Fotogen werden

Ein Foto von dir machen zu lassen kann eine beängstigendes Unternehmen sein, besonders wenn es so scheint, als würdest du auf Portraits niemals so gut aussehen wie in Wirklichkeit. Dies ist ein Problem, dem sich viele Menschen stellen müssen, aber es lässt sich leicht beheben. Fotogen zu sein ist kein angeborenes Talent, sondern eine erworbene Fähigkeit, die durch Übung erlernt werden kann. Probiere diese Methoden des Posierens und die Tipps dafür aus, fotogen zu werden, und werde in Nullkommanichts die Model-Freundin oder der Model-Freund, mit der oder dem all deine Freunde angeben.

Methode 1 von 3: Konzentriere dich auf dein Gesicht

  1. Säubere dein Gesicht. Der Fokus der meisten Portraits ist das Gesicht, also achte darauf, dass deines in einer tipptopp Verfassung ist. Moderne Kameras sind in der Lage, die kleinsten Veränderungen und Strukturen der Haut festzuhalten, was sowohl ein Segen als auch ein Fluch ist. Halte deine Haut sauber und glatt, indem du dein Gesicht wäschst, reinigst und eincremst, bevor du dein Foto machen lässt. Dies sollte ein tägliches Morgen/Abendritual sein, aber es ist vor einer Fotoaufnahme besonders wichtig.
    • Wenn du Make-up trägst, achte darauf, dass dein Concealer und deine Grundierung glatt aufgetragen sind und gut zu deinem Hautton passen. Blende sie leicht deinen Hals hinunter und zu den Ohrläppchen hin aus, um einen möglichst natürlichen Look zu erzeugen.
    • Fettige Haut kann ein Foto ruinieren, da sie zu viel Licht reflektiert. Verwende fettaufsaugende Tücher oder Papiertaschentücher (tatsächlich Papiertaschentücher, keine Kosmetiktücher), um überschüssiges Fett auf der T-Zone deines Gesichts abzutupfen.
    • Benutze ein Peeling auf deinem Gesicht, um alle abgestorbenen Hautzellen abzulösen, die deine Haut auf Fotos stumpf und matt erscheinen lassen.
  2. Konzentriere dich auf das, was dich einzigartig macht. Eine der Charakteristika von fotogenen Leuten ist ihr Vertrauen in ihre Erscheinung. Oftmals sind wir besorgt über etwas, das an unserem Gesicht nicht stimmt; unsere Sommersprossen, die Lücke zwischen deinen Zähnen, wie zusammengekniffen deine Augen sind, wenn du lächelst. Statt zu versuchen, diese Dinge zu verbergen, heiße sie willkommen! Du siehst auf diese Weise auf deinen Fotos viel fotogener aus.
  3. Zeig deine Emotionen. Es ist einfach, jemanden, der fotogen ist, von jemandem zu unterscheiden, der posiert; Ersterer muss seine Emotionen nicht vorspielen. Auch wenn es nervenaufreibend sein kann, ein Foto machen zu lassen, lass das deinen wahren Gefühlen nicht im Wege stehen. Erzwinge nicht das Lächeln, von dem du denkst, dass du es brauchst, sondern lächle ganz natürlich. Dasselbe gilt für deine Augenform und den Schwung deiner Wangen. Je mehr du deinen natürlichen Emotionen gestattest, sich auf deinem Gesicht zu zeigen, desto besser sehen deine Bilder aus.
    • Lächle immer mit den Zähnen, denn du würdest niemals mit geschlossenen Lippen über einen Witz lachen. Ein wahres Lächeln lässt die Zähne blitzen und zeigt keine fest zusammengepressten Lippen. Halte dein Gesicht natürlich, indem du ein echtes Lächeln durchscheinen lässt.
    • Wenn du Emotionen zeigst, ist dein gesamtes Gesicht betroffen. Obwohl viele Leute ein glückliches Aussehen nur mit einem Lächeln verbinden, sind deine Augenbrauen, Augen, Wangen und deine Stirn alle gleichermaßen involviert. Achte darauf, dass du deinem gesamten Gesicht freie Bewegung gestattest.
  4. Sieh nicht direkt in die Kamera. Wie schon das alte Sprichwort sagt, „Die Kamera lässt dich 10 Kilo schwerer wirken“. Doch das muss nicht so sein! Da die Kamera reflektiertes Licht nutzt, um ein 3D-Objekt in ein 2D-Bild umzuwandeln, werden die Konturen der Dinge abgeflacht und komprimiert. Geradeaus in die Kamera zu schauen zeigt die Fülle deines Gesichts und entfernt/reduziert alle natürlichen Schatten. Drehe dein Gesicht stattdessen leicht zur Seite, um natürliche Highlights und Schatten zu erzeugen und die Form deines Gesichts zu verschlanken.
  5. Passe die Neigung deines Gesichts an. Die Neigung deines Gesichts ist an die Richtung gebunden, in der du auf die Kamera siehst. Genauso wie du nicht gerade auf die Kamera sehen solltest, solltest du deinen Kopf auch nicht nach oben neigen, wenn du Fotos machst. Dies lässt dein Gesicht länger wirken und bietet einen guten Einblick in deine Nase. Für den fotogensten aller Looks, neige deinen Kopf leicht nach unten und zur Seite.

