Notizen organisieren

Notizen zu machen und diese zu organisieren ist ein wichtiger Teil des Schul- und Arbeitsalltags. Du brauchst organisierte Notizen, um für Prüfungen zu lernen, Aufsätze zu schreiben und über Arbeitsentscheidungen und –aufgaben den Überblick zu behalten. Sie zu organisieren hilft nicht nur bei diesen Aufgaben, du kannst dir dadurch den Stoff auch leichter merken.

Methode 1 von 2: Notizen für den Unterricht organisieren

  1. Mache gute Notizen. Einer der Schlüssel, um Notizen zum Ordnen zu haben, ist es, gute Notizen zu machen. Dies bedeutet, dass du nur die wirklich wichtigen Dinge aufschreibst und nicht jede einzelne Sache, die dein Lehrer sagt (es sei denn, es ist wirklich witzig natürlich).
    • Schreibe Dinge, die dein Lehrer sagt, mehr als einmal auf. Punkte zu wiederholen ist eine Art herauszuheben, was die wichtigsten Dinge sein werden. Alles, was wiederholt wird, wird wahrscheinlich Teil eines Tests sein oder wenigstens für das Verständnis wichtig sein.
    • Wähle aus (schreibe nicht jede Kleinigkeit auf): notiere die wichtigsten Punkte des Unterrichts oder der Diskussion: schreibe Beispiele oder Hypothesen auf, vor allem in Mathe und Naturwissenschaften.
  2. Mixe verschiedene Arten des Notierens. Du kannst Informationen auf verschiedene Arten festhalten. Du kannst einen Stil verwenden oder mehrere mixen. Mixen ist besser, da du so mehr Informationen erhältst und das auf verschiedene Arten.
    • Handschriftliche Notizen sind am besten für Unterricht mit: Zahlen, Gleichungen und Formeln – Analysis, Chemie, Physik, Wirtschaft, symbolische Logik, aber auch Sprachunterricht, da du dich so besser erinnern kannst.
    • Du kannst den Unterricht oder die Diskussion auch aufzeichnen, wenn dein Lehrer dies erlaubt. Dies ermöglicht es dir, dir spezielle Abschnitte des Unterrichts noch einmal anzuhören, aber es kann schwerer sein, sich die Informationen zu merken.
    • Stelle sicher, dass du alle Notizen und Power-Point Seiten, die der Lehrer zur Verfügung stellt, erhältst. Dies kann wichtig für Aufsätze und Tests sein.
  3. Finde heraus, welche Notiztechnik für dich am besten ist. Es gibt verschiedene Arten, sich Notizen zu machen. Manche helfen besser dabei, organisiert zu bleiben oder die Notizen später zu organissieren. Du musst es ausprobieren, um die beste Methode für dich zu finden.
    • Eine effektive Methode ist die Cornell-Methode. Streiche links des Blattes eine 6.35 cm breite Spalte ab. Rechts soll eine Spalte von 15.24 cm sein. Die rechte Spalte verwendest du, um während des Unterrichts Notizen zu machen. Nach dem Unterricht fasst du deine Notizen zusammen, bestimmst Schlüsselwörter und erstellst Fragen zum Thema in der linken Spalte.
    • Viele Menschen erstellen einen groben Entwurf. Dies bedeutet, dass du die Hauptpunkte des Unterrichts notierst (du kannst sie zum Beispiel als Stichpunkte notieren). Nach dem Unterricht schreibst du in einer anderen Farbe oder hervorgehoben eine Zusammenfassung der Notizen dazu.
    • Eine Mindmap ist eine visuellere und kreativere Art des Notierens. Du zeichnest deine Notizen auf, anstatt sie linear als Sätze aufzuschreiben. Schreibe das Hauptthema des Unterrichts in die Mitte des Blattes. Immer wenn der Lehrer einen neuen Punkt erwähnt, schreibe diesen um das zentrale Thema. Verbinde verschiedene Ideen mit Linien. Du kannst auch Bilder malen anstatt Wörter aufzuschreiben.
  4. Bewahre deine Notizen an einem Ort auf. Wenn du deine Notizen an unterschiedlichen Plätzen aufbewahrst, wird es schwierig sein, sie für Prüfungen und Aufsätze zu ordnen. Schreibe deine Notizen nicht einfach in den nächstbesten Notizblock, da du sie sonst nicht mehr wiederfinden wirst.
    • Achte darauf, auf deinem Computer einen Ordner für Notizen jeder Klasse zu haben. Wenn du sie alle in einen machst, wird es schwer, sie wiederzufinden.
