richtige für dich sind und du das Gefühl hast, du würdest allein besser mit Gott kommunizieren, dann ist das in Ordnung. Du kannst auf die oben beschriebene, christliche Methode beten und Gott wird dich verstehen. Er kümmert sich mehr um deine Hingabe und deine Folgsamkeit.

Methode 4 von 5: Ein einfaches Gebet für Muslime

  1. Bete zu den richtigen Zeiten. Muslime beten zu bestimmten Tageszeiten und du wirst diese Zeiten lernen und befolgen müssen. Du kannst sie nachschlagen, deinen Imam fragen oder die eine App für dein Handy oder deinen Computer besorgen.
  2. Orientiere dich. Du musst beim Beten gen Mekka schauen. Das ist ein wichtiger Teil des Gebets bei Muslimen. Du wirst die richtige Richtung für das Gebiet, in dem du wohnst, nachschauen müssen. Alternativ kannst du dir ein Programm auf dein Handy oder einen Computer laden, das als Kompass dienen und dir die richtige Richtung anzeigen wird, unabhängig davon, wo du dich befindest.
  3. Sitze, stehe und bewege dich richtig. Es gibt spezielle Wege, wie Muslime sitzen, stehen, sich beugen und die Hände und Körper während des Gebets bewegen sollen. Diese können recht kompliziert sein und du wirst dich etwas informieren müssen. Du kannst dies auch lernen, indem du andere Muslime entweder unterwegs oder in deiner örtlichen Moschee beobachtest.
  4. Eröffne dein Gebet. Beginne dein Gebet auf die richtige Weise. Das muslimische Gebet ist viel spezieller und strenger, als das christliche Gebet. Der Standard ist „Allah – Wa – Akbar“ zu rufen und den Isteftah Dua und Surah Al- Fatiha zu rezitieren.
  5. Rezitiere die Suren. Rezitiere die Suren entsprechend der Tageszeit oder die von den Gläubigen um dich herum rezitiert werden. Wenn du allein bist, dann kannst du jede Sure rezitieren, die du für angemessen hältst.
  6. Führe die richtige Anzahl an Rakats aus. Die Rakats, oder Gebetszyklen, sind standardisiert und für jede Tageszeit ist eine andere Anzahl an Rakats vorgeschrieben. Kenne die richtige Anzahl und versuche mindestens so viele auszuführen.
  7. Beende dein Gebet. Beende dein Gebet auf die normale Art und Weise, indem du deinen Kopf nach rechts hältst und sagst „As Salam Alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuhu'." Der Engel, der sich deine guten Taten merkt, befindet sich auf dieser Seite. Dein Gebet ist jetzt vorbei.

Methode 5 von 5: Nach dem Gebet

  1. Halte nach Zeichen Ausschau, dass Gott dich gehört hat. Wenn du mit dem Gebet fertig bist und dein Alltag weitergeht, dann suche nach Zeichen, dass Gott dein Gebet gehört hat. Habe ein offenes Herz und suche nach Wegen, auf die er versucht dich auf den richtigen Weg zu führen. Du wirst im Herzen wissen, was richtig ist.
  2. Werde ihm gerecht und halte deine Versprechen. Wenn du Gott versprochen hast, dass du dich verbessern und härter für etwas arbeiten würdest, dann solltest du dein Versprechen halten. Arbeite so hart du kannst, ehrlich und demütig, und Gott wird verstehen und er wird zufrieden sein.
  3. Bete regelmäßig. Bete nicht nur, wenn du ein wirklich großes Problem hast. Gott ist nicht deine Notlösung. Bete immer und erweise ihm den Respekt, den er verdient. Mach es dir zur Gewohnheit und mit der Zeit wirst du toll im Beten sein.
  4. Hilf und bete mit anderen. Wenn du mehr betest, wirst du mit anderen beten wollen und anderen begreiflich machen wollen, wie viel sie durch das Gebet gewinnen. Bringe sie zu Gott, indem du ihnen ehrlich, demütig und ohne ein Urteil zu fällen hilfst und auch sie werden vielleicht inspiriert werden, ihn so kennenzulernen wie du es getan hast.

Tipps

  • Glaube immer an das, das du im Herzen als wahr erachtest. Wenn ein Priester, Führer, Freund oder Familienmitglieder dir etwas sagen, das dir ein unangenehmes Gefühl vermittelt, dann bete. Gott wird dir sagen, was richtig ist und du wirst dich sicher und glücklich im Herzen fühlen. Niemand außer Gott kann sagen was richtig ist und was er will.
  • Bete wann auch immer und wo auch immer du den Drang verspürst, z.B. im Stau, vor einem Test, vor jeder Mahlzeit.
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