Auf einer einsamen Insel leben

Das Schlimmstmögliche ist passiert: Du bist durch ein Unglück auf einer einsamen Insel gestrandet. Jegliche Hoffnung scheint verloren, es gibt keine Hoffnung auf Rettung. Allerdings kann es sehr einfach sein, auf einer einsamen Insel zu überleben. Dir kann es dort sogar gut gehen oder du findest selber Rettung, du brauchst nur zu wissen, was du tun musst.

Methode 1 von 4: Ruhig bleiben

  1. Du musst ruhig bleiben. Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben und klar zu denken. Wenn du anfängst in Panik zu verfallen, dann kannst du die Kontrolle verlieren und damit jede Chance auf Rettung. Du wirst nicht sehr erfolgreich sein, wenn du dich selber verrückt machst. Lies William Goldings Buch „Pincher Martin“, als eine gute Beschreibung, wie du dich selber von fast allem überzeugen kannst. Wenn du also nicht die Kontrolle über einen verlassen Felsen übernehmen kannst, dann nur deswegen, weil du in Panik verfallen bist. Um dich zu beruhigen, kannst du auch etwas finden, das dein Freund werden kann. Wenn du jemanden (oder etwas) zum Reden hast, dann wird dir dies helfen, dich zu beruhigen. Deine Prioritäten sollten Sicherheit, Wasser, eine Unterkunft und Nahrung sein. In dieser Reihenfolge.
  2. Kümmere dich um deine Sicherheit. Ist die Gegend sicher? Gibt es wilde Tiere? Gibt es ein Überschwemmungsrisiko? Dich um deine physische Sicherheit zu kümmern, ist der erste und wichtigste Schritt.

