Räude bei Hunden verhindern

Du hast vielleicht schon Hunde gesehen, die Haarausfall oder Wunden auf der Haut hatten, oder hattest mit deinem eigenen Hund damit zu tun. Manchmal wird das durch eine parasitäre Infektion verursacht, die Räude genannt wird. Es gibt drei verschiedene Räudearten, die alle durch unterschiedliche Milben verursacht werden. Diese Milben sind Haarbalgmilben (verusachen Demodikose), Grabmilben (Sacroptes-Räude) und Pelzmilben (Cheyletelliose). Die Milben leben entweder auf der Hautoberfläche oder bohren sich in die Haut. Die Folgen sind im Normalfall starke Hautreizung und Juckreiz. Der Hund kann zudem sekundäre Infektionen bekommen, die zu Wunden und kahlen Stellen führen. Die Räude kann sich nur an bestimmten Körperstellen deines Hundes zeigen, wie dem Gesicht und den Pfoten. Wenn der ganze Körper betroffen ist, wird dies als „generalisiert“ bezeichnet. Zwei Formen (Sarcoptes-Räude und Cheyletelliose) können verhindert werden, Demodikose hingegen nicht. Sie kann aber unter Kontrolle gebracht werden, wenn du auf die Symptome achtest und die richtige Behandlung durchgeführt wird. Für eine wirkungsvolle Behandlung sind verschreibungspflichtige Medikamente nötig. Daher sollte bei einem Hund mit Hautprobleme der erste Gang zum Tierarzt führen.

Teil 1 von 5: Die Hautreizung deines Hundes beobachten

  1. Achte darauf, an welchen Stellen sich dein Hund kratzt. Gibt es einen Bereich an seinem Körper, der mehr juckt als die anderen? Leckt er an seinen Pfoten, den Bereich unter der Rute oder an seinem Bauch entlang?
    • Die Haut von Hunden mit Allergien ist hauptsächlich am Rücken und der Rute, am Bauch, den Beinen und den Pfoten gereizt.
  2. Achte auf Anzeichen für Cheyletiellose. Die Pelzmilben sehen für das bloße Auge wie Schuppen aus. Sie bewegen sich zudem sehr langsam. Du kannst die Milben sehen, wenn du das Fell deines Hundes über etwas Papier ausbürstest. Für eine Diagnose kann man sie auch mit Klebeband auffangen.
    • Dein Hund wird durch diese Milben mittelstark gereizt. Aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems könnten Welpen unter einem stärkeren Befall leiden.
  3. Such nach Anzeichen für Sarcoptes-Räude. Sarcoptes-Räude (Sarcoptes scabei) ist ein parasitärer Milbenbefall. Der Hund könnte an einigen Stellen rote, schuppige Haut haben. Sarcoptes-Räude kann zu starken Hautläsionen und Stress beim Hund führen, da die Milben starken Juckreiz verursachen.
    • Hunde können leicht Sarcoptes-Räude bekommen und diese Erkrankung ist für Hunde stark ansteckend. Diese Milben beißen zwar auch Menschen, sorgen aber meist für keine großen Probleme.
  4. Achte auf Anzeichen für Demodikose. Demodikose (rote Räude) wird durch kleine Milben verursacht, die ganz natürlich auf den meisten Hunden vorkommen. Normalerweise sorgen sie nicht für Hautprobleme, es sei denn, dass Immunsystem des Hundes ist kompromittiert. Demodikose kommt meist bei Welpen vor, da sich deren Immunsystem noch entwickelt.
    • Demodikose ist nicht sehr ansteckend und Menschen können sie nicht bekommen. Normalerweise wird sie von der säugenden Mutter auf die Welpen übertragen. Diese Räudeart ist um die Augen und das Maul am auffälligsten, wenn das Immunsystem eines Welpen die Milben nicht kontrollieren kann.
    • Eine Veranlagung für dieses Hautproblem könnte vererbt werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Welpen an Demodikose erkranken, wenn ihre Eltern an einem Punkt in ihrem Leben ebenfalls Demodikose hatten.

