Eintopf andicken

Ein wässeriger Eintopf ist nicht sehr verlockend, weil ihm der Geschmack und die richtige Konsistenz fehlen. Wenn dein Eintopf mehr Flüssigkeit als Substanz hat, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, ihn zu verbessern, indem man Lebensmittel verwendet, die sich als relativ geschmacksneutral erweisen und den Eintopf zur gleichen Zeit eindicken.

Methode 1 von 6: Eindicken mit Brotkrumen

  1. Verwende gefrorene oder getrocknete Brotkrumen.
  2. Streue eine kleine Menge Brotkrumen in die Flüssigkeit von dem Eintopf. Rühre sie ein, um sie sie gut mit der Flüssigkeit zu vermischen.
  3. Lasse den Eintopf etwas länger kochen und überprüfe dann, ob er entsprechend eingedickt ist. Wenn nicht, kannst du den Vorgang mit einer weiteren Portion Brotkrumen wiederholen.
  4. Beende das Hinzufügen der Brotkrumen, wenn du mit der Konsistenz zufrieden bist.

Methode 2 von 6: Eindicken mit Mehl

  1. Vermeide, das Mehl direkt in den Eintopf zu geben. Du wirst Klumpen produzieren, und außer dass du sie als deformierte Mehlklöße anbieten könntest, werden sie deinen Eintopf ruinieren.
  2. Stelle eine Mehlschwitze her (eine Sauce aus Butter und Mehl). Diese Grundsauce ist der Trick, wie du das Mehl in den Eintopf bekommst, ohne Klumpen zu produzieren. Mische die gleichen Teile Butter und Mehl in einer separaten Pfanne zusammen. Erhitze die Mehlschwitze, bis sie zu einer geschmeidigen Sauce mit der Konsistenz einer Paste wird.
    • Gib die Mehlschwitze in kleinen Portionen in den Eintopf, wobei du konstant umrührst. Es ist ebenso wichtig, die Mehlschwitze nach und nach in den Eintopf zu geben, wie es ist, die Mehlschwitze herzustellen, um zu verhindern, dass sich Klumpen bilden. Der Eintopf wird schnell eindicken und der Geschmack wird eher verbessert als verschlechtert.
      • Pflanzliches Öl kann nach Wunsch als Ersatz für die Butter verwendet werden.
  3. Verwende Maismehl oder Maisstärke. Mische einen Esslöffel Maismehl oder Maisstärke pro Tasse Eintopf mit genügend Wasser, um eine Paste zu herzustellen. Rühre gründlich um, bis die Paste glatt ist. Gib die Paste unter ständigen Rühren langsam in den Eintopf bis dieser eindickt.
    • Pfeilwurz kann als Ersatz für das Maismehl oder die Maisstärke verwendet werden. Es hat einen neutraleren Geschmack als Maisstärke und kann bei verschiedenen Temperaturen gebraucht werden, ohne seine Fähigkeit zu verlieren, Flüssigkeiten einzudicken. Pfeilwurz toleriert säurehaltige Zutaten besser als Maisstärke und kann für eine längere Zeitspanne gekocht werden.

Methode 3 von 6: Eindicken mit Kartoffeln

  1. Koche einige ältere Kartoffeln. Dies ist eine gute Möglichkeit, sie aufzubrauchen. Wenn sie genügend gekocht sind, zerdrückst du sie.
    • Gib kleine Mengen der zerdrückten Kartoffeln in den Eintopf. Kartoffeln sind mild und werden den Geschmack von deinem Eintopf nicht verschlechtern.
    • Füge genügend Kartoffelmasse hinzu bis die Flüssigkeit aufgesaugt ist und der Eintopf die richtige Konsistenz hat.
  2. Wenn du bereits Kartoffeln in deinem Eintopf mitgekocht hast, nimmst du sie heraus und zerdrückst sie. So können sie die Flüssigkeit besser aufsaugen.
    • Du kannst auch andere Gemüse wie Karotten oder Pastinaken zerdrücken und sie zurück in den Eintopf geben. Der Brei wird die Flüssigkeit besser aufsaugen, als die Gemüsestücke es könnten.
  3. Beschleunige diesen Vorgang mit fertigen Kartoffelflocken. Gib einen Esslöffel Kartoffelflocken in den Eintopf und rühre um.
    • Beobachte, wie stark der Eintopf eindickt, wobei das Rühren den Vorgang unterstützt.
    • Füge nach und nach größere Mengen hinzu. Gib immer nur kleine Portionen hinzu, um ein zu starkes Eindicken zu vermeiden, weil dies sowohl die Textur als auch den Geschmack beeinträchtigt.

Methode 4 von 6: Eindicken mit Haferflocken

  1. Verwende frische Haferflocken. Wenn deine Haferflocken bereits fade sind, wird sich dieser fade Geschmack auf den Eintopf übertragen und ihn zerstören.
    • Mahle die Haferflocken zu Mehl. Auf diese Weise sind sie ein weniger sichtbarer Zusatz zu deinem Eintopf.
  2. Gib immer nur einen Esslöffel voll Haferflocken auf einmal in die Flüssigkeit. Rühre um, damit sie gleichmäßig verteilt werden. Lasse sie für einige Minuten kochen, um zu sehen, wieviel Flüssigkeit sie aufgesaugt haben. up.
  3. Füge bei Bedarf mehr Haferflocken hinzu. Verwende immer wenig anstatt zuviel um den Eintopf einzudicken, damit du am Ende keinen "Hafereintopf" gekocht hast. Wenn du zuviel Haferflocken hinzufügst, werden sie zu offensichtlich im Geschmack und in der Textur sein, was deinen Eintopf ruinieren könnte.

Methode 5 von 6: Eindicken mit Bohnensaft aus der Dose

  1. Öffne die Dose Bohnen.
  2. Gieße die Flüssigkeit in deinen Eintopf. Stelle die Bohnen beiseite und friere sie ein oder bewahre sie für den späteren Gebrauch kühl auf. (Du könntest sie sogar in den Eintopf geben, wenn du glaubst, dass sie den Geschmack ergänzen. Wenn das so ist, solltest du sie für eine bessere Wirkung zerdrücken).
  3. Rühre, um das Eindicken zu fördern.

Methode 6 von 6: Erhöhe die Temperatur, um die Flüssigkeit zu verdampfen

  1. Entferne den Deckel von dem Eintopf.
  2. Bringe den Eintopf leicht zum Kochen. Reduziere die Flüssigkeit durch das Kochen, wobei du den Eintopf sorgfältig beobachtest. Rühre von Zeit zu Zeit um, damit der Eintopf nicht am Topfboden anbrennt.
  3. Reduziere die Wärmezufuhr oder entferne den Eintopf, wenn die Flüssigkeit verdampft ist.

Tipps

  • Kleine rohe Nudeln, Gerstenkörner oder Reis werden die Flüssigkeit aufsaugen wenn sie in dem Eintopf gekocht werden. Der Nachteil ist, dass sie die Textur verändern und den Geschmack beeinträchtigen werden. Wenn du diese Zutaten hinzufügst, solltest du den Garvorgang scharf beobachten. Es braucht nicht viel, um von zuviel Flüssigkeit plötzlich gar keine mehr zu haben und zu riskieren, dass das Essen anbrennt.
  • Mehl aus Reis, Kokosnuss, Tapioka oder Mandeln können für glutenintolerante Menschen zu einer glutenfreien Mehlschwitze verarbeitet werden.
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