Eine Papierrose falten

Eine Rose zu falten ist ein mittelschweres Origami-Projekt, das eine schöne, dekorative Blume ergibt. Alles fängt mit einem einfachen Quadrat an, das sorgfältig in ein Spiralmuster gefaltet wird. Die Rose setzt sich aus vier fest um eine quadratische Basis gewickelten Blütenblättern zusammen. Nachdem du deine erste Rose gemacht hast, wirst du noch viele weitere machen wollen. So kannst du einen ganzen Strauß dieser hübschen Papierblumen machen.

Methode 1 von 5: Die Grundfalten

  1. Besorge dir ein quadratisches Blatt Papier. Diese Papierrose beginnt mit einem simplen Quadrat, wie es die meisten Origami-Projekte tun. Wähle irgendeine Farbe, die dir gefällt, solange die beiden Seiten sich in der Farbe oder Textur unterscheiden. Glänzendes Papier ergibt die am realistischsten aussehende Rose.
  2. Falte das Papier in der Mitte (beginne mit der farbigen Seite unten und der weißen oben). Führe die Unterkante des Papiers nach oben, so dass sie auf die Oberkante auftrifft. Knicke den Falz mit den Fingern, wobei du von der Mitte nach außen arbeitest.
    • In der Origami-Welt ist dieses als ein "Talfalz" bekannt, weil er ein kleines Tal im Papier bildet. Beinahe jedes Origami-Projekt beginnt mit einem Talfalz oder seinem Gegenstück, dem Bergfalz, welcher einen Bergrücken bildet.
  3. Falte das Papier auseinander. Wenn du den Falz öffnest, siehst du den Knick, den du gemacht hast, direkt durch die Mitte des Papiers verlaufen und eine waagerechte Linie bilden.
    • Richte den Knick waagerecht aus, wobei die rote Seite unten ist.
  4. Falte die untere Hälfte in der Mitte. Lege die Unterkante des Papiers am waagerechten Knick in der Mitte an.
    • Knicke den neuen Falz mit den Fingern.
  5. Falte die obere Hälfte in der Mitte, Führe die obere Kante des Papiers nach unten, so dass sie auf den unteren waagerechten Knick auftrifft.
    • Knicke den neuen Falz mit den Fingern.
  6. Falte das Papier auseinander. Jetzt sind drei waagerechte Knicke im Papier, die vier gleiche Abschnitte ergeben.
  7. Falte den unteren Teil zu drei Vierteln nach innen. Die rote Seite ist immer noch unten. Mache auf halbem Weg zwischen dem ersten und zweiten Knick von der Unterkante des Papiers aus einen Knick und führe die Unterkante nach oben.
    • Wenn du es richtig gemacht hast, sollte die Unterkante des Papiers an dem Knick anliegen, welcher der Oberkante am nächsten ist. Falte das Papier nicht auseinander.
  8. Falte die untere rechte Ecke nach innen. Nimm die untere rechte Ecke (die durch den unteren Knick entstanden ist) und mache in einem 45-Grad-Winkel einen kleinen diagonalen Falz. Die Ecke sollte nach oben gefaltet sein, so dass ein kleiner Anteil der rechten Kante des Papiers am nächstgelegenen Knick anliegt.
  9. Falte das Papier auseinander. Du solltest vier waagerechte Knicke sehen. Von deinen vier ursprünglichen Feldern sollte das zweitunterste in der Mitte von einer dieser waagerechten Knicke geteilt sein. Zusätzlich solltest du im selben Feld auf der rechten Seite zwei kleine diagonale Knicke sehen.
    • Von diesen beiden diagonalen Knicken sollte einer in einem 45-Grad-Winkel von der waagerechten Linie aus nach oben gehen und der andere im selben Winkel nach unten.
  10. Markiere die Knicke. Zeichne mit einem Kugelschreiber oder Bleistift entlang deiner Knicke Linien.
  11. Drehe das Papier um 180 Grad und wiederhole es. Drehe das Papier so, dass oben jetzt unten wird. Wiederhole dann die Schritte 7 bis 10.
  12. Drehe das Papier um 90 Grad und wiederhole es. Drehe das Papier eine Vierteldrehung und wiederhole dann die Schritte 2 bis 10.
  13. Drehe das Papier um 180 Grad und wiederhole es. Drehe das Papier um eine weitere halbe Drehung und wiederhole dann die Schritte 7 bis 10.

