Eine Fieberblase mithilfe von Hausmitteln loswerden

Fieberblasen werden vom Herpes-simplex-Virus verursacht. Sie verheilen meist von selbst, aber da sie sowohl schmerzhaft als auch peinlich sein können, möchtest du vielleicht den Heilungsprozess so sehr wie möglich beschleunigen. Obwohl die meisten Hausmittel nicht wissenschaftlich fundiert sind, gibt es viele, die gemeinhin als Heilmittel für Fieberblasen gelten.

Teil 1 von 2: Topische Heilmittel

  1. Kühle die Fieberblase ab. Lege einen Eiswürfel oder einen Eisbeutel für einige Minuten auf die Fieberblase. Halte das Eis solange oben, bis die Kälte den Schmerz betäubt hat und entferne es kurz danach. Wiederhole diesen Vorgang alle ein bis drei Stunden.
    • Beachte, dass du dies nur tun solltest, wenn die Fieberblase neu ist. Wenn die Fieberblase bereits aufgeplatzt ist, könnte das Eis den Heilungsprozess sogar beeinträchtigen.
  2. Nimm dir Zeit für eine Tasse Tee. Der einfachste Weg, um Tee zu nutzen, ist es, einen warmen Teebeutel für einige Minuten auf die Fieberblase zu legen. Wiederhole dies alle paar Stunden.
    • Das Tannin in schwarzem Tee kann eine Entzündung beruhigen und die Haut austrocknen.
    • Bereite einen Zitronenmelissen-Tee zu. Lass zwei bis vier Teelöffel (10 bis 20 ml) zerdrückte Zitronenmelisse für zehn bis fünfzehn Minuten in einer Tasse (250 ml) kochendem Wasser ziehen. Tupfe mithilfe von Wattestäbchen diesen Tee über den Tag verteilt auf die Fieberblase. Es ist beachtenswert, dass Zitronenmelisse die physischen Symptome von Stress verringern kann, welche das Aufflammen von Fieberblasen auslösen können.
    • Grüner Tee ist ebenfalls eine gute Wahl, da er große Mengen eines Antioxidans enthält, welcher den Namen Epigallocatechingallat trägt. Es wird angenommen, dass dieser Antioxidans eine antivirale Wirkung hat. Du kannst Teebeutel mit grünem Tee direkt auf die Fieberblase auftragen oder täglich zwei bis drei Tassen Grüntee trinken, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
  3. Verwende kalte Milchprodukte. Sowohl kalte Milch als auch kalter Joghurt gelten zur Bekämpfung von Fieberblasen als nützlich. Trage eines der beiden Milchprodukte mit einem Wattebällchen auf und bedecke dabei die Fieberblase vollständig.
    • Milch enthält Immunoglobuline, spezielle Antikörper, die Viren abwehren können, und Lysin, welches Arginin, eine bestimmte Aminosäure, die Ausbrüche von Fieberblasen verursachen kann, bekämpft. Tränke ein Wattebällchen in einen Esslöffel (15 ml) kalte Milch und trage sie für einige Minuten direkt auf die Fieberblase auf.
    • Beachte, dass das Trinken von Milch auch dabei helfen kann, Fieberblasen zu bekämpfen.
    • Die Probiotika, welche in Joghurt enthalten sind, können dabei helfen, den Herpesvirus, welcher die Fieberblase verursacht, zu bekämpfen. Tupfe etwas Naturjoghurt direkt auf die Fieberblase oder iss während eines Ausbruchs täglich zwei bis drei Becher fettfreien Joghurt.
  4. Probiere ein natürliches Öl oder Extrakt aus. Bestimmte natürliche Öle und Extrakte haben keimtötende Eigenschaften. Wenn sie direkt auf die Fieberblase aufgetragen werden, können sie den Virus, der die Blase verursacht, bekämpfen. Andere besitzen adstringierende (zusammenziehende) Eigenschaften, wodurch sie den Bereich austrocknen und verhindern können, dass die Infektion sich einnistet und die Blase verschlimmert.
