Einen Streit gewinnen

In einen Streit zu geraten, kann eine sehr stressige Erfahrung sein. Du kannst dich so darauf versteifen zu gewinnen, dass du vergisst, der anderen Person zuzuhören. Ruhig zu bleiben, sich eine Auszeit zu nehmen bevor man fortfährt, und deine Argumente in einer ruhigen, rationalen Art (anstatt zu kreischen, oder schreien, oder weinen) rüberzubringen, kann den Unterschied machen. Zwar gibt es keine Garantie, dass du einen Streit gewinnen wirst, aber du wirst gut rüberkommen und überträgst dies vielleicht auf zukünftige erfolgreiche Auseinandersetzungen.

Teil 1 von 3: Dich selbst angemessen ausdrücken

  1. Bleibe ruhig. Ein Schlüssel, um einen Streit zu gewinnen, ist ruhig zu bleiben. Je wütender und verärgerter du wirst, desto schwerer wird es für dich werden, deinen Standpunkt wirksam zu vertreten. Das bedarf einiger Übung, aber je besser du dein Temperament im Zaum halten kannst, desto einfacher wird es für dich sein, effektiv zu argumentieren.
    • Wenn das nicht möglich ist, dann denke daran zu atmen, während du einen Streit hast. Es kann verlockend sein, deine Worte so laut und schnell wie möglich rauszubringen, aber je mehr Zeit du dir nimmst, um zu sagen, was du zu sagen hast, desto ruhiger wirst du wirken.
    • Halte deine Körpersprache offen und nicht defensiv. Du kannst deinen Körper nutzen, um dein Gehirn dazu zu bringen, entspannter zu sein. Verschränke deine Arme nicht vor der Brust. Halte sie lose an der Seite oder nutze sie, um deinen Standpunkt zu unterstreichen.
    • Erhebe deine Stimme nicht. Arbeite daran, deine Stimme ruhig zu halten. Wenn du leicht anfängst zu weinen, verärgert oder wütend wirst, dann arbeite an deiner Atmung. Zähle beim Einatmen bis zu einer gewissen Zahl (wie 4) und dann zähle beim Ausatmen zwei Zahlen weiter (wie 6). Das wird dich beruhigen.
  2. Nimm Abschied von dem Bedürfnis, das letzte Wort haben zu müssen. Bevor du in einen großen Streit einsteigst, denke dran, dass du nicht immer das letzte Wort haben wirst, selbst wenn du im Recht bist. Sei zufrieden damit, deinen Standpunkt gut und effektiv rüber zu bringen, selbst wenn es nicht die Meinung der anderen Person ändert. Das bedeutet, dass der Streit nicht endlos weitergeht, weil jede Seite sich weigert, der anderen das letzte Wort zu gönnen.
    • Noch einen letzten Seitenhieb zu versetzen, kann tatsächlich sehr schädlich sein, wenn du mit der Person, mit der du streitest, eine Beziehung hast (und selbst wenn nicht, die Menschen reden und es könnte dir auf lange Sicht schaden). Wenn der Streit an seinem Ende angelangt ist, beide Seiten ihren Standpunkt dargelegt haben und es nichts mehr zu sagen gibt, dann lass es einfach ruhen.
  3. Nimm dir eine Auszeit. Es ist das Beste dies zu machen, bevor du in einen Streit gerätst, sodass du und die andere Person eine Chance habt, tief Luft zu holen und eure Argumente zu sortieren. Das kann dir helfen, etwas Raum um das Problem, oder die Probleme, mit denen ihr umgeht, zu schaffen.
    • Du kannst dies mit deinem Partner, deinem Chef, einem Freund, usw. machen. Wenn ein Problem auftaucht, dass für Reibung zwischen euch sorgt, dann bitte um etwas Raum und Zeit, um darüber nachzudenken. Dann setzte eine bestimmte Zeit fest, um dieses Problem anzugehen.
    • Zum Beispiel: Du und dein Partner geratet in einen Streit darüber, wer dran ist, den Abwasch zu machen, was schließlich dazu führt, dass du deinen Partner beschuldigst, nicht den gleichen Anteil an Hausarbeiten zu erledigen (ein weit verbreitetes Problem). Sage zu ihm: "Ich denke, dass ist wirklich etwas, über das wir sprechen müssen. Aber ich hätte gerne etwas Zeit um mich zu beruhigen, damit wir in Ruhe darüber reden können. Können wir morgen nach der Arbeit darauf zurückkommen?" Dann nimm dir die Zeit, um die Gründe für deine Gefühle darzulegen, gib einige konkrete Beispiele und biete eine mögliche Lösung an.
    • Das kann auch eine gute Zeit sein, um zu entscheiden, ob der Streit es wirklich wert ist. Manchmal zeigt es sich, dass die Dinge, die in der Hitze des Gefechts so riesengroß erscheinen, in Wirklichkeit gar nichts sind, wenn du die Chance hast, einen Schritt zurück zu treten und sie genau zu betrachten.
  4. Sei offen dafür, die Seite der anderen Person zu hören. Normalerweise gibt es keine richtige Seite, wenn du einen Streit hast. Normalerweise gibt es einfach zwei alternative Sichtweisen und alternative Interpretationen. Du musst offen für ihre Versionen und Beispiele sein, selbst wenn du letztendlich nicht zustimmst. Sie könnten (und werden wahrscheinlich) einige gute Punkte haben.
    • Zum Beispiel: Du und dein Chef geratet in einen Streit darüber, wie dein Chef dich behandelt (du hast das Gefühl, dass er dich mobbt und unglaublich verletzende Dinge zu dir sagt). Er behauptet, dass deine Haltung das Problem sei. Nun, denke zurück. Vielleicht hat deine Haltung die Dinge verschlimmert (anstatt ihn sofort mit seinem Verhalten zu konfrontieren, hast du die eher passiv aggressive Route gewählt). Deine eigene Schuld einzugestehen, wird ihm den Wind aus den Segeln nehmen, da du zugibst, ein Teil des Problems zu sein, während du erklärst, wie dein Verhalten mit seinem verbunden ist und dadurch ausgelöst wird.
    • Untersuche deine reflexartige Reaktion (darum ist es so nützlich, eine Auszeit zu nehmen, um über die Dinge nachzudenken). Was du augenblicklich glauben könntest, ist vielleicht nicht wahr (wenn jemand zum Beispiel Beweise oder Argumente anbietet, die deine Weltanschauung in Frage stellen). Versuche es und betreibe einige Forschung mit vertrauenswürdigen Quellen, bevor du anfängst lauthals zu schreien, wie Recht du hast.
    • Es wird Zeiten in deinem Leben geben, wo du mit jemandem ins Gespräch kommst, der absolut falsch liegt (in der Regel, wenn es zu Diskussionen über Rassismus, Sexismus, usw. kommt). Du kannst diesen Streit nicht gewinnen, da die andere Person fast nie in der Lage sein wird, ihre Sicht der Welt (das zum Beispiel Rassismus oder Sexismus nicht existiert) loszulassen. Beschäftige dich nicht mit dieser Person.

