Auf Koffein verzichten

Durch die Einnahme von Koffein fühlen wir uns wacher und aufmerksamer, aber zu viel Koffein über einen zu langen Zeitraum kann schlecht für unsere Gesundheit sein. Um das zu vermeiden, ist es am besten, auf Koffein und die damit verbundenen Höhen und Tiefen zu verzichten, aber das kann sehr schwierig sein. Allerdings sind auch die Vorteile des Koffeinverzichts für die meisten schon recht schnell spürbar. Koffein ist eine Droge und wie bei jeder Droge müssen wir auch unseren Koffeinentzug planen und uns auf die Entzugserscheinungen vorbereiten.

Methode 1 von 4: Dich vorbereiten

  1. Bereite dich mental darauf vor. Du liebst den Geschmack des koffeinhaltigen Getränkes und den Energieschub, den es dir verleiht? Die meisten Menschen trinken Koffein aus genau einem dieser Gründe, aber zu viel Koffein kann deinem Körper schaden. Wenn du also stets an dem koffeinhaltigen Getränk deiner Wahl nippst, wirst du einen Gang zurückschalten müssen, um deinem Körper dabei zu helfen, wieder auf ein normales Level zu gelangen. Bis zu 400mg Koffein am Tag sind in Ordnung, aber alles darüber ist zu viel. Mehr als vier Becher Kaffee oder zehn Dosen Cola solltest du (ohnehin!) nicht trinken, denn das wäre schädlich.
  2. Denke an die Vorteile. Wenn du mehr als drei koffeinhaltige Getränke am Tag zu dir nimmst, kann das deine Gesundheit negativ beeinflussen. In moderaten Mengen ist Koffein gesund, aber größere Mengen können richtige Probleme verursachen. Ein paar Gründe, um auf Koffein zu verzichten, sind zum Beispiel die folgenden:
    • Erhöhtes Bluthochdruckrisiko
    • Hält die Leber davon ab, andere Toxine herauszufiltern
    • Zahnfäule
    • Geschwächte Knochen
    • Abhängigkeit/Sucht
    • Nervosität
    • Ein Zyklus aus Hyperaktivität und Konzentrationsschwierigkeiten, gefolgt von einem unausweichlichen "Absturz"
    • Störung des Schlafrhythmus
    • Kann Einfluss auf den Gewichtsverlust haben und wird mit Unterzuckerung in Verbindung gebracht
    • Finanzielle Kosten, um deinen Koffeinbedarf zu decken
    • Koffein dehydriert deinen Körper und kann zu Gewichtszunahme führen
    • Schwangerschaften verlaufen ohne Koffein gesünder
    • Minderung der Libido und der Potenz
  3. Suche dir ein Ersatzgetränk. Wenn koffeinhaltige Getränke ein wichtiger Bestandteil deines Tages sind, brauchst du vielleicht einen Ersatz für sie. Trink mehr Wasser - das ist die gesündeste und beste Wahl. Du kannst mit kohlensäurehaltigem Wasser und Sirup für Abwechslung sorgen.

