Richtig reagieren wenn dein Exfreund mehr Abstand möchte

Es liegt nicht an dir. Es liegt an ihm. Wenn dir jemand mitteilt, dass er mehr Abstand und Freiraum möchte, steht dir eine turbulente, emotionale Zeit bevor. Vermutlich weißt du nicht genau, was du tun, sagen und wie du dich verhalten sollst oder an wen du dich wenden kannst. Vielleicht war die Kommunikation mit deinem Ex nicht so klar und unmissverständlich, wie du gehofft hattest. Natürlich möchtest du deinem Exfreund ausreichend Freiraum und Abstand geben, allerdings würdest du auch gerne dein eigenes Leben selbstbestimmt weiterleben. Es ist niemals einfach, die Verhaltensweisen einer anderen Person korrekt zu deuten; wenn du allerdings die richtigen Strategien anwendest, um deine eigenen Gedanken, Gefühle und Taten zu steuern, wirst du für alle Herausforderungen gewappnet sein, die dir das Leben in den Weg stellt.

Teil 1 von 5: Setze Grenzen

  1. Respektiere seine Wünsche. Zuallererst musst du die Wünsche deines Exfreundes respektieren. Er hat dich, aus welchem Grund auch immer, gebeten, auf Abstand zu ihm zu gehen und diesem Wunsch solltest du dich beugen. Vermutlich wird es dir nicht leicht fallen, allerdings solltest du ihm die Möglichkeit geben, sich von eurer vergangenen Beziehung zu distanzieren. Auch du musst die innere Stärke finden, um dich von ihm und der gemeinsamen Vergangenheit distanzieren zu können.
    • Denke immer daran, dass du nicht alleine bist. Viele Menschen finden sich früher oder später in dieser Situation wieder.
    • Wenn er dir mitteilt, dass er mehr Abstand möchte und du deshalb traurig bist, kannst du sagen: „Dein Wunsch macht mich ziemlich traurig. Aber wenn du dir mehr Abstand wünschst, werde ich einen Weg finden, es zu akzeptieren. Es würde mir leichter fallen, wenn du mir deine Gründe dafür erklären könntest, aber vielleicht bist du dir selbst gar nicht sicher“.
    • Diese Aussage könnte bewirken, dass er dir seine Gründe erklärt oder zu dir sagt: „Ich weiß es wirklich nicht“. Vielleicht weiß er selbst gar nicht, was er fühlt und vielleicht wirst du seine Gründe auch niemals erfahren. Du kannst ihn nicht zwingen, seine Taten zu begründen.
    • Abhängig von der konkreten Situation oder dem Zeitpunkt wird es dir vielleicht nicht möglich sein, alle Dinge zu besprechen, die du gerne ansprechen möchtest. Frage ihn: „Das ist ganz schön viel für mich und kommt alles sehr überraschend. Ich muss erst einmal darüber nachdenken. Ist es in Ordnung, wenn wir später noch einmal darüber sprechen? Ich weiß, dass ich viele Fragen haben werde und vielleicht musst auch du noch einmal gründlich über alles nachdenken“. Dein Exfreund kann dieser Bitte zustimmen oder auch nicht. Du hast das Recht, nach deinen Bedürfnissen zu handeln und dieses Recht steht auch deinem Exfreund zu.
