Mit einem gemeinen Lehrer umgehen

Niemand- ob nun Schüler oder Eltern- mag gemeine Lehrer. Gemeine Lehrer schaffen es, dass du nicht mehr gerne zur Schule gehst und dich vielleicht sogar schlecht fühlst. Wenn du mit so einem Lehrer umgehen musst, solltest du versuchen deine Einstellung anzupassen und probieren deinen Lehrer freundlicher zu stimmen. Wenn dein Lehrer danach immer noch gemein ist, solltest du mit deinen Eltern reden.

Teil 1 von 3: Passe deine Einstellung an

  1. Versetze dich einmal in die Lage deines Lehrers. Auch, wenn du deinen Lehrer nicht leiden kannst, solltest du wenigstens einmal probieren die Welt aus den Augen deines Lehrers zu sehen. Überlege, warum sich dein Lehrer so verhält. Sind die Schüler respektlos, hört ihm niemand zu, stören viele Schüler seinen Unterricht? Falls das der Fall ist, ist es kein Wunder, dass dein Lehrer ebenfalls kein freundliches Verhalten an den Tag legt.
    • Sich in die Lage eines anderen Menschen versetzen zu können, ist ein Talent, das dir im restlichen Leben ebenfalls weiterhilft. So entwickelst du Empathie und Mitgefühl, was dir in anderen Situationen helfen kann, ein Problem zu lösen.
    • Es wird dir nicht leicht fallen, deinen Lehrer aus anderen Augen zu sehen, aber bedenke, dass er auch nur ein Mensch ist.
  2. Arbeite mit deinem Lehrer, nicht gegen ihn. Es ist verständlich, dass du deinen Lehrer nicht leiden kannst und ihm so das Leben nur noch schwerer machen möchtest. Aber wenn du Feuer mit Feuer bekämpfst, machst du alles nur noch schlimmer. Du solltest stattdessen freundlich sein, ihm behilflich sein, wenn du es kannst und generell ein guter Schüler sein. Wenn dein Lehrer merkt, dass du dir Mühe gibst, wird er sich vielleicht auch ändern.
    • Es ist nicht leicht, Menschen nett zu behandeln, die nicht nett zu dir sind. Aber im Endeffekt wird sich die Situation so entspannen und das ist eine weitere Eigenschaft, die dir auch im späteren Leben sehr hilfreich sein wird.
    • Du solltest auch nicht das Gefühl haben, dass du dich versuchst einzuschleimen, sondern versuchst die Situation zu entschärfen.
  3. Sei nett und beschwere dich nicht dauernd. Wenn du deinem gemeinen Lehrer entgegenkommen willst, solltest du im Unterricht nicht dauernd argumentieren oder kritisieren. Beschwere dich nicht, dass der letzte Test so schwer war, sondern frage ihn, ob du dich das nächste Mal verbessern kannst, wenn du mehr lernst. Klage nicht über eure langweilige Schullektüre, sondern erzähle deinem Lehrer von den spannenden Stellen in dem Buch. Ein solches Verhalten wird zu einem positiveren Ton in der Klasse führen.