    • Pfefferminzöl kann die Viren, die vom Infektionsbereich austreten, angreifen, weshalb es nützlich für die Behandlung von Fieberblasen ist. Tunke ein Wattestäbchen in etwas Pfefferminzöl und trage das Öl auf deine Fieberblase auf. Führe dies zweimal täglich durch, bis die Fieberblase verheilt.
    • Das Öl der Zaubernuss ist ein Adstringens und besitzt eine keimtötende Wirkung. Tränke ein Wattestäbchen in einen Teelöffel (5 ml) Zaubernuss und trage das Öl direkt auf die Fieberblase auf. Spüle es nicht ab. Wende dieses Mittel ein- oder zweimal täglich an.
    • Echtes Vanilleextrakt ist alkoholbasiert und erschwert dem Virus das Überleben. Tränke ein Wattestäbchen in einen halben Teelöffel (2,5 ml) Vanilleextrakt und drücke es sanft für ein oder zwei Minuten direkt auf die Blase. Wiederhole diesen Vorgang etwa viermal am Tag.
    • Sowohl Teebaumöl als auch Knoblauchöl können dabei helfen, den Heilungsprozess zu unterstützen, indem sie dafür sorgen, dass Fieberblasen weich bleiben. Eine weiche Fieberblase platzt weniger wahrscheinlich auf. Wenn eine Fieberblase aufplatzt, kann sie reaktiviert werden oder in schlimmerer Form zurückkehren. Tupfe etwas von einem der beiden Öle ein- oder zweimal am Tag direkt auf die Fieberblase.
  5. Bekämpfe die Fieberblase mit Wasserstoffperoxid. Wasserstoffperoxid ist ein wirksames Desinfektionsmittel. Achte beim Auftragen jedoch darauf, nicht eine kleine Menge davon zu verschlucken.
    • Tränke ein Wattebällchen in einen Esslöffel (15 ml) Wasserstoffperoxid und halte es für fünf Minuten direkt auf die Fieberblase. Spüle es ab, wenn du fertig bist.
  6. Verwende Aloe-Vera-Gel. Aloe Vera kann die Schmerzen, die von einer Fieberblase verursacht werden, lindern und Bakterien bekämpfen, die die Wunde in Infektionsgefahr bringen und deinen Zustand verschlimmern könnten.
    • Trage einen halben Teelöffel (2,5 ml) Aloe-Vera-Gel mithilfe eines Wattestäbchens direkt auf die Fieberblase auf. Lass das Gel auf den Bereich einwirken, ohne es abzuspülen.
  7. Versiegele die Blase. Nach der Behandlung der Fieberblase solltest du sie mit einer dünnen Schicht Vaseline schützen. Dadurch verhinderst du, dass Bakterien von außen die Fieberblase reizen, was dazu führt, dass dein Körper die Fieberblase schneller beseitigen kann.
    • Wenn du keine Vaseline zur Hand hast, kannst du stattdessen etwas Honig verwenden. Honig besitzt antivirale und antibakterielle Eigenschaften, die die Fieberblase vor zusätzlichen Reizstoffen schützen und gleichzeitig den zugrundeliegenden Virus bekämpfen können. Trage mithilfe eines Wattestäbchens etwas Honig auf und bedecke damit den Bereich, der von der Fieberblase betroffen ist, vollständig.
    • Eine Paste aus Maisstärke ist eine weitere Option. Maisstärke neutralisiert den pH-Wert der Fieberblase, wodurch es für den Virus schwierig wird, zu gedeihen. Vermische einen Esslöffel (15 ml) Maisstärke mit einem Teelöffel (5 ml) Wasser, bis eine Paste entsteht. Tupfe diese Paste abends auf die Blase und spüle sie morgens ab.

