Sich wie ein Hippie kleiden

Ob du auf eine Kostümparty gehst oder deinen Style ändern willst, wie ein Hippie auszusehen ist gar nicht so schwer. „Natürlich ist schön“, so lautet einer der Grundsätze von Hippies - und, dass man sich durch Kleidung ausdrücken und nicht aufbessern kann. Um dich passend wie ein Hippie zu kleiden, solltest du dir die folgenden Tipps zu Herzen nehmen.

Methode 1 von 5: Von der Hüfte aufwärts

  1. Trage gebrauchte Kleidung. Shoppe auf Flohmärkten, in Second-Hand Läden und, wann immer möglich, auf privaten Flohmärkten. Du kannst aber grundsätzlich überall „Hippie-Klamotten“ finden (z.B. in New Age Läden oder auf eBay). Das einzige was dabei nämlich zählt ist, nicht die Mode von großen Firmen zu kaufen, sondern lieber gebrauchte Kleidung aus der Umgebung.
    • Viele Hippies versuchen es mit Nähen und anderen Handarbeiten; wenn du deine eigene Kleidung herstellen kannst ist es noch besser. Damit bist du schon auf dem besten Weg; etwas was du selbst gemacht hast, bringt dir viel mehr Anerkennung ein, als etwas was ganz anonym von irgendjemand anderem gekauft wurde.
  2. Wähle weite, bequeme und natürliche Oberteile. Ein simples Shirt kann verwendet werden, wenn du Accessoires hast um es etwas aufzustylen. Optimal wären jedoch getragene, alte und verblichene Shirts. (Wenn du eine Frau bist, solltest du einen weichen Baumwoll-BH, keinen Bügel-BH oder gepolsterten, oder gar keinen BH tragen) Hipster haben heutzutage das Monopol auf ungebügelte Retro-Shirts, aber das heißt nicht, dass du es nicht auch versuchen kannst. Es gibt aber auch noch eine Menge weiterer Möglichkeiten:
    • Nimm Batik-Oberteile in deine Garderobe auf. Sicherlich sollte diese Art von Oberteil nicht jeden Tag getragen werden, aber ab und an ist eine großartige Alternative.
    • Dashikis bringen Farbe und Muster in sonst eher triste Outfits.
    • Schöne, langärmlige Blusen sind unter Hippies sehr beliebt, da sie stylisch und dennoch nicht zu etepetete sind.
  3. Probiere es mal mit einer Weste. Eine Weste ist ein tolles Accessoire zu anderen Oberteilen. In den Sechzigern, auf dem Höhepunkt der Hippie-Bewegung, war eine fransige Wildlederweste sowohl für den Mann, wie auch für die Frau ein absolutes Muss. Viel spricht für „Hippie“, eine Weste allerdings schreit es geradezu heraus. Alternativ kannst du auch andere Arten von Westen ausprobieren:
    • Lang vs. Kurz
    • Farbenfroh vs. Einfarbig
    • Weit vs. Eng
    • Blumenmuster
    • Perlenbesetzte Weste
  4. Wähle deine Jacke sorgfältig aus. Eine klassische Denim-Jacke ist Hippie, aber es gibt auch andere Möglichkeiten, um die Dinge ein wenig aufzupeppen. Eine Denim-Jacke mit Perlen, Stickereien oder gemusterten Einsätzen ist toll. Leder, Wildleder, Schaffell oder sogar Pelz (wenn du allerdings ein über die Tiere besorgter Hippie bist, solltest du das lieber lassen) könnte ebenso in Erwägung gezogen werden. Eine Armee-Jacke kann in manchen Situationen auch getragen werden, auch wenn einige Hippies dies falsch verstehen könnten. Du könntest sie mit Slogans für den Frieden besticken, um deine Ansichten deutlich zu machen.
    • Kaputzenpullis, wenn auch bequem, sind nicht wirklich Hippie Material. Du kannst so einen Pulli mal tragen, aber nicht ständig.
    • Grundsätzlich solltest du dich lieber für eine ältere Jacke entscheiden. Neue Shirts kann man schnell in die Hippie Garderobe aufnehmen, eine neue Jacke ist nur schwer zu integrieren.

