Libido steigern

Die Libido bezeichnet das sexuelle Verlangen eines Menschen. Egal ob Frau oder Mann, beide werden interessiert darin sein, die Libido über kurz oder lang zu steigern, einhergehend mit dem Interesse und dem Spaß am Sex mit seinem Partner. Vielleicht möchtest du du dein verloren gegangenes Interesse an Sex wiederfinden, oder auch deine Leistungsfähigkeit steigern. Hier ist ein kleiner Einstieg:

Vorgehensweise

  1. Habe eine positive Grundeinstellung und versuche Stress zu vermeiden. Wenn du dich gut und selbstsicher fühlst, ist das eine gute Grundlage für Lust, außerdem wirkt sich das auch auf das Lustempfinden deines Partners aus, du wirkst automatisch attraktiver.
    • Dauerhafter Stress kann das sexuelle Verlangen stark minimieren. Menschen, die einen stressigen Job haben oder für selbigen viel Pendelverkehr auf sich nehmen müssen, kämpfen gleichzeitig mit einer schwachen Libido.
    • Frauen und Männer reagieren unterschiedlich auf Stress. Für Männer ist Sex oft eine Erleichterung und eine gute Möglichkeit zum Stressabbau. Für Frauen hingegen wird Sex zu einem wahren Gräuel oder nur ein Randthema. Sei dir über die unterschiedlichen Verhaltensweisen im Klaren und besprich mit deinem Partner die besten Gelegenheiten, um Sex ohne große Anspannung und Druck haben zu können.
  2. Vermeide oxidativen Stress durch NAC (N-Acetyl Cysteine) oder anderen Antioxidantien. NAC ist der Vorläufer von Gluthathione, welches die Mutter aller Antioxidanten ist. Diese erweitern die Blutgefässe und erhöhen den Blutfluss, wenn es nötig ist, was Abhilfe bei Erektionsstörungen schafft. NAC wird auch zur Rettung der Leber in der Notaufnahme genutzt, wenn eine Überdosis Tylenol die Leberfunktionen stoppt.
    • Bei Einnahme von drei 600mg NAC Kapseln pro Tag wird man fröhlicher und robuster. Auch fühlt man sich jünger als in Wirklichkeit - je mehr NAC = desto jünger.
    • Da der Mann sich nach Einnahme von NAC besser und jünger fühlt, wirkt dies bewiesenermassen wie ein natürlicher Anstoss für die Libido und damit eine starkes natürliches Verlangen nach weiblicher Gesellschaft.
    • Andere, starke Antioxidanten sind Kaffee, Blaubeeren, Walnüsse und grüner Tee.
  3. Erwäge das Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln und Aufbaustoffen zugunsten deiner Libido - aber sieh diese Dinge nicht als einziges Mittel an. Natürliche Mittel können zum Beispiel den Blutkreislauf anregen oder eine vaginale Trockenheit vorbeugen.
    • Nährstoffe, die eine hohe Libido begünstigen können: Vitamin E, Zink, B-Vitamine. Sie können die Spermienanzahl und Beweglichkeit erhöhen, eine funktionierende Prostata begünstigen, den Testosteronspiegel erhöhen und das Nervensystem stabilisieren.
    • Folgende Nahrungsmittel sind zu empfehlen. Sellerie, (rohe) Austern, Bananen, Avocado, Nüsse, Mangos, Pfirsiche, Erdbeeren, Eier, Leber, Feigen, Knoblauch, Kürbis und Kakao / Schokolade.
    • Verschiedene Lebensmittel, auch wie eben genannte, können deinen Nährstoffhaushalt zwar etwas ausgleichen und zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen, aber sich gezielt auf deinen Sexualtrieb auswirken werden folgende Ratschläge:
    • (1)eine grundlegend gesunde Ernährun mit Bedacht auf Proteinen, wenig gesättigten Fettsäuren, und vor allem viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten (Bedenke, dass gesättigte Fette sich in deinen Arterien absetzen und somit den Blutfluss, auch im genitalen Bereich, stark abschwächen können.
      • (2)möglich, aber nicht zwingend: Vitamin- und Omega-3- und 6-Präparate, eventuell bei starken Mangelerscheinungen.
      • (3)regelmäßiges Kraftraining und Abhärtung
      • (4)das Halten eines angemessenen Körperfettanteils