Methode 2 von 3: Deinen Körper richtig positionieren

  1. Lass deine Vorzüge für dich arbeiten. Fotogene Leute haben die unglaubliche Fähigkeit, genau zu wissen, was ihre Vorzüge sind und wie sie diese am besten zur Geltung bringen. Dies geht Hand in Hand mit dem Wissen um deine körperlichen Schwächen. Welche Teile deines Körpers sind am attraktivsten, und welche könnten auf Fotos einen Tick weniger schmeichelhaft sein? Tu, was du kannst, um deine besten Seiten zu präsentieren, während du die eher negativen Aspekte deines Körpers von der Kamera wegdrehst.
  2. Drehe dich von der Kamera weg. Dich einer Kamera gerade zuzuwenden macht mit deinem Körper dasselbe wie mit deinem Gesicht. Dein Körper wird auf einem Foto abgeflacht, also zeigt ein Schnappschuss von vorn dich aus dem weitesten Winkel und lässt dich besonders rund aussehen. Drehe dich auf ¾, um deinen Körper in einem Winkel zu zeigen und Schatten und Tiefen in deiner Körperhaltung zu erzeugen.
    • Um deine Arme schlanker zu machen, leg einen auf deine Hüfte und winkle deinen Ellbogen nach hinten und von deinem Körper weg ab. Obwohl du dir dabei albern vorkommen magst, gibt es einen Grund dafür, dass sich viele Prominente diese Pose zu eigen gemacht haben – sie ist ultra-schmeichelhaft!
    • Wenn du für das Foto sitzt, drehe dich so, dass die Kamera eher seitlich von dir als direkt vor dir ist. Beuge deine Knie und versetze deine Beine leicht. Falls du deine Beine übereinanderschlagen willst, schlage das Bein, das der Kamera am nächsten ist, über das andere.
  3. Winkle deine Gelenke an. Wie oft kommt es vor, dass du vollkommen gerade stehst oder sitzt und alle Gelenke voll ausgestreckt hast? Vermutlich sehr selten oder nie. Gib deinen Fotos sowohl Bewegung als auch eine Sinn für natürliche Haltung, indem du deine Gelenke leicht anwinkelst. Dies bedeutet, dass deine Ellbogen, Handgelenke, Knie und Knöchel alle bequem angewinkelt sein sollten. Wenn du es anwinkeln kannst, winkle es auch an!
  4. Lehne dich auf die Kamera zu. Unsere Art zu sehen lässt uns nähere Dinge größer und weiter entfernte Dinge kleiner erscheinen. Um die Illusion eines kleineren, schlankeren Körpers zu erzeugen, lehne dich leicht mit dem Kopf voran in Fotos.
  5. Tue das, was dir ein gutes Gefühl gibt. Alle Posier-Ratschläge der Welt können dich nicht fotogener machen, wenn du dich mit den Veränderungen nicht wohlfühlst. Am Ende ist es hilfreich, alle Posier-Tricks im Kopf zu haben, aber am besten das zu tun, was deinem Körper natürlich vorkommt. Fotogen sein bedeutet, den schmalen Grat dazwischen, sich unglaublich natürlich zu verhalten, als wäre die Kamera nicht da, und jeden Zentimeter deines Körpers perfekt zu posieren, entlangzuwandern. Der beste Weg, diesen glücklichen Mittelweg zu erreichen, ist ganz einfach, deinem Körper zu gestatten, ganz natürlich in seine bequemsten Haltungen zu fallen.