  2. Legt klare Kontaktregeln fest, was eure Kommunikation via Handy oder Internet betrifft. Dein Handy war vermutlich ein bedeutender Bestandteil der gesamten Kommunikation in eurer Beziehung. Daher wirst du die Häufigkeit und Dauer eures Kontakts von nun an strikt kontrollieren müssen. Vielleicht musst du den Kontakt zu deinem Exfreund völlig abbrechen, falls er das möchte. Vielleicht sind regelmäßige SMS oder andere Nachrichten in Ordnung. Falls er seine konkreten Wünsche nicht klar kommuniziert hat, solltest du noch einmal nachfragen und um Klärung bitten.
    • Vielleicht teilt er dir mit, dass er nicht länger via SMS mit dir kommunizieren möchte, allerdings schickt er dir kurz darauf mitten in der Nacht oder nachdem er Alkohol getrunken hat eine Nachricht. Du kannst diese SMS entweder ignorieren oder ihm mitteilen, dass du verwirrt und verletzt bist und dass du das Gefühl hast, dass er dich nur hinhält und mit dir spielt. Bitte ihn, seine Verhaltensweisen zu erklären und Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen.
  3. Entwickle eine Strategie für soziale Interaktionen. Wenn man auf einer Veranstaltung oder in einer anderen sozialen Situation auf einen Menschen trifft, den man nicht erwartet hat, kann das ganz schön aufwühlend sein. Du solltest ihn fragen: „Wie sollen wir damit umgehen, wenn wir uns zufällig wo treffen? Möchtest du Kontakt haben? Oder wäre es dir lieber, wenn wir auf Abstand bleiben?“. Es ist sehr wichtig, dass du auch deine eigenen Bedürfnisse klar kommunizierst. Du musst nicht weglaufen und dich verstecken, wenn du deinem Exfreund begegnest – es sei denn, du möchtest das.
  4. Trefft eine Vereinbarung. Ihr solltet die Wünsche des jeweils anderen respektieren, indem ihr gemeinsam eine Vereinbarung trefft, wie ihr damit umgehen werdet, wenn ihr euch in der Schule, am Arbeitsplatz und bei anderen gesellschaftlichen Anlässen begegnet. Wenn ihr bereits Regeln für Telefon- und E-Mail-Kontakt festgelegt habt und eine angemessene Herangehensweise für unerwartete Treffen im sozialen Leben entwickelt habt, müsst ihr zu guter Letzt nur noch beide diesem individuellen Verhaltenskodex zustimmen.
    • Du könntest z.B. sagen: „Ok, wir sind uns also einig, dass wir nicht über SMS, E-Mails oder auf sozialen Netzwerken kommunizieren werden. Wenn wir uns zufällig über den Weg laufen, können wir „Hallo“ sagen und höflich und erwachsen miteinander umgehen, aber das war´s dann auch. Ich bin mit diesen Verhaltensregeln einverstanden. Du auch?“.
  5. Beuge emotionalen Ausbrüchen vor. Vermeide Situationen, die auf eine negative Art und Weise verlaufen könnten. Es kann passieren, dass dich deine Frustration über die gesamte Situation überwältigt, daher solltest du dich nicht auf Konfrontationen einlassen. Natürlich ist es nicht möglich, genau vorauszusagen, wie du dich in einer bestimmten Situation fühlen wirst, allerdings solltest du realistisch einschätzen, welche Dinge dein Exfreund tun könnte, die eine negative Reaktion in dir auslösen könnten.
    • Ein Beispiel: Ihr seid beide auf einer Party und du beobachtest, wie er sich mit einer anderen Frau unterhält, an der er offensichtlich romantisches Interesse hat. Auch wenn dieser Anblick wehtut, solltest du keinesfalls rübergehen und unangemessene Dinge sagen, die deinen Exfreund, die andere Frau oder dich selbst bloßstellen könnten.

