Tomatenmark selber zubereiten

Tomatenmark eignet sich bestens um Eintöpfen und Saucen das gewisse Etwas zu geben – viele Köche haben deshalb stets eine Dose Tomatenmark in der Vorratskammer. Du kannst Tomatenmark aber ganz einfach selber zubereiten, anstatt Dosen zu kaufen. Alles was du brauchst sind ein paar Zutaten und etwas Zeit. Lies hier weiter, wenn du wissen willst, wie man Tomatenmark im Ofen oder auf dem Herd zubereitet.

Teil 1 von 3: Die Tomaten vorbereiten

  1. Schneide die Tomaten klein. Schneide die Tomaten mit einem scharfen Küchenmesser in kleine Stücke.
    • Eiertomaten eignen sich für dieses Rezept am besten, aber du kannst auch eine andere Sorte verwenden. Kleinere Tomaten haben oft einen süsseren uns weniger starken Geschmack, deshalb werden sie meist nicht für die Zubereitung von Tomatenmark verwendet. Grössere Tomaten haben einen stärkeren Geschmack und eignen sich daher besser. Für einen komplexen Geschmack verwendest du am besten verschiedene Tomatensorten für dein Tomatenmark.
    • Du solltest die Tomaten in ca. 1/1,5cm kleine Stückchen schneiden.
  2. Erhitze in einer grossen Bratpfanne etwas Öl. Gib ¼ Tasse (60ml) Öl in eine Bratpfanne mit einem Durchmesser von ca. 30cm. Erhitze das Öl bei starker Hitze.
    • Am leckersten wird das Tomatenmark, wenn du Extra-Virgin Olivenöl verwendest. Andere Olivenöle eignen sich auch. Wenn du kein Olivenöl vorrätig hast, dann kannst du stattdessen auch Rapsöl oder ein geschmackloses Pflanzenöl verwenden.
    • Erhitze das Öl für ein paar Minuten, bevor du zum nächsten Schritt übergehst.
  3. Koche die Tomaten kurz mit Salz. Gib die Tomatenstücke in die Pfanne, würze sie mit etwas Salz und erhitze sie. Koche die Tomatenstücke so lange, bis sie weich sind.
    • Vergiss nicht, dass du vorsichtig sein wolltest, wenn du die Tomaten in die Pfannen gibst und während dem Kochen – das kochende Tomatenmark spritzt oft herum. Benutze am besten eine Pfanne mit hohen Wänden.
    • Rühre die Tomaten während dem Kochen regelmässig um.
    • Die Tomaten sollten ganz weich werden. Nachdem du sie komplett erhitzt hast, solltest du sie für ca. 8 Minuten köcheln lassen.
    • Nimm die Pfanne vom Herd und lass das Tomatenmark auskühlen.
    • Wie viel Salz du hinzufügen willst, hängt davon ab wie salzig du dein Tomatenmark magst. Als Daumenregel gilt: Gib pro 5 Eiertomaten beziehungsweise 2 Fleischtomaten etwa ½TL (2.5ml) Salz dazu.
    • Wenn du einen noch vielfältigeren Geschmack willst, dann kannst du während dem Kochen auch 3 gepresste Knoblauchzehen und 2 Lorbeerblätter zu den Tomaten geben. Dann musst du jedoch sicherstellen, dass du das Tomatenmark dann später nur für Rezepte verwendest, zu denen der starke Knoblauchgeschmack passt.
    • Eine weitere interessante Variante: Statt Salz kannst du auch 1 EL (15ml) Sojasauce verwenden.
  4. Entferne die Samen und die Haut. Nachdem die Tomaten etwas abgekühlt sind, solltest du sie durch eine Passiermühle geben. So kannst du die Haut und die Samen entfernen und nur das Fruchtfleisch und der Saft bleiben übrig.
    • Benutze den feinsten Einsatz deiner Passiermühle, damit sicher alle Samen abgefangen werden.
    • Wenn du keine Passiermühle besitzt, dann kannst du die Samen und die Haut auch separat entfernen. Zieh die Haut bereits ab, bevor du die Tomaten weich kochst. Nachdem sie weichgekocht sind kannst du sie durch ein feinmaschiges Sieb pressen, um die Samen zu entfernen.
    • Ein guter Tipp um die Haut zu entfernen: Gib jede Tomate für 15-20 Sekunden in kochendes Wasser. Nimm sie dann heraus und gib sie in Eiswasser, um den Kochprozess zu unterbrechen. So kannst du die Haut im Nu mit deinen Fingern abziehen.
    • Nach diesem Schritt solltest du eine dünnflüssige Tomatensauce haben.