Teil 2 von 5: Deinen Tierarzt besuchen

  1. Bring deinen Hund zum Tierarzt, wenn du denkst, dass er Milben hat. Frage deinen Tierarzt nach der besten Behandlungsmethode für die Räudeart, die dein Hund hat. Nicht alle Milbenarten reagieren auf alle Medikamente und manche Hunderassen vertragen bestimmte Behandlungen nicht. Wende nie ein Medikament oder eine Behandlung ohne die Zustimmung deines Tierarztes an.
    • Dein Tierarzt kann feststellen, welche Milben deinen Hund plagen. Eine wirkungsvolle Behandlung hängt von der Art der Milbe ab, weswegen die genaue Diagnose der Milbenart entscheidend ist.
  2. Frag deinen Tierarzt danach, mit einer Bürste eine Probe zu nehmen. Dabei steht dein Hund auf einem Blatt Papier und das Fell wird so durchgebürstet, dass Hautschuppen und Verschmutzungen auf das Papier fallen. Der Tierarzt legt die herausgefallenen Verschmutzungen dann für eine Untersuchung auf einen Objektträger.
    • Als Alternative kann man mit Klebeband direkt eine Schuppenprobe vom Fell nehmen, um diese dann zu untersuchen.
    • Das ist die häufigste Art der Diagnose für Cheyletiellose. Mit dem bloßen Auge sieht sie wie Schuppen aus. Sie besteht aus sich langsam bewegenden Milben, die man mit dem Klebeband fangen kann. Für die anderen beiden Milbenarten braucht man andere Methoden.
    • Grabmilben sind ebenfalls Milben, die auf der Hautoberfläche leben. Manchmal kann man sie durch Bürsten des Fells oder Abschaben der Haut erwischen. Allerdings bewegen sie sich sehr schnell und sind mikroskopisch klein, so dass sie sich diesen Tests leicht entziehen können.
  3. Lass deinen Tierarzt deinem Hund Blut abnehmen. Da Grabmilben sehr schnell und oft für das bloße Auge zu klein sind, könnte dein Tierarzt einen Bluttest durchführen. Bei dem Test wird nach Beweisen dafür gesucht, dass der Körper eine Immunantwort auf die Reizung durch die Grabmilben bildet. Der Test liefert eine Ja-oder-nein-Antwort auf die Frage nach einer Infektion. Er ist allerdings nur zuverlässig, wenn der Hund mindestens zwei Wochen infiziert ist. So lange dauert es, bis es zu einer Immunantwort kommt.
  4. Frag nach einer Hautabschabung. Haarbalgmilben leben in der Haut, so dass der Tierarzt mit einem stumpfen Skalpell die obersten Hautschichten abschaben muss. So gelangen die Milben an die Oberfläche und werden in den Hautresten an der Skalpellklinge gefangen. Gutmütige Hunde werden mit dieser Prozedur keine Probleme haben.
    • Die abgeschabte Haut wird dann unter einem Mikroskop angeschaut, um die typische „Zigarrenform“ dieser Milben zu erkennen.
  5. Frag nach einer Hautbiopsie. Eine Hautbiopsie könnte nötig werden, wenn die anderen Methoden kein Ergebnis bringen. Diese Methode wird zudem empfohlen, wenn ein starker Verdacht auf Demodikose besteht. Dabei wird eine Probe in der gesamten Dicke der Haut genommen. Der Pathologe wird nach Haarbalgmilben in den Haarfollikeln schauen.