Teil 2 von 5: Sieh der Realität ins Auge

  1. Finde heraus, warum. Wenn du immer noch Kontakt zu deinem Exfreund hast, hast du ein Recht darauf, zu erfahren, warum er sich auf eine bestimmte Art und Weise verhält. Möglicherweise ist dein Exfreund gar nicht in der Lage, dir eine logische Begründung für sein Verhalten zu liefern. Vielleicht möchte er dir auch nicht alle Informationen geben, um dir weiteren Herzschmerz zu ersparen. Natürlich möchte ein Teil von dir die Wahrheit erfahren, allerdings ist das nicht immer das Beste für dich.
    • Falls ein persönliches Treffen mit deinem Exfreund möglich ist, solltest du ihn fragen: „Ich möchte wirklich nicht, dass sich dieses Gespräch seltsam oder unangenehm anfühlt, aber denkst du, dass du mir irgendwie erklären kannst, warum du mehr Abstand brauchst?“. Das ist ein guter Gesprächseinstieg. Mache dich darauf gefasst, positive und negative Begründungen zu hören. Versichere dir selbst, dass du damit umgehen kannst, egal welche Gründe du zu hören bekommst.
    • Falls er sich weigert, sich mit dir zu treffen, solltest du ihn nicht bedrängen und es einfach gut sein lassen. Da es sich um deinen Exfreund handelt, kennst du ihn wahrscheinlich ziemlich gut und hast vielleicht sogar eine Ahnung, warum er sich so verhält. Vertraue auf dein Bauchgefühl.
    • Vielleicht wirst du niemals herausfinden, warum er weniger Kontakt zu dir möchte. Konzentriere dich auf deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse und versuche, positiv in die Zukunft zu blicken.
  2. Kläre ab, ob seine Entscheidung endgültig ist. Du musst wissen, ob er vorhat, jemals wieder ein fixer Bestandteil deines Lebens zu werden. Achte darauf, dass du auf eine Art und Weise kommunizierst und handelst, die dir diese Antworten beschaffen kann. Frage ihn z.B. offen: „Ich weiß, dass du mich nicht hinhalten willst, denn das wäre ziemlich unfair, also ist deine Entscheidung endgültig? Wirst du niemals zurückkommen? Ich muss es wissen, damit ich die Sache selbst besser verarbeiten kann. Ich würde es sehr schätzen, wenn du mir eine ehrliche Antwort gibst, auch wenn sie vielleicht schmerzt“.
  3. Denke darüber nach, wie gut ihr zusammenpasst. Es könnte sein, dass du und dein Exfreund einfach nicht kompatibel seid. Führe eine Bestandsaufnahme aller Eigenschaften durch, die du bei anderen Menschen anziehend findest. Dazu gehören nicht nur Äußerlichkeiten und Körpermerkmale. Auf diese Liste gehören unter anderem folgende Dinge: Wert- und Moralvorstellungen, Kinderwunsch, Umgang mit Geld, Alkohol- und Drogenkonsum, Ehrgeiz, Freundlichkeit und wie er seine Mutter behandelt.
    • Sobald du dich von deinem unmittelbaren Schock erholt hast, solltest du eine Liste mit allen Eigenschaften erstellen, die du dir von deinem nächsten romantischen Partner wünschst.
    • Lies diese Liste einem engen Freund oder einem vertrauten Familienmitglied vor und bitte diese Person um eine Einschätzung, ob deine Liste realistisch ist oder ob du zu hohe Erwartungen hast.
  4. Reagiere dich ab. Nach einer Trennung und einem Kontaktabbruch kann sich großer emotionaler Druck aufbauen. Um deine Gefühle besser handhaben und verarbeiten zu können, musst du diese emotionale Bürde zuerst loswerden. Verschiedenste Aktivitäten, wie z.B. Sport und Bewegung, Tanzen, Schreiben, Schwimmen und Drachenfliegen, können dir dabei helfen, dich abzureagieren und den emotionalen Stress abzubauen.
    • Wenn du im Affekt zuerst eine ungesunde Methode gewählt hast, um etwas Dampf abzulassen, solltest du dir selbst vergeben und nach vorne sehen.
    • Konzentriere dich darauf, dich selbst gut zu behandeln, deine Seele zu pflegen und deiner eigenen Sicherheit höchste Priorität einzuräumen. Du musst bereits eine Menge durchmachen, also mach dir das Leben nicht noch selbst schwerer.

