Ein Online Business starten

Wenn du bereit bist dein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, aber nicht das Kapital hast um ein Franchiseunternehmen oder einen Laden zu eröffnen, könntest du in Erwägung ziehen zunächst ein Online-Business zu starten. Wenn dein Geschäft im Internet ist, kannst du Millionen Kunden erreichen, anstatt nur jene die zufällig hinein spazieren – und außerdem musst du keine Miete für einen Verkaufsort entrichten. Wie bei jedem Unternehmen wirst du ein herausragendes Produkt und einen soliden Geschäftsplan brauchen. Siehe dir Schritt 1 an um zu erfahren, was man noch braucht, um ein Online-Business zu starten.

Teil 1 von 3: Dein Unternehmen aufbauen

  1. Definiere dein Produkt oder deine Dienstleistung. Ein Online-Unternehmen zu eröffnen gibt dir den Vorteil, dass du Zugang zu Millionen von Kunden hast, es gibt aber auch eine größere Konkurrenz. Egal was du versuchst zu verkaufen, du kannst davon ausgehen, dass Hunderte andere Verkäufer eine ähnliche Idee haben. Was unterscheidet dein Produkt von dem, was andere anbieten? Um dafür zu sorgen, dass dein Produkt von den anderen heraussticht, musst du eine Nische finden.
    • Sagen wir du machst Schmuck — das machen auch ein paar Millionen andere Leute. Was macht deinen anders? Wenn wirklich einzigartiger Schmuck (oder ein anderes Produkt) dein Ding ist, dann achte darauf, dass es wirklich originell ist.
    • Biete deine Expertise auf einem Gebiet an. Auch wenn das Produkt selbst nicht sehr einzigartig ist, kann deine Fachkenntnis ein starkes Verkaufsargument sein. Wenn du eine Linie von Hautpflegeprodukten verkaufst zum Beispiel, dann hilft dir dabei ein Abschluss auf einem Gebiet das mit Hautpflege zu tun hat.
    • Sieh dir die Konkurrenz an. Finde heraus, was noch nicht angeboten wird und finde einen Weg, diese Lücke mit deinem Produkt zu füllen.
  2. Melde dein Unternehmen an. Dein Unternehmen muss bei verschiedenen Behörden angemeldet werden. Wähle einen Namen für dein Unternehmen und fülle die Anträge aus, um dein Unternehmen offiziell zu machen. Weitere Informationen dazu, bei welchen Stelle du eine Anmeldung vornehmen musst, findest du hier.
    • Bevor du dein Unternehmen anmeldest kann es nützlich sein, zunächst einen Geschäftsplan zu erstellen. Mache dir Gedanken über deine Produktionskosten, Transportkosten, Steuern und die Kosten für das Webhosting.
    • Kenne die Regeln der Unternehmensgründung in deiner Region und achte darauf, dass du dich an sie hältst, wenn du die Sache ins Laufen bringst.
  3. Registriere einen Domainnamen. Wie bei anderen Unternehmen musst du auch hier etwas Kurzes und Prägnantes wählen, das man sich leicht merken kann. Besuche die Website eines Registrars und probiere ein paar der Namen an denen du Interesse hast aus, um herauszufinden, ob sie noch verfügbar sind. Wenn du bei einem guten Namen ankommst, fahre fort und registriere ihn.
  4. Wähle einen Service Provider. Es gibt kostenlose Seiten für Webhosting, wenn du es aber ernst damit meinst, auf lange Dauer ein Online-Business zu führen, solltest du in Betracht ziehen für einen Provider zu bezahlen, der alle Services anbietet die du benötigst. So senkst du das Risiko, dass Probleme auftauchen wenn dein Geschäft ins Laufen kommt. Wähle außerdem einen Service Provider, der potentiellem Wachstum nicht im Wege steht.
    • Manche Service Provider sind sehr strukturiert und bieten dir die Möglichkeit, aus einer Reihe von Vorlagen zu wählen, um deine Webseite schnell und einfach zu erstellen. Andere wiederum ermöglichen dir, selbst das Programmieren vorzunehmen und bieten dir somit noch größere Flexibilität.