Methode 2 von 5: Von der Hüfte abwärts

  1. Wähle Jeans-Schlaghosen. Grade, gemusterte Jeans gehen nur dann, wenn der Rest des Outfits eindeutig Hippie ist. Der Heilige Gral eines jeden Hippies ist jedoch die Schlaghose. Männer sowie Frauen tragen sie; sie sind ein Symbol der Hippie-Kultur.
    • Nähe ein Peace-Zeichen auf deine Schlaghose.
    • Jeans, Cord oder gemusterte Hosen können als Alternative dienen, solang sie mit einem Hippie-Outfit in Verbindung gebracht werden können. Ab und zu kannst du deine Schlaghose gegen eine solche Hose austauschen.
    • Du hast in der heutigen Zeit der Skinny-Jeans Probleme eine Schlaghose zu finden? Schaue mal im Internet nach.
  2. Besorge dir ein paar Jeansshorts, besonders wenn sie zerrissen sind. Oder noch besser, verwerte deine alten Jeans, indem du sie zerreißt, ausfranst oder abschneidest (was aber nicht unbedingt nötig ist) . Wenn du ein Mann bist, dann schneide ein paar Löcher in deine alten Jeans. Wenn du eine Frau bist, solltest du deine alten Jeans in kurze Shorts umwandeln.
    • Wirklich, je schmuddeliger, desto besser, besonders als Mann. Du musst dir keine Gedanken darüber machen, ob deine Kleidung tadellos und gebügelt ist.
  3. Nutze als Frau deine Möglichkeiten aus. In Sachen Unterteile kannst du als Frau weit mehr machen. Nutze dies aus! Mit dem richtigen Wetter hast du zahlreiche Möglichkeiten. Beispiele:
    • Weitere, blumige Röcke
    • Kleider, etwa wie Tuniken oder Strandkleider
    • Miniröcke (vor allem wenn sie mit Stiefeln, die über die Knie gehen, getragen werden)
    • Viele männliche Hippies haben auch Roben und sogar Röcke getragen. Es gibt Röcke speziell für Männer. Habe keine Angst davor Dinge zu tragen, wenn sie sich richtig für dich anfühlen, ganz egal welches Geschlecht du hast.

Methode 3 von 5: Das richtige Schuhwerk

  1. Wähle die richtige Art von Sandalen oder Flip-Flops. Obwohl Hippies oft barfüßig unterwegs sind, tragen sie auch oft flache Sandalen, wenn barfuß nicht praktikabel ist. Schließlich gilt immer noch in einigen Orten, kein Shirt, keine Schuhe, kein Service.
    • Die Sandalen, die meistens mit Hippies in Verbindung gebracht werden, sind Birkenstöcke. Sie bestehen aus einem Korkboden und Lederriemen.
    • Probiere ebenso Flip-Flops aus Leder aus. Sie sind leicht an- und auszuziehen und sehen gerade zu Röcken und Kleidern klasse aus.
  2. Probiere ein paar Hippie-Stiefel. Gerade bei kälterem Wetter oder um das Outfit etwas aufzubessern, kannst du Boots anziehen. Hippie-Stiefel sind meist aus Wildleder oder Leder.
  3. Viele Hippies tragen auch Mokassins. Alle Arten von Mokassins passen, sie sollten nur bequem sein. Viele Mokassins sind mit Perlen besetzt.

Methode 4 von 5: Statte dich mit Accessoires aus

  1. Trage handgemachten Schmuck. Wenn du den Schmuck selbst herstellst, ist es noch besser. Probiere die folgenden Schmuckstücke aus:
    • Lange Halsketten und Makramee
    • Naturbelassene Steine
    • Muscheln
    • Peace-Zeichen
    • Große, ethnisch-inspirierte Ohrringe
  2. Suche dir einen Gürtel aus. Ein weiter Ledergürtel, ein Gürtel mit Peace-Symbol oder Kettengürtel ist am Besten. Alles was nach Do-It-Yourself oder Vintage aussieht funktioniert.
    • Wenn du eine sehr „DIY-Person“ bist, kannst du auch einfach einen simplen Schnürsenkel zwischen die Hosenschleifen einfädeln und ihn wie eine Schleife binden. Dieser Trick wird meist von männlichen Hippies benutzt, die keinen Gürtel kaufen, aber trotzdem ihre Hose sichern wollen.
  3. Wenn es dir nichts ausmacht deine Kleidung abzuändern, solltest du Fransen hinzufügen. Füge Fransen überall hinzu, wo es dir gefällt. Hosen, Shirts, Westen, Jeans oder sonst noch was kann mit Fransen versehen werden.
  4. Besticke deine Kleider und bemale dein Gesicht. Sticke farbenfrohe Blumen, Sterne, Vögel und Slogans wie "Love" & "Peace" auf deine Kleidung. Die amerikanische Flagge, Stecknadeln und Muster sind seit der Anti-Krieg Bewegung sehr beliebt. Für festliche Veranstaltungen kannst du dich mit Gesichtsfarbe bemalen.
  5. Trage Glöckchen um die Fußknöchel. Man wird dich schon aus einer kilometerweiten Entfernung kommen hören, aber verdammt, du bist damit authentisch (gerade als Frau).
  6. Ziele auf Oma-Brillen oder Sonnenbrillen ab. In den 50ern gab es diese dicken, schwarz-umrandeten Brillen (oder Moment, sprechen wir hier von den heutigen Hippstern?) und bei den Hippies gab es die kleinen, halbmondförmigen Brillen. Wenn die Geschichte sich wiederholt, sind diese als nächstes dran!
    • Fröhliche Sonnenbrillen, denke an getönte John Lennon Brillen. Du kennst die Art. Hippies haben sich nicht viel um ihre periphere Sicht geschert.