    • Sei einfach ein guter Schüler, freue dich darauf, neue Dinge zu lernen und du wirst sehen, dass sich dein Lehrer gar nicht mehr so böse verhält wie vorher.
    • Denke mal darüber nach: niemand hat Lust kleine, nervige Schüler über etwas zu unterrichten, worüber sie nur schimpfen und im Unterricht gähnen. Du hättest dann auch keine Lust in der Klasse zu stehen.
  4. Du solltest nicht über deinen Lehrer lästern. Dein Lehrer bekommt das mit und es ist normal, dass er dich dann nicht sonderlich leiden kann. Wenn du etwas mit deinem Lehrer zu besprechen hast, solltest du das persönlich nach dem Unterricht mit ihm bereden und nicht versuchen in der Klasse vor deinen Mitschülern anzugeben.
    • Deine Mitschüler diskutieren mit deinem Lehrer vielleicht, aber du solltest anders sein und dich anders verhalten. Irgendjemand muss ja mal anfangen.
    • Wenn du nicht mit deinem Lehrer einverstanden bist, solltest du trotzdem respektvoll sein. Achte auf deine Wortwahl und den Tonfall.
  5. Finde heraus, was die Ursache für das gemeine Verhalten deines Lehrers ist. Ist er sauer, weil niemand aufpasst, niemand zuhört, niemand mitmacht oder ihn niemand respektiert? Egal, was es ist, du solltest versuchen, dich dann extra viel zu melden, extra viel mitzureden, ihm einfach zeigen, dass dich sein Unterricht interessiert. So wird dein Lehrer sein Verhalten vielleicht ändern.
    • Es stimmt wirklich: jeder Mensch hat einen weichen Kern. Auch, wenn dein Lehrer sich gemein verhält, solltest du auf ihn zugehen. Mag er zum Beispiel Katzen? Zeig ihm doch einmal ein Bild von deiner Katze. So werdet ihr euch nach und nach immer besser verstehen.
    • Mach deinem Lehrer Komplimente und sag ihm zum Beispiel, dass du das neue Poster an der Wand toll findest. So merkt dein Lehrer, dass du dich dafür interessierst, was im Unterricht passiert.
  6. Falls wirklich ein ernsteres Problem besteht, solltest du dokumentieren was dein Lehrer tut und deine Eltern benachrichtigen. Es gibt Lehrer, die sich wirklich ohne Grund gemein verhalten und dich nur herunterziehen wollen. Falls du so einen Lehrer hast, solltest du alles was dein Lehrer tut und sagt, aufschreiben. Das zeigst du dann deinen Eltern und besprichst mit ihnen, wie es weitergeht.
    • Mach das aber nicht so offensichtlich, sondern schreibe während des Unterrichts einfach alles auf einen Block oder erst nach dem Unterricht.
    • Natürlich kannst du deinen Eltern auch so erzählen, dass dein Lehrer gemein zu dir ist, aber Beweise und Beispiele sind immer besser als generelle Behauptungen.