  4. Ziehe psychologische Ursachen eines geminderten Sextriebs in Betracht. Umweltliche Einflüsse und Erlebnisse können Libido von einem Moment auf den anderen umwerfen.
    • Um schlechte Laune zu vermeiden, verbanne folgende Gegenstände aus dem Schlafzimmer:
      • Bilder der Familie oder Kinder (manche Menschen fühlen sich von den Personen auf den Fotos regelrecht 'angestarrt'). Auch Tiere, die für gewöhnlich auf dem Bett oder daneben liegen, sollten den Raum verlassen.
      • Papier- und Büchrstapel und Dinge, die mit der Arbeit zu tun haben - sie lenken nur ab.
    • Um die Stimmung zu verbessern:
      • Dimmbares Licht oder Kerzen verwenden - warmes Licht eignet sich am besten für eine entspannte Atmosphäre.
      • Lüfte den Raum und nutze eventuell auch anregende Räucherstäbchen oder ätherische Öle und Duftkerzen, um Aromen in der Luft zu erzeugen. Aber nimm dezente Düfte - Parfüm, Kölnisch Wasser etwa kann zu streng und offensiv in der Nase sein.
  5. Plant intime Stunden, und so kannst du deinen Partner ebenfalls 'in Stimmung' bringen:
    • Esst nicht allzu schwer vor intimen Stunden, es sei denn der Abend gestaltet sich im Vorfeld noch durch Unternehmungen - also nicht gleich Sex. Ein, zwei Stunden reichen da schon völlig aus. Denn: Ein voller Magen kann sehr belasten und schläfrig machen - keine gute Voraussetzung für Sex.
    • Kaffee und Schokolade im Vorfeld zu sich zu nehmen kann die Libido durchaus anregen. Man sagt, dass beide Lebensmittel aphrodisierend wirken und zur Endorphinausschüttung beitragen,, Koffein fungiert als Wachmacher und die körperliche Ausdauer steigern.
  6. Wein und andere alkoholische Getränke können zur Entspannung beitragen, aber auch depressiv machen. Im schlimmsten also zum Einschlafen verleiten oder , bei Männern, das sexuelle Leistungsvermögen stark abschwächen.
  7. Finde heraus, welche Orte oder Momente etc. bei deinem Partner und dir besondere Erregung oder Anregung verschaffen.
    • Sprecht miteinander über Szenen aus Büchern, Filmen oder schlichtweg Fantasien, die ihr besonders romantisch oder erotisch findet.
  8. Ihr müsst dabei nicht jedes einzelne Detail dieser Szenen wiedergeben. Mit ein wenig Vorstellungsvermögen und Improvisation oder Rollenspielen könnt ihr vielleicht Dinge aus den angesprochenen Szenen nachempfinden - mit Kostümen etwa -, um Fantasien ihren Lauf zu lassen...
    • Oft ist es besser, mit niedrigen Erwartungen heranzugehen, wenn ihr das erste Mal Rollenspiele ausprobiert. Und es reicht auch nur ein kleiner kreativer Anstoss, um erregt genug für eigene Dinge oder unverblümten Sex zu sein.
    • Zieh einen Sexualtherapeuten zu Rate, wenn nötig. Wenn du beim Sex Probleme feststellst, die deine Libido unterdessen schmälern oder sie gänzlich blockieren, finde heraus, ob diese psychologisch begründet sind. In diesem Fall kann ein Sexualtherapeut eine große Hilfe sein.
    • Therapeuten nehmen gehen oft Einzelheiten wie Potenzprobleme oder mangelnden Spaß am Sex insofern an, dass sie sie auf eine latente und bisher unentdeckte Depression zurückführen können.
  9. Sexualtherapeuten bieten einzelnen Patienten und auch Paaren Gesprächstherapien an, tragen ihne quasi Hausaufgaben auf, um ihnen erste Schritte in eine neue und gesunde Richtung aufzuzeigen, sie zu einer normalen Sexualität zu führen.
    • Zum Beispiel fordern Therapeuten Pärchen dazu auf, neue Wege der Intimität zu ergründen, ohne es dabei zum Sex kommen zu lassen - vor allem, um grundlegende Dinge wie Vertrauen und gegenseitige Akzeptanz wiederherzustellen. Derlei Aufgaben werden den Patienten vor dem Hintergrund des Problems, dass Sex mittlerweile oft nur noch mit Stress, Druck und Enttäuschung assoziiert wird, aufgetragen. Die Betroffenen müssen wieder Spaß am Teilen intimer Momente, gemeinsamen Entdeckungen und dem Schenken von Freude bekommen.
