Ein Zombiekostüm basteln

Auch, wenn Zombies eher als ekelhaft und gruslig angesehen werden, sind sie doch eine beliebte Verkleidung. Glücklicherweise kann man ein solches Kostüm leicht basteln, solange du kein professionelles Theatermakeup erwartest. Hier hast du eine Anleitung für ein Zombiekostüm, das du an Halloween, zu Partys, Zombiemärschen und selbstgedrehten Filmen tragen kannst.

Vorgehensweise

  1. Du solltest dich für eine Art von Zombie entscheiden. Lieber der normale, alte Zombie wie ihn sich viele vorstellen oder doch eher eine neumodischere Version? Eigentlich kann alles in einen Zombie verwandelt werden. Eine Ballerina, ein Star, ein Fußballer, alles was dir einfällt. Sei einfach kreativ, dann ist dein Kostüm sicher nicht langweilig.
  2. Zunächst solltest du dich um die Basis kümmern. Je nachdem für welches Kostüm du dich entscheidest, reicht es vielleicht, das alte Kostüm herzurichten. Dein Kostüm sollte jedoch nicht zu teuer sein, weil es am Ende sowieso zerstört wird. Wenn du ein Kostüm vom letzten Jahr in ein Zombiekostüm verwandeln willst, solltest du sicherstellen, dass du nie mehr die liebe Prinzessin vom letzten Jahr sein willst, denn nach der Zombieverwandlung ist dein Kostüm zerstört. Du kannst auch im Secondhandladen alte Kleidung kaufen und diese zum Basteln verwenden. Hier sind ein paar Ideen für ein Zombiekostüm:
    • Verwende Dinge, die du nicht mehr brauchst. Verwandle dich zum Beispiel in einen Aerobic Zombie.
    • Tütüs oder andere Röcke sehen süß aus -- so lange, bis sie ein Zombie trägt.
    • Kleidung, die du sowieso weggeben könntest, kannst du gut in ein Zombiekostüm verwandeln.
    • Verwandle dich in einen Militärzombie. Nimm die alte Militärkleidung deines Opas oder Vaters.
    • Eine alte Schuluniform eignet sich immer gut, aber achte darauf, dass du dich dadurch nicht über die Schule lustig machst.
    • Nimm alte Arbeitskleidung. Krankenschwester, Müllabfuhr oder auch Polizist. Alles eignet sich hervorragend für ein Zombiekostüm. Alte Kleidung eignet sich immer besser und die findest du auch ganz leicht im Secondhandladen. Am besten eignen sich immer alte Uniformen. Aber auch hier solltest du darauf achten, dass du keine Vorschriften verletzt.
    • Party-Accessoires können dein Outfit auch sehr gut aufpeppen.
    • Du kannst eigentlich fast alles für dein Kostüm verwenden. Im Grunde genommen kann alles zum Zombiestyle verändert werden.
  3. Nun geht es an die Bearbeitung deiner Kleidung. Im Moment ist dein Kleidungsstück noch normal und das solltest du ändern. Zerknittert, zerrissen, dreckig, egal was, Hauptsache es sieht alt und kaputt aus. Hier sind ein paar Tipps:
  4. Zerreiße deine Kleidung. Zombies treiben sich überall herum und achten dabei nicht auf ihre Kleidung. Deshalb hat sie überall Löcher und ist zerrissen. Achte bei der Bearbeitung deiner Kleidung jedoch darauf, dass du keine obszönen Körperstellen freilegst.
    • Jeans hat jeder zuhause und sie eignen sich hervorragend für ein Kostüm. Nimm einfach eine Schere und schneide wie du willst. Sandpapier eignet sich auch hervorragend. Bei diesem Schritt geht es nicht um Schönheit, also sei ruhig kreativ.
    • T-Shirt: Zerschneide dein Shirt. Mach hier und da ein paar Löcher, du kannst sie auch noch ein bisschen aufreißen.
    • Bei einem Pulli tust du dir mit dem Zerschneiden vielleicht schwerer, aber dafür kannst du die Maschen besser zerreißen.
    • Jacken und Mäntel können genauso zerrissen werden, aber das solltest du nur mit Jacken machen , die du wirklich nicht mehr anziehst.
    • Röcke und Kleider lassen sich auf dieselbe Art und Weise zerreißen und wenn dabei noch einige Maschen herunterhängen, sieht es sogar noch besser aus. Schneide einfach Löcher hinein und reiße sie mit den Händen noch weiter auf. Bei Aufnähern kannst du ein wenig anziehen und einzelne Fäden herausziehen.
