Lobbyist werden

Es gibt verschiedene Wege, Lobbyist zu werden, genauso wie es verschiedene Arten von Lobbyisten gibt. Kandidaten sollten ein Talent mitbringen, andere zu beeinflussen und eine gewinnende Art haben. Lobbyisten kommen aus allen möglichen Disziplinen, aber sie verfügen alle über die Fähigkeit, Entscheidungsträgern ihre politischen Ideen schmackhaft zu machen. Idealerweise so, dass alle Beteiligten zufrieden sind. Lies weiter um zu erfahren, wie man Lobbyist wird.

Methode 1 von 2: Herausfinden, ob du geeignet bist

  1. Finde heraus, ob du von Natur aus sozial bist und Einfluss ausüben kannst. Lobbyisten versuchen, Politik auf verschieden Weisen zu beeinflussen. Im Endeffekt geht es in ihrem Job darum, sozial und einflussreich zu sein. Bist du:
    • Geschickt darin, dich durchzusetzen, auch wenn du vor besonderen Herausforderungen stehst?
    • Gut darin, neue Menschen zu treffen, Beziehungen zu pflegen und dein Netzwerk zu erweitern?
    • Talentiert darin, anderen Menschen Gefallen zu tun?
    • Erfahren darin, komplexe Probleme auf einfache und direkte Weise zu erklären?
  2. Denke daran, dass es keine formellen Voraussetzungen gibt, um Lobbyist zu werden. Du brauchst dazu keinen Uniabschluss und musst keine zertifizierten Voraussetzungen erfüllen. Alles, was du brauchst, ist die Fähigkeit, bedeutsame Beziehungen zu Politikern in wichtigen Rollen herzustellen und diese zu beeinflussen. Auf der anderen Seiten haben die meisten Menschen, die Lobbyisten sind, zumindest einen Bachelor. Das einzige, was wichtig ist, wenn es um die Ausbildung eines Lobbyisten geht, ist folgendes:
    • Die Fähigkeit, Informationen zu analysieren und eine stimmige, politische Strategie zu entwickeln.
    • Die Fähigkeit, informiert und auf dem Laufenden zu bleiben, wenn es um globale und politische Probleme geht.
    • Die Fähigkeit, vorauszusehen, welche Themen in der Zukunft weiterhin wichtig sind, welche an Bedeutung verlieren und welche an Bedeutung gewinnen.
  3. Prüfe dein Vermögen, schnell zu handeln und dich mit Ergebnisse auseinanderzusetzen. Bist du schnell oder handlungsorientiert? Deine Fähigkeit, ein erfolgreicher Lobbyist zu sein, kann davon abhängen. Lobbyisten werden dafür bezahlt, dass sie Resultate liefern. Das bedeutet, dass du schnell eine neue Richtung einschlagen musst um deinen Job zu erledigen, wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage bist, die gewünschten Ziele zu erreichen.

