Deine Agilität verbessern

Agilität beschreibt Schnelligkeit und Findigkeit und kann sich auf körperliche oder geistige Fähigkeiten beziehen. Agilität kommt nicht von allein, und sie lässt sich auch nicht mal eben so erlernen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du deine körperliche und geistige Agilität zu verbessern.

Methode 1 von 2: Deine körperliche Agilität verbessern

  1. Arbeite an deiner Balance. Mache verschiedene Balanceübungen, um deine grundsätzliche Balance zu verbessern. Damit stärkst du nicht nur deine Muskeln, sondern du lernst auch, dich besser auf einen kleinen Bereich zu konzentrieren.
    • Versuche, auf einem Bein zu stehen und das andere nach vorne zu nehmen. Halte diese Position für zehn Sekunden, dann wechsele auf das andere Bein. Wenn du dich vor einen Spiegel stellst, kannst du kontrollieren, ob deine Beine gerade sind.
    • Wenn du meinst, dass du solche Anfängerübungen nicht brauchst, fang direkt mit Handständen und Radschlagen an. Das ist nicht nur gut für deine Balance, sondern auch für die Koordination.
    • Achte darauf, dein Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Du willst dich ja nicht verletzen oder einzelne Muskelgruppen überbelasten, wenn du eigentlich deinen ganzen Körper zum Arbeiten bringen willst.
  2. Trainiere mit Gewichten. Es gibt viele unterschiedliche Übungen, die du für die verschiedenen Muskelgruppen machen kannst. Du kannst kleine Hanteln oder Langhanteln benutzen und das Gewicht nach und nach erhöhen, wenn du kräftiger wirst.
    • Mache Squats oder Kreuzheben, um die Muskeln in deinen Beinen und besonders den Oberschenkeln zu stärken. Du kannst in beiden Händen Gewichte halten, während du die Übungen machst, obwohl Kreuzheben traditionell mit einer Langhantel gemacht wird. Du kannst auch für die Squats eine Langhantel benutzen, die du über deine Schultern legst.
    • Mach Bankdrücken oder andere Armübungen. Dadurch werden deine Arme stärker, was dir wiederum zum Beispiel beim Werfen und Fangen zugute kommt.
  3. Laufe Suicide Runs. Dazu läufst du zunächst etwa 7 Meter. Dann drehst du dich um und läufst zurück. Ohne anzuhalten drehst du dich wieder um und läufst dieses Mal 10 Meter, zurück zum Start und dann 13 Meter und wieder zurück.
    • Mache für die besten Ergebnisse mehrere Durchläufe dieser Runs. Du kannst auch die Entfernung vergrößern, wenn die ursprünglichen Strecken zu einfach werden.
    • Diese Übung ist super für deine Kraft, Geschwindigkeit, Balance und Präzision. Wenn du sie ein paar mal in der Woche machst, wirst du sehr gute Ergebnisse sehen.
  4. Trainiere mit einer Koordinationsleiter. Eine Koordinationsleiter ist etwa 9 Meter lang mit etwa 45cm langen Abschnitten. Laufe langsam durch jede Sprosse der Leiter. Schwinge bei jedem Schritt deine Arme in die Luft und bringe dein Knie bis an deine Brust, jedes Mal im Wechsel. Für eine volle Runde drehst du am Ende der Leiter um und wiederholst die Übung in die andere Richtung.
    • Mache jeden Durchlauf zwei- bis viermal und steigere die Wiederholungen, wenn du merkst, dass du besser wirst. Du kannst natürlich auch die Geschwindigkeit im Laufe der Zeit erhöhen.
    • Wenn du keine Koordinationsleiter hast, schaffe dir mit Stöcken und Schnur oder Klebeband deine eigene.
    • Alternativ kannst du diese Übung seitwärts statt vorwärts ausführen. Springe dazu seitlich in die Sprossen, bevor du wie in der normalen Übung deinen Arm und dein Bein hebst.
  5. Mache Sprungübungen mit Hürden. Stelle etwa fünf bis zehn 15 oder 30 cm hohe Hindernisse in einer geraden Reihe auf. Springe mit einem Fuß über die erste Hürde, bleibe für einige Sekunden auf dem einen Fuß stehen und senke dann den zweiten Fuß ab, sodass du zwischen den ersten beiden Hindernissen stehst. Springe zurück über das erste Hindernis wieder an den Start. Danach springst du wieder über Hürde 1 und dann über Hürde 2, bevor du erneut zum Anfang zurück springst. Folge diesem Muster bis du über alle Hürden gesprungen bist, bevor es wieder an den Start zurück geht. Wiederhole die Übung mit dem anderen Bein beginnend. .
    • Wenn du damit gut klarkommst, versuche mal, die Geschwindigkeit zu erhöhen und die Pausen zwischen den Sprüngen wegzulassen.
    • Anstelle von Hürden kannst du auch Hütchen, Yogablöcke oder jegliche andere 15 bis 30 cm hohe Gegenstände benutzen, die du gerade zur Hand hast. Achte nur darauf, dass sie gut zu überspringen sind und keine Verletzungen verursachen können.
    • Versuche es am Anfang zunächst mit 15 cm. Wenn das immer noch zu hoch ist, probiere einen kleineren Gegenstand oder überspringe imaginäre Hindernisse. Nach ein paar Wochen kannst du die Hürden erhöhen.
    • Der Sinn dieser Übungen besteht darin, dass sie deine Balance und Schrittweite erhöhen. Du wirst dadurch beinahe automatisch beim Tennis, Fußball oder Football besser.
  6. Mache Cone Taps. Stelle ein Hütchen vor dir auf. Hebe ein Bein hoch und tippe mit dem Fußballen auf die Spitze des Hütchens, bevor du ihn wieder in Ruheposition bringst. Wiederhole das mit dem anderen Fuß. Wechsele so hin und her, jeweils 30 Sekunden und drei Sätze.
    • Diese Übung kräftigt die Füße und Knöchel. Außerdem sorgt sie dafür, dass du dich auf deinen Füßen leichter fühlst, und sie verbessert die Koordination deiner Füße.
    • Wirf das Hütchen nicht um. Wenn das Hütchen umfällt, verlangsame deine Bewegungen bis du das Hütchen gar nicht mehr berührst.
    • Wenn du diese Übung auf einem Level ohne Probleme ausüben kannst, dann erhöhe das Geschwindigkeitslevel, um noch geschickter zu werden und eine noch bessere Balance zu bekommen. Du kannst außerdem zusätzliche Sets von 30 Sekunden machen.