Teil 3 von 5: Betrauere deinen Verlust

  1. Lasse den Dingen ihren Lauf. Die meisten Menschen lernen früh im Leben, wie man gewisse Dinge im Leben bekommen kann, aber die wenigsten Menschen wissen, wie sie mit einem Verlust umgehen sollen. Trauer ist eine sehr komplexe Emotion, dich sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen kann. Es gibt kein "richtig" oder "falsch", wenn man einen großen Verlust betrauert, wie z.B. den Verlust einer Liebe.
    • Trauer ist ein sehr individueller Prozess. Jeder Mensch erlebt dieses Gefühl anders und verarbeitet es anders.
    • Gib dir selbst genügend Zeit, um zu trauern und lasse nicht zu, dass dich andere Menschen in deinem Trauerprozess hetzen.
    • Vielleicht findest du es hilfreich, dir selbst ein gewisses Zeitlimit für deine Trauer zu setzen. Diese Methode zielt nicht darauf ab, dass du dich aufgrund deiner Gefühle schuldig fühlst und deine Trauer überstürzt durchlebst, sondern sie soll dir aufzeigen, dass das Leben auch trotz dieses Verlustes weitergeht und dass alles gut werden wird.
  2. Bestimme, welche emotionalen Bedürfnisse dein Freund befriedigt hat. Es gibt einige grundlegende, menschliche Bedürfnisse, die die meisten Menschen fühlen, wie z.B. das Bedürfnis nach Liebe; das Bedürfnis, geliebt zu werden; und das Bedürfnis, dazuzugehören. Vermutlich hat dein Exfreund einige deiner grundlegenden Bedürfnisse erfüllt, allerdings war, ist und wird er nicht der einzige Mensch auf dieser Welt sein, der dazu in der Lage ist.
    • Gab er dir immer das Gefühl, dass du wunderschön bist? War er dafür verantwortlich, dass du dich auf der Welt nicht mehr so schrecklich alleine gefühlt hast? Hat er dich immer zum Lachen gebracht? Finde alternative Methoden, um deine Bedürfnisse zu befriedigen.
    • Introspektion, manchmal auch Selbstbeobachtung genannt, beschreibt eine Methode, bei der versucht wird, direkt auf die eigenen inneren, psychischen Prozesse zuzugreifen. Finde heraus, wie und warum du auf Menschen und Dinge in deiner Umgebung reagierst. Danach wirst du in der Lage sein, diverse persönliche Schwierigkeiten besser zu verstehen und adäquate Lösungen für sie zu finden. Nur du allein hast es in der Hand, die Mühe auf dich zu nehmen und diese persönlichen Fragen zu beantworten.
  3. Lerne, die positiven Aspekte und die Lernerfahrungen im Leben wertzuschätzen. Manche Menschen sind fest davon überzeugt, dass alle Menschen aus einem bestimmten Grund in unser Leben treten, nämlich um uns etwas mitzugeben oder uns etwas zu lehren. Jede Erfahrung sorgt dafür, dass wir dazu lernen, erfahrener werden und eine bessere Vorstellung davon haben, was wir vom Leben eigentlich erwarten.
    • Setze dich hin und erstelle eine Liste mit allen Dingen, die du von deinem Exfreund gelernt hast.
    • Schreibe auch alle positiven Dinge auf, die dir mit ihm passiert sind. Dein Herzschmerz könnte bewirken, dass du nur die negativen Dinge wahrnimmst und das Positive übersiehst; aber keine Beziehung ist nur schlecht und negativ.