Teil 2 von 3: Verhalte dich so positiv wie möglich

  1. Komme pünktlich zum Unterricht und respektiere die Regeln deines Lehrers. Es ist fast das Schlimmste, wenn du zu spät zum Unterricht kommst. So zeigst du deinem Lehrer, dass dir der Unterricht ziemlich egal ist. Falls du doch einmal zu spät kommst, solltest du dich entschuldigen und deinem Lehrer versichern, dass das nicht noch einmal passieren wird.
    • Pack deine Sachen erst zusammen, wenn dein Lehrer sagt, dass der Unterricht nun beendet ist und nicht schon fünf Minuten vor dem Gong. Das ist genauso unhöflich wie Zuspätkommen.
  2. Höre deinem Lehrer zu. Es ist sehr unhöflich, wenn du im Unterricht nicht aufpasst. Dein Lehrer merkt das und behandelt dich dann ebenfalls nicht mit Respekt. Versuche also immer ihm zuzuhören und dich nicht von deinem Handy oder deinen Mitschülern ablenken zu lassen.
    • Fragen stellen, ist zwar gut im Unterricht, aber übertreibe es nicht. Lehrer mögen es auch nicht, alles fünf Mal erklären zu müssen. Pass also auf und stell nur Fragen, die wirklich nötig sind.
  3. Schreibe mit. Das zeigt deinem Lehrer, dass dich interessiert was er sagt. Du sitzt also nicht einfach nur die Zeit in seinem Unterricht ab. So lernst du auch besser und bekommst mehr vom Unterricht mit. Dein Lehrer wird merken, dass du gut aufpasst und dich folglich freundlicher behandeln.
    • Du wirst durch deine Aufzeichnungen sicherlich auch besser im Unterricht werden und dadurch wird dich dein Lehrer auch netter behandeln.
  4. Nimm aktiv am Unterricht teil. Lehrer können es nicht leiden, wenn ihre Schüler sich nur berieseln lassen, aber nie mitreden. Bei der nächsten Gelegenheit, meldest du dich einfach und stachelst eine Diskussion an. Dein Lehrer wird das bemerken und schon fühlt er sich bei euch im Unterricht wohler und ist vielleicht nicht mehr so gemein zu euch.
    • Natürlich solltest du dich auch nicht andauernd melden, aber achte darauf, dich aktiv am Unterricht zu beteiligen.
    • Wenn du dich meldest, gefällt das nicht nur deinem Lehrer, sondern auch dir. Denn, wenn du dich aktiv beteiligst, wirst du mehr Interesse am Unterricht haben und dich nicht so schnell langweilen.
  5. Pass im Unterricht auf und schwätze nicht mit deinen Mitschülern. Wenn deine Freunde versuchen, mit dir zu reden oder dir einen Zettel zuzuschieben, sage ihnen, dass du aufpassen möchtest und sie nach dem Unterricht mit dir reden können. Es gibt nichts nervigeres und ablenkenderes für einen Lehrer als schwätzende Schüler.
    • Bei der Platzwahl solltest du darauf achten, dass du nicht neben Schülern sitzt, die dauernd schwätzen.
  6. Mach dich nicht über deinen Lehrer lustig. Wenn dein Lehrer gemein ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich deine Mitschüler sowieso schon über ihn lustig machen oder über ihn lästern. Du solltest das nicht tun, auch wenn du denkst, dass das für dich vielleicht gut ist, sich über ihn zu beschweren. Dein Lehrer wird das aber merken und dich natürlich danach nicht besser als vorher behandeln.
    • Lehrer sind auch nur Menschen. Wenn er merkt, dass du dich über ihn lustig machst, wird er dich nicht gerade mögen.
    • Wenn sich deine Mitschüler über deinen Lehrer lustig machen, solltest du dich distanzieren, sodass du nicht mit diesem Verhalten in Verbindung gebracht wirst.
  7. Bitte deinen Lehrer um zusätzliche Hilfe. Du denkst vielleicht, dass Lehrer nach dem Unterricht ihre Ruhe von den Schülern haben möchten, aber viele Lehrer lieben es, nach Hilfe gefragt zu werden. So zeigst du deinem Lehrer, dass dich sein Fach wirklich interessiert und viele Lehrer teilen ihr Wissen auch gerne. Wenn du bald eine Prüfung hast, kannst du zum Beispiel um Nachhilfe nach der Schule bitten oder, dass dir dein Lehrer noch einmal ein Thema erklärt, das du nicht verstanden hast. .
    • Meistens werden die Lehrer nichts dagegen haben und sich eventuell sogar über eine solche Frage freuen. Wenn dein Lehrer aber gemein ist und keine Lust hat, wird er nein sagen. Dann solltest du dir aber keinen Kopf machen, du hast es wenigstens versucht!
    • Wenn du Hilfe bei einem Test brauchst, solltest du schon weit im Voraus fragen und nicht erst einen Tag vorher, weil dein Lehrer sich sonst ärgert und fragt, warum du nicht schon eher gekommen bist.
  8. Achte immer darauf, es aber auch nicht zu übertreiben. Es ist schön, wenn du dich meldest, aufpasst, mitschreibst und dich für das Fach deines Lehrers interessierst. Wenn du es aber übertreibst und dein Lehrer das merkt, wird er dich nur noch gemeiner behandeln, weil er dein Verhalten verdächtig findet.
    • Lehrer sind meistens immer misstrauisch, wenn sich Schüler in ihrem Unterricht Mühe geben. Achte also darauf, dass dein Verhalten natürlich erscheint.

