So sind Hausaufgaben kein Problem

Leider sind Hausaufgaben ein unvermeidlicher Bestandteil des Lebens jedes Schülers. Auch wenn es keinen Weg gibt, um ihnen komplett zu entkommen, kannst du die Menge Arbeit, die du zuhause erledigen musst minimieren und den Stress, den Hausaufgaben oft verursachen, vermeiden.

Teil 1 von 2: Das „Haus“ in „Hausaufgaben“ loswerden

  1. Verstehe deine Hausaufgaben. Wenn du das nächste Mal Hausaufgaben bekommst, stelle sicher, dass du sie in allen Einzelheiten verstehst, bevor du das Klassenzimmer verlässt.
    • Wenn dir dein Lehrer mehrere Aufgaben gibt, stelle sicher, dass du genau weißt, welche dieser Aufgaben gelöst werden müssen. Es könnte zum Beispiel sein, dass dein Lehrer will, dass du sie alle löst, aber manchmal werden auch nur die Aufgaben mit geraden oder ungeraden Nummern verlangt.
    • Bei Hausaufgaben, die du schreiben musst, finde heraus, wie lang die fertige Hausaufgabe sein soll und achte darauf, dass du genau weißt, worüber du schreiben solltest.
  2. Schreibe die Einzelheiten auf. Verwende einen Kalender, um den Überblick über deine Aufgaben zu behalten. Schreibe das Fach, die Art der Aufgabe und die Abgabefrist für jede Hausaufgabe auf, wenn dein Lehrer dir diese mitteilt.
    • Es wird einfacher sein, diese Informationen nachzulesen, anstatt sich an sie zu erinnern.
    • Außerdem, wenn du etwas vergessen hast, schaffst du dir vielleicht unnötige Arbeit danach, wenn du diese zusätzliche Aufgabe gestresst nachholen musst.
    • Die Aufgaben und ihre Abgabetermine im Überblick zu behalten wird dir ermöglichen, sie besser einzuteilen. Einen Aufsatz in fünf Absätzen zu schreiben wird dir leichter fallen, wenn du zwei Wochen lang täglich ein bisschen daran arbeitest, anstatt es dir für den Abend vor der Abgabefrist zu sparen und dann alles auf einmal zu schreiben.
  3. Finde in der Schule Zeit, um die Hausaufgaben zu erledigen. Suche nach Gelegenheiten während der Schulzeit, um an deinen Hausaufgaben zu arbeiten. Wann immer du zwischen dem Unterricht ein bisschen Freizeit hast, nutze sie für die Hausaufgaben.
    • Wenn in deinem Stundenplan Stunden speziell zum Lernen oder Hausaufgabenmachen vorgesehen sind, nutze sie auch dafür.
    • Du könntest auch während der Mittagspause an deinen Hausaufgaben arbeiten. Das sollten allerdings die sein, die du am nächsten Tag abgeben musst anstatt der, die du am gleichen Tag abgeben musst.
    • Mach deine Hausaufgaben auf der Heimfahrt im Bus. Du könntest auch morgens auf der Hinfahrt Hausaufgaben machen, aber dabei hastig die Hausaufgaben zu erledigen, die du am gleichen Tag abgeben musst, kann sehr stressig werden und sollte am besten vermieden werden.
    • Es ist vielleicht verlockend, während der freien Zeit in der Schule mit Freunden zu plaudern oder ein Nickerchen zu machen, aber diese Momente für deine Hausaufgaben zu nutzen, wird dafür sorgen, dass du später zuhause weniger zu tun hast.
  4. Lerne. Das mag kontraintuitiv scheinen, aber regelmäßig mitzulernen kann die Menge an Hausaufgaben, die du mit nach Hause nimmst und die Zeit, die du damit langfristig verbringst, drastisch reduzieren. Je besser du mit dem Stoff vertraut bist, desto schneller wirst du deine Hausaufgaben fertig machen können.
    • Ziehe es in Betracht, für das Lernen von Fakten, Vokabeln und Formeln, Karteikarten zu verwenden. Du kannst deine Karteikarten verwenden, um in den Pausen Stoff zu vertiefen, wie zum Beispiel, wenn du gerade für dein Mittagessen Schlange stehst oder auf den Beginn der nächsten Stunde wartest. Das wird dir helfen, mehr zu lernen und die Zeit, die du zuhause mit Lernen verbringst, minimieren.
  5. Bitte um zusätzliche Hilfe, wenn du sie brauchst. Wenn bei einer bestimmten Aufgabe Fragen aufgetreten sind oder du mit dem Stoff im Allgemeinen kämpfst, hab keine Angst, Fragen zu stellen. Du kannst dich an deine Eltern, Lehrer, Nachhilfelehrer und andere Schüler wenden, um Hilfe zu bekommen.
    • Zuhause sind deine Eltern die ersten, die du fragen kannst. Sie erinnern sich vielleicht noch daran, wie sie in der Schule das Gleiche lernen mussten. Aber selbst wenn sie mit dem Stoff nicht vertraut sind, können sie dir vielleicht aufgrund ihres anderen Wissens behilflich sein.
    • In der Schule solltest du als erstes deine Lehrer fragen. Sie wissen alles, was man über die Hausaufgaben, die sie dir gegeben haben, wissen kann und sollten in der Lage sein, den Stoff mit dir durchzugehen, wenn du ihn noch nicht so wirklich verstanden hast.
    • Deine Freunde und andere Klassenkollegen können dir auch helfen. Jeder Schüler hat ein Fach, in dem er besonders gut ist und andere, die ihm weniger leicht fallen. Deine Klassenkollegen könnten dir vielleicht bei einem Fach helfen, während du sie im Gegenzug bei einem anderen unterstützt.
    • Wenn du merkst, dass du mit einem bestimmten Teil des Unterrichtsstoffs besonders kämpfst, sprich mit deinem Lehrer oder deinen Eltern über die Möglichkeit, einen professionellen Nachhilfelehrer zu bekommen.

