Eine Werkbank für die Garage selbst bauen

Eine Werkbank ist der wichtigste Gegenstand in einer Werkstatt. Folge diesen Anleitungen, wenn du dir selbst eine normale Werkbank bauen willst, oder eine, die freihängend und damit platzsparend ist.

Methode 1 von 2: Baue eine für dich maßgeschneiderte Werkbank

  1. Lege die Maße für die Werkbank fest. Messe die gewünschte Länge, Tiefe und Höhe, die dir an deinem Arbeitsplatz zur Verfügung stehen, und schreibe sie auf.
  2. Finde eine Platte für die Werkbank. Du kannst eine dicke Werkbankplatte aus Holz, ähnlich einem Metzgerblock, der sehr teuer sein kann, benutzen, oder Holzplatten für industrielle Werkbänke, die erschwinglicher sind, oder aber ein paar aufeinander montierte Sperrholzplatten. Als starke, kräftige und preisgünstige Alternative kannst du eine alte Tür mit festem Kern für deine Zwecke nutzen; vielleicht findest du an deinem Wohnort ein Unternehmen, das Gebäude renoviert und solche Türen auf Lager hat. Du kannst auch die Handwerker oder Besitzer eines Hauses, das gerade renoviert wird, fragen, ob sie dir eine solche Tür verkaufen können. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass deine Werkbank eine flache, glatte Oberfläche haben und stabil sein muss.
    • Schneide die Werkbankplatte auf die benötigte Größe zu.
  3. Schneide vier Beine aus 9 cm X 9 cm-Hölzern zu. Ihre Länge sollte der gewünschten Höhe der Werkbank abzüglich der Dicke der Werkbankplatte entsprechen.
  4. Schneide vier Streben für die Beine aus 4 cm X 9 cm-Hölzern. Wenn du möchtest, dass die Werkbank bündig mit dem Rahmen darunter (dessen Bau in den Schritten 8 und 9 beschrieben wird) abschließt, dann sollte jede Strebe so lang sein wie die Werkplatte breit ist, abzüglich der Breite von zwei 4 cm X 9 cm-Hölzern; solltest du jedoch wünschen, dass der Rahmen etwas über die Werkplatte hinaus ragt, was nützlich für das Ablegen von beispielsweise Zwingen ist, dann schneide die Streben auf die gleiche Länge wie die Breite.
    • Da 4 cm X 9 cm-Hölzer nicht immer genau diesen Maßen entsprechen, messe die Schmalseite der Hölzer, damit du die genaue Länge zum Schneiden bekommst.
  5. Platziere jeweils eine obere Querstrebe über einem Paar Beine. Lege zwei Beine genau parallel zueinander hin, so dass der Abstand von ihren Außenkanten der Länge einer Strebe entspricht. Lege eine Strebe quer darüber, so dass sie bündig mit beiden Außenseiten und den oberen Flächen der Beine abschließt. Verfahre ebenso mit dem zweiten Paar Beine.
  6. Verbinde die Streben und Beine jeweils mit Bolzen. Bohre jeweils zwei Löcher mit einem 10 mm Bohrer durch die aufeinander liegenden Beine und die Querstrebe. Achte darauf, die Löcher diagonal zueinander zu bohren (z.B. eines oben links, eines unten rechts), so dass du später in der Lage sein wirst, einen dritten Bolzen dazwischen anzubringen. Stecke die Bolzen in die vorgebohrten Löcher, zuerst durch die Strebe, dann durch die Beine. Schiebe über jeden Bolzen eine Unterlegscheibe, bevor du die Muttern aufdrehst und diese mit einem Schraubenschlüssel festziehst. Die Bolzenenden sollten aus den Beinen (9 cm X 9 cm) herausragen. Wiederhole das Ganze bei dem anderen Beinpaar.
  7. Verschraube die unteren Querstreben mit den Beinen. Drehe eines der Beinpaare auf die andere Seite und wiederhole den Vorgang, der in den Schritten 7 und 8 beschrieben wurde, mit einer weiteren Strebe; statt diese jedoch mit dem unteren Ende der Beine auszurichten, verschiebe sie etwas nach oben, so dass sie später nicht auf dem Boden aufliegt. Auf diese Weise wirst du schließlich jeweils eine Strebe am oberen Ende jedes Beinpaares haben, sowie jeweils eine nahe dem unteren Ende eines jeden Beinpaares.
    • Solltest du ein Bodenregal auf den unteren Querstreben anbringen wollen, solltest du die Streben in der entsprechenden Höhe anbringen. Allerdings sollten sie nicht höher als das untere Drittel der Beine angebracht werden, denn je niedriger die Streben angebracht sind, desto stabiler wird die Werkbank sein.
  8. Schneide zwei obere Träger aus 4 cm X 9 cm-Hölzern. Beide sollten so lang sein wie die Werkplatte.
  9. Befestige die Träger mit Bolzen. Lege die Beinpaare so auf den Boden, dass die oberen Streben jeweils nach außen zeigen und der Abstand von der linken Außenkante zur rechten Außenkante der Länge des oberen Trägers entspricht. Lege einen der oberen Träger quer über die beiden Paare und richte ihn genau mit den oberen Streben aus. Bohre jeweils ein Loch auf beiden Seiten durch den oberen Träger und in das 9 cm X 9 cm-Bein und achte darauf, dass du dieses Loch zwischen die beiden bereits vorhandenen Bolzen bohrst. Dann verschraube den Träger und die Beine mit Schlossschrauben. Drehe die ganze Konstruktion auf die andere Seite und bringe den zweiten oberen Träger entsprechend an. Wenn du damit fertig bist, sollten die vier Beine oben herum von einem Rahmen umgeben sein.
  10. Montiere die Werkplatte auf. Lege das Teil (die Teile) zurecht und bohre Löcher wo nötig durch die Platte in den darunter liegenden Rahmen und verschraube Platte und Rahmen mit Schlossschrauben.
    • Sollte die Werkplatte dick genug sein, erwäge, sie von unten mit dem Rahmen zu verschrauben; auf diese Weise bleibt die Oberfläche der Werkplatte eben und frei von Schraubköpfen. Wende diese Methode jedoch nur an, wenn die Platte wirklich dick genug ist, so dass du sicher sein kannst, dass sie sich nicht von den Enden der Schrauben löst.
  11. Bringe das untere Regalbrett an, wenn gewünscht. Messe einfach die Längen zwischen den vier Beinen aus und schneide das Brett (z.B. Sperrholz oder Tischlerplatte) entsprechend zu und schraube es an Ort und Stelle fest.
  12. Nimm abschließende Feinarbeiten vor. Schleife das Holz glatt und beize es, oder trage eine Lasur wie Polyurethan-Lack usw. auf.