Teil 3 von 5: Cheleytiellose und Sarcoptes-Räude behandeln

  1. Behandle einen Befall mit Pelzmilben. Dieser Räudeart spricht auf verschiedene Medikamente an. Einige Medikamente sind risikoreicher als andere. Daher solltest du wenn möglich sicherere Alternativen wählen.
    • Die empfohlene Behandlung besteht aus drei Behandlungen in zweiwöchigem Abstand mit einem Spray, das Fipronil enthält. Beachte bitte, dass dieses Produkt nicht für diese Anwendung zugelassen ist, aber generell als ungefährlich und wirkungsvoll angesehen wird. Es wird von Tierärzten empfohlen, die sich auf Dermatologie spezialisiert haben.
    • Als Alternative kannst du drei bis vier Wochen einmal wöchentlich Shampoo mit Seleniumsulfid anwenden. Diese Behandlung ist ebenfalls ungefährlich.
    • Ein höheres Risiko besteht bei Ivermectin. Es wird für drei Behandlungen einmal wöchentlich als Injektion verabreicht. Bei Hunderassen wie Collies, die empfindlich auf Icvermectin reagieren, kann es zu Koma führen. Am besten wird es vermieden, wenn es keinen guten Grund gibt, es anzuwenden.
  2. Geh gegen Grabmilben vor. Wenn diese Art der Räude diagnostiziert wurde, kann man sie ganz leicht in den Griff bekommen, indem man regelmäßig äußerlich anzuwendende Produkte benutzt. Empfohlene Produkte enthalten Selamectin (Stronghold) oder Imidacloprid (Advantage).
    • Am Anfang wird diese Behandlung dreimal in zweiwöchigem Abstand angewandt, dann monatlich, um eine erneute Infektion zu verhindern.
    • Orale Produkte können ebenfalls wirkungsvoll sein. Sie enthalten Milbemycin (Milbemax) und werden für sechs Anwendungen einmal wöchentlich verabreicht.
    • Ältere Behandlungsmöglichkeiten etwa mit Amitraz sind ebenfalls wirkungsvoll. Dies ist ein insektentötendes Bad, das die Umwelt schädigen kann, wenn es nicht fachgerecht entsorgt wird. Wenn es ins Wasser gelangt, ist es giftig für Fische. Du solltest lieber sicherere Behandlungsmethoden auswählen.
  3. Behandle alle Hunde, die mit dem infizierten Hund in Kontakt gekommen sind. Pelzmilben und Grabmilben können Räude von einem Hund auf den anderen übertragen. Alle Hunde, die mit dem betroffenen Hund Kontakt hatten, sollten auf die gleiche Weise behandelt werden.
    • Katzen und andere Tiere müssen nicht behandelt werden.
  4. Reinige alle Schlafplätze, Halsbänder, Geschirre und Leinen oder wirf sie weg. Reinige alle Schlafplätze, Halsbänder, Geschirre, Leinen und andere Materialien, mit denen sie engen Kontakt hatten, oder wirf sie weg. Du musst die Milben in deinem Haus loswerden. Wasch die Schlafplätze und andere Materialien mit heißem Wasser. Gib sie wenn möglich in den Trockner.
  5. Dir muss klar sein, dass Sarcoptes-Räude bei Menschen Juckreiz auslöst. Die Milben, die Sarcoptes-Räude verursachen, können auf den Menschen übertragen werden. Allerdings können die Milben sich nicht auf Menschen fortpflanzen. Sie können aber zu schrecklichem Juckreiz auf bestimmten Hautstellen führen. Die Milben werden allerdings sterben. Wenn du von den Milben Juckreiz bekommst, werden die Symptome nach drei Wochen nachlassen.