    • Hab Geduld. Wenn du einen Partner hast, der schlechte Erfahrungen mit Sex gemacht und deshalb nur wenig Interesse daran hat, sei geduldig und werde dir klar, dass eine eventuelle Therapie mehrere Monate in Anspruch nehmen kann, bis sie erste Erfolge bringt.
  10. Wenn dich mit jemandem triffst, der sich in einem sexualtherapeutischen Kontext befindet, unterliegst du keinerlei Pflicht, die Person dennoch weiter zu treffen. Jeder hat das Recht auf sexuell befriedigende Beziehungen und auch, mit jemanden eine Beziehung zu beenden, weil sie auf erotischer Ebene nicht miteinander harmonieren. Wenn du der Meinung bist, eine Person verlassen zu müssen, weil du keine Verbesserungen bei ihr bemerkst, kannst du damit ihre Gefühle verletzen - sofern du deine Entscheidung nicht gründlich überdacht hast und voreilig handelst.
    • In einer bereits länger bestehenden Beziehung kannst du dem Therapeuten, sollte sich dein Partner in Behandlung befinden, entgegenkommen, indem du dich seiner Tipps und Ratschläge annimmst, um deinem Partner Druck und Last abzunhemen, vor allem in den Momenten, in denen du Sex möchtest. Wichtig ist, eigene sexuelle Defizite, die auf traumatische Erlebnisse zurückzuführen sind, durchaus mit einem Therapeuten oder Experten zu besprechen.
  11. Sexualhormone, Testosteron und Östrogen, spielen über kurz oder lang eine zentrale Rolle im Triebverhalten von Mann und Frau, gleichermaßen.
    • Im Laufe der Jahre nimmt die Produktion von männlichen und weiblichen Sexualhormonen ab, zudem beschleunigen der Genuss von Alkohol, Drogen und zigaretten den Prozess, im Wechselspiel mit Gewichtszunahme und Bewegungsmangel.
    • Normalerweise ist der Testosteronspiegel bei Männern in den frühen Morgenstunden am höchsten. Wenn dein Partner und du also Probleme mit Sex haben habt - oder dein (männlicher) Partner in letzter Zeit immer weniger Lust verspürt hat - probiert es mit Geschlechtsverkehr nach dem Aufwachen. Stellt sicher, noch genug Zeit zu haben, bevor es vielleicht auf Arbeit, um auch genug entspannte Zeit miteinander zu haben. Zeitdruck ist schädlich.
  12. Kraft- und Ausdauertraining können den Hormonspiegel erhöhen. Und das sogar stärker als jede andere mögliche Methode!
    • Die effektivste Methode, deinen Testosteronpegel zu pushen - auch auf lange Sicht - ist sowohl für Männer als auch für Frauen ein Aufbau von Muskeln. Wann immer eine hormonelle Durststrecke ansteht, hilft ein Vorbeugen durch Gewichte stemmen oder auch Konditionssport und körpereigene Übungen (Liegestütze etc.). Diese Wirkung auf deinen sexualhormonellen Haushalt bleibt sogar über mehrere Stunden bestehen.
    • Männer und Frauen berichten von einem wiederkehrenden Sexualtrieb beziehungsweise Lust und Spaß auf Sex, nachdem sie regelmäßig Maßnahmen zum Trainieren und Kräftigen des Körpers in Anspruch genommen haben.
    • Oft kann der höchste Testosteron-Spiegel während oder kurz nach einem Workout festgestellt werden. Zudem kann ein gemeinsames Trainieren mit dem Partner eine sehr anregende Erfahrung sein...
    • In Kombination mit einer gesunden Ernährung, die sich vermehrt auf Proteine und Vitamine konzentriert, am besten durch eine vielfältige Ernährung mit Obst und Gemüse, unterstützen ausreichend körperliche Bewegung maßgeblich. Sie fördern das Verbrennen überschüssigen Fetts, welches auch das Dämpfen des Sexualhormonspiegels veranlassen kann.
    • Ein ansprechender und kräftiger Körper durch Sport tragen zu einem gesunden sexuellen Empfinden aus noch anderen Gründen bei:
      • Es fördert die 'Leistung', Beweglichkeit und Ausdauer.
      • Es hebt die Stimmung, das Selbstvertrauen und den Energiespiegel.
      • Es verhilft zu einem gesünderen, jüngeren und attraktiveren Aussehen.