Methode 2 von 2: Deine mentale Agilität verbessern

  1. Iss das richtige Frühstück. Wenn du jeden Tag mit der richtigen Mischung von Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien beginnst, kannst du deine mentale Kapazität mit der Zeit erhöhen. Außerdem stärkst du dein Immunsystem und tust etwas für deine Gesundheit.
    • Wenn du dich für ein hartgekochtes Ei entscheidest, das viel Cholin, ein B-Vitamin, enthält, tust du etwas Gutes für deine Sprachfähigkeiten und deine Augen. Außerdem bringt eine aktuelle Studie es mit einem geringeren Demenzrisiko in Verbindung.
    • Iss Dinge, die viel Zink enthalten, wie Kleie. Zink spielt eine immens wichtige Rolle für die kognitive Stabilität und Erinnerungsbildung. Und als Bonus verbessert es deinen Hautton.
    • Iss Früchte und Gemüse, die reich an Antioxidantien sind. Sie versorgen dein Gehirn mit wichtigen Nährstoffen, die ihm andere Nahrungsmittel nicht geben können und sind gut für dein Denkvermögen und dein Erinnerungsvermögen.
    • Eine kleine Menge Koffein beim Start in den Morgen, etwa aus einer Tasse Kaffee oder koffeinhaltigen Tees kann helfen, deine mentale Leistung und dein Erinnerungsvermögen sowie deine Konzentration zu verbessern.
  2. Mach während des Tages Sport. Eine kleine Sporteinheit an irgendeinem Punkt des Tages verbessert deine geistige Leitungsfähigkeit. Außerdem unterstützt es die mentale Gesundheit und Agilität, indem es Stress reduziert und stimmungsaufhellende Substanzen in deinem Gehirn produziert, die dich kreativer, entspannter und weniger nervös machen.
    • Sportarten wie Aerobic setzen Neurotransmitter frei, die das Konzentrationslevel erhöhen, deinem Gehirn Energie geben und dir helfen, dich zu konzentrieren. Kardiovaskuläre Übungen können sogar die Entstehung neuer Gehirnzellen in deinem Hippocampus unterstützen, dem Teil deines Gehirns, der für Lernen und Erinnern zuständig ist.
    • Du kannst zügig gehen, joggen oder laufen, wenn du lieber draußen Sport treibst. Wenn du lieber drinnen trainierst oder bei schlechtem Wetter, kannst du auf einen Heimtrainer oder ein Laufband wechseln. Trainiere vier Einheiten pro Woche, jeweils 45 - 60 Minuten.Neben deiner mentalen Verfassung wird sich dadurch auch deine körperliche Agilität verbessern.
  3. Lies mehr. Ob es der neueste Thriller ist, ein Romanklassiker oder dein Lieblingsmagazin – Lesen regt viele Teile deines Gehirns an, die mit Erinnerungsvermögen, Wahrnehmung und Vorstellungskraft in Verbindung gebracht werden. Dein Gehirn stellt sich Umgebungen und Menschen vor und versorgt dich mit Material für Dialoge. Selbst bei einfachen Sätzen muss dein Gehirn sich an die Bedeutung von Wörtern und Konzepten erinnern, was seine Entwicklung fördert. Lesen macht außerdem gute Laune und entspannt.
    • Wähle jede beliebige Art von Literatur, die dich interessiert. Es kommt nur darauf an, dass du dich darin vertiefen kannst, dann ist auch dein Gehirn voll dabei.