Methode 2 von 5: Die diagonalen Falten

  1. Falte das Papier diagonal in der Mitte. Die rote Seite ist immer noch unten. Nimm die untere rechte Ecke und führe sie so nach oben, dass sie auf die obere linke Ecke auftrifft. Knicke den Falz mit dem Finger.
  2. Falte das Papier auseinander. Öffne es, um einen neuen diagonalen Knick zu enthüllen.
  3. Falte das Papier in die entgegengesetzte Diagonale. Drehe das Papier um 90 Grad und wiederhole die vorigen beiden Schritte.
  4. Falte das Papier auseinander. Öffne es, um die beiden diagonalen Knicke zu enthüllen, die ein "X" durch das Papier bilden.
  5. Falte die obere linke Ecke. Du solltest jetzt in jeder Ecke deines Papiers ein kleines Quadrat sehen, das durch einen einzelnen diagonalen Knick unterteilt ist. Nimm die obere linke Ecke und falte sie nach innen, so dass du einen Knick erzeugst, der im rechten Winkel zum ursprünglichen diagonalen Knick steht.
    • Die Ecke deines Papiers sollte an der unteren rechten Ecke des kleinen Quadrats anliegen.
  6. Falte es auseinander und markiere all die neu gebildeten Knicke. Du solltest jetzt in der oberen linken Ecke ein kleines "X" sehen. Zeichne entlang dieses neuen Knicks eine Linie.
  7. Falte die untere rechte Ecke zu der neuen Linie hoch. Nimm die untere rechte Ecke. Führe sie so nach oben, dass die Spitze der Ecke die neue Linie, die du im vorigen Schritt gezeichnet hast, nur berührt.
    • Das sollte einen neuen Knick erzeugen, der parallel zu einer der Linien verläuft, aus denen das große "X" besteht. Genau gesagt, zu derjenigen, die von unten links nach oben rechts verläuft.
  8. Falte es auseinander und markiere die Knicke. Falte es auseinander und ziehe entlang des neuen diagonalen Knicks eine Linie.
  9. Drehe das Papier und wiederhole es. Drehe das Papier um 180 Grad und wiederhole die vorigen vier Schritte.
    • Du solltest jetzt drei Linien parallel von der unteren linken Ecke deines Paiers zur oben rechten hianuf verlaufen sehen.
  10. Drehe und wiederhole es erneut. Drehe das Papier jetzt um 90 Grad und wiederhole die Schritte 5 bis 9 (von Teil 2).
    • Wenn du fertig bist, solltest du drei parallele Linien von unten links nach oben rechts und drei von oben links nach unten rechts verlaufen haben.

Methode 3 von 5: Die Struktur schaffen

  1. Falte die vier Ecken nach innen. Falte alle vier Ecken wie in Schritt 5 von Teil 2, nach innen. Du solltest dazu keine neuen Knicke zu machen brauchen.
    • Das Endergebnis ist ein Achteck.
  2. Drehe das Papier um. Die rote Seite deines Papier sollte jetzt nach oben zeigen.
  3. Mache in die Unterkante einen nach innen gekehrten Falz. Nahe der unteren rechten Ecke deines Papiers solltest du ein geknicktes Dreieck sehen. Es besteht aus zwei kleineren Dreiecken, die sich eine senkrechte Seite teilen. Falte den mittleren Knick, der das Dreieck in zwei Teile teilt, nach innen (wodurch du einen sehr kleinen Talfalz bildest), aber die Seiten nach außen, um Bergrücken zu bilden (kleine Bergfalze). Das führt zu einer "Kerbe" in der Seite der Form.
    • Kreiere dann entlang des Knicks, der die Spitze des Dreiecks verlängert, einen weiteren Bergfalz.
    • Das nennt man einen nach innen gekehrten Falz.
  4. Mache einen weiteren umgekehrten Falz. In dem, was einmal die untere linke Ecke war, musst du eine weitere Kerbe von etwas anderer Form falten. Falte entlang des diagonalen Knicks auf deinen bestehenden nach innen gekehrten Falz zu, welcher im rechten Winkel zur Seite des Achtecks verläuft. Drücke ihn dabei nach innen, um einen Talfalz zu schaffen. Falte dann wie zuvor die Seiten des Dreiecks nach außen, wodurch du kleine Bergrücken erzeugst. Kreiere zum Schluss einen weiteren Talfalz, indem du den nächstgelegenen waagerechten Knick, der parallel zur waagerechten Seite deiner neuen "Kerbe" verläuft, nach innen.
    • Dieser letzte Knick sollte bis kurz hinter die Mitte deines Papiers verlaufen, der eine Seite des kleinen Quadrats bildet, das du auf der umgekehrten Seite markiert sehen kannst.
  5. Drehe das Papier und wiederhole es. Drehe das Papier um 90 Grad und wiederhole die Schritte 3 und 4. Mache dieses mit den drei restlichen Seiten.