Methode 2 von 4: Den Konsum langsam verringern

  1. Beginne damit, dich Schritt für Schritt vom Koffein zu verabschieden. Am besten beginnst du mit kleinen Schritten. Lasse einfach ein koffeinhaltiges Getränk pro Tag aus. Tue dies eine Woche lang. Wenn du bemerkst, dass es dir bei deinem allmorgendlichen Ritual fehlt, dieses Getränk zu dir zu nehmen, dann ersetze es mit einer koffeinfreien Alternative. Fahre dann mit dem zweiten Getränk fort und tue auch dies für eine Woche. Mache so weiter, bis du kein Koffein mehr zu dir nimmst.
  2. Mache dir das Trinken von Koffein schwer. Lege am Anfang der Woche ein Budget für koffeinhaltige Getränke fest, damit du dir die Getränke die Woche über einteilen musst. Wenn du also zu Beginn der Woche zu viel Koffein trinkst, wirst du am Ende der Woche gar keines mehr bekommen können. Wenn du dann damit beginnst, dieses Budget immer weiter zu kürzen, wirst du Schritt für Schritt deinen Konsum verringern.
  3. Nimm dir viel Zeit zum Ausruhen. Nimm dir einen ruhigen Wochentag - am besten einen Sonntag -, den du als Entgiftungstag nutzen kannst. Achte darauf, dass du an diesem Tag keinen Verpflichtungen nachkommen musst. Am besten ist es ohnehin, wenn du in deinem Terminkalender die ersten drei koffeinfreien Tage freihältst. Gib deinem Körper die Chance, sich zu erholen, und ernähre dich gesund mit vielen frischen Früchten, Gemüse und Vitaminen, wie zum Beispiel den B-Vitaminen, welche einen ähnlichen Effekt auf deine Konzentrationsfähigkeit haben wie Koffein.
  4. Trink Wasser. Regelmäßiges Trinken von Wasser wird deinen Organen beim Entgiften helfen und deinen Wasserhaushalt auf Vordermann bringen. Koffein ist ein Diuretikum, das entwässernd wirkt. Der Effekt ist nicht schwerwiegend bei Menschen, die Koffein nur in Maßen zu sich nehmen, aber bei exzessivem Konsum von Koffein und Energy Drinks kann der Effekt schwere Folgen mit sich bringen. Zu viel Koffein in Kombination mit zu geringer Wasseraufnahme kann zur Dehydration und damit zu gesundheitlichen Schäden führen. Versuche, am Tag 8 Gläser Wasser zu trinken.
  5. Mach's nicht allein. Finde jemanden, der mit dir auf Koffein verzichten möchte. Wenn du keine Unterstützung finden kannst, dann versprich jemandem, den du liebst und respektierst, dass du von nun an auf Koffein verzichten möchtest. Der Konsum von Koffein wird dann dazu führen, dass du ein Versprechen brichst, was dir einen weiteren Motivationsschub verleiht, das Ganze auch wirklich durchzuziehen.

Methode 3 von 4: Mit den Entzugserscheinungen umgehen

  1. Ruhe dich gut aus. Für viele von uns ist Koffein ein Mittel, um mit Schlafmangel und Antriebslosigkeit im Alltag umzugehen. Wenn du auf Koffein verzichten möchtest, dann achte darauf, dass es dir nun möglich ist, jede Nacht genug Schlaf zu bekommen, denn nur so kann sich dein Körper erholen und sich auf dein neues, koffeinfreies Leben einstellen.
  2. Schränke deinen Alkoholkonsum ein. Das ist, zusammen mit dem erhöhten Wasserkonsum, besonders während der ersten Tage sehr wichtig, da sich dein Körper erst einmal neu ausrichten muss. Alkohol dehydriert deinen Körper und ist ein Sedativum, was bedeutet, dass dein Körper am nächsten Tag wieder nach den positiven Effekten verlangt, genau wie beim Koffein.
  3. Sei auf Entzugserscheinungen vorbereitet. Je nachdem, wie viel Koffein du zu dir genommen hast, könnte dein Körper einen Schock erleiden, wenn du von heute auf morgen kein Koffein mehr zu dir nimmst. Das könnte zu folgenden Entzugserscheinungen führen, welche mehrere Tage lang anhalten können:
    • Erschöpfung und Müdigkeit
    • Depression
    • Kopfschmerzen
    • Reizbarkeit
    • Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
    • Muskelschmerzen
    • Grippeähnliche Symptome
    • Schlaflosigkeit
    • Verstopfung
    • Nervosität und Unruhe
  4. Finde positive Ablenkungen. Wenn dein Körper mit den Entzugserscheinungen des Koffeins beschäftigt ist, solltest du zumindest deinen Geist davon ablenken. Denke im Voraus darüber nach, wann dir der Entzug am schwersten fallen könnte (zum Beispiel am Morgen, wenn du an deinem Lieblingscafé vorbeifährst, etc.) und lenke dich in diesen Situationen prophylaktisch ab, um diese Momente besser zu überstehen. Dabei kannst du auf viele Dinge zurückgreifen, zum Beispiel ein Stofftier, ein mobiles Videospiel, ein Telefonat mit deinem besten Freund, ein Kreuzworträtsel oder etwas ganz anderes. Du kannst so viele Notlösungen parat haben, wie dir lieb sind, aber achte stets darauf, mindestens eines zur Hand zu haben.

