Magenknurren verhindern

Während des Unterrichts kann ein lautes Magenknurren unglaublich stören. Es beeinträchtigt nicht bloß deine Konzentration, sondern auch die deiner Mitschüler, wenn dein Magen so laute Geräusche von sich gibt. Zudem kann es unglaublich unangenehm sein, die Aufmerksamkeit auf dich ziehen und dich davon abhalten, dich auf deine Aufgaben zu fokussieren. Das Knurren wird von deiner Verdauung erzeugt, weshalb es glücklicherweise ein paar Tricks gibt, mit denen du ständiges Magenknurren verhindern kannst.

Methode 1 von 3: Für eine gesunde Ernährung sorgen

  1. Wisse, dass das Magenknurren ganz normal ist. Das Knurren wird von deinem Verdauungssystem hervorgerufen und bedeutet bloß, dass es genau das tut, was es auch tun soll: Nahrungsmittel, Flüssigkeiten und Magensäfte mischen und diese durch deine Därme treiben. Das Knurren geschieht dann, wenn die Darmwände sich zusammenziehen und entspannen, um alles hindurchzupressen. Auch bei einer gesunden Ernährung tritt ein Magenknurren gelegentlich auf und es besteht kein Grund, sich dafür zu schämen.
  2. Nimm keine größeren Mahlzeiten vor dem Unterricht zu dir. Wenn du zu viel isst, wird das dein Verdauungssystem zu Hochleistungen antreiben. Wenn das geschieht, wird dein Magen öfter knurren, da es einfach mehr gibt, was durch deinen Darm getrieben werden muss.
  3. Vermeide einen leeren Magen. Wenn dein Magen zwei Stunden lang leer gewesen ist, wird das Knurren lauter werden. Das ist deshalb so, weil es wenig bis gar nichts in deinem Magen gibt, was das Geräusch dämpfen oder absorbieren könnte. Wenn du stundenlang nichts isst, setzt dein Körper Hormone frei, die dein Gehirn wissen lassen, dass es an der Zeit ist, alles aus dem Magen zu entfernen, damit wieder Platz für weiteres Essen ist.
    • Habe daher stets ein paar kleine Snacks dabei.
    • Nimm immer genug Flüssigkeit zu dir - Wasser, Saft, Tee etc.
  4. Vermeide unverdauliche Nahrungsmittel. Bestimmte Kohlehydrate können nicht verdaut werden. Verzichte aber nicht komplett auf Kohlenhydrate, da sie deinen Körper mit Energie versorgen und eine wichtige Rolle bei der Verdauung spielen. Nimm sie lediglich in Maßen zu dir, um deinen Magen gesund zu halten, aber das Magenknurren zu reduzieren.
    • Resistente Stärke: Kartoffeln und Nudeln, die nach dem Kochen abgekühlt sind, Sauerteig und unreife Früchte.
    • Nichtlösliche Ballaststoffe: Vollkornmehl, Weizenkleie, Kohl, Kopfsalat und Paprika.
    • Zucker: Äpfel, Birnen und Broccoli.
  5. Wisse, wann du Hunger hast. Denk dran, dass das Magenknurren auftreten kann, wenn du grade gegessen hast und wenn du eine Zeit lang nichts gegessen hast. Um es zu vermeiden, zu viel zu essen, musst du wissen, wann du überhaupt wirklich hungrig bist. Am besten ist es, wenn du dir einen Essensplan erstellst und siehst, wann du zeitlich wieder Hunger haben könntest. So vermeidest du es, einfach so zu essen, nur weil dein Magen knurrt.
  6. Iss langsam und kaue gründlich. Die Mägen von Menschen, die beim Essen viel Luft herunterschlucken, knurren oft häufiger. Wenn du zu schnell isst oder beim Essen viel sprichst, wirst du wahrscheinlich viel Luft herunterschlucken. Um das zu vermeiden, solltest du langsamer essen.

Methode 2 von 3: Blähungen vermeiden

  1. Nimm Medikamente gegen Blähungen. Überschüssige Gase in den Därmen können ebenfalls lautes Magenknurren hervorrufen. Dies lässt sich einfach unterbinden, indem du freiverkäufliche Medikamente gegen Blähungen nimmst. Es ist nicht nötig, diese bei jeder Mahlzeit einzunehmen, aber denk dran, sie zu nehmen, bevor du etwas isst, was bei dir Blähungen hervorruft.
  2. Vermeide Nahrungsmittel, die Blähungen hervorrufen. Gewisse Nahrungsmittel sind dafür bekannt, Blähungen zu verursachen, da sie schwer verdaulich sind. Vermeide es, zu viel von diesen Nahrungsmitteln zu dir zu nehmen, damit dein Magen seltener knurrt.
    • Käse
    • Milch
    • Artischocken
    • Birnen
    • Broccoli
    • Bohnen
    • Fastfood
    • Kohlensäurehaltige Getränke
  3. Mache einen Spaziergang. Nachdem du eine Mahlzeit zu dir genommen hast, solltest du einen Verdauungsspaziergang machen. Du musst ja keinen Kilometer laufen, aber die Bewegung ist deiner Verdauung gut zuträglich und hält deine Gedärme auf Trab.

Methode 3 von 3: Störungen behandeln

  1. Treibe regelmäßig Sport. Ein bewegungsarmer Lebensstil kann zu Magenproblemen führen. Diese wiederum sorgen für einen lauten Magen. Wenn du keinen Sport treibst, hat das einen negativen Einfluss auf dein Gewicht und deine körperliche Toleranz bezüglich gewisser Nahrungsmittel, welche dazu neigen, Blähungen hervorzurufen - und deinen Magen knurren zu lassen.
  2. Finde heraus, ob du an einer psychosomatischen Störung leidest. Wir sprechen nicht umsonst von einem "nervösen Magen". Wenn du andauernd nervös oder ängstlich bist, senden deine Nerven Signale an deinen Magen. Diese Signale können ein Magenknurren hervorrufen. Wenn du während des Tages also öfter bemerkst, dass dein Magen laut und häufig knurrt, obwohl du dich gesund ernährst und Sport treibst, könnte es sich um einen solchen "nervösen Magen" handeln. Sprich mit einem Arzt darüber.
  3. Lerne die Symptome einer Nahrungsmittelintoleranz kennen. Der Konsum bestimmter Nahrungsmittel kann allergische Reaktionen hervorrufen, die deinen Magen reizen und so zu einem Knurren führen. Wenn du nach dem Verzehr gewisser Nahrungsmittel leichte Magenschmerzen bekommst, dann verzichte auf dieses Lebensmittel. Die am häufigsten auftretende Art von Nahrungsmittelintoleranz ist die Laktoseintoleranz. Bei einer solchen reagiert der Magen sehr gereizt auf den Konsum von Milchprodukten.
  4. Achte auf schwere Verdauungsstörungen, auch bekannt als Dyspepsie. Schmerzen im Oberbauch, häufiges Aufstoßen, Übelkeit, Sättigungsgefühl nach geringsten Mengen von Nahrung und das Anschwellen der Bauchmuskeln sind Symptome für schwere Verdauungsstörungen. Wenn du konstant unter diesen leidest, solltest du einen Arzt konsultieren. Dyspepsie ist nicht lebensgefährlich, sollte aber dennoch behandelt werden.

Tipps

  • 6-7 Stunden Schlaf am Tag können zur Verhinderung von Verdauungsstörungen beitragen.
  • Trinke genug Wasser, aber über den Tag verteilt. Wenn du zu viel auf einmal davon trinkst, könnte auch das zu einem Magenknurren führen.
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