Symptome einer Staphylokokkeninfektion erkennen

Eine Staphylokokkeninfektion wird durch das Staphylokokkenbakterium (Staphylococcus) verursacht. Staphylokokkenbakterien leben normalerweise auf der Oberfläche der Haut und verursachen keine Probleme. Wenn sie allerdings in tiefere Bereiche des Körpers eindringen, kann es zu einer möglicherweise gefährlichen Staphylokokkeninfektion kommen. Wir erklären dir hier die Anzeichen für eine Staphylokokkeninfektion, so dass du sie erkennen und falls nötig medizinische Versorgung erhalten kannst.

Teil 1 von 3: Symptome erkennen

  1. Achte auf Symptome auf der Haut. Einige der auffälligsten Anzeichen für eine Staphylokokkeninfektion können auf der Haut gefunden werden. Es handelt sich dabei um wunde Stellen, Ausschläge und Blasen, zu denen noch Ausfluss und Eiter kommen kann. Wenn dir eines dieser Hautprobleme auffällt, könnte es auf eine Staphylokokkeninfektion hinweisen.
    • Beulen sind das häufigste Symptom einer Staphylokokkeninfektion. Es sind rote, geschwollene Bereiche, die mit Eiter gefüllt sind.
    • Impetigo (Eiterflechte) ist ein Ausschlag, bei dem sich große Blasen bilden und der ansteckend ist.
    • Cellulitis tritt als roter oder geschwollener Bereich der Haut auf. Dabei können wunde Stellen auftreten, aus denen Ausfluss kommt.
  2. Achte auf Anzeichen für Bakteriämie. Bakteriämie entwickelt sich, wenn Staphylokokkenbakterien in den Blutstrom gelangen. Dies ist ein ernstes Problem, da die Staphylokokkeninfektion in andere Bereiche des Körpers gelangen kann. Wenn sie zum Beispiel innere Organe oder Knochen erreicht, können diese ebenfalls infiziert werden.
    • Fieber kann auf Bakteriämie hinweisen.
    • Niedriger Blutdruck ist ein weites Anzeichen für Bakteriämie.
  3. Achte auf Anzeichen für das toxische Schocksyndrom. Das toxische Schocksyndrom ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die medizinisch behandelt werden muss. Es wird verursacht, wenn Staphylokokkenbakterien durch Hautverletzungen, Operationen oder sogar manche Tampons in den Körper dringen. Achte auf die folgenden Symptome des toxischen Schocksyndroms:
    • Hohes Fieber, Muskelschmerzen und Unterleibsschmerzen können Anzeichen für das toxische Schocksyndrom sein.
    • Weitere Symptome können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein.
  4. Achte auf Symptome von septischer Arthritis. Septische Arthritis kann durch eine Staphylokokkeninfektion ausgelöst werden. Dabei gelangen die Staphylokokkenbakterien zu einem Gelenk und infizieren es. Am häufigsten sind die Knie betroffen, aber jedes Gelenk kann durch eine Staphylokokkeninfektion geschädigt werden. Normalerweise deuten folgende Symptome auf eine septische Arthritis hin:
    • Schwellungen im betroffenen Gelenk.
    • Extreme Schmerzen im Gelenk.
    • Hohes Fieber.

Teil 2 von 3: Eine Staphylokokkeninfektion behandeln

  1. Geh zum Arzt. Wenn du denkst, dass du eine Staphylokokkeninfektion hast, dann musst du zum Arzt. Staphylokokkeninfektionen können tief in den Körper eindringen und ernste und lebensbedrohliche Probleme verursachen. Zögere nicht, dir medizinische Hilfe zu holen, wenn du denkst, dass du eine Staphylokokkeninfektion hast. Die folgenden Punkte solltest du bedenken, um dich auf deinen Termin vorzubereiten.
    • Du musst deinem Arzt Informationen über deine Krankengeschichte und aktuelle Symptome geben können. Vergiss nicht zu erwähnen, welche Medikamente du gerade nimmst und ob du neben der Staphylokokkeninfektion noch weitere gesundheitliche Probleme hast.
    • Dein Arzt wird dir ein paar Fragen über deine Symptome stellen, zum Beispiel wann du sie zuerst bemerkt hast oder wie stark sie sind, und versuchen festzustellen, wie du dich infiziert haben könntest.
  2. Informiere dich über die Tests, die dein Arzt durchführen könnte. Um festzustellen, ob du eine Staphylokokkeninfektion hast, muss dein Arzt ein paar Tests durchführen. Diese Tests ermöglichen eine genaue Diagnosis einer Staphylokokkeninfektion und dein Arzt kann die richtige Behandlung festlegen. Wenn du vorher weißt, was dich erwartet, bist du weniger gestresst und kannst überlegen, was du deinen Arzt fragen willst.
    • Dein Arzt wird eine körperliche Untersuchung der Haut oder der oberflächlichen Symptome wie Ausschläge, Beulen oder wunde Stellen durchführen.
    • Er wird von allen betroffenen Stellen und den Nasenhöhlen Gewebeproben nehmen. Diese Proben werden auf Anzeichen für Staphylokokkenbakterien hin untersucht werden.
  3. Folge bei der Behandlung den Anweisungen deines Arztes. Nachdem dein Arzt die Staphylokokkeninfektion bestätigt hat, kann mit der Behandlung begonnen werden. Ein Großteil der Behandlung wird direkt von deinem Arzt durchgeführt, einiges kannst du allerdings auch zuhause durchführen.
    • Dir werden wahrscheinlich Antibiotika verschrieben. Dein Arzt wird dir genaue Anweisungen geben, die du bei der Einnahme der Antibiotika beachten musst.
    • Er könnte auch einen Einschnitt an einer infizierten Stelle durchführen, die entleert werden muss.
    • Wenn dir ein chirurgisches Gerät implantiert wurde und es die Infektion ausgelöst hat oder selber infiziert wurde, muss es entfernt werden.

