Nackt schwimmen

Nacktbaden könnte man wohl als die „Risikosportart“ bezeichnen, die die meisten Leute irgendwo auf ihrer Bucket List stehen haben – und warum auch nicht, immerhin trifft hier der Spaß des Schwimmens auf einen unwiderstehlichen Adrenalinkick. Wenn die Umstände passen, kannst du selbst in öffentlichen Gewässern nackt schwimmen gehen, ohne dabei erwischt zu werden, und es wird ein Erlebnis sein, an das du dich den Rest deines Lebens erinnern wirst.

Teil 1 von 3: Plane dein Abenteuer

  1. Wähle einen geeigneten Ort aus. Es gibt Orte, an denen man nicht einfach so nackt herum springen darf. Wenn du also nackt schwimmen willst, solltest du das entweder an einem ausgewiesenen FKK-Strand tun, in einem privaten Teich oder Pool schwimmen gehen oder zumindest eine sehr einsame Stelle finden, wo es unwahrscheinlich ist, dass dich jemand sehen wird. Informiere dich vorher genau, ob du Ärger bekommen könntest, wenn du erwischt wirst.
    • Ein Pool bei Freunden im Garten wäre sicher die vernünftigste Wahl, aber es ist kaum die aufregendste Variante. Wenn du es doch irgendwo in der Öffentlichkeit durchziehen willst, solltest du aber zumindest einen guten Plan für den Fall haben, dass du erwischt wirst. Nacktbaden macht nur noch halb so viel Spaß, wenn man dafür am Ende ein Bußgeld zahlen muss.
  2. Suche dir einen Buddy für die Aktion. Du willst zwar, dass am Ende alle deine Freunde mitmachen, aber überzeugender seid ihr sicher, wenn ihr die Meute zu zweit anstachelt. Unterhalte dich mit einem deiner besten Freunde über die Idee und versuche, ihn dafür zu begeistern. Dann könnt ihr zusammen die anderen überreden, alle zusammen nackt ins Wasser zu hüpfen.
    • Angenommen ihr feiert eine Party oder veranstaltet einen Grillabend. Verabrede mit deinem Komplizen ein Zeichen, auf das hin ihr die Idee zu verkaufen versucht. Wenn ihr beide total begeistert und überzeugt von der Idee seid, werden die anderen sich sicher davon anstecken lassen und keine Langweiler oder Feiglinge sein wollen.
  3. Überlege dir, wann der richtige Zeitpunkt ist. Irgendwann kommt sicher der perfekte Moment, etwa bei einer Poolparty. Aber wenn das nicht der Fall sein sollte, musst du dir überlegen, wann du es tun willst. Und vor allem zu welcher Tageszeit?
    • Am besten geht es wahrscheinlich im Urlaub oder im Zusammenhang mit einer Party. Bei solchen Gelegenheiten sind Leute tendenziell lebhaft und aufgedreht, und die spezielle Atmosphäre sorgt dafür, dass man seine Hemmungen leichter überwinden kann. Und wenn in nächster Zeit keine Party ansteht, musst du eben eine organisieren!
    • Nachts ist Nacktbaden sicher besonders aufregend, und gleichzeitig sind auch schüchterne Menschen im Schutz der Dunkelheit sicher eher bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen. Aber auch tagsüber ist es möglich, vor allem wenn ihr dabei auf Privatgelände bleibt. Und wäre es nicht super, ausnahmsweise mal absolut nahtlos braun zu werden?
  4. Sag deinen Freunden mindestens einen Tag vorher Bescheid. Klar, spontan kommt Nacktbaden irgendwie noch cooler, aber praktikabler ist es meist mit einer Vorwarnung. Wenn du die richtigen Leute um dich hast, kannst du dir einfach die Kleider vom Leib reißen und hoffen, dass die anderen es dir nachmachen werden, aber was, wenn du blank ziehst und von allen nur angeschaut wirst, als wärst du total bekloppt geworden? Sag vielleicht doch besser vorher Bescheid.
    • Warum lohnt es sich, die Aktion vorher anzukündigen? Naja, die meisten Menschen sind doch ein wenig schüchtern und sorgen sich darum, wie sie nackt aussehen. Wenn du deinen Plan vorher ankündigst, gibst du allen die Möglichkeit, sich vorzubereiten, sich zu rasieren und im Zweifel für den fraglichen Abend auf einen Tampon umzusteigen. Wenn du willst, dass viele Leute mitziehen, solltest du ihnen die Chance geben, sich von ihrer besten Seite zu zeigen.