Teil 4 von 5: Demodikose behandeln

  1. Warte, ob dein Hund durch die Milben gereizt wird. Demodikose ist etwas anders als die anderen Räudearten, da die Milben nicht an der Hautoberfläche leben, sondern sich unter die Hautoberfläche bohren. Sie hat zwei Formen:
    • Eine lokalisierte, selbstlimitierende Infektion bei Welpen und Hunden unter 12 Monaten. Die Haut enthält immer mal eine Haarbalgmilbe, aber das macht keine Probleme, außer das Immunsystem des Hundes ist kompromittiert. Da sich das Immunsystem von Welpen noch in der Entwicklung befindet, haben sie manchmal kahle Stellen, die glatt und rosa sind. Sie stören den Hund nicht und müssen nicht behandelt werden. Wenn das Immunsystem des Hundes stärker wird, kämpft der Körper gegen die Infektion und bringt sie unter Kontrolle.
    • Eine generalisierte Infektion, die oft bei Hunden über 12 Monaten vorkommt. Wenn die Bereiche größer oder klebrig werden und jucken, was Anzeichen sekundärer Infektionen sind, sollte der Hund behandelt werden.
  2. Benutze ein Shampoo mit Benzoylperoxid. Die generalisierte Form der Demodikose, die den ganzen Körper betrifft, ist ernster. Der Name „rote Räude“ spielt auf die starke Reizung und Entzündung der Haut an, die eine körperliche Reaktion auf die große Anzahl von Milben in den Haarfollikeln ist. Als erstes musst du den Hund mit einem Shampoo einseifen, das Benzoylperoxid enthält. Das ist an sich keine Behandlung, sondern eine „Follikelspülung“, die in die Haarfollikeln eindringt und sie ordentlich reinigt. So wird der Körper deines Hundes zu einer feindlicheren Umgebung für die Milben. Zudem werden dabei einige Milben abgelöst.
    • Du bekommst diese Shampoos im Zoofachhandel. Frag deinen Tierarzt nach Empfehlungen.
  3. Wende bei einem wöchentlichen ein Insektizid als Bad an. Zur Behandlung der Demodikose gehört ein wöchentliches Bad mit einem Insektizid namens Amitraz. Das ist ein flüssiges Medikament, das in Wasser aufgelöst und über den Hund geschüttet wird. Da oft die Pfoten infiziert sind, solltest du deinen Hund zehn Minuten in der einer kleinen Menge der Lösung stehen lassen. Es muss mindestens zehn Minuten Kontakt mit der Haut haben, um zu wirken.
    • Spül das Produkt nicht aus. Lass es an der Luft trocknen.
    • Die Behandlung erfolgt wöchentlich, bis es zwei oder drei negative Hautabschabungen gegeben hat. Je nach Ergebnis kann die Behandlung zwischen vier und zwölf Wochen dauern.
    • Bitte bedenke, dass Amitraz giftig für Fische, Vögel und Reptilien ist. Es kann zudem Asthma verschlimmern. Das Bad sollte immer an einem gut durchlüfteten Ort durchgeführt werden, am besten draußen. Die Person, die den Hund badet, sollte wasserfeste Schutzkleidung tragen wie Gummihandschuhe und eine Plastikschürze. Menschen mit Asthma sollten Amitraz nicht verwenden.
  4. Versuch es mit einem oralen Medikament. Da Amitraz unangenehm und für manche Tiere giftig ist, empfehlen viele Tierärzte andere Behandlungen. Dazu gehören:
    • Milbemycin (Milbemax): Das ist ein orales Wurmmittel. Es wird in der angegebenen Menge 30 Tage lang täglich verabreicht, bis es zwei bis drei negative Hautabschabungen gibt, die in einem Abstand von mindestens sieben Tagen genommen wurden. Der Nachteil sind dabei die Kosten. Milbemycin ist sehr teuer und die Kosten für eine 60 Tage lange Behandlung eines großen Hundes können untragbar sein. Zudem ist es nicht immer wirksam, so dass die Dosis verdoppelt werden muss, was die Kosten wieder steigen lässt.
    • Ivermectin. Dieses orale Medikament wird zunächst in einer niedrigen Dosis verabreicht. Dein Tierarzt wird die Dosis langsam steigern. Oft muss die tägliche Behandlung drei bis acht Monate durchgeführt werden. Bei manchen Hunden kann Ivermectin zu schlimmen Nebenwirkungen führen, da es die Blut-Hirn-Schranke überwinden und ins Gehirn gelangen kann. Es kann zu Atemproblemen, extremen Koordinationsproblemen und sogar Koma führen. Vor allem Collierassen sind für diese Nebenwirkungen anfällig. Ivermectin sollte bei diesen Rassen lieber nicht angewendet werden.
  5. Reinige alle Schlafplätze, Halsbänder, Geschirre und Leinen oder wirf sie weg. Reinige alle Schlafplätze, Halsbänder, Geschirre, Leinen und andere Materialien, mit denen sie engen Kontakt hatten, oder wirf sie weg. Du musst die Milben in deinem Haus loswerden. Wasch die Schlafplätze und andere Materialien mit heißem Wasser. Gib sie wenn möglich in den Trockner.
  6. Mach dir keine Sorgen darüber, andere Tiere wegen Demodikose zu behandeln. Demodikose ist nicht auf die Art ansteckend wie Cheyletiellose oder Sarcoptes-Räude. Daher müssen andere Tiere, die mit dem betroffenen Hund in Kontakt waren, nicht behandelt werden.
    • Welpen können sich während der Geburt bei ihrer Mutter anstecken. Die Milben können jahrelang in der Haut sein und auf eine Möglichkeit warten, sich fortzupflanzen.
  7. Frag deinen Tierarzt nach zugrundeliegenden Gesundheitsproblemen. Ein unterdrücktes Immunsystem macht eine Erkrankung mit Demodikose wahrscheinlicher. Es sollte alles versucht werden, um gesundheitliche Probleme zu diagnostizieren und zu behandeln. Dazu können eine Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes oder Morbus Cushing gehören.
  8. Behandle Infektionen mit Antibiotika. Die Folge von Räude sind oft Juckreiz, offene Haut und bakterielle Infektionen. Es ist wichtig, sekundäre Infektionen mit Antibiotika unter Kontrolle zu bekommen (wenn nötig).
    • Manchmal kann eine kurze Behandlung mit oralen Steroiden ratsam sein, um den Juckreiz zu mindern, während andere Medikamente für die zugrundeliegende Erkrankung verwendet werden. Steroide sollten nicht bei Demodikose verwendet werden, da der immunsuppressive Effekt die Fähigkeit des Körpers unterdrücken könnte, gegen die Milben zu kämpfen und sie zu eliminieren.