Teil 2 von 3: Während des Streits

  1. Zeige positive Absichten. Um einen Streit gut zu beenden, besonders, um ihn gut zu deinen Gunsten zu beenden, musst du die andere Person während des Streits davon überzeugen, dass du ihre besten Interessen im Sinn hast. Wenn du glaubst, dass ein Argument einem Zweck in deiner Beziehung zu der anderen Person dient, dann wird sie das spüren und du hast eine bessere Chance deinen Standpunkt zu vertreten.
    • Bevor du in die Auseinandersetzung einsteigst, denke darüber nach, warum du dich um diese Person kümmerst und über die Beziehung, die du mit ihr hast (das könnte so einfach sein wie, "er ist mein Chef und ich könnte seinen guten Willen eines Tages gebrauchen", bis zu, "das ist meine Tochter, die ich sehr liebe, und ich bin etwas besorgt über die Entscheidungen, die sie in letzter Zeit trifft").
    • Das bedeutet nicht, dass du herablassend sein solltest. Sage niemals Dinge wie: "Ich sage das nur in deinem eigenen Interesse" oder "Ich versuche nur, dich zu einer besseren Person zu machen". Damit bringst du die andere Person nur dazu, komplett dicht zu machen.
  2. Sei im Moment anwesend. Anwesend zu sein bedeutet, dass du erkennst, was mit dir vorgeht, anstatt zu versuchen bereits zu dem Moment vorzuschnellen, da der Streit vorüber ist. Es bedeutet, dass du nicht einfach lauter und lauter wirst, sondern zuhörst, was die andere Person zu sagen hat und darüber nachdenkst. Es bedeutet, dass du aufmerksam gegenüber den Gefühlen und Argumenten der anderen Person bist.
    • Versuche einen Streit an einem überfüllten Ort zu vermeiden, wo ihr beide leicht abgelenkt werdet. Habe diese Art von Diskussion nicht, wenn du durch Anrufe oder Textnachrichten unterbrochen werden wirst (es ist das Beste, dein Handy aus- oder stumm zu schalten).
    • Sage, was mit dir passiert. Das bedeutet, dass du erzählst, was mit dir passiert, wenn dein Herz anfängt zu rasen und deine Handflächen feucht werden (das du besorgt bist, weil du Angst hast, dass dieser Streit dazu führen wird, dass deine Frau dich verlässt, usw.).
  3. Lege deine Punkte dar. Je klarer und präziser deine Punkte sind, desto einfacher wird es, deine Sicht der Dinge gegenüber der anderen Person darzulegen. Du möchtest nicht wirklich vage Verallgemeinerungen machen, wie "Du hilfst mir niemals bei der Hausarbeit, " da die andere Person unausweichlich mit dem einen Mal ankommt, wo sie geholfen hat und nicht in der Lage sein wird, dir zuzuhören.
    • Je präziser, desto besser: Wenn du zum Beispiel mit deinem Chef streitest, dann nenne genaue Gelegenheiten, bei denen er dich gemobbt hat und wie du dich dabei gefühlt hast (dich vor anderen in Stücke zu reissen, dich zu beschimpfen, Dinge die er hinter deinem Rücken zu anderen gesagt hat, usw.).
    • Daher solltest du es dokumentieren, wenn es zu einem Problem in einer Beziehung (jeder Beziehung) kommt, sodass du zeigen kannst, dass es eher ein Muster als ein Einzelfall ist.
    • Wenn du über Politik, oder Religion, usw. diskutierst, dann achte darauf, dass du weißt wovon du sprichst. Du musst genaue Tatsachen bringen um im Spiel zu bleiben und logische Fehler (siehe unten) zu vermeiden. Denke daran, besonders wenn es um diese Arten von Themen geht, fällt es den Menschen sehr schwer, ruhig zu bleiben und eine rationale Zusammenfassung ihrer Sicht zu geben.