Teil 2 von 3: Dein Online-Geschäft erstellen

  1. Erstelle eine moderne und zweckgemäße Webseite. Elegant oder flippig, klassisch oder hipp, dein Onlinegeschäft sollte reflektieren, was du verkaufst. Egal was dein Stil ist, es ist wichtig, deiner Seite ein professionelles Aussehen zu geben. Da du das Vertrauen der Leute nicht persönlich gewinnen kannst, wird deine Website das Verkaufen für dich übernehmen müssen. Deine Seite sollte gewinnend, aber vor allem einfach zu nutzen sein, wenn der Kunde bereit ist, seinen Kauf zu tätigen.
    • Achte darauf, dass das Design deiner Seite zu deinem Produkt passt. Wenn du zum Beispiel klassisch gestalteten Schmuck entwirfst, wird eine Webseite die wie zerrissene Pappe aussieht, mit ausgefallenen Schriftzeichen und "aufgeklebten" Bildern, deine Zielgruppe wahrscheinlich in die Flucht schlagen.
    • Erwäge eine Mappe deiner Arbeiten online zu stellen. Egal ob du ein Programmierer bist, der sich auf javascript spezialisiert hat, ein Grafik Designer der auf Bestellung arbeitet, ein Installateur der rund um die Uhr zur Verfügung steht oder ein Werbetexter der über alles Mögliche schreibt, eine Webseite mit Beispielen zu haben, die deinen potentiellen Klienten die Möglichkeit gibt, deine Arbeit zu beurteilen, ist ausschlaggebend für den Erfolg eines Online-Unternehmens.
    • Du musst die Webseite nicht selber entwerfen — es gibt professionelle Webdesigner die der Sache gewachsen sind, und auch Seiten für Online-Händler werden eine ganze Reihe von geeigneten Vorlagen für dich haben. Wenn du im Vorhinein weißt was du willst, wird das die Wahl eines Designers oder einer Vorlage sehr viel einfacher machen.
    • Wenn du deine Seite entwirfst musst du daran denken dich auf das Wichtige zu konzentrieren. Dein Ziel ist es, dass deine Seite schlicht und leicht zu benutzen ist.
    • Deine Kunden sollten nicht mehr als 2 Klicks machen müssen, um auf der Seite zu landen wo sie ihren Kauf tätigen können.
    • Oben auf jeder einzelnen Seite sollte ein Link zu deinem Einkaufswagen zu finden sein, wenn du einen Internethandel betreibst.
    • Buttons sollten groß und deutlich zu lesen sein und Eingabefelder sollten ausreichend groß und einfach mit Informationen zu befüllen sein.
    • Weniger ist mehr. Sei nicht langatmig wenn es nicht nötig ist, insbesondere auf den Seiten wo der Kauf stattfindet.
    • Achte darauf, dass das Logo oben auf deiner Seite immer zu deiner Startseite führt.
    • Wenn du einen dunklen Hintergrund hast benutze helle Schrift und umgekehrt.
  2. Besorge eine E-Commerce-Software. Du brauchst sie damit deine Kunden deine Produkte sehen, ihre Informationen eingeben und einen sicheren Einkauf tätigen können. Die Software sorgt dafür, dass die Daten der Kunden sicher gespeichert werden. Spare nicht auf diesem Gebiet, denn die E-Commerce-Software macht einen großen Unterschied dabei, wie einfach es für Kunden ist sich sicher fühlen, wenn sie in deinem Geschäft einkaufen.
    • Du kannst auch einen Service Provider für E-Commerce nutzen, der das gesamte Paket anbietet. Seiten wie Shopify und Volusion bieten konkurrenzfähige Angeboten mit kostenlosen Vorlagen, kundenspezifischen Angeboten, Kreditkartennutzung und mehr. Solche Seiten machen es dir leicht, deine Produkte im Internet zu vertreiben ohne großen Mehraufwand. Es gibt dabei keine maßgeschneiderten Webauftritte oder Vorlagen mit denen du arbeitest; du kannst schlicht und einfach einen Online Shop eröffnen innerhalb des Rahmens, der dir von dem Anbieter zur Verfügung gestellt wird.
  3. Erstelle ein Händlerkonto. In der Vergangenheit mussten Unternehmen, die Dienstleistungen anboten, sich generell auf Bargeld oder Überweisungen verlassen — ein ganzes Kreditkartensystem einzurichten war bestenfalls eine undankbare, teure Aufgabe. Heute ermöglicht ein Service wie PayPal es dir, nahezu jede Art der Bezahlung für deine Dienste in Anspruch zu nehmen, und er beinhaltet oft Hilfe bei der Schlichtung von Meinungsverschiedenheiten, wenn welche auftreten sollten (und das werden sie).