Teil 3 von 3: Als Eltern mit einem gemeinen Lehrer umgehen

  1. Fragt euer Kind, warum der Lehrer so gemein ist und was er getan hat. Wenn eurer Kind keine genauen Beispiele nennen kann, solltet ihr es bitten, die Dinge im Unterricht aufzuschreiben und sie euch dann zu zeigen. So bekommt ihr zunächst einen Überblick über die gesamte Situation.
    • Setzt euch mit eurem Kind zusammen und achtet darauf, dass das Kind ruhig spricht und alles ausführlich erzählt, anstatt banale Kommentare abzugeben.
    • Wenn eurer Kind weint oder sich sehr über seinen Lehrer aufregt, solltet ihr es zunächst beruhigen.
  2. Ihr solltet herausfinden, wie schlimm die Situation ist. Wenn euer Kind schon immer leicht von Lehrern genervt war oder sich gerne über seine Lehrer beschwert, dann solltet ihr darüber nachdenken, ob es wirklich klug ist zu handeln. Wenn euer Kind aber wirklich weint und es ihm nicht gutgeht, müsst ihr auf jeden Fall etwas tun.
    • Natürlich wollt ihr als Eltern euer Kind beschützen und denkt auch, dass es Recht hat. Nichtsdestotrotz solltet ihr euch auch einmal in die Lage des Lehrers versetzen und die Situation abwägen.
  3. Unterhaltet euch auch einmal mit den Eltern der anderen Schüler. Wenn ihre Kinder sich ebenso über den Lehrer aufregen, ist es wohl an der Zeit zu handeln. Nur, weil die Kinder der anderen Eltern nichts erzählen, muss das aber nicht zwangsweise heißen, dass euer Kind übertreibt. Es ist also nichts ein Beweis für eine Seite, aber es kann nie schlecht sein, sich mit anderen Erziehungsberechtigten auszutauschen.
    • Ihr solltet nicht bei jedem Elternteil anrufen und nur noch über dieses Thema reden, aber dennoch prüfen, was die anderen Kinder so über diesen Lehrer sagen.
    • In einem solchen Fall zählen die Stimmen. Je mehr Eltern und Kinder sich beschweren, desto wahrscheinlicher ist es, dass gehandelt wird.
  4. Trefft euch mit dem Lehrer und beurteilt die Situation mit euren eigenen Augen. Nur so könnt ihr letztendlich herausfinden, was los ist und wer Recht hat. Vielleicht übertreibt euer Kind, vielleicht ist es aber auch noch schlimmer als erwartet. Der Lehrer wird sein Verhalten entweder rechtfertigen oder abstreiten und ihr müsst dann entscheiden, was zu tun ist.
    • Findet heraus, ob es ein ernsthaftes Problem zwischen eurem Kind und dem Lehrer gibt, oder ob er generell keine Schüler leiden kann. In so einem Fall, habt ihr ein Problem.
    • Vertraut eurem Bauchgefühl. Wenn der Lehrer nett ist, verstellt er sich dann nur wegen dem Gespräch mit euch oder ist er generell eine nette Seele?
  5. Wenn ein ernsthaftes Problem besteht, solltet ihr euch an den Schulleiter oder das Sekretariat wenden. Euer Kind soll sich in der Schule wohlfühlen und Spaß am Lernen haben und wenn dieser Lehrer das verhindert, muss gehandelt werden. Trefft euch mit dem Schulleiter und besprecht die Situation.
    • Verwendet die Beweise, die euer Kind gesammelt hat. Ihr könnt nicht einfach mit dem Schulleiter sprechen und euch über einen Lehrer beschweren, aber keine generellen Beispiele nennen.
    • Wenn sich die anderen Eltern ebenfalls beschweren, ist es noch wahrscheinlicher, dass der Schulleiter handelt.
  6. Wenn nichts unternommen wird oder nichts unternommen werden kann, müsst ihr nach einer anderen Lösung suchen. Vielleicht sollte euer Kind die Schule oder die Klasse wechseln oder ihr sprecht mit eurem Kind und helft ihm das restliche Schuljahr noch zu überstehen.
    • Wenn ihr euch entscheidet, nicht weiter zu handeln, solltet ihr euch wenigstens mit eurem Kind zusammensetzen und ihm erklären, dass es normal ist, dass man manche Lehrer nicht leiden kann und dass es im Leben immer wieder Menschen geben wird, mit denen man nicht so gut auskommt. Euer Kind lernt so fürs Leben.

Tipps

  • Versuche wenigstens im Unterricht aufzupassen. Wenn es dann immer noch nicht klappt, ist es vielleicht nicht deine Schuld.
  • Konzentriere dich mehr auf die Dinge, die dein Leben verschönern als auf die Dinge, die es verschlechtern. Irgendwann wirst du diesen dummen Lehrer auch los.
  • Wenn dein Lehrer gemein ist, solltest du ihm nicht so oft Kontra geben, sondern dir lieber deinen Teil denken.
  • Wenn du eine Krankheit hast, die dir das Lernen erschwert, solltest du das deinem Lehrer mitteilen, damit er sich darauf einstellen kann.

Warnungen

  • Wenn dich dein Lehrer missbraucht, schlägt oder beleidigt musst du das sofort deinen Eltern und der Schulleitung sagen.
  • Manchmal haben Lehrer selbst eine schwere Kindheit gehabt und lassen das dann an ihren Schülern aus.
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