Teil 2 von 2: Stress mit Hausaufgaben vermeiden

  1. Schaffe dir eine Lernroutine. Trainiere dich, deine Hausaufgaben täglich zur gleichen Zeit und auf die gleiche Art und Weise zu erledigen. Nachdem du dich ein paar Wochen lang an einen Zeitplan gehalten hast, sollten deine neuen, besseren Lerngewohnheiten ganz natürlich für dich sein. Diese Gewohnheiten können den Stress verringern, den du vielleicht spürst, wenn du dich hinsetzt, um deine Hausaufgaben zu machen.
    • Als allgemeiner Ratschlag gilt, dass es besser ist, die Hausaufgaben früh am Abend als spät zu machen. Die beste Zeit dafür ist sofort nachdem du zuhause angekommen bist, noch bevor du aus dem „Schulmodus“ herauskommst. Das Gelernte wird dann noch am frischesten sein und wenn du deine Hausaufgaben früh beendest, wirst du am Rest des Abends mehr Freizeit haben.
    • Du wirst an manchen Abenden natürlich mehr Hausaufgaben haben als an anderen, daher sollte es in deinem Zeitplan genug Spielraum dafür geben.
  2. Minimiere mögliche Ablenkungen. Wenn du deine Hausaufgaben machst, stelle sicher, dass du dich nur auf die Hausaufgaben selbst konzentrierst.
    • Ablenkungen wie Fernsehen, Social Media und Mobiltelefone werden es dir schwerer machen, deine Hausaufgaben fertigzustellen. Dadurch wirst du länger dafür brauchen.
    • Der Ort an dem du deine Hausaufgaben machst, könnte auch eine Quelle von Ablenkungen sein. Auf einem bequemen Bett zu liegen könnte dich zum Beispiel müde und unkonzentriert machen. Eine bessere Möglichkeit wäre, in einem ruhigen Zimmer, zu dem deine Geschwister keinen Zutritt haben, an einem Schreibtisch oder Tisch zu sitzen.
  3. Mach die schwersten Hausaufgaben zuerst. Finde heraus, welche deiner Hausaufgaben du am meisten fürchtest und mache sie zuerst. Sobald du sie geschafft hast, wird alles andere im Vergleich ziemlich unbedeutend und einfach wirken, du wirst deswegen also weniger gestresst sein.
    • Du wirst am Beginn deiner Hausaufgaben auch noch mehr Energie und Konzentration haben als später. Die schweren Sachen anzugehen, wenn du am fittesten bist, wird dir ermöglichen, schneller fertig zu werden.
    • Wenn du bei einer Aufgabe jedoch absolut keine Lösung findest, wirst du an einen Punkt kommen, wo du sie beiseitelegen und an etwas anderem arbeiten solltest. Habe keine Angst, jemand anders um Hilfe zu bitten, wenn du die Aufgabe beim nächsten Versuch immer noch nicht lösen kannst.
  4. Nimm dir Pausen. Teile dir die Aufgaben richtig ein, während du an ihnen arbeitest. Nimm dir zwischen verschiedenen Aufgaben eine kurze Pause und unterbrich bei langen Aufgaben zwischendurch kurz, um dich zu strecken und dein Gehirn ein bisschen ruhen zu lassen.