  4. Verabschiede dich. Es gibt einen guten Grund dafür, warum wir oft bestimmte Zeremonien durchführen, wenn gewisse Dinge zu Ende gehen. Abschlussfeiern, Beerdigungen, Graduierungsfeiern – alle diese Feierlichkeiten definieren ein definitives Ende. Diese Zeremonien erlauben es uns, auch emotional einen Schlussstrich ziehen und das Vergangene ruhen zu lassen. Indem du eine gute Verabschiedungszeremonie durchführst, wird es dir leichter fallen, die schmerzhafte Erfahrung des Verlusts endgültig zu verarbeiten.
    • Schreibe deinem Exfreund einen Brief, aber schicke ihn nicht ab. Beschreibe in diesem Brief alle emotionalen Erfahrungen, die ihr in eurer Beziehung geteilt habt. Danke ihm für die guten und die schlechten Zeiten. Drücke deine Wut in Worten aus. Sage: „Ich brauche den Schmerz, den du mir zugefügt hast, nicht länger in meinem Leben, deshalb gebe ich ihn jetzt an dich zurück. Mach´s gut“.
    • Lies den Brief laut vor, entweder dir selbst oder einem vertrauenswürdigen Freund oder einem Familienmitglied. Verbrenne den Brief im Anschluss an einem sicheren Ort. Feuer kann eine Art Reinigung, eine Katharsis, darstellen und die Energie deiner inneren emotionalen Unruhe in positive Bahnen lenken.
    • Wenn du deinem Exfreund erlaubst, wieder einen Platz in deinem Leben einzunehmen, wirst du einiges an emotionaler Arbeit auf dich nehmen müssen – allerdings wird sich die Mühe lohnen. Von den dabei gelernten Fähigkeiten wirst du in deinem weiteren Leben profitieren können.
  5. Betrachte die Situation aus einer anderen Perspektive. Versuche, die Dinge objektiv zu betrachten und in der richtigen Relation zu sehen. Niemand fühlt sich gerne klein und unbedeutend und niemand wird gerne von seinem eigenen Partner – oder von überhaupt irgendjemandem - zurückgewiesen oder ignoriert. Sobald du sehen kannst, dass dein Leben auch nach der Trennung weitergehen wird, wirst du in der Lage sein, deine schmerzhaften Emotionen der Wut und der Trauer durch ein Gefühl der Erleichterung zu ersetzen. Lasse den Schmerz los und definiere deine Prioritäten neu.
    • Wenn du ein schmerzhaftes Erlebnis gerne abschließen und loslassen möchtest, es allerdings nicht aufhört, an dir zu nagen, solltest du dich mehr mit deinen Gefühlen auseinandersetzen. Das könntest du zum Beispiel erreichen, indem du mit einem Freund oder Familienmitglied über deine Gefühle sprichst, dir den Frust von der Seele schreibst oder indem du zu einer Wanderung aufbrichst und deine Emotionen dabei körperlich aufarbeitest.
    • Es kann frustrierend sein, wenn dir ständig jemand sagt, dass du “das Vergangene einfach loslassen” solltest, wenn du die Sache noch gar nicht richtig verarbeitet hast. Nimm einen tiefen Atemzug und sage zu dir selbst: „Ich arbeite daran, mit der Sache abzuschließen, aber ich bin noch nicht so weit“.
    • Sobald du in der Lage bist, objektiv das große Ganze zu betrachten, wirst du sehen, dass manche Dinge im Leben es wert sind, sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Bei anderen Dingen macht das hingegen keinen Sinn.

