So kannst du Mäuse loswerden

Hast du vor dem Einschlafen aus den Augenwinkeln flüchtig eine Kreatur gesehen oder kratzende Geräusche bemerkt, die aus den Wänden zu kommen schienen? Es ist völlig normal, manchmal eine Maus im Haus oder in der Wohnung zu finden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit diesem Problem umzugehen. Du musst dich unabhängig von der gewählten Methode unverzüglich um den Befall kümmern, weil Mäuse sich vermehren werden, ehe du dich versiehst.

Teil 1 von 3: Bestimme das Ausmaß deines Problems

  1. Achte auf plötzliche Bewegungen. Mäuse sind clevere Kreaturen, die man tagsüber nicht leicht bemerken wird, wenn Menschen im Haus aktiv sind. Du könntest möglicherweise aus den Augenwinkeln eine schnelle Bewegung bemerken und nicht einmal erkennen, dass es sich dabei um eine Maus handelt. Wenn sich das nächste Mal etwas bewegt, ist es ein Hinweis darauf, dass du die Sache weiter untersuchen solltest.
  2. Horche auf kratzende Geräusche. Es ist einfacher, Mäuse in der Nacht zu hören, wenn es im Haus oder in der Wohnung ruhig ist. Du könntest ein leichtes Tippen oder Kratzen hören, das aus den Wänden zu kommen scheint.
    • Wenn du Mäuse entlang den Wänden laufen hörst, ist das ein Zeichen dafür, dass es mehr als ein Tier zu beseitigen gibt.
    • Wenn du quietschende Geräusche hörst, könntest du ein Mäusenest mit Jungen haben.
  3. Suche nach Mäusekot. Mäusekot ist klein, dunkel und sieht wie kleine Samen aus. Neue Exkremente sind nass und schwarz, und ältere sind ausgetrocknet und haben eine hellere graue Farbe.
    • Merke dir, in welchem Zimmer du den Kot gesehen hast. Wenn du in einem Raum Kot findest, weist dies darauf hin, dass sich etwas im Raum befindet, das die Mäuse anlockt.
    • Das Vorhandensein von Kot kann auch darauf hinweisen, dass die Mäuse durch einen Riss oder ein Loch ins Zimmer gelangen können.
  4. Identifiziere die Routen der Mäuse. Wenn du die Routen finden kannst, die von den Mäusen oft verwendet werden, kannst du sie fangen und auch leichter ihre Aktivitäten verfolgen. Mäuse machen oft Gänge, die sie immer wieder verwenden. Die Routen sind in der Regel nicht leicht zu erkennen, sodass eine Maus nur sichtbar wird, wenn sie den offenen Boden oder beispielsweise die Küchenarbeitsplatte überquert.
  5. Suche nach einem Nest. Natürlich wird es sich entlang der Route befinden, wenn du sie identifizieren konntest. Du wirst das Nest wahrscheinlich in der Nähe einer Ansammlung von Kot finden. Nester werden in der Regel in den Ecken der Schränke oder Wandschränke gebaut. Suche an entfernt liegenden Stellen, die nicht oft gestört werden.
    • Mäuse nagen sich durch Kartons und Kleidungsstücke, um sie als Nestmaterial zu verwenden. Du könntest kleine Löcher in einem Haufen von Kleidern finden, die du hinten im Kleiderschrank gelagert hast.
    • Auch könnte ein muffiger Geruch auf ein Mäusenest hindeuten.