Methode 2 von 2: Baue ein stabiles, freihängendes Regal als Werkbank

  1. Schraube eine Holzlatte (38 mm mal 89 mm) waagerecht an die Wand. Achte darauf, sie bei einer Leichtbauwand in die Wandpfosten zu schrauben, bei einer Steinwand wirst du Löcher bohren und Dübel einbringen müssen. Die Länge der Latte entspricht der Länge deiner Werkbank und sollte entsprechend gewählt werden. (In diesem Beispiel verwenden wir eine 4,8 m lange Latte.) Verwende eine Wasserwaage, um sicher zu gehen, dass die Latte auch wirklich waagerecht angebracht wird.
    • Abhängig von der Regalhalterung aus Stahl (Konsole), die du verwendest, und davon, wie weit das Loch von dem Winkel der Konsole entfernt ist, wirst du stattdessen möglicherweise eine Latte mit den Maßen von 38 mm X 140 mm benötigen.
    • In unserem Beispiel befindet sich die Oberseite der Latte ungefähr 1 m über dem Boden. Solltest du ein Fahrzeug in deiner Garage parken und dieses unter das Regal passen müssen, wirst du die dafür benötigte freie Höhe berücksichtigen müssen (z.B. die Höhe der Motorhaube).
    • Verwende 6,5 cm oder 7,5 cm lange Schrauben, um die Latte mit der 89 mm breiten Seite flach mit der Wand zu verschrauben.
  2. Bringe eine zweite Latte mit den gleichen Ausmaßen unterhalb der ersten an. Die Lücke zwischen beiden parallelen Streifen richtet sich nach der Länge der an der Wand liegenden Schenkel der Stahlträger (Konsolen), auf denen die Werkbankplatte befestigt wird.
  3. Befestige die Regalträger (Konsolen) an den beiden Latten. Je stabiler diese Konsolen sind, desto besser. Die Oberkante der Konsolen sollte bündig mit der Oberkante der oberen Platte an der Wand abschließen. Verwende ein Stück Sperrholz (ein provisorisches Regal) an der Oberkante der Latte und lasse die Konsolen bei der Montage von unten dagegen stoßen. Verwende 3,8 cm lange Schrauben, um die Konsolen/Träger anzubringen. Du wirst am Ende zwei Latten an der Wand haben, an denen eine Reihe von Regalträgern angeschraubt ist. Der Abstand zwischen den Trägern sollte ungefähr jeweils 60 cm betragen.
    • Wenn gewünscht, können die Träger abwechselnd etwas leichter und etwas stabiler sein, damit Werkzeugkästen oder auch ein Stuhl bequem unter der Werkbank untergebracht werden können.
  4. Schneide 2 cm dickes Sperrholz in 60 cm breite Bretter. Eine Sperrholzplatte mit den Maßen von 1,2 m X 2,4 m ist dafür gut geeignet. Lege eines dieser Bretter auf die Regalträger und verschraube es mit der Oberkante der oberen Latte an der Wand. Lege und verschraube das nächste Brett links oder rechts neben das erste und verbinde beide aneinander stoßenden Enden von unten mit einem Stück Sperrholz (15,25 cm X 45,7 cm).
  5. Bringe eine weitere Latte direkt oberhalb des Regales an der Wand an und schraube sie dort fest.
  6. Befestige eine Leiste an der unteren Vorderkante des Regales. Klebe und schraube eine Mahagonileiste (3,8 cm X 1,9 cm), die so lang ist wie dein Regal, an. Dies verstärkt die Werkplatte und verhindert gleichzeitig Verschleiß.
  7. Bringe an der Unterseite des Regales Schubladen an. Diese flachen Schubladen werden alle kleinen Werkzeuge, die du hast, aufnehmen können. Sie sollten etwa 60 cm breit, 3,8 cm hoch sein und etwa 46 cm nach hinten reichen. Um die Schubladen herzustellen und anzubringen:
    • Bringe Kiefernleisten (19 mm X 89 mm) an der Unterseite des Regals an. Die Schmalseite der Leisten kann mit der Sperrholzplatte verleimt und verschraubt werden.
    • Bringe an diesen Leisten Gleitschienen aus Metall für die Schubladen an.
    • Baue Schubladen mit einer Hartfaserplatte als Boden und Kiefernleisten (2,5 cm X 5 cm) als Seitenteile. Dünne Leisten halten die Gegenstücke zu den Gleitschienen. Diese Schubladen werden dann zwischen die Kiefernleisten geschoben, die zuvor unten an der Sperrholzplatte angebracht wurden.