Teil 4 von 5: Bereichere deine Gegenwart

  1. Bekämpfe deine Unsicherheiten. Zurückweisung ist immer hart. Sie bewegt dich dazu, dich selbst auf eine sehr schädliche Art und Weise in Frage zu stellen. Vielleicht hast du das Gefühl, dass etwas nicht mir dir stimmt, dass dich niemand mag oder dass du irgendwie unzulänglich bist. So machst du dich selbst unwichtig und unsichtbar. Obwohl es sich dabei um ganz normale Denkprozesse handelt, die jeder Mensch irgendwann einmal erlebt, musst du sie so schnell wie möglich unterbinden.
    • Wenn du dich selbst dabei ertappst, negative Dinge zu denken, solltest du innehalten und zu dir sagen: „Diese Gedanken treten auf, weil ich sehr verletzt wurde. Mit mir ist nichts verkehrt. Ich bin ein netter, guter Mensch, der von anderen geliebt wird“.
    • Erstelle eine mentale Liste mit allen deinen guten Eigenschaften. Erinnere dich wieder an deine Erfolge und erlaube diesen angenehmen Gedanken, deinen Geist zu füllen und die negativen Gedanken zu verdrängen.
  2. Stärke durch konkrete Maßnahmen dein Selbstbewusstsein. Handele bewusst. Erkenne, worin du besonders gut bist. Wenn du eine talentierte Tennisspielerin bist, solltest du eine Partie spielen. Schnapp dir ein Kochbuch, wenn du eine ausgezeichnete Köchin bist. Egal, welche Aktivitäten dir Spaß machen und dir Erfüllung verschaffen – führe sie bewusst aus, um dein Selbstvertrauen zu stärken.
    • Halte dich von Aktivitäten fern, die bewirken, dass du dich minderwertig fühlst. Wenn du beim Puzzle spielen immer an deiner Intelligenz zweifelst, solltest du dich von diesem Zeitvertreib fernhalten. Wenn dir der bevorstehende Einkauf eines neuen Badeanzugs den Angstschweiß auf die Stirn treibt, solltest du lieber noch etwas abwarten und erst später einkaufen gehen.
    • Bleibe fokussiert und widme dich vollends den positiven Dingen in deinem Leben.
  3. Erforsche deine Möglichkeiten. Die Leute werden dir erzählen, dass auch andere Mütter schöne Söhne haben. Es ist völlig in Ordnung, wenn du noch kein Bedürfnis verspürst, dich auf die Suche nach einem neuen Partner zu begeben, allerdings solltest du zumindest versuchen, neue Aktivitäten auszuprobieren. Du könntest Yoga machen, reiten lernen oder endlich den Surfkurs machen, den du immer auf die lange Bank geschoben hast, weil dich dein Alltag zu sehr gestresst hat oder weil du zu sehr mit deinem andauernden emotionalen Drama beschäftigt warst. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt. Also los!
  4. Hole dir professionelle Hilfe. Wenn du mit dir selbst unzufrieden bist, solltest du jene Verhaltensweisen identifizieren, die du gerne an dir ändern möchtest. Es gibt sicherlich auch in deiner Nähe ausgezeichnete Psychologen und Psychotherapeuten. Du kannst entweder auf der Webseite des Psychotherapie Informationsdienstes oder auf der Arztempfehlungsseite jameda.de nach einem geeigneten Spezialisten suchen..