Methode 2 von 2: Lobbyist werden

  1. Entscheide dich so früh wie möglich, in welcher Art von Lobbyismus du am liebsten tätig wärst. Jobs für Lobbyisten können sehr unterschiedlich sein, aber alle Lobbyisten arbeiten eng mit den Gesetzesgebern zusammen, um bestimmte politische Ziele zu erreichen.
    • Bezahlter Lobbyismus vs. freiwilliger Lobbyismus. Lobbyismus findet meistens dann statt, wenn ein Unternehmen oder eine Organisation jemanden anstellt, um ihre Interesse im politischen Zentrum eines Landes zu vertreten. Es gibt aber auch Lobbyisten, sie sich entscheiden, unentgeltlich zu arbeiten, zum Beispiel im Non-Profit-Bereich oder einfach, weil sie bereits in Rente sind. Kostenlos als Lobbyist tätig zu sein kann dabei helfen, andere davon zu überzeugen, sich nicht durch Geld beirren zu lassen.
    • Einzelthema vs. Lobbyismus für mehrere Themen. Entscheide dich, ob du für ein einzelnes Thema oder für eine breitere Auswahl an Themen als Lobbyist aktiv werden willst. Diejenigen, die im Interesse eines Unternehmens arbeiten, setzen sich in der Regel für ein Thema ein, während diejenigen, die für Vereinigungen arbeiten, sich häufig für mehrere Themen engagieren.
    • Innerer Lobbyismus vs. Äußerer Lobbyismus. Innerer (oder “direkter”) Lobbyismus bedeutet, dass der Repräsentant die Politik beeinflussen will, indem er die entsprechenden Gesetzesgeber direkt kontaktiert. Indirekter Lobbyismus hingegen bedeutet, dass ein Repräsentant die Politik durch die Öffentlichkeit außerhalb der Politik mobilisiert. Für gewöhnlich geschieht dies durch Organisationen, Öffentlichkeitsarbeit oder Werbung.
  2. Absolviere zumindest ein Bachelorprogramm, vorzugsweise in Politikwissenschaften, Recht, Wirtschaftswissenschaften oder einem verwandten Fach. Lobbyisten müssen Experten in ihrem Thema sein, es ist daher wichtig, so früh wie möglich etwas über Politik zu lernen. Obwohl es keine formalen Voraussetzungen gibt um Lobbyist zu werden, schadet es nicht, generell über politische Themen informiert zu sein und sich entsprechendes Wissen anzueignen. Außerdem solltest du dich gut in dem speziellen Thema auskennen, für das du als Lobbyist arbeitest.
  3. Suche nach Praktika im Bereich Lobbyismus, während du studierst. Praktika in stattlichen Einrichtungen oder im Parlament sind außerdem eine beutende Erfahrung, die deinen Lobbyisten CV bereichert.
    • Praktikanten sind in erster Linie für Recherchen zuständig, nehmen an Verhandlungen teil und fertigen Notizen an, beantworten Anrufen, senden E-Mails, lesen die Post und lernen etwas über die Grundlagen der Wählerschaft. Diese Stellen sind meistens unbezahlt und werden während des Semesters oder in den Semesterferien angeboten.
  4. Versuche, so viele Lobbyisten sowie andere ähnliche Experten während deines Praktikums zu treffen. Wenn du deinen ersten Job suchst ist es häufig genauso wichtig, wen du kennst, wie deinen Qualifikationen es sind. Ein großer Teil deines Jobs als Lobbyist besteht aus dem Formen von Beziehungen mit wichtigen Personen, die dir bei der Erreichung deines Zieles helfen. Zu lernen, wie man andere Lobbyisten beeinflusst, ist eine sehr wichtige Fähigkeit.
  5. Lerne die Kunst der Überzeugung. Als Lobbyist ist es dein wichtigster Job, einen Parlamentarier oder eine Gruppe von Menschen, die für ein bestimmtes Thema eintreten oder eine bestimmte Politik zu beeinflussen. Um dies zu tun muss du charmant, ausdauernd und überzeugend sein.
    • Beginne damit, Beziehungen zu den passenden politischen Akteuren aufzubauen. Lobbyisten können gemeinsam mit den Entscheidungsträgern and Gesetzesentwürfen arbeiten, die sowohl die Bedürfnisse des Politikers als auch den zielen des Lobbyisten entsprechen. Um dies zu erreichen, musst du sowohl persönlich als auch überzeugend sein.
    • Lerne, wie man Fundraising betreibt. Es ist zwar illegal, unangemessen und dreist, als Politiker, Spenden entgegenzunehmen, um etwas zu verändern, ein Lobbyist sollte aber in der Lage sein, für einen Politiker Fundraising zu betreiben.
    • Sei sozial. Lobbyisten können und sollten Cocktailpartys und Abendessen veranstalten, um andere Lobbyisten und politische Akteure in einer wenigen ernsten und feindlichen Atmosphäre zu treffen. Dies sind gute Gelegenheiten, neue Informationen zu erhalten, Ideen zu bewerben und Beziehungen aufzubauen. Du solltest dies nicht unterschätzen.
  6. Beschäftige dich mit Themen in deiner Region. Auf lokaler Ebene kannst du Lobbyismus oft direkt an der Basis praktizieren. Lobbyisten auf dieser Ebene konzentrieren sich darauf, die Gemeinschaft zu aktivieren um ihre politischen Vertreter telefonisch oder per Brief zu kontaktieren um für ihre Politik zu werben. Diese Art von Lobbyismus ist eine abwechslungsreiche Pause von der intensiven, festgefahrenen Verhandlungen hinter hohen Mauern.
  7. Gewöhne dich an lange Arbeitszeiten. Lobbyist sein ist nicht, wie im Park spazieren gehen. Laut einigen Quellen arbeiten Lobbyisten regelmäßig zwischen 40 und 80 Stunden die Woche und auch mal Nächte lang, bevor eine wichtige Entscheidung ansteht. Ein großer Teil deine Arbeit ist Networking, das bedeutet, dass du nicht automatisch Tag und Nacht über hinter einem Schreibtisch sitzt.

Tipps

  • Dein wichtigstes Ziel als Lobbyist ist es, Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Charme und Charisma sind für diesen Job wichtig. Lobbyisten veranstalten häufig Abendessen oder Cocktailpartys für Politiker.
  • Berufliche Erfahrung und ein umfassendes Wissen sind die wichtigsten Faktoren, wenn du dich auf eine Stelle als Lobbyist bewirbst.
  • Recht und Öffentlichkeitsarbeit sind gute Berufsfelder, wenn du mehr Erfahrungen sammeln willst.

Warnungen

  • Lobbyisten haben eine heikle Position, wenn es um das Vertrauen der Öffentlichkeit geht. Höchstwahrscheinlich wirst du Menschen treffen, die annehmen, dass du korrupt bist, weil du Lobbyist bist.
  • Als Lobbyist wirst du immer für die Interessen einer anderen Organisation eintreten. Es kann immer sein, dass du für etwas arbeiten musst, an das du selbst gar nicht glaubst.
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