Jammen

Als Jammen bezeichnet man spontanes gemeinsames Musizieren. Sobald man ein gutes musikalisches Zusammenspiel gefunden hat, macht Jammen sehr viel Spaß. Manchmal entstehen dabei auch Ideen für neue Songs. Oft wird diese Art des Musizierens auch als „Jam Session“ bezeichnet.

Vorgehensweise

  1. Finde dich mit einigen anderen Musikern zusammen. Wichtig ist dabei eigentlich nur, dass alle Spaß daran haben, mit ihrem Instrument zu improvisieren.
  2. Einigt euch auf eine Tonart. Dies ist jedoch nicht nötig, wenn alle dazu in der Lage sind, Tonarten spontan heraushören zu können.
  3. Lasst eine Person anfangen. Die anderen Musiker stimmen dann einer nach dem anderen mit ein.

Tipps

  • Als Sänger sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man wahrscheinlich nicht allzu viel singen wird, da beim Jammen meist einzelne Solos im Vordergrund stehen.
  • Zur Vorbereitung aufs Jammen kann man verstärkt Tonleitern üben. Dadurch verbessert man sein Improvisationsvermögen.
  • Beim Jammen geht es vor allem um ein harmonisches Zusammenspiel der verschiedenen Instrumente. Am wichtigsten ist, dass man genau auf die Musik der anderen hört. Bei einer erfolgreichen Jam Session vergisst man sich am besten selbst und konzentriert sich ganz darauf, was die anderen Musiker spielen. (Wenn zum Beispiel der Bassist gerade ein Solo spielt, sollten die anderen ihn nur leise begleiten – dies gilt besonders für das Schlagzeug.) Das eigene Instrument sollte so eingesetzt werden, dass die Musik als Ganzes damit bereichert wird. Als Gitarrist sollte man besonders darauf achten, nicht zu schnell oder zu laut zu spielen.
  • Das gemeinsame Aufgreifen und Weiterentwickeln von musikalischen Themen und Stimmungen lässt eine Jam Session erfolgreich werden.
  • Es ist wichtig zu erkennen, wann die Musik anschwillt oder abschwächt und wann sie einen Höhepunkt erreicht. Das Spiel der einzelnen Instrumente sollte dabei aufeinander abgestimmt sein. Oft steigert sich die Musik immer weiter, bis die Stimmung schließlich am überkochen ist. Dieser Effekt fällt viel schwächer aus, wenn sich die Instrumente nicht gemeinsam steigern.
  • Jam Bands gehen oft auf Tour. Ihnen liegt das freie Jammen eher als das Einspielen festgelegter Songs im Studio.
  • Es ist durchaus möglich, mit nur zwei Streichinstrumenten zu jammen. Dabei muss der eine Musiker den Takt angeben, während der andere improvisiert.
  • Jammen kann man mit allen möglichen Instrumenten. Man kann dabei viel ausprobieren und experimentieren.
  • Wenn man bei einer Aufführung jammt, sollte man vorher ein Zeichen zum Aufhören vereinbaren. Dies kann ein musikalisches oder verbales Signal sein.

Warnungen

  • Man kann eine halbe Stunde oder sogar länger an einem Stück jammen. Dabei sollte man jedoch aufpassen, dass man die Musik nicht unnötig in die Länge zieht.
  • Wenn die Musiker nicht alle auf der gleichen Linie sind, endet das Jammen schnell im Chaos.
  • Beim Jammen geht es nicht um das äußere Erscheinungsbild. Man sollte nicht erwarten, dass man als toller Jammer angesehen wird, nur weil man eine Lederjacke trägt.
  • Bei Konzerten sollte man nicht die ganze Zeit jammen. Da das Publikum auch richtige Songs erwartet, beschränkt man das Jammen am besten auf ein Fünftel der Auftrittszeit. Dies trifft natürlich nicht zu, wenn der Auftritt als reiner Jam angekündigt wurde.

Was du brauchst

  • Mindestens zwei Musiker
  • Eine positive und offene Einstellung sowie den Willen zum genauen Zuhören
  • Einen Proberaum
  • Eventuell Aufnahmegeräte
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