Tipps

  • 9 cm X 9 cm-Pfosten als Füße an der Vorderkante der freihängenden Werkbank anzubringen, für deren Stabilität enorm verbessern, was wichtig ist, wenn du darauf auch hämmern willst
  • Erwäge, Beleuchtung über der Werkbank anzubringen. Gebrauchte Lampen von Billardtischen können billig erstanden werden und geben deiner Garage ein wenig Charakter, jedoch wird jede Art von Beleuchtung den Wert deines Arbeitsplatzes erhöhen.
  • Nimm immer ein Maßband (wenigstens 6 m lang) mit ins Geschäft, wenn du Holz kaufst. Häufig wird Holz von Kunden durcheinandergebracht, so dass du dich nicht unbedingt auf die ausgeschilderten Längen verlassen kannst. So ist es besser, selbst nach zu messen und es kann dir eine Menge Zeit ersparen, wenn du nicht zurück gehen musst, um Holz umzutauschen, nur weil du die falsche Länge gegriffen hast.
  • Schrauben sind beim Bau der freihängenden Werkbank Nägeln vorzuziehen. Nägel halten nicht so viel wie Schrauben, die wesentlich belastbarer sind. Deshalb solltest du Schrauben von guter Qualität kaufen. Ein Akku-Schrauber wird dir wertvolle Dienste leisten.
  • Berechne die benötigten Längen, bevor du das Holz kaufst; viele Heimwerkerläden werden dir das Holz zuschneiden, was deine Arbeitszeit bei dem Projekt wesentlich verkürzt.
  • Die Werkbank mit einer 3 oder 6 mm starken Hartfaserplatte abzudecken, ergibt eine sehr starke Oberfläche.
  • Anstatt Stahlnägel zu benutzen, die dazu neigen, sich im Laufe der Zeit auszuziehen, verwende Schrauben, die für den Außenbereich gedacht sind. Sie sind auch leichter zu entfernen, solltest du deine Werkbank eines Tages austauschen wollen.
  • Die Benutzung eines Schwingschleifers mit 80er Sandpapier (zum Abschluss 150er) kann deinem Werktisch eine großartige glatte Oberfläche geben. Diese wird dadurch auch zum Beizen vorbereitet. Für beste Ergebnisse verwende 220er Sandpapier zwischen dem Auftrag der verschiedenen Schichten von Farbe oder Lasur.
  • Um den Mahagonileisten ein professionelles Aussehen zu verleihen, kannst du sie mit einer Fräsmaschine bearbeiten.
  • Kombinationen aus Beize und Lasur versiegeln und schützen die Oberfläche der Werkbank nicht so gut wie 2-3 Schichten von Lasur alleine.
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