Methode 4 von 5: Die Blütenblätter machen

  1. Falte die Ränder aller Blütenblätter. Nun, da die Basisstruktur deiner Rose an ihrem Platz ist, ist es an der Zeit, damit anzufangen, an den Blütenblättern zu arbeiten. Als ersten Schritt musst du zur Außenkante von jedem einen Talfalz hinzufügen.
    • Du siehst, dass deine Rose, wenn du sie dir von oben ansiehst, vier lange Täler enthält, die aus einem Quadrat in der Mitte herausragen. Rechts von jedem befindet sich eine große, flache Fläche. Greife nach dem Rand dieser Fläche und falte ihn nach innen.
    • Genauer gesagt, greife nach den drei Seiten der Außenkante. Falte sie so nach innen, dass sich ein kleiner Reiter bildet, der wie ein Trapez geformt ist.
  2. Falte die Ecken nach innen. Wenn du dir deine Rose von der Seite aus ansiehst, solltest du jetzt sehen, dass du vier Formen hast, die wie Dreiecke mit einer abgehackten Ecke (entlang des Bereichs, den du gerade Tal-gefaltet hast)aussehen. Du solltest aus der Basis eines jeden ein kleines Dreieck aus der weißen Seite deines Papiers herausschauen sehen. Falte die rechte Spitze von jedem dieser "abgehackten" Dreiecke nach innen.
    • Ziehe eine gedachte Linie von der unteren Spitze des "weißen" Dreiecks gerade nach oben und mache daran entlang einen Talfalz.
  3. Falte die Ecken auseinander und falte sie umgekehrt. Falte die Talfalze, die du gerade gemacht hast, zu den Spitzen. Falte sie dann so umgekehrt, dass alle Spitzen im Inneren der Rose verschwinden.
    • Falls du es richtig gemacht hast, sollten die weißen Dreiecke nicht mehr zu sehen sein.
  4. Füge winzige Talfalze hinzu. Deine "abgehackten" Dreiecke sollten jetzt aussehen, als wären zwei ihrer Spitzen abgehackt: Eine links und eine winzige rechts, kreiert von deinen umgekehrten Falzen. Du faltest jetzt die winzig "abgehackte" Seite in einem 45-Grad-Winkel von der Basis des "abgehackten" Dreiecks (d.h. dem Rand des Papiers) aus nach oben.
  5. Falte sie auseinander und kehre die Falze um. Falte die Talfalze, die du gerade gemacht hast, auseinander und kehre den Falz dann entlang derselben Linien um. Dabei faltest du das winzige Dreieck, das du im vorigen Schritt kreiert hast, an allen vier Spitzen ins Innere der Rose.
  6. Falte die Kanten nach unten. Dein "abgehacktes" Dreieck sollte jetzt an jeder "abgehackten" Kante zwei umgekehrte Falze haben. Diese ermöglichen es dir, waagerecht zur Basis jedes Dreiecks einen sehr kleinen Talfalz zu machen. Dabei faltest du den daraus resultierenden Reiter nach außen. Mache das mit allen vier Blütenblättern.
  7. Kreiere Beine. Führe die Blütenblätter zusammen, um "Beine" zu kreieren. Ziehe jeden Satz Blütenblätter dicht zusammen, so dass das rechte gleich hinter dem linken liegt. Drücke die Knicke herunter, um sie festzuhalten. Das Ergebnis sollten vier spitze und ziemlich stabile Beine sein.
    • Falls du es richtig gemacht hast, solltest du von der Seite aus wenig bis gar keine weiße Oberfläche an den Beinen sehen können.
  8. Drehe sie um und falte die Beine nach innen. Drehe deine Rose so um, dass du ins weiße Innere hinunter siehst. Falte dann alle dreieckigen Beine eins nach dem anderen nach unten.
    • Stecke die Enden so ineinander, dass du die Öffnung der Rose verschließt.
  9. Drehe die Rose um. Das Quadrat, auf das du hinter schaust, wird zum oberen Teil der Rose.
  10. Drücke die Viertel nach innen. Das Quadrat oben auf deiner Rose sollte durch Knicke in vier Viertel unterteilt sein. Drücke jedes Viertel vorsichtig mit den Fingern nach innen, wobei du die Bergrücken, die ein "X" über dem Quadrat bilden, an ihrem Platz lässt.
  11. Drehe sie. Stecke in jedes der vier Viertel um das "X" herum je einen Finger und drehe sie vorsichtig.
    • Das sollte dem oberen Teil der Rose ein verwirbeltes, biologischeres Gefühl geben, im Gegensatz zu den harten Linien des "X'".
  12. Mache einen Wirbel. Greife mit einer Pinzette nach der Mitte dessen, was einmal das "X" war, und drehe langsam aber fest weiter, wobei du aufpasst, dass du das Papier nicht einreißt.
    • Dabei sinkt die Rose nach innen, was ein realistischeres Aussehen kreiert.
    • Du könntest mehrere Versuche brauchen, um es richtig hinzubekommen.
  13. Wölbe die Blütenblätter. Nimm jedes Blütenblatt an der Spitze in zwei Finger und rolle es auf die Mitte zu. Lasse es dann los. Das erzeugt schön gewölbte Blütenblätter.