  4. Höre zu. Du musst der anderen Person wirklich zuhören und ihre Ansicht überdenken. Ein Streit wird von zwei (oder mehr) Personen geführt, die unterschiedliche Ansichten über etwas haben. Nur äußerst selten liegt eine Person komplett falsch und die andere komplett richtig. Um einen Streit zu gewinnen musst du darauf achten, dass die andere Person das Gefühl hat, das sie gehört und ihre Argumente berücksichtig werden.
    • Wenn die andere Person ihre Punkte darlegt, dann achte darauf, ihr in die Augen zu schauen und wirklich zu hören, was sie zu sagen hat. Fange nicht an dein nächstes Argument zu formulieren, bis sie gesagt hat, was sie zu sagen hat.
    • Wenn du nicht ganz folgen kannst oder dir etwas unklar ist, dann stelle klärende Fragen, sodass du sicherstellst, das du ihren Punkt verstehst.
    • Daher ist es eine gute Idee, deine Argumente ohne Ablenkungen anzubringen, sodass du sicherstellen kannst, dass du dich ausschließlich darauf konzentrieren kannst. Wenn du den Ort nicht wählen kannst, dann versuche eine aus-dem-Weg-Ecke zu finden, sodass du den Streit nicht unter jedermanns Augen führst.
  5. Handhabe deine Reaktionen. Inmitten eines Streits ist es wirklich einfach, die Argumente an sich ran zu lassen. Du wirst dich aufregen und vielleicht wütend werden. Das ist vollkommen normal. Aber es ist das Beste zu versuchen ruhig zu bleiben, indem du in deinen Bauch atmest.
    • Manchmal kann es gut sein, der anderen Person zu sagen, wie du dich fühlst. Sage so etwas wie: "Tut mir leid, aber ich finde deine Behauptung, dass ich faul bin, äußerst beunruhigend. Was habe ich gemacht das dich glauben lässt, dass ich faul bin?"
    • Greife NIEMALS zu Beschimpfungen oder körperlicher Gewalt. Das sind unglaublich schädliche und missbräuchliche Verhaltensweisen, und es gibt buchstäblich keinen Grund, jemals eine dieser Taktiken anzuwenden (Gewalt ist nur erlaubt, wenn dich jemand körperlich verletzt und du um dein Leben fürchtest; entferne dich so schnell wie möglich).
    • Du solltest es auch vermeiden, die andere Person wie einen Idioten zu behandeln (egal was du denkst), indem du herablassend mit ihr sprichst, extrem sarkastisch bist, imitierst was sie sagt, oder lachst, wenn sie ihre Bedenken äußert.
  6. Vermeide bestimmte Redensarten. Es gibt einige Redensarten, die wie geschaffen dafür zu sein scheinen, Menschen zu irritieren. Wenn du eine wirkliche Diskussion haben möchtest (anstatt einfach zu versuchen, den anderen nieder zu machen oder ihm deinen Standpunkt aufzuzwingen), dann solltest du diese Redensarten meiden wie die Pest.
    • "Letzten Endes……" Dieser Ausspruch ist im Grunde sinnlos, aber er hat die Fähigkeit, deinen Gegner dazu zu bringen, dir ins Gesicht schlagen zu wollen.
    • "Um des Teufels Advokat zu spielen..." Menschen, die diese Redensart verwenden, glauben gerne, dass sie über den Dingen, wie anderen Menschen zuhören, stehen. Sie geben vor, zuzuhören, aber was sie wirklich wollen, ist ihren Standpunkt (üblicherweise der Standpunkt des Advokaten des Teufels) der anderen Person aufzuzwingen. Entweder das, oder sie wollen die Unterhaltung entgleisen lassen.
    • "Was auch immer..." Wenn du versuchst, eine Diskussion zu führen und du oder die andere Person sagt immer "was auch immer" zu den Punkten, die gemacht werden, dann bist du nicht respektvoll bei der Sache und musst die Diskussion auf einen anderen Zeitpunkt oder auf unbestimmte Zeit verschieben.