Methode 3 von 3: Berücksichtige die Fotos

  1. Kleide dich eindrucksvoll. Es ist sicherlich schwer, fotogen zu sein, wenn du deine schmutzige Jogginghose und ausgelatschten Turnschuhe trägst. Wenn du weißt, dass ein Foto von dir gemacht wird, wähle Outfits, die sich gut fotografieren lassen. Natürliche Töne und gedämpfte Farben wirken am besten, weil sie gleichzeitig deine natürlichen Eigenschaften verstärken, ohne auf dem Foto von dir abzulenken.
    • Vermeide alles, was hängt oder sich sehr locker um deinen Körper drapiert, da dies auf einem Foto massig und groß aussieht. Trage andererseits nichts zu Enges, da der Blitz der Kamera jeden kleinen Makel hervorhebt, den du unter deiner Kleidung versteckst.
    • Trage für Fotos nichts, was du nicht normalerweise im wahren Leben tragen würdest. Dein Ziel ist es, wie du selbst in deinem allerbesten Zustand auszusehen; du kannst nicht wie du selbst aussehen, wenn du etwas trägst, das völlig außerhalb deiner Komfortzone oder deiner Stil-Reichweite liegt.
  2. Finde die Lichtquelle. Die Lichtquelle auf deinem Foto hat großen Einfluss auf die Qualität deiner Erscheinung auf dem letztendlichen Foto. Eine Lichtquelle direkt über dir verpasst dir dunkle Schatten unter den Augen, während eine von der Seite klobige Hintergrundlinien erzeugt. Arbeite so, dass deine Lichtquelle vor dir und etwas über dir ist. Mache dein Foto, wenn irgendwie möglich, bei natürlichem Licht in der Nähe eines Fensters oder draußen.
    • Das beste Licht für Fotos tritt in der Stunde vor Sonnenuntergang und in der Stunde nach Sonnenaufgang auf. Wenn du kannst, versuche deine Fotos während dieser Zeiten aufzunehmen.
    • Obwohl manche Fotografen Lichtdosierungen verwenden können, um einem dunklen Vordergrund Helligkeit hinzuzufügen, nimmst du am besten keine Bilder auf, wenn die Lichtquelle hinter dir ist. Eine Lichtquelle, die von hinten kommt, verdunkelt deinen gesamten Körper und ruiniert ein tolles Bild.
  3. Wähle einen tollen Ort. Obwohl der Sitz in deinem Auto oder der Platz vor deinem Spiegel die einfachsten Orte sein mögen, um deine Pose zu perfektionieren und gute Beleuchtung zu bekommen, gewähren sie nicht den malerischsten Hintergrund. Fotogen zu sein hat viel damit zu tun, mit deiner Umgebung zu arbeiten, zusätzlich zur richtigen Präsentation deines Gesichts und Körpers. Nimm Fotos in einer Umgebung auf, in der du dich wohlfühlst und der Fokus bist.
    • Volle Restaurants und Kneipen fügen dem Hintergrund eines Fotos eine Menge Lärm hinzu und lenken das Auge von dir als Thema ab. Wenn du an einem überfüllten Ort posieren musst, verwische den Hintergrund, um das Auge des Betrachters auf dir im Vordergrund zu halten.
    • Wenn du ein Gruppenfoto aufnimmst, versuche dich in die Mitte der Gruppe und weg vom Rand zu positionieren. Die beiden Leute an den Enden einer Gruppenaufnahme erscheinen immer als die größten und sind oft nicht der Fokus eines Bildes.
  4. Keine Scheu vor Requisiten. Auch wenn du nicht unbedingt einen Fußball herumwerfen oder Essutensilien halten musst, kann das Hinzufügen lustiger und interessanter Requisiten dein Foto interessanter machen und deine Einzigartigkeit hervorheben. Halte etwas in deinen Händen, lehne dich an eine Requisite oder baue etwas ein, das sich auf ein Hobby oder eine Aktivität bezieht, der du auf deinem Foto nachgehst.
    • Wenn du gerne liest, versuche, ganz leger ein Buch in der Hand zu halten. Es zwingt deinen Körper in eine natürlichere Haltung und fügt deinem Portrait ein Detail hinzu.
    • Verwende keine großen Requisiten oder irgendetwas, das auf deinen Fotos zu sehr ablenkt. Das Ziel ist, dass du mit Hilfe von etwas Kleinem und Passendem fotogen erscheinst. Große Requisiten oder irgendetwas in leuchtenden Farben hinzuzufügen schadet mehr, als dass es nützt.
  5. Verhalte dich selbstbewusst. Selbstbewusstsein zeigt sich auf einem Foto und ist der Schlüssel dazu, fotogen zu sein. Selbst wenn du dich nicht selbstbewusst fühlst, spiele es für die Kamera. Dein Aussehen auf Fotos verbessert sich enorm, wenn du weißt, dass du gut aussiehst und dass das Foto deswegen großartig werden wird.