Teil 2 von 3: Fange die Mäuse

  1. Probiere es mit Lebendfallen. Mäuse werden durch den Duft der Köder in die Fallen gelockt. Normalerweise handelt es sich dabei um Erdnussbutter oder Käse. Sie gehen durch eine kleine Öffnung in die Falle und werden darin mit dem Köder eingesperrt. Sobald eine Maus gefangen wurde, kannst du die Falle ins Feld oder in den Wald bringen, und die Maus dort laufen lassen.
    • Du solltest beim Umgang mit Fallen und Ködern immer OP-Handschuhe (oder andere) Handschuhe zu tragen. Mäuse haben einen extrem guten Geruchssinn und werden eine Falle nicht betreten, wenn sie von Menschen berührt wurde oder einen "ungewöhnlichen" Geruch hat. Dies beruht vielleicht auf chemischen Gerüchen oder Seifenrückständen. Achte beim Umgang mit der Falle bereits beim Auspacken darauf, sie nicht mit der Haut zu berühren und versuche dich immer daran zu halten. Dadurch wirst du die beste Chance haben, die Tiere zu fangen.
    • Stelle Lebendfallen in den Raum, wo du Mauskot oder ein Nest gefunden hast. Lebendfallen sind teurer als andere Arten von Fallen. Daher könntest du zunächst nur eine Falle kaufen, oder auch zwei.
    • Wenn ein größerer Befall mit Mäusen vorliegt, wäre es möglicherweise nicht sinnvoll, sie mit Lebendfallen, zu fangen, da du wahrscheinlich viele Fahrten in die Wälder machen musst, um sie freizulassen.
  2. In den USA werden sogenannte Vangstrips verwendet. Diese Klebefallen sind jedoch in Deutschland nicht zugelassen. Sie sehen wie kleine Kartonhäuser aus. Unten befindet sich eine klebrige Substanz, die Mäuse anlockt. Wenn die Tiere dann mit ihren kleinen Füßen darauf treten, können sie nicht weglaufen. Beachte, dass die Tiere auf den Klebestreifen häufig noch geraume Zeit leben und dann elendig sterben.
    • Wenn du in den USA lebst, kannst du Vangstrips kaufen und in den Zimmern verteilen, wo du Mäusekot oder ein Nest gesehen hast. Vergiss nicht, einige in den Kleiderschränken oder Wandschränken auszulegen.
    • Größere Vangstrips können mehrere Mäuse gleichzeitig fangen.
    • Die Mäuse sterben auf Vangstrips nicht sofort, und du könntest leider gequältes Quietschen aus den Fallen hören. Möglicherweise musst du jede lebende Maus selbst töten, die du darauf gefangen hast. Bedenke das, wenn du dich entscheidest, welche Falle du kaufen willst.
  3. Ziehe eine altmodische Schlagfalle in Erwägung. Schlagfallen werden mit ein wenig Erdnussbutter oder Käse geködert. Wenn die Maus auf die Falle tritt, um den Köder zu fressen, wird ihr Gewicht auslösen, sodass ein Metallbügel die Maus am Köder erschlägt.
    • Schlagfallen sind billig, also könntest du eine Menge kaufen und sie dort platzieren, wo Mäuse vorhanden zu sein scheinen. Lege ein Stück Zeitung unter jede Falle, um die Reinigung zu vereinfachen.
    • Da Schlagfallen Mäuse sofort töten, sind sie eigentlich humaner als Vangstrips. Der Umgang mit ihnen könnte jedoch weniger angenehm sein. Stelle sicher, dass du Schlagfallen wegwirfst, sobald Mäuse gefangen wurden, und desinfiziere danach den Bereich.
  4. Lasse eine Katze frei. Katzen sind die natürlichen Feinde der Mäuse, und sie sind genauso gut beim Fangen von Mäusen wie eine Mausefalle. Erlaube deiner Hauskatze im Zimmer mit den Mäusen etwas Zeit zu verbringen. Es sollte nicht lange dauern, bis deine Katze sich um das Problem gekümmert hat.
    • Einige Leute leihen sich die Katze eines Freundes zu diesem Zweck.
    • Eine Katze auf deinem Grundstück herumstreunen zu lassen, wird eine gute Abschreckung für Mäuse sein. Es kann auch verhindern, dass sie ins Haus kommen.