    • Den meisten Menschen tun 15 Minuten Pause pro Stunde gut. Warte jedoch, bis deine Konzentration auf natürliche Weise schwächer wird. Zwinge dich nicht, mitten unter einer Aufgabe, die du fast gelöst hast, eine Pause zu machen.
    • Versuche jedoch, dich nicht zu sehr von einer anderen Aktivität ablenken zu lassen. Wenn du eine Pause von 15 Minuten machst, sollte diese auch nur 15 Minuten dauern. Aktivitäten, die 30 Minuten dauern könnten, sollten also am besten vermieden werden.
  5. Werde deine nervöse Energie los. Wenn du jemand bist, der bei den Hausaufgaben leicht zappelig wird, finde einen Weg, um deine nervöse körperliche Energie loszuwerden, während du gleichzeitig deine geistige Energie verwendest, um die Hausaufgaben fertigzustellen.
    • Versuche es mit Kaugummikauen oder einem Stressball, wenn du an besonders langen Aufgaben arbeitest. Du könntest auch ein Trainingsband an die vorderen Beine deines Stuhls binden und beim Hausaufgabenmachen mit deinen Füßen daran ziehen und dagegen drücken.
  6. Belohne dich. Trainiere dein Gehirn, konzentriert zu bleiben, indem du dir eine Belohnung versprichst, sobald du fertig bist. Es ist wahrscheinlich, dass du dich so auf deine Belohnung freust, dass du deine Hausaufgaben schneller und mit größerem Einsatz machst.
    • Verwende Unterhaltungsformen, die viel Zeit beanspruchen als Belohnung für fertiggestellte Hausaufgaben. Versprich dir, dass du ein Spiel spielen oder eine Folge deiner Lieblingsserie gucken darfst, sobald du alles erledigt hast.
    • Kleine Snacks können auch als Belohnung verwendet werden, besonders, wenn du auch schon während deiner Hausaufgaben eine Belohnung brauchst und nicht erst, wenn du fertig bist.
  7. Arbeite mit Freunden zusammen. Wenn du es richtig machst, können Lern- oder Hausübungsgruppen mit Freunden die Hausaufgaben weniger anstrengend werden lassen. Außerdem werdet ihr abgesehen von dem intellektuellen Vorteil auch geistig voneinander profitieren.
    • Diese Technik kann jedoch riskant sein und es kann unter Umständen mehr schaden als nutzen. Wenn du es schaffst, am richtigen Weg zu bleiben, wenn du mit Freunden zusammenarbeitest, werdet ihr alle davon profitieren, bei den Hausaufgaben euer Wissen auszutauschen und euch gegenseitig zu unterstützen. Wenn ihr euch jedoch oft dabei ertappt, dass ihr über ganz andere Dinge redet, wird es langfristig wahrscheinlich die bessere Variante sein, wenn du alleine arbeitest.

Warnungen

  • Ganz egal, wie langweilig es scheinen mag, ist es wichtig, die Hausaufgaben, die du bekommen hast, zu erledigen. Auch wenn so manches davon manchmal als reine „Beschäftigungstherapie“ erscheinen mag, wirst du von den meisten Aufgaben profitieren. Sie nicht zu machen wird dazu führen, dass du den Stoff nicht so gut verstehen wirst, wie es sonst möglich wäre.
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