  4. Spiele Spiele. Videospiele oder traditionelle Rätsel oder Puzzle, jedes Spiel fordert verschiedene vorhandene Fähigkeiten und schafft Raum für neue. Suche dir Spiele aus, die Geschicklichkeit und Wahrnehmungsfähigkeiten erfordern, denn diese fördern Konzentration und Erinnerungsfähigkeit. Spiele das Spiel einige Male pro Woche, um dein Gehirn zu beschäftigen und deine Wahrnehmung zu verbessern.
    • Du kannst Sudokus oder Kreuzworträtsel lösen oder andere Spiele spielen, die deine Logik herausfordern und so dein Gehirn „in Bewegung“ halten. Auch Ratespiele verbessern die Erinnerungsfähigkeit und trainieren das Gehirn.
    • Auch wenn du schon älter bist, keine Erfahrung mit Computerspielen hast oder eigentlich kein großer Liebhaber von Spielen bist, es gibt bestimmt ein Spiel, das dir Spaß macht. Versuche es mit Autorennen oder Puzzles. Du wirst dich gut unterhalten und tust nebenbei etwas für deine mentalen Fähigkeiten.
    • Es gibt viele Onlineplattformen, die unzählige kostenlose Spiele zur Verfügung stellen, die genau darauf abzielen, deine mentale Agilität zu fordern und zu fördern. Schau dich ruhig mal im Netz um!
  5. Lerne etwas Neues. Lerne eine neue Art, deine tägliche Routine und deine alltäglichen Aufgaben zu bewältigen. Lerne ein Instrument, eine Sprache, reise an einen neuen Ort, probiere neues Essen. All das hilft deinem Gehirn, neue neurale Wege zu beschreiten.
    • Schwierige neue Aufgaben verbessern die Gehirnfunktion und Erinnerungsfähigkeit. Dein Gehirn wird auf neue Arten gefordert und du begibst dich auf unbekanntes mentales Territorium.
  6. Arbeite zusammen mit anderen. Ob bei der Arbeit oder zuhause, arbeite mit anderen zusammen an Projekten. Das holt dich aus deinem gewohnten Denkweise heraus und zwingt dich, auch an andere zu denken. Versuche mal, das Projekt mit den Augen der anderen zu sehen, oder kombiniere ihre Ideen mit deinen eigenen. Du wirst dadurch Dinge aus einer neuen Perspektive sehen und angehen können, und das hält letztlich dein Gehirn auf Trab.

Tipps

  • Lass dir nicht zu viel Zeit zwischen den einzelnen körperlichen Übungen. Dein Körper fährt sonst die Pulsfrequenz wieder herunter, und für beste Ergebnisse sollte sie immer leicht erhöht bleiben.
  • Mach immer die schwierigste Übung zuerst. Dann ist dein Körper noch nicht so ausgepowert und du kannst dich auf die korrekte Ausführung konzentrieren, damit du dich nicht verletzt.
  • Zwischen hochintensiven körperlichen Trainingseinheiten sollten mindestens 48 Stunden Pause liegen. So können dein Körper und das zentrale Nervensystem sich erholen und die neu erworbenen Fähigkeiten festigen sich. Mach an den Tagen dazwischen nur leichte Übungen, um dein Training aufrecht zu erhalten, aber keine langfristigen Erschöpfungszustände zu riskieren.
  • Um die besten Ergebnisse zu erzielen, solltest du jeden Tag beide Arten von Agilität trainieren.
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.