Teil 3 von 3: Eine Staphylokokkeninfektion verhindern

  1. Halte deine Hände sauber. Deine Hände zu waschen ist eine einfache und effektive Möglichkeit, um eine Staphylokokkeninfektion und andere gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Indem du deine Hände sauber hältst, reduzierst du das Risiko, an einer Staphylokokkeninfektion zu erkranken.
    • Wasch deine Hände gründlich für fünfzehn bis dreißig Sekunden.
    • Desinfektionsmittel für die Hände können verwendet werden, wenn sie einen Alkoholgehalt von mindestens 62 % haben.
  2. Schütze Schnitte. Eine offene Wunde kann ein Eintrittspunkt für eine Staphylokokkeninfektion sein. Indem du Schnitte und Kratzer abdeckst, sauber hältst und schützt, kannst du das Risiko einer Staphylokokkeninfektion verringern.
    • Habe immer einen Verband über Schnitten und Kratzern.
    • Achte darauf, dass der Verband trocken und steril ist.
    • Indem du eine Wunde abdeckst, die mit Staphylokokkenbakterien infiziert ist, kannst du verhindern, dass sich die Erkrankung ausbreitet.
  3. Lerne, wie man Tampons sicher verwendet. Ein Tampon sollte nur kurze Zeit verwendet werden, ehe man ihn wechselt. Wenn man einen Tampon zu lange verwendet, kann dies zu einer Vermehrung der Staphylokokkenbakterien führen und zum lebensbedrohlichen toxischen Schocksyndrom führen. Vermeide dieses Risiko, indem du Tampons wenn nötig wechselst.
    • Wechsle den Tampon mindestens einmal alle vier bis acht Stunden.
    • Tampons, die nur wenig Blut aufnehmen, können das Risiko auf das toxische Schocksyndrom verringern.
  4. Benutz persönliche Gegenstände nur selbst. Wenn du persönliche Gegenstände teilst, riskierst du, eine Staphylokokkeninfektion zu teilen. Staphylokokkenbakterien können entweder durch direkten persönlichen Kontakt mit einer anderen Person oder durch Kontakt mit einem Gegenstand, auf dem sich die Bakterien befinden, verbreitet werden. Wenn du einen persönlichen Gegenstand teilen musst, dann achte darauf, dass er gründlich gereinigt wurde.
    • Teile keine Gegenstände wie Handtücher, Kleidung und Rasierer.
    • Wasch Kleidung und Bettwäsche, die geteilt wird, mit heißem Wasser und verwende wenn möglich Bleichmittel.
    • Reinige zuhause Oberflächen mit einem Desinfektionsmittel, um Staphylokokkenbakterien zu entfernen oder abzutöten.

Tipps

  • Wenn du denkst, dass du eine Staphylokokkeninfektion hast, lass dich sofort medizinisch behandeln.
  • Die meisten Anzeichen für eine Staphylokokkeninfektion befinden sich auf der Haut und sind ziemlich gut sichtbar. Achte auf Ausschläge, wunde Stellen oder Blasen, aus denen Ausfluss oder Eiter kommt.
  • Beachte genaue die Anweisungen, die dir dein Arzt für die Behandlung zuhause gibt.

Warnungen

  • Staphylokokkeninfektionen sind hoch ansteckend. Teile nie persönliche Gegenstände und komm auch nicht in direkten Kontakt mit einer infizierten Person.
  • Einige Stämme der Staphylokokkenbakterien werden immun gegen eine Behandlung mit Antibiotika. Es ist wichtig, dass du bei der Einnahme von Antibiotika die Anweisungen deines Arztes genau befolgst.
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