Tipps

  • Akzeptiere Schwankungen in deiner Libido und der deines Partners, die mit dem Alter und verschiedenen Entwicklungsstadien zusammenhängen:
    • Als Mann wirst du nie mehr das sexuelle Verlangen eines 18-jährigen empfinden. Bei Frauen steigt das sexuelle Verlangen bis zu einem Alter von 30 Jahren kontinuierlich an, bis ungefähr 60 Jahre baut sich das Grundniveau der Libido wieder ab:
    • Frauen zwischen 18 und 25 berichten oft von einem geminderten Lustempfinden als Frauen in ihren späten Zwanzigern, Dreißigern und frühen Fünfzigern. Das hängt mit der Relation zu den männlichen Durchschnittslibido zusammen, deren Spitzenwerte im Alter von 18 Jahren erreicht werden.
    • Deshalb sollten sich Männer und Frauen beim Eingehen neuer Beziehung durchaus im Klaren sein, dass sich die sexuellen Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum verschieben können. Ergo dass die Libido der Frau, angenommen in einer heterosexuellen Beziehung, stärker ansteigt, vor allem, wenn sie jung geheiratet haben. Männer hingegen bauen in bezug auf den Sexualtrieb wesntlich ab.
    • Ein heterosexuelles Pärchen im gleichen Alter von ca. 20 Jahren kann also mit differenziertem Sexualverhalten zu kämpfen haben, während sie sich in späteren Jahren, mit vierzig, fünfzig, wieder annähern.
    • Bei beiden Geschlechtern, besonders aber bei Frauen, nimmt die Libido stark ab.
  • Die Schwankungen, die man bei Frauen vorrangig feststellt, sind hormonellen Veränderungen ausgesetzt und ganz natürlich, weshalb Frauen, aber auch Männer als Partner dem gegenüber tolerant sein müssen.
    • Während der Ovulationsphase ist die Libido in der Regel höher - überraschenderweise auch während der Schwangerschaft
    • Frauen werden ein gemindertes Verlangen nach Sex kurz nach einer Entbindung, während des Stillens und nach der Menopause feststellen, ebenfalls Hormonveränderungen zugrunde liegend.
    • Schwangere Frauen tendieren dazu, auf männliche Pheromone stärker anzuspringen als wenn sie nicht schwanger sind.

Warnungen

  • Nimm niemals ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Anraten eines Experten oder deines Hausarztes - vor allem, wenn du im Vorfeld Probleme bezüglich deines Blutdrucks etc. hattest. Dein Arzt muss eine Egnung feststellen und zudem die empfohlene Dosis festlegen, speziell in Kombination mit anderen Medikamenten, die eingenommen werden müssen.
  • Ein erster Schritt in Richtung gesunde Libido ist ein Lossagen von Alkohol und anderen Genussmitteln und Drogen. Wenn du trinkst, rauchst oder kiffst, und das jeden Tag, kann das deinen hormonellen Haushalt auf Dauer extrem beeinträchtigen. Zum Beispiel kann schon ein alkoholisches die Testosteronproduktion dämpfen und deine Fähigkeit, Muskeln aufzubauen, reduzieren. Arbeite zuerst an deinem Konsumverhalten, dann baue die anderen Ratschläge darauf auf, um deine Libido zu normalisieren und wieder Lust auf Sex zu bekommen.
  • Sei gewarnt vor fragwürdigen angebotenen Kräutern oder Kräutertinkturen. Im schlimmsten Fall können sie eine Erektion bewirken, die du über Stunden nicht wegbekommst und gleichzeitig das Herzinfarktrisiko erhöhen und Herzrasen verursachen. Am besten nichts verschreibungspflichttiges ohne Rezept von deinem Arzt.
  • Rede mit deinem Hausarzt darüber, ob du eventuell gerade Medikamente einnimmst, die deine Libido unterdrücken. Denn dies geht als Nebenwirkung mit einigen Medikamenten einher. Anti-Depressiva zum Beispiel können simultan dein Lustempfinden betäuben. Aber wäge vorsichtig ab, ob sich eine Absetzung eines Medikaments lohnt., nur um wieder Spaß am Sex zu haben. Sprich mit deinem Arzt, vielleicht lässt sich eine Alternative zum bisherigen Mittel finden, dessen Nebenwirkungen in diesem Kontext nicht so stark sind.
  • Lass am besten die Finger von Steroiden. Sie sind teuer und in der Regel mit fragwürdigen Nebeneffekten verbunden.
  • Verlasse dich auch nicht auf Aphrodisiaka. Viele natürliche Mittel wie Kaffee sind lediglich harntreibend, also veranlassen dich, öfter auf Toilette zu gehen. Dies kann durchaus auch dein sexuelles Verlangen anheben, aber einschneidende Wirkung darfst du von ihnen nicht erwarten.
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