Teil 5 von 5: Für eine gute Gesundheit deines Hundes sorgen

  1. Sorge dafür, dass dein Hund gesundes Futter bekommt. Gib deinem Hund ausgewogenes Futter, das die nötigen Vitamine und Mineralien für ein starkes Immunsystem enthält. So kann er besser mit einer Milbeninfektion umgehen. Experten glauben zum Beispiel, dass Haarbalgmilben in der Haut vieler normaler Hunde sind, die keine Hautprobleme haben. Die Immunität der Haut kontrolliert die Milben, so dass sie keine klinischen Anzeichen für Räude aufweisen. Wenn das Immunsystem dieses Hundes aufgrund falscher Ernährung oder einer Erkrankung schwächer wird, können sich die Milben vermehren und zu Problemen führen.
  2. Sei bei der Parasitenkontrolle immer auf dem neuesten Stand. Die meisten Behandlungen für externe Parasiten haben ein breiteres Aktivitätsspektrum, als nur gegen Flöhe und Herzwürmer zu helfen. Ein oft verwendetes Produkt namens Stronghold enthält zum Beispiel Selamectin. Dieses Medikament wirkt gegen Flöhe und Grabmilben. Andere häufig angewendete Produkte wie Frontline und Efipro, die Fipronil enthalten, wirken gegen Flöhe und Pelzmilben. Wenn du ein Produkt regelmäßig anwendest, wird dein Hund geschützt sein, wenn er mit diesen Milben in Kontakt kommt.
    • Diese Produkte eliminieren das Risiko nicht ganz, dass dein Hund Räude bekommt. Aber je nach Produkt kann das Risiko für eine bestimmte Räudeart eliminiert werden.
  3. Halte die Umgebung sauber. Es ist generell gut, wenn der Lebensraum deines Hundes sauber und hygienisch ist. Schmutz und Dreck kann Parasiten ein Zuhause geben und sie mit Nahrung versorgen. In einer sauberen Umgebung hingegen können Parasiten nicht so leicht überleben.
    • Sauge regelmäßig (wenn möglich täglich) und benutze ein insektentötendes Flohhalsband im Staubsaugerbeutel, um aufgesaugte Parasiten abzutöten. Versuch es mit einem Flohhalsband mit Pyrethrin darauf.
    • Besprühe weiche Möbel und Teppiche mit einem insektentötenden Spray, das Floheier und -larven abtöten soll. Diese Produkte sind sehr stark und könnten Parasiten wie Pelzmilben und Grabmilben auf dem Wirt abtöten (Haarbalgmilben leben in der Haut und sind daher hier nicht relevant). So wird das Risiko einer Wiederinfektion deines Hundes reduziert, wenn er auf einem kontaminierten Schlafplatz liegt. Dein Tierarzt kann dir ein passendes Spray empfehlen. Dazu können Indorex, RIP Fleas und Nuvan Staykill gehören. Diese Sprays sollten nicht in der Nähe von Vögeln, Fischen oder Reptilien angewendet werden. Achte darauf, den Raum nach dem Sprühen einige Stunden zu lüften.
    • Die Parasiten können bis zu sieben Monate aktiv bleiben, daher musst du einen möglichen Befall behandeln.
  4. Räum deinen Garten auf. Wenn dein Hund raus geht, dann achte darauf, dass es dort sauber ist. Entferne Pflanzenreste wie getrocknete Blätter und verrottende Pflanzen, da sich dort Parasiten einnisten können.

Warnungen

  • Es gibt bestimmte Hunderassen wie Boxer, die anfälliger für Räude sind als andere. Wenn du einen Welpen haben möchtest, dann frag den Züchter danach, wie wahrscheinlich Räude bei dieser Rasse ist.
  • Es ist wichtig, jede Räudeart schnell zu behandeln, da sich die Milben rasant vermehren. Sie schwächen das Immunsystem deines Hundes, so dass er sie nicht mehr so gut abwehren kann. Dann wird dein Hund anfälliger für andere Erkrankungen und/oder Parasiten.
  • Achte darauf, die Anweisungen aller Hausmittel durchzulesen, die du bei deinem Hund anwenden möchtest. Manche Shampoos und insektentötende Bäder dürfen bei Tieren eines bestimmten Alters nicht angewendet werden, da sie zu Erkrankungen und sogar dem Tod führen können. Wenn du unsicher bist, dann frag deinen Tierarzt.
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