Eine Modellpyramide bauen

Eine Modellpyramide zu bauen ist ganz leicht und kann ein unterhaltsames Projekt sein. Du kannst eine Nachbildung einer Pyramide aus Bastelpapier fertigen und sie durch einige künstlerische Feinarbeiten wie echt aussehen lassen. Wenn du wissen willst, wie man eine Modellpyramide baut, folge diesen Schritten.

Methode 1 von 2: Die schnelle Variante aus Papier

  1. Erstelle das Muster für die Grundfläche und die Seitenflächen der Pyramide mit Bastelpapier. Am einfachsten ist es, wenn du eine gleichseitige Pyramide machst, bei der alle Seiten gleich groß sind.
    • Fertige die Grundfläche. Pyramiden haben vier Seiten, darum brauchst du eine quadratische Grundfläche. Wähle eine Größe, zum Beispiel 15 cm auf 15 cm. Bestimme die Abmessungen mit einem Lineal und zeichne die Umrisse der Grundfläche auf das Bastelpapier.
    • Gib an jeder Seite der Grundfläche noch einen zusätzlichen Zentimeter hinzu und zeichne die zusätzliche Fläche auf dem Grundriss mit ein. Dies sind Klebestreifen, mit denen du die Grundfläche der Pyramide an den Seiten der Pyramide befestigst. Falte sie so, dass sie von der Grundfläche nach oben zeigen.
    • Miss die vier dreieckigen Seitenflächen der Pyramide aus. Die Seiten des Dreiecks müssen genauso lang sein wie die Seiten der Grundfläche. Bei diesem Modell sollten es auch wieder 15 Zentimeter sein. Genauso wie bei der Grundfläche zeichnest du auf der rechten Seite eines jeden Dreiecks auch wieder einen 1 Zentimeter breiten Seitenstreifen ein.
  2. Schneide die aufgezeichneten Muster für die Grundfläche und die Seitenflächen aus, einschließlich der Klebestreifen. Mit einem Lineal oder einem ähnlich langen und kantigen Gegenstand faltest du die Klebestreifen genau ein.
  3. Bemale die sichtbaren Seiten der Pyramide mit sandfarbener Farbe. Bevor die Farbe trocken ist fährst du mit der Kante eines Stück Papiers in senkrechten und waagrechten Linien über die bemalten Seitenflächen. So entsteht in deiner Pyramide der Eindruck von einzelnen Steinen.
  4. Klebe die Pyramide zusammen.
    • Gib etwas Kleber auf die Außenseite des Klebestreifens der Grundfläche und klebe eines der Dreiecke daran. Dies wiederholst du mit den anderen drei Seitenflächen.
    • Nun gibst du auch etwas Kleber auf einen der Klebestreifen an den Dreiecken und befestigst es mit dem Dreieck daneben. Die zwei Teile müssen dabei nach innen zeigen, so dass sich ihre Spitzen im Gipfel der Pyramide treffen. Danach verbindest du die nächsten Seitenflächen der Pyramide. Gib wieder darauf Acht, dass sich die Spitzen der Seiten im Gipfel der Pyramide treffen. Wenn du die vierte und letzte Seitenfläche der Pyramide mit den anderen Seiten verbindest, trägst du auf beiden verbliebenen Klebestreifen Kleber auf. Zuerst befestigst du das letzte Seitenteil an den schon zusammen geklebten Seitenflächen. Danach klebst du den verbliebenen Klebstreifen mit der ersten Seitenfläche zusammen, so dass sich eine geschlossene Pyramide ergibt.
    • Vergewissere dich, dass die Spitzen der vier Dreiecke oben im Gipfel der Pyramide zusammengehen. Gib etwas Klebstoff auf die Spitze. Danach ziehst du vorsichtig einen kleinen Drahtring oder Gummi über das obere Viertel der Pyramide, so dass die Spitze oben zusammenhält bis der Kleber getrocknet ist.
  5. Fertig.

