Klavierakkorde zu jeder Melodie spielen

Einer Melodie Akkorde hinzuzufügen erfordert einen schnellen und sorgfältigen Wechsel der Tasten - die meisten der Akkorde scheinen aber allein schon schwierig auszusprechen zu sein (dankenswerter Weise kann ein geübter Körper und Geist schnell und selbstsicher mit Noten umgehen) und deswegen sieht das ziemlich furchterregend aus... Wie machst Du es, dass Du einer Melodie Akkorde hinzufügen kannst? Viele Akkorde sind ziemlich einfach und es macht wirklich Spaß, sie herauszufinden und damit Deiner Melodie Farbe und Ausdruck zu verleihen.

Vorgehensweise

  1. Gewöhnlich werden Akkorde mit der linken Hand im Arpeggio, auch als gebrochene Akkorde bezeichnet, gespielt oder die gewöhnlichen vereinten Akkorde der Tonart, während die rechte Hand normalerweise die Melodie spielt.
  2. Finde heraus, in welcher Tonart Du spielst. C-Dur beispielsweise ist die einfachste. Sie wird auch als Grundtonart bezeichnet. (Es hilft, wenn Du zumindest die grundlegenden Akkorde und etwas Musiktheorie über Harmonien, etc. kennst.)
  3. Finde die Noten der Melodie heraus. Die Akkorde müssen zu den Noten der Melodie passen - nicht umgekehrt. Versuche, nicht harmonierende Noten zu vermeiden. Dafür gibt es verschiedene Arten. Wenn das Musikstück eine "linke Hand" hat, dann schau es Dir an, und wenn die Struktur nicht zu kompliziert ist, dann höre Dir den Teil an, zu dem Du einen Akkord spielen willst, und finde heraus, ob es Dur oder Moll ist.
  4. Angenommen, Du hast die Noten G und C in der Melodie und das Stück ist in der "Tonart G-Dur" geschrieben, dann versuche einen C-Dur-Akkord (C-E-G) arpeggio zu spielen (brich den Akkord auf und spiele die einzelnen Noten nacheinander) und einen G-Dur-Akkord (G-B-D) arpeggio. Einer von beiden sollte passen, wenn das Musikstück nicht allzu kompliziert ist. Wenn Du den Teil, in dem Du einen Akkord einbringen willst, analysierst, dann wird der Grundton (erste Note, I) des Akkords/ der Tonart der Melodie hier und da im Verlauf der Melodie auftauchen, wo Du Deinen Akkord einbringen willst.
  5. Finde Akkorde in den Dur-Tonarten wie I-IV-I: das bedeutet die Grundtonart (I), die Subdominante (IV) und die Dominante (V) basierend auf dem Notenkreis der Tonart des Stücks. Bei den Moll-Tonarten sind die römischen Zahlen für Akkorde klein geschrieben i-iv-v: das sind Grundtonart (i), Sub-Dominante (iv) und Dominante (v). Notiere Dir diese irgendwo, damit Du auf sie zurückkommen kannst, weil sie in der Harmonielehre oft vorkommen!
  6. Schreibe die Akkorde (wenn Du sie festgelegt hast) auf und verwende die üblichsten Klangfolgen (Akkordfortschreibungen). Du kannst mit den Akkorden I und V (erster und fünfter) "in der Tonleiter der Grundtonart" beginnen; diese sind sehr gebräuchlich. Der 1. Akkord der Tonleiter für die Tonart C-Dur ist also der Akkord der Grundtonart (I) "C-Dur" (C-E-G) und dann ist der Akkord V G-Dur (G-H-D). Verwende den, der sich in der Klangfolge nach oben oder unten in verschiedenen Teilen des Stücks besser anhört.
  7. Verwende diese Klangfolgen, die allgemein verwendet werden: I IV V I - I vi IV V - I ii IV V - vi IV I V - I V vi iii IV I ii V. Jede Zahl steht für die Verwendung der nach den Noten in diesem Notenkreis benannten Akkorde mit der Grundtonart als erste (I) Note bis hoch zur siebten (VII) und dann beginnt der Kreis von vorne.
    • Wiederhole diese Akkorde einfach im Takt, wenn Du Dir nicht sicher bist, und schreibe den heraus, der sich am Besten anhört. Hab keine Angst, diese zu vermischen, wenn Du findest, dass sich ein anderen Akkord besser anhört!
  8. Spiele Akkorde in normaler Reihenfolge, niedrig nach hoch: wie "C-E-G" - und wenn es notwendig ist, den Akkord zu wechseln (berücksichtige übliche Akkordklangfolgen). Der Akkord hängt stark davon ab, welche Noten der Melodie in diesem Teil des Musikstücks gespielt werden. Ein Verständnis der Theorie ist hilfreich. Wenn z.B. die Noten der Melodie in der Tonart C-Dur sind (C-E-G), dann passt der "subdominante" "4. Akkord (F)" genau hinein oder der "5. Akkord (G)" und natürlich kann auhc "H (der siebte)" funktionieren, da er nah verwandt ist zu "G7" und natürlich können auch D- und F-Akkorde passend sein, alle "in oder nahe C-Dur".
  9. Verwende Umkehrungen dieses C-Akkords (diese sind nicht in der Reihenfolge niedrig nach hoch), wenn sich die Akkorde im Stück nicht ändern, Du hast dann allerdings ein leicht verändertes Klangbild durch diese Umkehrungen. Folglich sollte abhängig von den als hohe Noten ("G oder A") gespielten Noten in der Melodie die "zweite Umkehrung des C-Akkords" diese Gruppe begleiten.
  10. Verstehe, dass die grundlegende Position des C-Akkords dann verwendet würde, wenn die niedrigeren Noten H bis D in der Melodie gespielt werden. Wenn jedoch die höheren Noten (E, F oder manchmal G) gespielt werden, die "erste Umkehrung von C" gespielt würde um dem eine andere Klangfarbe zu geben.
  11. Möchtest Du Deine Melodie schreiben, auch wenn Du nicht gut Noten lesen kannst? Viele Musiker können in einem "Rhythmus-Bereich" spielen. Dafür muss man Musik nicht lesen können aber lernen durch Improvisieren Harmonien zu einer Melodie zu spielen.
    • Die Noten der Melodie stehen nicht an erster Linie für einen Musiker, der eher drauf los klimpert und Klavierakkorde aufbricht, die in der Tonart liegen und zur Tonart harmonieren, aber nicht wirklich Ahnung von der genauen Linie der Melodie oder der Harmonietheorie hat.
      • Man kann ein guter Spieler oder Mitglied einer Band sein, wenn man die Akkorde in- und auswendig kann ohne Noten zu lesen, z.B. für Zwecke der kommerziellen/ professionellen Unterhaltung oder Kirchenmusik!
  12. Tritt professionellen Rängen mit einer vereinfachten Notation bei, die die Akkorde mit Nummern (nicht mit Buchstaben) versehen (Nashville Leadsheet). Dies ermöglicht das Spielen von Akkorden zu einer Melodie in "jeder Tonart" als Grundtonart und leichtes Wechseln der Tasten durch Hoch- und Runterzählen.