    • Es ist normalerweise am leichtesten, handschriftliche Notizen in einer Mappe aufzubewahren, da du so welche hinzufügen und entnehmen kannst, ohne sie ausreißen zu müssen.
  5. Achte auf deine Hand-outs und Lehrpläne. Viele Menschen (vor allem Studienanfänger) realisieren nicht, wie wichtig Lehrpläne und Hand-outs sein werden. Diese haben Informationen, die du wissen musst (wie Hausaufgaben, der Zweck des Unterrichts und so weiter).
    • Sie geben zudem detaillierte Informationen über die Aufsätze und Informationen, die du kennen musst, was helfen kann zu entscheiden, welche Notizen du dir im Unterricht machst.
    • Bewahre deine Lehrpläne und Hand-outs jeden Unterrichts zusammen mit den entsprechenden Notizen auf, so dass du leichten Zugang zu ihnen hast, vor allem, wenn der Lehrer sie im Unterricht erwähnt.
  6. Habe einen eigenen Notizblock oder Mappe für jeden Unterricht. Du musst wirklich alles am selben Ort haben. So findest du es leichter, wenn du es brauchst. Wenn du einen eigenen Ordner für jeden Unterricht hast, wirst du genau wissen, wo deine Notizen sind.
    • Achte darauf, die verschiedenen Notizblöcke und Mappen parat zu haben. Sie bringen dir nichts, wenn du die Notizen nicht an der richtigen Stelle einordnest.
    • Je genauer du bist, desto besser. Das bedeutet, dass du für einen Unterricht vielleicht verschiedene Ordner für die unterschiedlichen Bereiche des Unterrichts erstellen solltest. Ein Beispiel: Wenn du Unterricht über Filme besuchst, der in vier Teile aufgeteilt ist, dann solltest du verschiedene Notizblöcke für jeden Teil haben.
    • Ein weiteres Beispiel: Du hast verschiedene Ordner für jeden Abschnitt des Unterrichts (für den Lateinunterricht hast du einen eigenen Ordner für jeden Teil der Sprache [Nomen, Verben, indirekte Rede etc.]).
  7. Erstelle am Computer unterschiedliche Ordner für jeden Unterricht. Wenn du all deine Notizen auf dem Computer speicherst, dann achte darauf, dass du verschiedene Bereiche für sie hast. Du willst nicht deine ganzen Computer-Dateien durchsuchen müssen.
    • Erstelle Ordner innerhalb dieser Ordner für bestimmte Informationen. Zum Beispiel: Du hast einen Hauptordner für deinen Unterricht in antiker Astronomie, aber darin hast du spezielle Ordner für die verschiedenen Abschnitte des Unterrichts sowie die beiden Aufsätze, die du schreiben musst.
    • Als anderes Beispiel hast du vielleicht einen Ordner für deine Facharbeit und einen Ordner für deine Informationen über die Gender-Identitätspolitik für deinen Unterricht in Geschlechterstudien.
  8. Erstelle einen Hauptentwurf deiner Notizen für jeden Unterricht. Dies kann übertrieben klingen, aber es kann sehr hilfreich für dich sein zu wissen, welche Notizen du hast. Du musst nur die einfachsten Grundideen jeder Notizgruppe kennen (die Hauptideen), aber es wird es leichter machen, sie später einmal durchzuarbeiten.
    • Verbinde Notizen aus dem Unterricht und von deiner Lektüre zu einem einheitlichen Ganzen. Verstehe die Hauptideen und wie sie zusammenhängen. Zum Beispiel: Wenn es im Unterricht um Frauen im Mittelalter geht, dann können die Hauptideen die Formung eines Selbst, Arten des Schreibens, Vorstellungen von Autonomie und Geschlecht usw. sein. Du kannst zeigen, wie diese zusammenhängen.
    • Achte darauf, dass du alle wichtigen Punkte sowie die Unterpunkte, die diese stützen, abgedeckt hast.
  9. Bleibe einheitlich. Du willst nicht versuchen müssen herauszufinden, wie und wo du bestimmte Informationen festgehalten hast. Dies wird deine Organisation auf lange Sichte schwieriger machen. Wenn du bei einer Methode bleibst, um Notizen zu machen, und sie an bestimmten Orten aufbewahrst, bist du viel besser vorbereitet.
    • Wenn du bei der Organisation nachlässig wirst, kannst du deine Organisation nicht aufrechterhalten und es wird schwerer, wenn es Zeit für Tests und Aufsätze ist.