Methode 2 von 2: Die realistischere Variante mit Zuckerwürfel

  1. Besorge die Materialien. Du brauchst Zuckerwürfel (mindestens 100 oder mehr, falls deine Pyramide größer und höher werden soll), ein flaches Stück Karton (30cm x 30 cm, größer, falls deine Pyramide etwas höher werden soll), Gummikitt oder sonst eine Art von Klebelösung (besser keinen Uhu verwenden), vielleicht noch etwas Sand, viel Backpulver und noch ein extra Stück Karton (egal welche Größe).
  2. Klebe deine Grundschicht auf. Klebe eine erste Lage Zuckerwürfel mit dem Gummikitt auf, so dass sie eine große viereckige Fläche bildet (zum Beispiel 6 auf 6 Zuckerwürfel)
    • Fange mit einer größeren Grundfläche an, wenn du eine größere Pyramide bauen willst.
  3. Fahre nun mit der nächsten Schicht fort. Streiche etwas Gummikitt oben auf die erste Schicht und bilde dann darauf eine weitere viereckige Schicht mit Zuckerwürfeln. Diese Schicht sollte einen Zuckerwürfel kleiner sein als die Schicht darunter (zum Beispiel 5 auf 5 Würfel).
  4. Dies wiederholst du nun, bis du auf der Spitze der Pyramiden einen einzelnen Zuckerwürfel setzt. Vergewissere dich, dass die Spitze auch in der Mitte platziert ist.
  5. Wenn du willst, kannst du die Außenseiten der Pyramide auch noch auffüllen. Wenn du willst, kannst du die Pyramide auch noch auffüllen, so dass sie wie neu gebaut ausschaut. Dies machst du am besten, in dem du eine relativ trockene Paste mit Backpulver anrührst (mische das Backpulver mit etwas Wasser). Verteile nun die Paste über die Pyramide und glätte die vier Seiten mit einem Stück Karton.
    • Gib nach und nach ein bisschen mehr Wasser hinzu, bis sich eine sandähnliche Mischung bildet und das Backpulver seine Form behält, wenn du es formst.
    • Die glatten, weißen Seiten, die sich so ergeben, zeigen, wie die Pyramiden in echt nach ihrer Fertigstellung aussahen. Obwohl heutzutage nur noch die gewaltigen Steinquader zu sehen sind, waren sie früher mit einer glatten Schicht Kalkstein überzogen, so dass sie in der Sonne glänzten.
  6. Bemale die Pyramide. Wenn du willst, dass deine Pyramide echt aussieht, besorge dir eine dunkelgelbe oder hellbraune Farbsprühdose und sprühe damit die Pyramide an. Sei vorsichtig, dass du nicht zu viel Farbe verwendest und besprühe deine Pyramide nur im Freien mit ausreichend viel Zeitungspapier darunter, das den Boden um sie herum bedeckt.
  7. Gib noch etwas Sand um deine Pyramide herum. Als nächstes kannst du den Karton um deine Pyramide einkleistern, und dann, während der Kleister noch feucht ist, ihn mit Sand oder braunem Zucker bedecken.
  8. Lass alles trocknen. Lass den Kleister mit dem Sand trocknen, genauso wie die Backpulverpaste, falls du sie verwendet hast. Mit ihr musst du etwas vorsichtig sein, weil sie leicht zerbröselt.
  9. Nun kannst du deine Pyramide bestaunen. Du kannst auch noch einige Miniatur-Palmen um deine Pyramide platzieren, oder den Nil aus etwas blauem Bastelpapier ausschneiden, um dein Kunstwerk richtig strahlen zu lassen.

Tipps

  • Du kannst die Seitenflächen der Pyramide auch aus einem Stück fertigen. So musst du nicht so viel kleben und deine Pyramide bekommt eine einheitlichere Struktur. Zeichne zuerst ein Dreieck für eine der Seitenflächen. Benutze nun die rechte Seite des ersten Dreiecks als die linke Seite des zweiten Dreiecks. Daran zeichnest du die Grundlinie und die rechte Seite des zweiten Dreiecks. Die rechte Seite des zweiten Dreiecks ist nun auch wieder die linke Seite des dritten Dreiecks usw. Bei dem vierten Dreieck verfährst du genauso. Anschließend schneidest du den Umriss der vier verbundenen Dreiecke aus und faltest die Linen zwischen den Dreiecken. Um das erste Dreieck mit dem letzten zu verbinden, gibst du etwas Kleber auf einige Papierstreifen und klebst die Teile zusammen.
  • Du kannst deine Papierpyramide realistischer aussehen lassen, indem du ihr Design etwas änderst. Schneide dünne Stücke Karton aus in dem selben Muster, wie du auch die Grundfläche und die Seitenflächen der Pyramide ausgeschnitten hast. Klebe sie nun auf die Seite des Papiers, die nach innen zeigt. So wird die Struktur der Pyramide gestärkt. Danach verteilst du auf den Außenflächen Kleister und streust, bevor der Kleister trocken ist, Sand darauf.

Was du brauchst

  • Bastelpapier
  • Lineal
  • Bleistift
  • Schere
  • Kleber
  • Dünnen Draht oder Gummi
  • Zuckerwürfel
  • Karton
  • Backpulver
  • vielleicht noch etwas Sand
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