Teil 3 von 3: Verhindere die Rückkehr der Mäuse

  1. Reinige dein Haus. Schrubbe alle Ecken und Winkel, um Mäusenester und Nestmaterial zu beseitigen, die Mäuse für weitere Nester verwenden könnten. Wirf herumliegende alte Kartons, Tüten, Bücher, Zeitschriften und sonstiges Papier oder Material weg.
    • Desinfiziere alle Bereiche, in denen du Kot oder ein Nest gefunden hast, und auch Stellen, wo du eine Maus gefangen hast.
    • Verwahre Wertgegenstände nicht in Kartons, die auf dem Boden sitzen, da Mäuse leicht durch Kartons nagen können. Sie können sogar durch Kunststoff oder Holz nagen und werden es tun, wenn sie einen Grund dazu haben. Beispielsweise, wenn sie Essbares riechen oder denken, sie könnten ein sicheres Versteck bauen.
    • Beseitige allgemeine Unordnung und Gerümpel, vor allem in den Ecken deines Hauses oder der Wohnung, die nicht häufig verwendet werden.
  2. Entferne Essbares, das Mäuse anlockt. Du wirst vielleicht nicht glauben, was Mäuse alles fressen. Aber Mäuse sind an allerlei Arten von essbaren Dingen interessiert, die sie auf dem Boden, auf den Arbeitsplatten und in den Wandschränken finden.
    • Wenn Nüsse von deinen Bäumen fallen und du Sträucher mit Beeren hast, stelle sicher, sie häufig aufzurechen.
    • Beseitige jede Woche mehrmals verschüttetes Vogelfutter unter den Futterhäuschen.
    • Stelle sicher, dass der Deckel auf deinem Mülleimer draußen festsitzt, und schließe ihn immer.
    • Lasse nie Katzen- oder Hundefutter einen ganzen Tag lang stehen; mache es sauber, nachdem dein Haustier gefressen hat.
  3. Beginne mit einem neuen System der Lebensmittellagerung. Stelle sicher, dass Getreide, Nüsse und anderes Trockengut in dicht verschlossenen Kunststoff-, Glas- oder Metallcontainern verwahrt werden.
    • Halbvolle Boxen oder Tüten mit Lebensmitteln locken Mäuse an, egal, ob es sich um menschliche Nahrungsmittel oder Tiernahrung handelt. Verwahre die restlichen Nahrungsmittel in einem luftdicht verschlossenen Behälter und recycel die Kartons oder Tüten.
    • Lasse Brot oder Obst nicht länger als ein oder zwei Tage auf der Küchenarbeitsplatte liegen. Wenn Lebensmittel auf der Arbeitsplatte oder oben auf dem Kühlschrank ein Problem sind, finde einen anderen Platz dafür. Verwende einen metallenen Brotkasten und überlege dir eine bessere Methode zur Aufbewahrung von Obst und Gemüse, das du nicht gerne im Kühlschrank lagerst.
    • Reinige deine Speisekammer und Schränke oft. Stelle sicher, dass auf deinem Küchenboden keine Krümel, getrockneter Saft und andere Essensreste zu finden sind. Bleibe wachsam und achte auf Anzeichen für Eindringlinge in deiner Speisekammer. Finde dann eine Lösung, um einer neuen Mausfamilie den Zugang zu Nahrungsmitteln zu verweigern.
  4. Dichte Zugänge ab. Stelle sicher, dass die Lücke unter der Tür nicht zum Eingang für Mäuse werden kann. Du kannst Materialien zum Abdichten im Baumarkt oder Gartengeschäft kaufen.
    • Halte deine Fenster geschlossen oder versehe sie mit einem Insektenschutz.
    • Dichte Risse oder Löcher in den Wänden ab, vor allem in den Außenwänden. Stahlwolle ist ein billiges Material, das du in Spalten stecken kannst, um Mäuse abzuhalten.
  5. Verwende Mausrepellent. Platziere eine Substanz in den Ecken deines Hauses und in Bereichen um Türen, Risse und andere Orte herum, durch die Mäuse eindringen könnten.
    • Pfefferminze und andere starke "mittelalterliche Kräuter" enthalten Öle, die Mäuse abstoßen. Schneide einen Schwamm in 3 cm große Quadrate und sättige sie jeweils mit den ätherischen Ölen der Pfefferminze oder Eukalyptus. Platziere diese dann strategisch rund um dein Haus und in der Küche.
    • Du könntest auch Minze entlang deinen Fenster und Türen pflanzen. Und verwende das Kraut für Tees und packe es in Tüten, um deine Wandschränke und Kleiderschränke aufzufrischen.
    • Lorbeerblätter vertreiben auch Mäuse. Zerkleinere sie und streue sie rund um dein Haus, oder stecke ganze Blätter in die Ecken deiner Speisekammer und der Schränke.
    • Mottenkugeln sind ein effektives Repellent. Sie sind jedoch giftig und können Probleme für Kinder und Haustiere verursachen. Das darin enthaltene Naphthalin ist ein Pestizid und sublimiert leicht, also solltest du dir die Verwendung dieser Methode gut überlegen. Darüber hinaus sind Mottenkugeln teurer, müssen oft ersetzt werden, wenn die Kugeln sublimieren, und sind nicht so umweltfreundlich wie Kräuter oder auf Kräutern basierte ätherische Öle. Wenn du dich entscheidest, sie zu verwenden, stelle sicher, Kinder und Haustiere fernzuhalten und beobachte, ob es Anzeichen einer Reaktion auf die Mottenkugeln gibt.

Tipps

  • Streue Babypuder in Bereichen aus, in denen du Mäuse vermutest. Wenn eine Maus durch das Pulver läuft, wirst du ihr bis zum Nest folgen können.
  • Wenn du nach ein paar Tagen oder einer Woche noch keine Mäuse in deinen Fallen gefangen hast, reinige die Fallen mit Babyshampoo und spüle sie gründlich mit viel Wasser aus. Lasse sie draußen in der Sonne trocknen, um weiteren menschlichen Geruch zu beseitigen. Berühre dabei die Fallen nicht mit bloßen Händen. Verwende stattdessen die OP-Handschuhe. Platziere die Fallen an einem neuen Standort in der Nähe der Routen der Mäuse.

Warnungen

  • Mäuse tragen Krankheitserreger, sodass sie nicht ohne Handschuhe gehandhabt werden sollen. Stelle sicher, dass du Fallen wegwirfst, sobald Mäuse gefangen wurden, und desinfiziere danach den Bereich.
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