Methode 5 von 5: Die Haare und das Makeup

  1. Lass deine Haare lang wachsen. Ob als Mann oder als Frau, lange Haare sind angesagt. Grundsätzlich vor allem deswegen, weil du dich nicht damit belasten willst, sie schneiden zu lassen. Sie sollten sauber sein (du badest schon noch!), aber nicht viel mehr als das.
    • Kunstvoll zerzaust – das ist definitiv der Look nach dem du suchst. Ganz wie sich dein Schopf entwickeln will, so solltest du ihn auch gewähren lassen.
    • Männer – lasst auch eure Gesichtsbehaarung wachsen.
  2. Trage ein Haarband. Trage es quer über die Stirn, nicht senkrecht über deine Haare, und dekoriere es mit einer Blume (ein Gänseblümchen ist klassisch dafür).
    • Wenn du dauerhaft eine Feder im Haar tragen willst – oder dir einfach der Gedanken eine Blume zu töten nicht gefällt – schaue dich nach einem Clip um, den du mit in dein Haarband stecken kannst.
    • Wenn du kein Haarband hast, dann mach dir selbst eines. Besorge einen elastischen Stoff; Baumwolle oder ein unelastischer Stoff wird einen Abdruck auf deiner Stirn hinterlassen, wenn es zu lang getragen wurde.
  3. Style deine Haare nur minimal. Lass deine Haare lang, locker und unbändig. Schmiere nicht irgendwelche Chemikalien in deine Haare. Umso weniger du sie stylst, umso besser. Wenn du ein Mann bist, dann lass dein Bart ungekämmt und schmuddelig.
    • Wenn du dein Haar hochbinden musst, dann tue dies mit einem tiefen Pferdeschwanz, zwei tiefen Pferdeschwänzen oder indem du deine Haare flechtest.
  4. Überlege dir Dreadlocks, wenn du denkst, dass du mit ihnen klarkommst. Dreadlocks zu machen ist wirklich schwer, aber es ist es auch wert. Sie sind Mühen aus Liebe.
    • Sie sind aber auch semi-permanent. Du solltest dir also sicher sein, bevor du den Sprung wagst.
  5. Halte dein Makeup minimal. Für die Frau – gehe quasi blank. Ein wenig schwarzer Kajal um die Augen ist in Ordnung, aber nicht mehr als das. Verwende keinen Lippenstift oder irgendwelche haarsträubend offensichtliche Färbung. Du bist schließlich ein Kind der Erde.

Tipps

  • Hippies tragen oft Symbole, Schmuck und Kleidung die von den Ureinwohnern von Amerika inspiriert sind.
  • Betone helle Farben und blumiges Muster (beides kann auf die Geschichte der Hippies zurück führen). Zudem solltest du auf natürliche Stoffe wie Baumwolle, Wolle und Leder achten. Halte dich so gut es geht von synthetischen Stoffen fern.
  • Pflege dich auf natürlicher Art und Weiße. Wenn du Parfüm trägst, dann verwende ein essentielles Öl (Jasmin oder Sandelholz).
  • Es gab auch eine Unter-Strömung von romantischen Hippies. Diese trugen Rüschen-Hemden, Samt-Jacken und Hosen, Kleider oder Roben (auch die Jungs!), bestickte Westen und anderes Zeug aus den 19ten Jahrhundert. Schaue dir hierzu ein Bild von dem Sänger Donovan aus seiner „A Gift from a Flower to a Garden“ Periode an. David Crosby trug oft ein schneidiges Cape mit Hut, Melanie Safka trug lange Kaftans und der Dichter Richard Brautigan hatte immer einen großen Hut auf dem Kopf und einen unzeitgemäßen Schnurrbart im Gesicht. Die berühmte Designerin Thea Porter erfand sogar wunderschöne Stile für Pink Floyd und andere Hippie-Musiker basierend auf „Der Herr der Ringe“ und anderer Fantasy Geschichten, welche dann von Fans und anderen Künstlern kopiert wurden. Wenn dich diese Richtung interessiert, schaue dich in Secondhandshops und Gebrauchtwarenläden danach um.
  • In der Haight-Ashbury Szene trugen die meisten Hippies gewöhnliche Kleidung für einen alltäglichen Look und sparten sich ihre extravaganten Kostüme für Festivals, Straßenfeste, usw. auf. Das ist aber einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks. Schaue dir zeitgenössische Filme auf YouTube an, um eine Vorstellung davon zu bekommen.
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