Tipps

  • Nimm mehr als nur ein Foto auf, bevor du die Kamera weglegst. Selbst wenn du mit dem ersten zufrieden bist, mache noch ein paar weitere Schnappschüsse. Mache kleine Bewegungen zwischen jedem. Manchmal können die kleinsten Veränderungen die größten Unterschiede ausmachen.
  • Wenn du deine eigenen Fotos mit einer Webcam, Handykamera, Digitalkamera oder etwas anderem machst, erfordert dies Übung. Du musst lernen, den Winkel zu korrigieren, in dem du sie aufnehmen willst, so dass du deine Hand in die Position bringen kannst.
  • Gib vor zu lachen. Oft erzeugt dies ein mühelos natürliches Lächeln. Tue so, als hättest du gerade etwas Lustiges gesehen oder als hätte dir gerade jemand einen Witz erzählt, direkt bevor die Kamera blitzt.
  • Sieh während der Stunde nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang in Richtung Sonne. Versuch, deine Gesichtsmuskeln zu entspannen, und du kannst ein paar umwerfende Gesichtsaufnahmen bekommen, auf denen die Sonne deine Augenfarbe herausbringt.
  • Übe dein Lächeln vor dem Spiegel ein. Du wirst in Nullkommanichts wissen, welches Lächeln falsch aussieht und welches am schmeichelhaftesten ist. Zu lernen, wie dein Gesicht sich bewegt, hilft dir, wenn sich jemand die Kamera schnappt. Lächle mit der oberen Reihe deiner Zähne: Es mag sich unnatürlich anfühlen, aber ein Lächeln mit beiden Zahnreihen kann leicht falsch aussehen.
  • Lass deine engen Freunde sich die Fotos ansehen, die du aufgenommen hast, um dir zu versichern, wann du am besten aussiehst. Manchmal ist ein kritisches zweites Paar Augen eine große Hilfe.
  • Vermeide es, „Cheese“ zu sagen, während du in die Kamera siehst. Dies kann zu einem erzwungen aussehenden Lächeln führen.
  • Studiere Bilder von Models und anderen fotogenen Menschen. Wenn es zu deiner Persönlichkeit passt, experimentiere damit, ihre Posen und Winkel zu imitieren.
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