Methode 2 von 2: Notizen für Meetings organisieren

  1. Mache produktive Notizen bei Meetings. Du solltest nicht jedes kleine Detail aufschreiben, das andere erwähnen, es sei denn du erstellst ein ganz genaues Protokoll. Wenn du bei einem Meeting bist, solltest du nur die wichtigsten Dinge aufschreiben.
    • Achte vor allem darauf, Folgendes zu notieren: Dinge, die erledigt werden müssen, gefällte Entscheidungen und alles, an dem weitergearbeitet werden muss.
    • Mache die Notizen auf einem Blatt und übertrage sie später auf den Computer. Dies wird dir dabei helfen, dich an das Gesagte zu erinnern.
    • Eine effektive Methode ist die Cornell-Methode. Streiche links des Blattes eine 6.35 cm breite Spalte ab. Rechts soll eine Spalte von 15.24 cm sein. Die rechte Spalte verwendest du, um während des Unterrichts Notizen zu machen. Nach dem Unterricht fasst du deine Notizen zusammen, bestimmst Schlüsselwörter und erstellst Fragen zum Thema in der linken Spalte.
  2. Achte darauf, dass du die passenden Informationen festgehalten hast. Es gibt einige spezielle Dinge, die du gemeinsam mit dem, was während des Meetings gesagt wurde, aufschreiben solltest. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn du danach die Notizen an alle Teilnehmer des Meetings senden musst.
    • Achte darauf, das Datum, den Namen der Organisation, den Grund des Meetings und die Teilnehmer (sowie alle, die nicht da waren, aber da sein hätten sollen) notierst.
  3. Fasse die Notizen/das Meeting danach zusammen. Du wirst die wichtigsten Dinge zusammenfassen müssen, damit du weißt, was erledigt und entschieden werden muss.
    • Kreise die Zusammenfassung in einer anderen Farbe ein, so dass sie leicht zu erkennen ist.
    • Fasse zusammen und schreibe nicht um. Du brauchst nicht jedes Detail, das gesagt wurde. Zum Beispiel: Du musst nur aufschreiben, dass entschieden wurde, neues Büromaterial zu bestellen, aber nicht die Diskussion darüber, welches Büromaterial am besten ist.
  4. Achte darauf, dass du nur die wichtigsten Dinge organisierst. Du solltest nicht alle Arten von Büromaterial organisieren (nach dem obigen Beispiel), du solltest nur aufschreiben, dass neues Büromaterial gebraucht wird und vielleicht, wofür sich entschieden wurde.
    • Die wichtigsten Dinge, die du notieren solltest: Handlungen, Entscheidungen und Verweise.
    • Hebe die wichtigsten Informationen hervor oder lasse einen Rand für die Schlüsselwörter und die wichtigsten Ideen.
    • Versuche nicht, während des Meetings zu organisieren. Dies später zu tun hilft dir, dir die Dinge besser zu merken und nichts zu verpassen.
  5. Erstelle unterschiedliche Ordner für jedes Meeting. Achte darauf, dass das ganze Material nicht auf einen Haufen gerät und verloren geht. Dies kannst du verhindern, indem jedes Meeting einzeln markiert oder bezeichnet wird.
    • Oder du kannst gleichartige Meetings zusammenfassen. Zum Beispiel: Wenn du Notizen zu den wöchentlichen Treffen mit deinem Vorgesetzten machst, solltest du diese getrennt von den Notizen zu den wöchentlichen Treffen mit dem gesamten Team aufbewahren.
  6. Organisiere chronologisch. Durch die Zusammenfassung der Notizen zu den Meetings ist es leichter, sie durchzugehen und zu sehen, wann bestimmte Entscheidungen getroffen wurden, wer nicht bei einem bestimmten Meeting war und daher die Informationen braucht etc.
  7. Bewahre die Notizen am selben Ort auf. So musst du nach dem Meeting nicht bei der Suche nach den Notizen durch das Büro hetzen. Du musst dir auch keine Gedanken machen, ob du die Notizen pünktlich an die ganze Gruppe geschickt hast, weil du sie nicht finden konntest.

Tipps

  • Wenn du Notizen zu einem Meeting versenden musst, mach das so bald wie möglich nach dem Meeting. So ist die Information noch frisch in den Köpfen der Teilnehmer.

Warnungen

  • Es ist am besten, eine Balance zwischen zu vielen oder zu wenigen Notizen zu finden. Du bekommst dafür ein Gefühl, wenn du experimentierst und siehst, was am besten für dich ist.
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