Methode 2 von 4: Kümmere dich um die notwendigen Dinge

  1. Schaue nach einer Trinkwasserquelle. Die meisten Menschen fangen damit an nach Essen zu schauen, aber tatsächlich werden die meisten „verschollenen“ Menschen innerhalb von ein paar Stunden oder ein paar Tagen gefunden. Du kannst zwei Wochen ohne Essen überleben, aber nur 3-4 Tage ohne Wasser. Wenn es keine natürliche Wasserquelle gibt, dann versuche etwas zu bauen, womit du Regenwasser auffangen kannst.
    • Jede Wasserquelle ist gut. Wenn du Wasser hast, kannst du es auch purifizieren oder entsalzen.
  2. Wenn es Süßwasser gibt, dann koche es 2-3 Minuten lang um sicher zu gehen.
  3. Wenn du ein Entsalzungsgerät hast, toll! Wenn nicht, es gibt mehrere Methoden, um Wasser zu entsalzen.
    • Eine Methode ist Destillierung. Baue dir einen Solar-Destillierapparat, oder einen, der mit Feuer funktioniert.
    • Einen Solar-Destillierapparat kannst du bauen, idem du einen großen, flachen Behälter mit Salzwasser füllst, oder sogar Urin, um diesen zu recyceln, wenn du es musst.
      • Platziere einen kleineren Behälter in die Mitte. Lege einen Stein hinein, damit er am Fleck bleibt. Decke den Behälter mit Plastikfolie – oder was immer du hast – ab und lege einen Stein in die Mitte, direkt über dem kleinen Behälter.
      • Wenn du diese Konstruktion in direktes Sonnenlicht stellst, dann sollte das Wasser verdunsten, kondensieren und an der Plastikfolie herab laufen und in den kleinen Behälter tropfen.
    • Für eine Methode, die auf einem Feuer funktioniert, kannst du Dampf und Kondensation erzeugen, indem du ein Stück Metall oder Glas benutzt, das es dem Wasser erlaubt zu kondensieren und in einen anderen Behälter zu tropfen.
  4. Suche oder baue dir eine Überlebensunterkunft. Du wirst Schutz vor den Elementen und wilden Tieren benötigen. Das kann eine natürliche Unterkunft sein, wie etwa eine Höhle, oder eine, die du dir baust.
    • Der nächste Schritt nach dem Finden einer natürlichen Unterkunft, ist dir eine permanentere Unterkunft zu bauen. Eine Unterkunft ist deine Basis, ein Ort der warm oder schattig ist, um zu schlafen, Vorräte aufzubewahren und ein Platz, an dem du dich vor Tieren verstecken kannst. Versuche die Unterkunft über der Erde zu bauen, so dass keine Käfer auf dich krabbeln können.
  5. Finde Nahrungsmittelquellen. Der Ozean ist voll von Leben. Versuche eine V-förmige Mauer aus Steinen bei Ebbe zu bauen, die Spitze des „V“ sollte aufs Meer hinaus zeigen. Bei Flut sollten dann Fische darin sein, die dort gefangen sind, wenn die Ebbe wieder kommt.
    • Es gibt viele essbare Wurzeln und Beeren, Sei aber vorsichtig! Manche sind giftig. Esse sie nur, wenn du dir sicher bist, dass sie sicher zum Verzehr sind. Die bessere und verlässlichere Nahrungsmittelquelle sind Käfer. Ja, Käfer. Die gibt es überall und sie sind eine exzellente Proteinquelle. Du kannst die Käfer auch zum Angeln benutzen. Du kannst einen Haken aus Holz schnitzen und einen Widerhaken daran befestigen. Binde eine Schnur daran und du kannst loslegen.
  6. Schau dir deine Ressourcen an. Hast du eine Süßwasserquelle? Hast du ein Langwellen-Funkgerät, ein Satellitentelefon oder andere Kommunikationsmittel? Gibt es andere Menschen? Menschen, wenn du richtig mit ihnen umgehst, können deine beste Ressource sein.
  7. Mache ein Feuer. Das mag auf einer einsamen Insel sehr trivial klingen, aber Feuer ist für eine Reihe von Dingen nützlich. Das mindeste davon, ist dass es die Moral erhöht. Du hast deine erste Aufgabe bewältigt, was wichtig für die Moral ist. Feuer kann auch benutzt werden, um Wasser zu destillieren (sieh oben), zum Kochen und zum Licht spenden. Wenn du kein Feuer entfachen kannst, dann mach dir keine Sorgen, konzentriere dich einfach auf die nächste Aufgabe und versuche es später wieder.
  8. Gefährliche Tiere abwehren. Wenn es gefährliche Tiere gibt, dann verwende nachts Feuer, um sie abzuwehren. Wenn du einen Feuerlöscher hast, kannst du sie notfalls damit abwehren. Fallen und Warnsignale (wie brechende Zweige) etc., können verwendet werden, um Tiere davon abzuhalten, in deine Unterkunft zu gelangen oder dich warnen, wenn sie kommen.

Methode 3 von 4: Zusammenarbeiten

  1. Stimmt euch ab und handelt zusammen. Jeder in der Gruppe sollte zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Bedürfnisse erfüllt werden und dass alle vorhandenen Ressourcen richtig verwendet werden.
  2. Beerdige tote Begleiter. Sollte jemand sterben, dann beerdige die Person und halte eine Beerdigung ab. Das schafft Nähe, den nötigen Respekt und schützt vor möglichen Krankheiten.