Methode 4 von 4: Dich ohne Koffein fitter fühlen

  1. Höre dir deine Lieblingslieder an, die dich richtig aufpuschen. Wenn du bei der Arbeit Musik hören kannst, warum erstellst du dir dann nicht eine Playlist mit Songs, die dir einen Energieschub verleihen und dich dazu bringen, am liebsten aufzuspringen und zu tanzen? Auf diese Weise vertreibst du die Müdigkeit auf jeden Fall.
  2. Schalte das Licht an oder aus. Dein Körper reagiert auf Lichtveränderungen. Wenn es also unnatürlich Dunkel an deinem Arbeitsplatz ist, dann kann das dazu führen, dass es dir wesentlich schwieriger fällt, dich zu konzentrieren. Natürlich gilt auch das Gegenteil: Wenn es zu hell ist, wird dein Körper nicht merken, wann er wirklich müde wird, was dazu führt, dass du noch mehr Ruhe brauchst, als du während deines Entzugs ohnehin benötigst. Versuche, deine Vorhänge nachts nicht ganz zu schließen, damit du am Morgen auf ganz natürliche Weise aufwachst. Zusätzlich solltest du an deinem Arbeitsplatz immer dafür sorgen, dass genug Licht vorhanden ist, damit du nicht während des Tages schläfrig wirst.
  3. Hänge nicht herum. Wenn du an deinem Schreibtisch nur herumhängst, wirst du kaum wach bleiben können. Setze dich aufrecht hin, auf eine gesunde, ergonomische Weise. Dadurch wirst du aufmerksamer bleiben und besser arbeiten können. Vielleicht kannst du bei der Arbeit sogar aufstehen oder einen Yogaball mitbringen, auf welchen du dich setzen kannst. Warum bei der Arbeit nicht ein wenig Sport treiben, wenn du dich dadurch fitter fühlst?

Tipps

  • Auch wenn du mal nachgibst, gib nicht auf! Steige auf der Leiter lieber eine Stufe herab, als dass du ganz herunterfällst. Vielleicht war das schon alles - du bist einfach zu hart mit dir umgegangen. Aber jetzt schaffst du es!
  • Kalter Entzug ist bei einigen Menschen vielleicht hilfreich, auch trotz der Symptome. Die Kopfschmerzen und die Erschöpfungserscheinungen können ein wahrer Augenöffner sein, wenn es darum geht, zu erkennen, was das Koffein eigentlich mit unseren Körpern macht. Wenn wir es erst einmal geschafft haben, ohne Koffein auszukommen, verspüren wir unter Umständen auch ein größeres Erfolgsgefühl, da es uns beim langsamen Entzug vielleicht so vorkommt, als gebe es gar keinen Unterschied.
  • Wenn du wieder Koffein trinken möchtest, ohne davon abhängig zu werden, dann solltest du dich auf eine Tasse Tee oder Kaffee am Tag beschränken, am besten am Morgen und nicht später als am frühen Nachmittag. Koffeinabhängigkeit entsteht oft aus reiner Angewohnheit, weshalb es besser ist, gar nicht erst wieder in alte Angewohnheiten zu verfallen und immer dann nach Tee, Kaffee oder Cola zu greifen, wenn wir uns danach fühlen.
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