Eine Katze beruhigen

Katzen können aus den verschiedensten Gründen unruhig werden: ungewohnte Geräusche, (unbekannte und laute) Gäste, ein Gewitter usw. In dieser Anleitung erfährst du, wie du eine Katze wieder beruhigen kannst.

Vorgehensweise

  1. Achte darauf, dass sich deine Katze in einer sicheren Umgebung befindet. Gerade weil sie unter großem Stress steht, musst du verhindern, dass sie dir auf und davon läuft oder sich verletzt.
  2. Sprich mit deiner Katze. Beruhige sie, indem du z.B. sagst: „Alles ist gut, Kätzchen, alles ist gut.“ Das sollte sie schon ein wenig beruhigen.
  3. Bücke bzw. beuge dich zu ihr hinunter, damit du nicht zu groß und bedrohlich erscheinst. Von ihrem Standpunkt aus sind wir Menschen Riesen. Also setze dich auf das Sofa und streichle sie.
  4. Sitze ganz still und warte, bis sich die Katze an dich gewöhnt hat und merkt, dass du keine Bedrohung darstellst. Vermeide Gesten und Bewegungen, die sie als solche empfinden könnte. Falls möglich, streichle ihren Kopf und beginne mit deinem Daumen an ihrem Nasenrücken.
  5. Füttere deine Katze, falls sie trotzdem noch nervös ist. Nassfutter ist besser geeignet als Trockenfutter; Fisch ist geruchsstärker als anderes Fleisch. Versuche es mit Thunfisch.
  6. Lass die Katze auf eine höher gelegene Stelle klettern. So fühlt sie sich sicherer und hat einen besseren Überblick über die Situation.
  7. Sprich leise mit gesenkter Stimme. Das ist für Katzenohren angenehmer.
  8. Singe ihr etwas vor. Singen beruhigt die Sinne – auch die einer Katze. Dabei kommt es nicht so sehr auf die Melodie an. Achte aber darauf, nicht zu laut zu singen oder dabei abrupte Bewegungen zu machen.
  9. Stelle den Fernseher an und lass die Katze etwas Ruhiges schauen. Es mag beruhigend auf sie wirken, andere Stimmen zu hören.

Tipps

  • Drehe den Fernseher oder das Radio leiser. Katzen haben ein sehr empfindliches Gehör und laute Geräusche verursachen Stress.
  • Achte darauf, dass du selbst entspannt, ruhig und geduldig bist. Kleine Kätzchen können sehr anstrengend sein.
  • Falls eine Katze wegläuft und sich versteckt, lässt du sie am besten in Ruhe. Wenn du ihr nachjagst und sie fangen willst, verursachst du nur noch mehr Stress. Außerdem läufst du Gefahr, dass sie sich verletzt.
  • Ziehe nach Möglichkeit die Vorhänge zu bzw. lasse die Jalousien runter. Dann kann das Sonnenlicht deine Katze nicht blenden und sie fühlt sich sicherer.
  • Setze dich in einem 45 – 90° Winkel zur Katze. Auf diese Weise erscheinst du weniger bedrohlich und außerdem bietest du ihr einen Fluchtweg.
  • Stelle den Futternapf ein Stückchen entfernt von der Katze hin und gehe einen Schritt zurück, so dass sie mehr Bewegungsspielraum hat.
  • Versuche deine Katze nicht zu streicheln, solange sie sehr aufgebracht und nervös ist. Warte, bis sie sich ein wenig beruhigt hat. Dann streichle sie vorsichtig und gib ihr ein paar Leckerlis.
  • Beruhige deine Katze, aber bedränge sie nicht.
  • Rücke ihr nicht zu sehr auf die Pelle. Katzen mögen das nicht und bekommen leicht schlechte Laune. Das kann dazu führen, dass sie dich nicht mehr mag.
  • Halte laute Geräusche von deiner Katze fern.

Warnungen

  • Sei vorsichtig und achte darauf, sie nicht in die Ecke zu treiben.
  • Wenn du dich einer Katze näherst und sie beginnt zu fauchen bzw. stellt sich auf, solltest du dich langsam, aber sicher zurückziehen und deine Strategie überdenken.
  • Lass kein weiteres Tier ins Zimmer, dadurch verursachst du nur noch mehr Stress für deine Katze.
  • Versuche nicht sie zu streicheln, bis dir ihre Körpersprache signalisiert, dass sie sich von dir nicht bedroht fühlt.
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