Methode 5 von 5: Einen Stiel hinzufügen (optional)

  1. Besorge dir ein neues Blatt Papier. Falls du einen Origami-Stiel hinzufügen möchtest, beginne mit einem neuen Blatt Papier, vorzugsweise in Grün.
  2. Fange mit der weißen Seite nach oben an und falte es in der Mitte. Tal-falte das Papier von einer Ecke zur anderen, wodurch du zwei Dreiecke kreierst. Falte es dann auseinander.
  3. Falte die Ecken nach innen. Kreiere zwei weitere Talfalze, indem du die linke und rechte Ecke auf den mittleren Knick zu nach innen faltest und so eine Drachenform bildest.
  4. Wiederhole es. Falte die Ecken wieder auf den mittleren Knick zu nach innen. Mache es dann noch einmal. Du solltest jetzt eine sehr dünne Drachenform haben.
  5. Drehe sie um und falte sie nach oben. Drehe deinen Stiel um, so dass die Ränder des Papiers alle versteckt sind, und falte dann die untere Spitze zur oberen hoch.
  6. Falte ihn in der Mitte. Falte den Stiel jetzt entlang der senkrechten Achse in der Mitte.
  7. Falte die Seiten nach unten und kehre den Falz dann um. Falte den äußeren Teil (welcher das Blatt wird) des Papiers nach außen, von der Innenseite (dem Stiel) weg, wobei du zwei diagonale Knicke kreierst. Falte das Blatt dann umgekehrt nach außen und vom Stiel weg. Es hat in der Mitte einen Knick.
  8. Befestige den Stiel. Stecke das spitze Ende des Stiels durch das kleine Loch an der Unterseite deiner Rose, wo sich alle "Beine" treffen.

Tipps

  • Achte darauf, dass deine Falze scharf und präzise sind. Lege die Kanten sorgfältig aneinander an, bevor du den Knick machst.
  • Du kannst auch einen Stiel aus grünen Pfeifenreinigern oder Draht machen, falls du keinen mit Origami machen möchtest.
  • Du musst kein farbiges Papier verwenden, aber es lässt deine Rose viel besser aussehen. Es ist auch einfacher nachzuvollziehen, wo im Prozess du gerade bist, wenn du zwei verschiedene Farben hast.
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