Teil 2 von 3: Zieh es durch

  1. Hab Geduld. Platze mit deiner Idee nicht gleich zu Beginn des Abends heraus. Lass die Dinge sich ein wenig entwickeln. Warte, bis alle da sind, etwas gegessen und vor allem getrunken und sich locker gemacht haben. Wenn die Stimmung dann passt, kannst du das Thema auf den Tisch bringen.
    • Cool ist es auf jeden Fall auch, wenn ihr in irgendeiner Weise die Sonne dabei habt. Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, aber auch Vollmond können zusätzlich zur Atmosphäre beitragen und das Nacktbaden zu einem noch außergewöhnlicheren Erlebnis machen.
    • Wenn ihr irgendwas vorhabt, was an der Grenze des Erlaubten ist, dann ist der richtige Zeitpunkt einfach der, an dem euch die Obrigkeit nicht mehr behelligen kann. Beobachte vielleicht schon eine Weile vor dem großen Tag, zu welcher Tageszeit ihr es gefahrlos wagen könnt, euch in die Fluten zu stürzen.
  2. Unterbreite deine Idee. Du kannst entweder einfach ankündigen, dass jetzt und sofort Nacktbaden angesagt ist, oder du marschierst, ganz Vorbild, voran ins Wasser und ziehst dich aus. In jedem Fall solltest du deinen Komplizen aus Schritt 2 an deine Seite holen. Alle anderen werden sich schon von euch mitreißen lassen, wenn sie sehen, dass es andere auch tun.
    • Wenn du gerade besonders gut drauf bist, dann riskiere etwas: Während die anderen noch ihre Arschbomben perfektionieren, positionierst du dich in prominenter Position auf dem Sprungbrett, lässt deine Klamotten fallen und eröffnest eindrucksvoll die „Nacktbadesaison“.
  3. Ziehe dich ruhig als erster aus, und tu es mit dem nötigen Selbstbewusstsein. Du würdest dich nicht besonders wohlfühlen, wenn du ständig darüber nachdenken würdest, wie du aussiehst, also lass es einfach. Ziehe deine Sachen aus, ohne zu zweifeln oder mit deinen Schwächen zu hadern. Denke positiv über dich selbst und deinen Körper und konzentriere dich am besten auf die Stellen an deinem Körper, die du besonders magst. Niemand ist perfekt, also entspann dich und liebe den Körper, den du hast.
    • Ermutige die Leute um dich herum, sich ebenfalls keine Gedanken um ihr Aussehen zu machen. Wenn du merkst, dass jemand wirklich mit sich hadert, rede demjenigen gut zu und versuche ihm verständlich zu machen, dass jeder seine Makel hat, und dass er völlig okay ist, so wie er ist. Ein geringes Selbstbewusstsein ist eines der größten mentalen Hindernisse, die es zu überwinden gilt, damit man das Nacktbaden wirklich genießen kann.
  4. Verstecke deine Sachen. Wenn du bis auf deine Unterwäsche ausgezogen bist, nimm dir einen Moment Zeit, um deine Klamotten sicher zu lagern. Gerade in der Öffentlichkeit solltest du sie schnell griffbereit haben, aber andere sollten sie nicht zu leicht finden können. Sprich: verstecke deine Sachen gut, aber verstecke sie nicht zu weit weg.
    • Manchmal gibt es diese eine Person in der Gruppe, die es fürchterlich witzig findet, anderer Leute Kleidung zu verstecken. Das ist derjenige, dem du damit zuvorkommen solltest. Allerdings könnt ihr euch auch gerade auf die Anzahl von Leuten und die Offensichtlichkeit verlassen: Türmt all eure Sachen zu einem großen Berg auf, der vom Wasser aus gut zu sehen ist. Auf diese Weise hat permanent irgendjemand ein Auge darauf und niemand wird in Versuchung geführt.
  5. Du kannst auch deine Unterwäsche erst dann ausziehen, wenn du bereits im Wasser bist. Eine etwas zurückhaltendere Variante wäre es, zwar nackt baden zu gehen, sich seiner letzten Hüllen aber erst dann zu entledigen, wenn du tatsächlich im Wasser und damit halbwegs „bedeckt“ bist. Wenn es dir peinlich ist, dass es dir vor deinen Freunden peinlich ist, ganz nackt zu sein, kannst du ja so tun, als hättest du es einfach nicht erwarten können, endlich ins Wasser zu kommen.
    • Sicher wird diese Variante auch mehr Sicherheit geben. Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, sich vor anderen, auch oder besonders vor ihren Freunden, nackt zu zeigen. Aber auf diese Weise werden sich vielleicht auch Leute dazu hinreißen lassen, die sich sonst nicht getraut hätten, den Spaß mitzumachen.
  6. Tobe im Wasser herum. Schwimme, spritze herum, tauche ab. Achte darauf, dass du anderen, nackt wie ihr seid, körperlich nicht zu nahe kommst, wenn du nicht absolut sicher bist, dass das für den anderen okay ist. Es soll ja Spaß machen und unbeschwert bleiben und keinen merkwürdigen Beigeschmack bekommen.
    • Vergiss bei all dem Spaß nicht, auch deine Umgebung im Auge zu behalten, insbesondere in der Öffentlichkeit. Sollte irgendjemand von euch letztlich doch nicht zu überzeugen gewesen sein, könnt ihr denjenigen ja Schmiere stehen lassen – so muss sich derjenige gar nicht so sehr als Außenseiter fühlen, weil er sich geniert.