Teil 3 von 3: Vermeide logische Fehler

  1. Verstehe logische Fehler. Das sind bestimmte Aussagen, die du triffst, die dein Argument untergraben, da sie auf fehlerhaften Begründungen beruhen. Wenn du dich selbst dabei ertappst, deinen Gegner unter Berufung auf logische Fehler überzeugen zu wollen, dann solltest du dein Argument überdenken.
    • Daher ist es eine gute Idee eine Vorstellung davon zu haben, was du sagen möchtest, bevor du es sagst. Auf diese Art kannst du sehen, ob es Löcher oder Fehler in deinem Argument gibt.
    • Wenn du bemerkst, dass die Person mit der du diskutierst, einen logischen Fehler verwendet, dann zeige dies auf. Du könntest zum Beispiel sagen: "Du sagst, das 70 % der Menschen die Homosexuellen-Ehe nicht unterstützen. Aber das hättest du vor hundert Jahren auch über die Sklaverei sagen können. Bist du dir sicher, dass du deine Argumentation darauf aufbauen möchtest?"
  2. Vermeide den Einsatz eines Strohmannes. Diese Art von Fehler zeigt eine Menge. Es bedeutet, dass du im Grunde das Argument deines Gegners vereinfachst, und dann gegen die Aussage argumentierst, von der du behauptest, das er sie macht, anstatt gegen die Aussage zu argumentieren, die er tatsächlich macht (auch bekannt als: warum Zuhören so unglaublich wichtig ist).
    • Ein Beispiel hierfür wäre zu sagen, dass "alle Feministinnen hassen Männer" und dann dagegen zu argumentieren, anstatt die Bedenken der Feministen anzusprechen, die diese über die Gleichstellung der Geschlechter haben (und das Lohngefälle, geschlechtsspezifische Gewalt, und die Forschung, die zeigt das Männer dazu neigen, Diskussionen zu dominieren, zu ignorieren).).
    • Diese Art von Argument lässt eine Diskussion entgleisen, sodass die andere Person (oder du) gezwungen ist zu erklären, dass ihr Standpunkt etwas komplizierter ist als "du machst niemals etwas richtig" zum Partner zu sagen.
  3. Vermeide moralische Gleichwertigkeit. Der Fehler dabei ist, kleinere Missetaten mit großen Gräueltaten zu vergleichen. Das geschieht die ganze Zeit in der Politik und ist etwas, das du vermeiden solltest, da es die Person mit der du diskutierst, nur reizen würde und sie deinen Standpunkt wahrscheinlich nicht mehr hören möchte.
    • Ein Beispiel ist der Vergleich von Obama (oder George W. Bush, oder wem auch immer) mit Hitler. Im Grunde bedeutet das zu sagen, dass jemand der etwas macht, mit dem du nicht einverstanden bist, tatsächlich ähnlich ist wie jemand, der den schrecklichsten Massenmord an ganzen Gruppen von Menschen inszeniert hat. Vergleiche niemand mit Hitler, es sei denn er begeht systematischen Völkermord.
    • Wenn sich deine Argumente auf moralische Gleichwertigkeit stützen, solltest du überdenken, was du tatsächlich sagst.
  4. Vermeide wirklich persönliche Angriffe. Das ist es im Grunde, wenn du jemand auf Basis seines Aussehens oder seines Charakters angreifst, statt über seine Meinung zu reden. Insbesondere Frauen werden häufig aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung angegriffen, unabhängig von ihren Argumenten.
    • Wenn du zum Beispiel mit deiner Mutter streitest, dann hat es nichts mit ihren Argumenten und alles mit ihrem Charakter zu tun, wenn du sie dumm und verrückt nennst.