Teil 5 von 5: Arbeite an deiner Zukunft

  1. Erneuere deinen Glauben in gesunde Beziehungen. Wenn du emotional bereit dazu bist, solltest du dir immer wieder beteuern, dass du an die Möglichkeit einer neuen, erfüllenden und gesunden Beziehung glaubst. Vielleicht nicht sofort, aber irgendwann in der Zukunft. Wenn du eine massive Zurückweisung durch deinen ehemaligen Partner erlebt hast und du den Schmerz darüber endgültig verarbeitet hast, kannst du dich darauf konzentrieren, was du eigentlich von deiner nächsten Beziehung erwartest.
    • Betrachte diese Denkweise als die verdiente Würdigung deiner selbst, deiner Sehnsüchte und deiner Bedürfnisse. Auf diese Weise kannst du das notwendige Bewusstsein dafür schaffen, dass auch deine Wünsche zählen.
  2. Erlaube dir auch Momente der Trauer. Fühle sie. Lebe sie. Lasse sie los. Vielleicht überkommt dich der Schmerz ganz unerwartet, wie aus dem Nichts, z.B. wenn du durch die Gänge des Supermarktes gehst, wenn du deine Straße entlang fährst oder wenn im Radio ein Lied kommt, das dich emotional aufwühlt. Zu Beginn werden diese Momente noch regelmäßig vorkommen, aber mit der Zeit werden sie immer weniger. Du hast ein traumatisches Erlebnis hinter dir und du hast das Recht, deine Gefühle auszuleben.
    • Wenn du deine Gefühle ständig unterdrückst, kann das zu gesundheitlichen Problemen führen. Also lass sie raus.
  3. Zeige es der ganzen Welt. Du bist hier, um dein Leben zu leben und es zu genießen. Wenn du für deine Bedürfnisse einstehst, kannst du dich selbst daran erinnern, dass du es verdient hast, glücklich zu sein. Diese positive Veränderung wirst nicht nur du selbst bemerken, sondern auch der Rest der Welt. Wenn du nach einem schmerzhaften Erlebnis alle Wunden geheilt hast und wieder ganz du selbst sein kannst, werden auch andere Menschen die Veränderung bemerken.
    • Deine Mitmenschen werden vielleicht Dinge sagen wie: „Hast du etwas verändert? Du siehst fantastisch aus“. Deine Antwort könnte sein: „Dankeschön. Ja, ich habe entschieden, von nun an glücklich zu sein und es funktioniert ganz gut“.
  4. Lasse deinen Exfreund nur unter bestimmten Bedingungen wieder in dein Leben. Wenn du dich entschieden hast, deinem Exfreund wieder einen Platz in deinem Leben einzuräumen, solltest du deine Bedürfnisse klar kommunizieren. Du hattest viel Zeit, um über deine Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte nachzudenken. Diese Prioritäten solltest du auch mit deinem Exfreund besprechen. Wenn ihm wirklich etwas daran liegt, wieder eine feste Beziehung mit dir einzugehen, solltet ihr in der Lage sein, eine für beide Seiten positive Abmachung zu treffen.
    • Wenn er auf irgendeine Art und Weise zögerlich oder unaufrichtig wirkt, solltest du einen Schritt zurückmachen und evaluieren, ob du wirklich bereit bist, das Risiko einzugehen, dass dir dieser Mensch erneut das Herz bricht. In diesem Fall hast du das Recht, ihn zurückzuweisen, um dich selbst zu schützen.
  5. Lebe eigenverantwortlich. Glück kommt immer von innen und du alleine bist deines Glückes Schmied. Du weißt selbst am besten, was dich glücklich macht, also unternimm bewusst Dinge, mit denen du Glücksgefühle auf Vorrat produzieren kannst. Es ist einfacher, negative und schwierige Menschen zu ertragen, wenn du die positiven Schwingungen in deinem Leben vor lauter Glück förmlich spüren kannst. Ein glücklicheres Du wird immer dazu beitragen, dass auch deine Beziehungen glücklicher sind.

Tipps

  • Versuche, immer positiv und ruhig zu bleiben.
  • Wende dich an Freunde und Familienmitglieder, denen du vertraust, wenn du jemanden zum Reden brauchst.
  • Übe positive Selbstgespräche und erinnere dich jeden Tag daran, dass du als Mensch wertvoll bist.
  • Du musst dir selbst versichern, dass seine Entscheidung auch sein Verlust ist und nicht deiner.
  • Wenn du mit deinem Exfreund sprichst, solltest du respektvoll sein und ihn so behandeln, wie auch du behandelt werden möchtest. Sei die Vernünftigere von euch beiden.
  • Vermutlich wirst du dich eine Zeit lang traurig und enttäuscht fühlen, aber wenn du konsequent funktionierende Strategien entwickelst und nach ihnen lebst, wirst du schnell wieder einen positiveren Lebensabschnitt erreichen. Bleibe konsequent.
  • Bedränge niemals einen anderen Menschen, der mehr Abstand von dir möchte. Vermutlich wirst du ihn damit noch weiter von dir wegstoßen. Allerdings wirst du durch diese Situation Dinge über die andere Person erfahren, die du in Betracht ziehen solltest, wenn du eine Entscheidung über deine Zukunft triffst.

Warnungen

  • Bereite dich auf den möglichen Herzschmerz vor.
  • Zu dem Zeitpunkt, wenn dich dein Exfreund um mehr Abstand bittet, hat er sich die ganze Sache vermutlich schon gut überlegt. Es ist unwahrscheinlich, dass er seine Meinung wieder ändert, daher ist er für dich schon nicht mehr erreichbar. Nur leider hat er dich damit von einer Entscheidung ausgeschlossen, die auch dich negativ beeinflussen wird.
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