Tipps

  • Es ist sehr hilfreich, wenn Du ein Instrument spielst, es gibt aber auch fertig erhältliche Software (auch kostenlose) für Klavier und/ oder Synthesizer um Akkorde oder auch Jazz zu schreiben.
  • Ein Studium der Musiktheorie (oder zumindest der Akkorde) wird ausdrücklich empfohlen.
  • Die erhöhten oder erniedrigten Tasten werden in die Wahl der Akkorde mehr einbezogen um besser zu klingen.
  • Behalte beim Wechsel der Tasten in Erinnerung, dass das musikalische Alphabet von A bis G geht und dann wiederholst Du diesen Kreis von Anfang. Beachte im Notenkreis: I, III und V sind immer "do, mi, so." Die Taste kann einen halben Intervall (mit Erhöhungs- und Erniedrigungszeichen, den sogenannten Vorzeichen) oder einen ganzen Intervall zwischen die Noten haben, um einen Dreiklang zu bilden. Für einen "G7-Akkord" wäre es I, III, V, VII (G-H-D-F) und "do, mi, so, si", auch hier mit einem Intervall zwischen den Noten.

Warnungen

  • Achte auf Harmoniekonflikte. Manchmal könnte es passieren, dass Deine Akkorde nicht zur Melodie passen.
  • Manchmal kann es vorkommen, dass in einigen Musikstücken ein Bassschlüssel in der Melodie vorkommt, so dass die rechte Hand die Akkorde spielen muss, während die linke Hand die höheren Noten der Melodie spielt.
  • Dies ist kein einfacher Vorgang, insbesondere bei Stücken mit Singstimmen, wenn Du die Melodie mit der einen und Akkorde mit der anderen Hand spielst.
  • Wenn Du jemanden um Hilfe bittest, der behauptet, die Harmonielehre zu verstehen und musikalisch zu sein, dann prüfe zunächst seine Empfehlungen, ansonsten kann es passieren, dass Du viel umzulernen hast, wenn Du die falschen Dinge lernst.

Was du brauchst

  • Musikalisches Wissen
  • Ein Klavier
  • Eine Melodie
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