Teil 3 von 3: Bleibe auf der sicheren Seite

  1. Gehe niemals nackt baden, wenn du betrunken bist. Man denkt zwar in betrunkenem Kopf leicht, dass Nacktbaden eine total tolle Idee wäre, aber das ist es nicht. Es ist schlicht gefährlich, betrunken ins Wasser zu gehen. Stell dir nur mal vor, einer deiner Freunde ertrinkt, weil du zu betrunken bist, um ihm zu helfen. Nicht sehr spaßig, oder?
    • Wenn auch nur einer deiner Freunde betrunken ist, lasst es sein. Achte also darauf, dass es auf der Party im Vorfeld eures großen Moments eher gesittet zugeht, oder nehmt euch zumindest alle die Zeit, wieder so gut wie nüchtern zu werden, bevor ihr ins Wasser springt.
  2. Achte darauf, dass niemand Fotos macht. Wie ausgelassen die nackte Party auch sein mag, sie bekommt ganz schnell nachträglich einen sehr bitteren Beigeschmack, wenn davon plötzlich Fotos im Netz kursieren – da kannst du jeden Promi fragen dem so etwas schonmal passiert ist. Und wenn ihr die ganze Aktion womöglich noch irgendwo gestartet habt, wo ihr es nicht durftet, ist das ein Grund mehr, warum es besser keine Beweisfotos geben sollte. Es ist ja sowieso keine gute Idee, Telefone und Kameras zu nah mit ans Wasser zu nehmen.
    • Nochmal, sei fair mit deinen Freunden. Die meisten Menschen wollen keine Fotos von sich in den falschen Händen wissen. Es würde den tollen Abend nur zu einem Event machen, das ihr alle lieber vergessen würdet.
  3. Mach es nicht, wenn du dich nicht wohlfühlst. Wenn du deine Meinung geändert hast, oder wenn es sich auf einmal doch nicht mehr nach dem richtigen Moment anfühlt, lass es. Niemand zwingt dich. Du bist trotzdem cool. Selbst wenn du eigentlich der Anstifter der ganzen Sache warst, du schuldest niemandem etwas, auch keine Entschuldigung. Dir ist einfach nicht mehr danach.
    • Das gilt doppelt, wenn irgendjemand dir ein schlechtes Gefühl gibt oder dich unter Druck setzt. Angenommen also, du warst auf dieser Party und wolltest es eigentlich unbedingt durchziehen, aber dann war da dieser komische Typ, der die ganze Zeit um dich herum geschlichen ist, dich lüstern angestarrt und dumm von der Seite angemacht hat. Dann geh um Himmels Willen nicht vor diesem Menschen nackt ins Wasser! Du würdest es praktisch darauf anlegen, in Schwierigkeiten zu geraten. Solche Dinge kann man nur mit Leuten machen, denen man absolut vertraut.
  4. Geh nicht allein. So oder so nicht.
    • Gehe nicht irgendwo in der Öffentlichkeit alleine nackt ins Wasser. Nicht nur könntest du entdeckt werden, sondern im schlimmsten Fall werden deine Kleidung und Wertgegenstände gestohlen – und es gibt noch einige weitere vorstellbare Szenarien, die ebenfalls nicht besonders angenehm wären. Es ist wirklich besser, wenn ihr das mit mehreren Leuten macht.
    • Wenn deine Freunde einfach keine Lust dazu haben, reiß dir nicht alleine die Kleider vom Leib. Du wärst am Ende der Nackte, in dessen Anwesenheit sich andere womöglich unwohl fühlen. Und wenn einmal über dich getuschelt wird, wirst du den Ruf, etwas eigenartig zu sein, vielleicht nur sehr schwer wieder los. Reiß dich also zusammen und warte auf eine andere Gelegenheit, wenn deine Freunde auch in Stimmung sind.