Teil 2 von 3: Herd Methode

  1. Gib die Tomaten wieder in die Pfanne. Giesse die Flüssigkeit zurück in deine Pfanne mit einem Durchmesser von ca 30cm.
    • Der Boden der Pfanne sollte etwa 2.5 cm hoch mit der Tomatenflüssigkeit bedeckt sein. Wenn weniger Flüssigkeit in der Pfanne ist, dann kann es sein, dass das Tomatenmark anbrennt. Wenn die Pfanne jedoch höher gefüllt ist, dann wird es länger dauern, bis die Flüssigkeit zu richtigem Tomatenmark reduziert ist.
    • Gib die Tomaten wenn nötig in eine kleinere oder grössere Pfanne, so dass die Pfanne ungefähr zu 2.5cm gefüllt ist. Du musst die Pfanne weder einölen oder sonst vorbereiten, bevor du die Tomatenflüssigkeit dazu gibst.
  2. Koche die Paste für mehrere Stunden, bis sie dickflüssiger wird. Koche die Tomaten unbedeckt bei mittlerer Hitze bis sie die richtige Konsistenz haben.
    • Rühre die Tomaten ab und zu um, damit sie nicht anbrennen oder am Pfannenboden haften bleiben.
    • Bedecke die Pfanne nicht mit einem Deckel, so dass die Flüssigkeit verdampfen kann. Andernfalls kann die Tomatenpaste nicht richtig verdicken.
    • Du solltest Dampf aufsteigen sehen, aber die Flüssigkeit sollte weder Kochen noch sieden. Wenn du siehst dass Luftblasen aufsteigen, dann reduziere die Hitze.
    • Es dauert etwa 2-3 Stunden, bis die Paste sich verdickt hat.
  3. Gib die Tomaten falls nötig in eine Küchenmaschine. Wenn es in deiner Paste noch viele Tomatenstücke hat, dann püriere sie in einer Küchenmaschine oder in einem Mixer.
    • Dieser Schritt solltest du in Angriff nehmen, wenn die Tomaten die Konsistenz einer Sauce haben. Mixe sie nicht, während sie noch wässrig sind und warte nicht, bis sie bereits die Konsistenz einer Paste haben.

Teil 3 von 3: Ofen Methode

  1. Heize den Ofen auf 150 Grad Celsius vor. Bereite ein tiefes Backblech vor, indem du es mit den restlichen 2 EL (30 ml) Olivenöl einstreichst.
    • Benutze ein Backblech mit ca. den Masse 33cm x 46cm. Stelle sicher, dass es einen Rand hat, ansonsten wird das Tomaten Püree heraus sickern und in deinen Ofen fliessen.
    • Du kannst falls gewünscht auch einen grossen Schmortopf verwenden. Dann solltest du jedoch den Deckel nicht benutzen.
    • Am besten eignet sich Olivenöl, aber falls du keines vorrätig hast dann kannst du auch Rapsöl oder geschmackloses Pflanzenöl verwenden.
  2. Leere das Tomatenmark in das Backblech. Leere das zuvor kurz gekochte Tomatenmark gleichmässig in das vorbereitete Backblech.
    • Breite das Tomatenmark gleichmässig mit einem Spachtel aus oder schüttle das Blech vorsichtig von Seite zu Seite.
  3. Backe das Tomatenmark für etwa 3 Stunden. Das Wasser sollte dabei verdampfen und die Oberfläche wird eine intensivere Farbe bekommen.
    • Benutze einen Spachtel, um das Tomatenmark etwa jede halbe Stunde zu rühren. Wenn du das nicht tust, dann wird die Flüssigkeit nicht verdicken.
    • Em Ende dieses Schrittes sollten die Tomaten eine dicke, saucenähnliche Konsistenz haben.
  4. Reduziere die Hitze und backe das Tomatenmark weiter. Reduziere die Hitze auf 130 Grad Celsius und lass das Tomatenmark weitere 20-25 Minuten im Ofen.
    • Nun solltest du eine dicke, ziegelrote Paste haben.
  5. Fertig.

Zutaten

Für ca. 1.5 Tassen (375 ml) Tomatenmark
  • 2250g Tomaten
  • 1/4 Tasse (60 ml) plus 2 EL (30 ml) Olivenöl
  • Salz zum Abschmecken

Tipps

  • Gib das hausgemachte Tomatenmark in ein Glasgefäss. So kannst du es im Kühlschrank bis zu einem Monat aufbewahren. Damit es einen Monat oder länger aufbewahrt werden kannst, kannst du das Tomatenmark einfach mit einer Schicht Olivenöl bedecken und etwas Meersalz darüber geben.
  • Leere das Tomatenmark in einen Eiswürfelbehälter und friere es bis zu 6 Monate lang ein. Stelle sicher dass der Eiswürfelbehälter mit Plastikfolie abgedeckt ist, um Frostbrand zu vermeiden.

Was du brauchst

  • Küchenmesser
  • Schneidebrett
  • Bratpfanne mit einem Durchmesser von ca. 30cm
  • Passiermühle oder Sieb
  • Hitzeresistenter Spatel
  • Backblech (33cm x 46cm)
  • Küchenmaschine (optional)
  • Glasgefässe oder Eiswürfelbehälter (für die Aufbewahrung)
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