    • Diese Art von Angriff wird es nur unwahrscheinlicher machen, dass die Person mit der du streitest, deine Sicht der Dinge hören möchte. Wenn die andere Person dich auf diese Weise angreift, dann mache sie darauf aufmerksam oder beende die Diskussion (oftmals werden sich die Menschen, die dich persönlich angreifen, nicht deine Sicht der Dinge anhören).
  5. Verfalle nicht dem ad populum Fehler (Berufung auf das Volk). Es ist dieser Fehler, wenn du dich auf Gefühle berufst, nur von den "negativen" und den "positiven" Konzepten sprichst, anstatt tatsächlich das wahre Argument anzusprechen. Das ist ein weiterer Fehler, der immer in der Politik begangen wird.
    • Ein Beispiel für ad populum: "Wenn du den Irak-Krieg nicht unterstützt, dann bist du kein wahrer Amerikaner (dann bist du ein Terrorist)." Wenn du so etwas sagst, dann diskutierst du nicht das wahre Problem, ob der Irak-Krieg gerechtfertigt ist oder nicht, sondern stellst den Patriotismus der Andersdenkenden in Frage, was im Grunde nutzlos und bedeutungslos ist.
  6. Verwende nicht die Glatteis-Methode. Dies ist ein großer Fehler, der ständig in allen verschiedenen Bereichen (politisch, persönlich, gesellschaftlich) gemacht wird. Er kann wirklich überzeugend klingen, aber er würde keiner genaueren Betrachtung standhalten. Er basiert im Grunde auf der Schlussfolgerung, dass wenn A passiert, gefolgt von ein paar kleineren Schritten (B, C, D…), dann auch X, Y, Z passieren wird. Dieser Fehler stellt A mit Z gleich und besagt, dass wenn A nicht gemacht wird, dies bedeutet, dass Z nicht passieren wird.
    • Zum Beispiel: Jegliche Beschränkungen, wer in den USA Waffen kaufen kann, bedeutet dass die Regierung dir all deine Rechte nehmen will. Das A steht hier für einige Waffenbeschränkungen, das Z steht dafür, dass die Regierung jedermanns Rechte wegnehmen wird. A wird nicht tatsächlich direkt zu Z führen (es müsste eine große Anzahl von Schritten auf dem Weg dahin unternommen werden).
  7. Vermeide übereilte Verallgemeinerungen. Dies ist eine Schlussfolgerung, die auf sehr wenig, oder fehlerhafte, oder einseitige Informationen basiert. Du machst dies, wenn du dich auf eine Schlussfolgerung oder ein Argument stützt, ohne zuerst alle Fakten zu erfassen.
    • Zum Beispiel: Deine neue Freundin hasst mich, auch wenn ich nur ein Zusammentreffen mit ihr hatte. Das Problem hier ist, dass du die neue Freundin nur einmal getroffen hast. Sie könnte schüchtern sein, sie könnte einen schlechten Tag gehabt haben. Du hast nicht genug Beweise um zu entscheiden, dass die neue Freundin dich hasst.

Tipps

  • Es ist das Beste, eine Diskussion von Angesicht zu Angesicht zu führen (es sei denn, du fürchtest um dein Leben). Wenn du eine Diskussion am Telefon führen musst, dann folge den Anweisungen, um ruhig zu bleiben, tief durchzuatmen und konkret über die Situation zu sein.

Warnungen

  • Gerate nicht in eine Diskussion auf einer sozialen Medien-Plattform, egal ob Facebook, Tumblr, Twitter, usw. Niemand gewinnt jemals solche Diskussionen und die Leute, die solche Diskussionen starten, neigen dazu Online-Provokateure zu sein.
  • Denke daran, dass dieser Artikel dir nur Tipps geben kann, um es wahrscheinlicher zu machen, dass du eine Diskussion gewinnst. Er kann nicht garantieren, dass du tatsächlich gewinnen wirst.
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