Tipps

  • Wenn ihr nur zu zweit seid, probiere es mit der Strategie „Ich mach es, wenn du es auch machst“.
  • Es kann ein sehr schmaler Grat sein zwischen einem anerkennenden Blick und einem unangenehmen Starren. Es spricht nichts dagegen, einen Blick zu riskieren, was andere so zu bieten haben, aber lass es nicht in sabberndes Glotzen ausarten. Es kann schon ein etwas längerer Blick ausreichen, damit sich dein Gegenüber peinlich berührt fühlt und dich als Spanner abstempelt.
  • Wenn du männlich bist, gib dir die größte Mühe, nicht plötzlich eine Erektion zu bekommen. Das könnte sehr leicht dafür sorgen, dass andere sich extrem unwohl mit dir fühlen.
  • Denke an andere Leute, die vielleicht schonmal irgendwo Nacktbaden waren. Wenn du einen guten Freund hast, der es schonmal gemacht hat, frage doch, ob er nochmal Lust hätte, mitzumachen.
  • Informiere dich vorher genau, was du darfst und was nicht..

Warnungen

  • Man darf nicht einfach so in aller Öffentlichkeit nackt herumlaufen. Wenn du keinen Ärger bekommen willst, beschränkst du dein kleines textilfreies Abenteuer vielleicht am besten doch auf einen privaten Pool.
  • Dränge niemanden zum Nacktbaden. Es kann tierisch viel Spaß machen, aber es ist halt nicht jedermanns Sache, sich vor allen anderen nackt zu zeigen. Respektiere das.
  • Wenn du das Nacktbaden als Gruppenaktivität vorschlägst, achte darauf, dass du den richtigen Ton triffst, damit du nicht als notgeil missverstanden wirst.
  • Pass auf, dass deine Kleidung nicht abhanden kommt, sonst könntest du in eine peinliche Situation geraten, wenn du fertig bist.
  • Achte darauf, dass die Stelle, die du dir zum Nacktbaden ausgesucht hast, auch wirklich dafür geeignet ist. Ihr solltet euch nicht unbedingt in Anwesenheit von Kindern und Familien vergnügen. Unter Umständen könnte man euch sogar die Polizei auf den Hals hetzen.
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