Methode 4 von 4: Gerettet werden

  1. Arrangiere Steine oder andere große Objekte an einer sichtbaren Stelle als Signal. In William Goldings Roman „Pincher Martin“, baut der gestrandete Mann eine Figur aus Steinen, die von vorbeifahrenden Schiffen gesehen werden konnte. Die international üblichen Bergrettungssignale basieren auf Dreiergruppen (Sechsergruppen in GB). Ein Notfallsignal kann aus drei Feuern, drei Steinhaufen in einem Dreieck, drei Pfeiftönen oder drei Lichtsignalen bestehen, gefolgt von einer Minute Pause und dann wiederholt werden, bis eine Antwort kommt. Drei Leuchtsignale oder akustische Signale sind die übliche Antwort. Wenn du eine klare Sicht auf Boote hast, dann versuche ein großes, rotes X zu machen.
  2. Versuche Kontakt herzustellen. Baue große, unnatürlich aussehende Formen in leuchtenden Farben und aus glänzenden Dingen. Verwende ein Funkgerät, wenn möglich, um potenzielle Retter zu alarmieren. Benutze Signalspiegel, Feuer und Blitzlichter oder alles, was Aufmerksamkeit auf dich lenkt. Das kannst du tun, während du wartest.
  3. Gib nie auf. Verzweiflungsakte können tödlich für dich und deine Begleiter sein. Willenskraft ist was Menschen ermöglicht, ohne Essen wochenlang zu überlegen. Ohne Lebenswillen, wirst du nicht leben. Versuche dir das tolle Leben vorzustellen, das zu haben wirst, und mach dir klar, dass wenn du aufgibst, wirst du dies nie haben.

Tips

  • Mache große Haufen aus Holz und zünde sie an, um Rauchsignale zu machen. Trockenes Holz eignet sich dafür am Besten.
  • Mache dir einen Hut, um die Sonne fernzuhalten, so dass du keinen Sonnenbrand bekommst.
  • Versuche eine Angel aus Stöcken und Lianen zu machen. Als Köder kannst du Würmer benutzen.
  • Wenn du ein Feuer machst, stelle sicher dass du Zündholz, Holz und etwas zum Anzünden hast. Die beste Methode, um ein Feuer zu machen, ist wenn das Holz in einer dreieckigen Kegelform aufgeschichtet ist.
  • Jede individuelle Situation ist einzigartig und benötigt eine eigene Situationsanalyse. Nimm dir Zeit um dir zu überlegen, was du hast, wer mit dir ist, was du brauchst und weitere solche Dinge.
  • Verwende trockenes Holz für Feuer, da dies besser funktioniert.

Warnungen

  • Iss keine Quallen, die Stachel haben, Fische die sich aufblähen oder Fische, die so etwas wie Schnäbel haben.
  • Iss keine Beeren, die weiß sind, denn die meisten weißen Beeren sind giftig. Wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist, was die Beeren sind, dann iss sie nicht.
  • Trinke Urin nur als letzten Ausweg. Verwende ihn nur dann, wenn es keine andere Wasserquelle gibt. Bewahre Urin nicht in einer Flasche auf, da nur frischer Urin steril ist. Trinke auch nur den ersten Urin, da hochkonzentrierten Urin zu trinken, zu Nierenversagen führen kann. Du musst dir eine Entsalzungsvorrichtung bauen, um mehrfach Urin trinken zu können. Du musst das Wasser herausfiltern und das Salz und die Verunreinigungen separieren. Ansonsten ist es schlimmer als Salzwasser.
  • Trinke kein Salzwasser als letzte Rettung. Das Salz dehydriert dich und macht es noch schlimmer, als kein Wasser zu haben.

Was du brauchst

  • Ein Messer. Messer sind die vielseitigsten Werkzeuge, die je erfunden wurden. Es gibt nichts, was du nicht mit einem Messer tun kannst. Wenn du keines bei dir hast, dann mache dir eins. Einen Felsen zu zersplittern ist eine gute Methode.
  • Zahnseide. Du kannst diese als Wäscheleine, Schnürsenkel, Nähgarn und um ausgefranste Enden zu reparieren verwenden. Und natürlich zum Zähneputzen.
  • Essen
  • Draht für Fallen. Fallen sind eine einfache Möglichkeit dir Essen zu besorgen, wenn du weißt, wie du sie bauen musst.
  • Seil
  • Töpfe, Pfannen oder Metalldosen (Für Kochen, Wasseraufbewahrung, etc.)
  • Plane (nützlicher Schutz vor Wind und Regen, als Decke oder Abdeckung, als Zelt für den Notfall)
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.