Teil 3 von 3: Deine Dienste verkaufen

  1. Füge deiner Seite prägnante Inhalte hinzu. Konzentriere dich auf die Schlüsselbereiche deiner Fachkenntnisse und präsentiere sie auf professionelle Weise. Wenn du für deine potentiellen Kunden Kontaktdaten angibst, dann zeige dich von deiner besten Seite, sodass sie in Anspruch genommen werden. Füge Beschreibungen ein wo sie angebracht oder notwendig sind.
    • Verwende keine Fachsprache. Wenn du dein technisches Können anbietest solltest du Beschreibungen anführen, die deinen Kunden zusagen, nicht deinen Kollegen. Wenn du zum Beispiel zeigen willst, dass du mit PHP und AJAX umgehen kannst, sage nicht "für den Fall, dass das Eingabefeld leer ist (strlen=0), leert die Funktion den Inhalt des txtHint Platzhalters und beendet die Funktion." Die Person, die deine Arbeit an einer Seite braucht, wird sich nur am Kopf kratzen und "hä?" sagen. Schreibe stattdessen "Beginnen Sie den Text in dieses Feld einzugeben, und er wird automatisch vervollständigt werden."
  2. Sei kontaktfreudig. Was auch immer dein Unternehmen ist, an welchem Ort auch immer du es führst, deinen Namen erklingen zu lassen ist entscheidend für deinen Erfolg im Internet. Habe ein eigenes Konto für dein Online-Business bei Facebook, Twitter und LinkedIn. Wenn dein Unternehmen im grafischen Bereich tätig ist, solltest du auch Konten bei Flickr und Tumblr haben. Wann immer du Neuigkeiten irgendeiner Art hast – einen neuen Vertrag, eine neue Seite, einen neuen Eintrag, ein neues Foto – postest du es gleichzeitig in allen sozialen Medien. Achte auch darauf, dass diese Seiten auf deine Haupt-Webseite verlinken, und dass auf deiner Webseite Links zu all diesen Konten zu finden sind.
  3. Werde ein Affiliate Marketer. Es gibt viele Unternehmen und Webmaster, die Affiliate Marketing Programme nutzen, um ihre Verkäufe im Internet anzukurbeln. Die meisten dieser Programme sind kostenlos. Wenn du dich bei einem Affiliate System anmeldest, wird dir ein Affiliate Link mit einer bestimmten Bezeichnung zugewiesen. Dieser Link wird verwendet, um die Produkte deines Händlers zu bewerben. Wenn ein Besucher ein Produkt über einen Link auf deiner Seite kauft, erhältst du eine Provision.
    • Wenn du zum Beispiel ein Affiliate Marketer für Musician's Friend bist, ein Onlinehändler für Musikinstrumente, kannst du ihre Produkte auf deiner Seite bewerben. Wenn eine Person deine Seite besucht und auf den Link klickt, der sie zur Seite von Musician's Friend bringt und sie ein Instrument innerhalb einer bestimmten Zeitspanne kauft (normalerweise 24 Stunden oder mehr), erhältst du eine Provision aus dem Verkauf.
  4. Füge Werbungen von Google AdSense zu deinem Blog oder deiner Webseite hinzu. Google AdSense ist ein Möglichkeit für kleine, mittlere und große Webseiten einen Anteil an dem Gewinn anderer Seiten zu haben. Es platziert Werbung für Produkte oder Dienstleistungen, die zu dem Inhalt deiner Seite passt, die also gezielt auf das Publikum das deine Seite besucht zugeschnitten ist. Im Gegenzug dafür erhälst du einen kleinen Betrag, wenn die Werbung auf deiner Seite aufscheint oder angeklickt wird.

Tipps

  • Eine Sache die ins Reine gebracht werden muss bei einem Online-Unternehmen ist dein Abrechnungsverfahren. Während es Unternehmen gibt, die ihren Kunden direkt nach einem Vertragsabschluss eine Rechnung ausstellen, die darauf hin beglichen werden muss, indem der vereinbarte Betrag auf das Bankkonto des Dienstleisters einbezahlt wird, gibt es auch Kunden, die ein bestimmtes Abrechnungsverfahren benötigen, um für die Dienstleistungen zu bezahlen, die sie vertraglich vereinbaren. Du wirst dich eventuell bei einem Bezahlsystem wie PayPal registrieren müssen für dein Online-Unternehmen, um das Ausstellen und Begleichen von Rechnungen zu vereinfachen, sodass dir und deinen Kunden Unannehmlichkeiten erspart bleiben.
  • Ein Online-Business aufzubauen kann leicht oder schwer sein, je nach dem ob du deine Nachforschungen sorgfältig gemacht und die Vorarbeit geleistet hast, bevor du es angegangen bist. Du kannst Geld bei einem Online-Unternehmen verdienen, wenn du die notwendigen Schritte ausführst und keine der wichtigen Grundlagen vernachlässigst, die nötig sind damit ein solches Unternehmen Erfolg hat.
  • Finde ein Geschäftsmodell das sich bereits als erfolgreich bewiesen hat.
  • Überprüfe ob die Produkte oder Dienstleistungen, die angeboten werden, in dem Bereich auf den dein Unternehmen abzielt gefragt sind oder nicht.
  • Sei in Kontakt mit den Kunden. Frage sie nach ihrer Meinung zu den Produkten, biete ihnen auch nach dem Verkauf einen Kundendienst an. Gratuliere ihnen zu besonderen Anlässen, Geburtstagen, Hochzeitstagen und anderem. Biete ihnen Rabatte an, wenn sie dich erneut aufsuchen.

Warnungen

  • PayPal ist nur begeschränkt als Zahlungsabwickler geeignet, da man, wenn man über PayPal eine Kreditkarte nutzt, die Möglichkeit aufgibt, direkt eine Erstattung zu erhalten.
  • Sei auf der Hut vor Webhostern und Webservices, die nicht bei jedem Schritt an deiner Seite sind, während du eine E-Commerce-Seite aufbaust.
  • Gib nie jemandem Geld, damit er dir zeigt wie man Geld verdient. Sei bitte vorsichtig wenn es darum geht, wie du dein Geld investierst.
  • Lasse nicht außer Acht, dass es sich hier um ein Unternehmen handelt. Lerne aus deinen Fehlern sowie auch aus dem Erfolg von anderen. Sei ein bemühter und eifriger Schüler.
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