Teil 2 von 2: Orale Behandlungen

  1. Kaue Lakritze. Kaue ein- oder zweimal täglich an einer Lakritzestange, wenn du eine Fieberblase hast, um die Bekämpfung des Virus, der deine Fieberblase verursacht, zu unterstützen. Achte jedoch darauf, dass die Süßigkeit aus echter Süßholzwurzel hergestellt wurde.
    • Du kannst Lakritze auch als örtlich angewandtes Heilmittel verwenden. Vermische einen Esslöffel (15 ml) Süßholzwurzelpulver oder -extrakt mit einem halben Teelöffel (2,5 ml) Wasser oder zwei Teelöffel (10 ml) Vaseline. Tupfe diese Creme auf die Fieberblase und bedecke sie dabei komplett und lass die Creme für einige Stunden oder über Nacht einwirken.
    • Die wesentliche Zutat dieser Creme ist die Glycyrrhizinsäure, die in der Süßholzwurzel enthalten ist. Sie besitzt entzündungshemmende und antivirale Eigenschaften.
  2. Probiere Sonnenhut aus. Es wird angenommen, dass ein Tee, der mit einem Kraut namens Sonnenhut zubereitet wird, das Immunsystem stärkt, wodurch er die natürlichen Immunreaktionen deines Körpers unterstützt und gleichzeitig die Fieberblase bekämpft.
    • Lass einen Beutel Sonnenhut-Tee für zehn Minuten in einer Tasse (250 ml) frisch aufgekochtem Wasser ziehen. Trinke ihn, wenn er fertig gebraut ist. Probiere dieses Heilmittel einmal täglich aus, bis die Fieberblase beseitigt wurde.
    • Du kannst auch viermal täglich 200 mg Sonnenhut in Form eines Ergänzungsmittels zu dir nehmen.
  3. Sorge dafür, dass du die richtigen Vitamine bekommst. Die Vitamine E, C und A sind diejenigen, auf die du deine Aufmerksamkeit richten solltest, wenn du eine Fieberblase loswerden möchtest. Diese Vitamine kannst du mithilfe von Ergänzungsmitteln oder deiner Ernährung erhalten.
    • Zu den Lebensmitteln, die reich an Vitamin C sind, gehören rote Beeren, Kiwis, Brokkoli, Tomaten, Paprika und Spinat.
    • Zu den Lebensmitteln, die viel Vitamin E enthalten, gehören Nüsse, grüne Blattgemüsesorten, Vollkornprodukte und Avocados.
    • Nimm bis zu dreimal täglich 1000 mg Vitamin C ein, wenn du dich dazu entscheidest, es in Form eines Ergänzungsmittels einzunehmen.
    • Vitamin A kannst du fünf Tage lang und zweimal täglich in der Menge von 25000 IE einnehmen. Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden könnten, sollten täglich nicht mehr als 5000 IE zu sich nehmen.
  4. Erhöhe deine Zufuhr an Lysin. Lysin ist eine Aminosäure, die es deinem Körper ermöglicht, neues Gewebe zu formen und es zu reparieren. Diese Aminosäure kannst du direkt im Rahmen deiner Ernährung bekommen oder mit einem Ergänzungsmittel einnehmen.
    • Lysin kommt häufig in rotem Fleisch, Fisch und Milchprodukten vor.
    • Nimm während des Aufflammens einer Fieberblase dreimal täglich 1000 mg zu dir, wenn du es in Form eines Ergänzungsmittels einnimmst. Nimm es bei nüchternem Magen und nicht zusammen mit Milch ein.
  5. Verwende Selen. Selen kann die Wirksamkeit der Antioxidantien in deinem Körper erhöhen, was dabei helfen kann, dein Immunsystem zu stärken und deinen Körper mehr dazu zu befähigen, den Herpesvirus abzuwehren. Selen kannst du dir durch deine Ernährung oder ein Ergänzungsmittel zuführen.
    • Selen kommt in Krabbenfleisch, Leber, Fisch und Weizen vor.
    • Nimm während des Aufflammens einer Fieberblase täglich 600 mcg ein, wenn du dich für ein Ergänzungsmittel entscheidest. Überschreite diese Menge nicht, da höhere Dosen giftig sein können.
  6. Nimm etwas Leinsamenöl ein. Leinsamenöl enthält Alpha-Linolensäure, eine Art Fettsäure, die Entzündungen lindern kann. Deshalb kann es dazu beitragen, die Reizung im Bereich der Fieberblase zu minimieren, wodurch deinem Körper die Bekämpfung des zugrundeliegenden Virus erleichtert wird.
    • Nimm täglich einen Esslöffel (14 g) Leinsamenöl ein. Du kannst es mit deinen Mahlzeiten vermischen, jedoch ist es unabhängig davon, ob du dies tust oder nicht, am besten, es morgens einzunehmen.
  7. Meide Lebensmittel, die die Fieberblase reizen könnten. Bestimmte Lebensmittel enthalten Bestandteile, die zum Ausbruch von Fieberblasen beitragen könnten, weshalb diese während ihres Aufflammens gemieden werden sollten. Beispielsweise sollten Lebensmittel, die die Aminosäure Arginin enthalten, von der Ernährung ausgeschlossen werden. Zu solchen Nahrungsmitteln gehören Nüsse, Schokolade, Vollkornmüslis und Gelatine.

Warnungen

  • Versuche nicht, eine Fieberblase mithilfe von Kosmetika zu verdecken. Kosmetika können tatsächlich die Fieberblase weiter verschlimmern und den Heilungsprozess verlangsamen.
  • Kratze die Fieberblase nicht. Wenn du an der Fieberblase kratzt, könntest du zusätzliche Bakterien auf den Bereich verbreiten und letztendlich eine Infektion verursachen. Du könntest auch den Herpesvirus auf andere Bereiche deines Körpers oder andere Menschen übertragen.
  • Ersetze deine Zahnbürste. Eine Zahnbürste kann den Virus, der die Fieberblase verursacht, mit sich tragen, weshalb du die Dauer des Ausbruchs verkürzen kannst, wenn du sie nachdem die Blase zum Vorschein kommt und nachdem sie beseitigt wurde, wegwirfst. Alternativ kannst du die Zahnbürste im Geschirrspüler reinigen, anstatt sie zu entsorgen.

Was du brauchst

  • Eis
  • Wattebällchen oder Wattestäbchen
  • Teebeutel (Schwarztee, Grüntee, Zitronenmelissen-Tee)
  • Milch oder Joghurt
  • Natürliche Öle und Extrakte
  • Wasserstoffperoxid
  • Maisstärke
  • Vaseline
  • Honig
  • Lakritze
  • Pflanzliche Ergänzungsmittel
  • Vitaminergänzungsmittel
  • Leinsamenöl
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.