    • Zerreiße deine Strümpfe und Strumpfhosen. Das kannst du entweder mit deinen Fingernägeln machen oder indem du deine Beine am Tischbein entlang ziehst und dir so Laufmaschen einreißt.
    • Die Accessoires kannst du ebenfalls kaputt machen. Mütze, Handschuhe, Schals, etc.
  5. Brandlöcher machen sich immer gut, aber das solltest du wirklich nur in einer sicheren Umgebung und mit den richtigen Stoffen machen. Mit einem Feuerzeug kannst du hier und da ein Loch einbrennen. Es ist aber wirklich wichtig, dass du weißt, wie der Stoff auf Hitze reagiert. Leicht entzündliche Stoffe sollten nicht in der Nähe sein. Wolle auf einem Betonboden eignet sich zum Beispiel gut, wenn nichts Brennbares in der Nähe ist, wohingegen das Anzünden einer Jeans auf dem Teppich im Wohnzimmer wohl problematisch wird.
    • Halte dabei viel Wasser bereit.
    • Das sollten nur Erwachsene tun.
  6. Künstliches Blut ist fast schon ein Muss. Hier und da solltest du verschmiert sein und es darf gerne heruntertropfen. Experimentiere doch einfach mit Kunstblut. Hier hast du ein paar Tipps:
    • Wenn du es kaufst, ist dunkleres, wasserfestes Blut besser.
    • Klebriges und schnell starr werdendes Blut kann beim Laufen sehr unangenehm sein und dich komisch aussehen lassen.
    • Wenn du das Blut aufträgst, darfst du mal wieder kreativ sein. Lege deine Kleidung auf eine Unterlage, um alle anderen Möbel vor Blutflecken zu schützen und verwende deine Hände, um die Kleidung zu beschmieren. Spritzer und Handabdrücke eignen sich dabei besonders gut. Spritzer und mit einem Pinsel gemalte Schmierer sind auch super.
    • Mit Flüssiglatex kannst du hervorragend künstliche Wunden basteln. Lass einfach ein bisschen Latex in eine Form fließen, verwende ein bisschen braune, rote oder lilane Acrylfarbe und bemale die Wunde. Ein paar Tropfen künstliches Blut lassen sie noch echter aussehen. Ein paar Haferflocken in der Wunde, die du mit durchsichtiger Vaseline dazugibst, machen deine Fake Wunde perfekt!
  7. Schlamm und Dreck auf der Kleidung lässt alles noch echter wirken.
  8. Nun geht es an das Make-up, das keine kleine Rolle spielt. Am besten eignet sich Vaseline und wasserfestes Make-up für das Schminken.
    • Vaseline zaubert gute Effekte, weil sie so fettig ist und gut haftet. Außerdem ist sie billig und du siehst dann richtig alt und ungepflegt aus.
    • Wenn dir das zu viel ist, kannst du dich auch blass schminken und mit blauer Farbe deine Augenränder noch verstärken und andere Stellen betonen, zum Beispiel einfallende Wangenknochen. Das funktioniert gut mit hellem wasserbasiertem Make-up und mit Kunstblut vollendest du dein Werk. So siehst du aus als wärst du gerade erst gestorben.
    • Wenn du Falten willst, kannst du dir Wattebällchen in die Backen stecken und Flüssiglatex darüber trocknen lassen. Sobald du die Watte entfernst, fallen deine Latexwangen ein und du siehst tot aus.
    • Kontaktlinsen in wilden Farben bekommt man relativ günstig, auch online. Ein wenig Kunstblut um den Mund lässt auch deine Zähne realistischer wirken. Ein bisschen Kunstblut im Nacken, auf den Händen und anderen sichtbaren Stellen ist sehr gut.
  9. Ein professionelles Make-up kann manchmal noch der Punkt auf dem i sein. Es gibt viele Halloween-Accessoires, zu denen auch professionelles Make-up gehört. Flüssiglatex gehört zum Beispiel dazu. Wenn du dir zum Beispiel künstliche Fingernägel besorgst, die durch deinen Hals stechen oder einen Reißverschluss mitten durch das Gesicht ziehst, bist du ein echter Zombie. Wenn dir das zu viel Arbeit ist, kannst du den Schritt aber auch weglassen.
  10. Nun geht es an die Haare. Sie machen einen wichtigen Teil deines Kostüms aus. Toupiere deine Haare, mach sie voller Kunstblut und Dreck und lass sie richtig ungepflegt aussehen. Mit jeder Menge Haarspray sieht das Ganze dann gut aus. Ein paar künstliche Insekten im Haar könnten das Finish sein.
    • Wenn du deine echten Haare nicht so strapazieren willst, solltest du dir vielleicht eine Perücke kaufen. Diese kannst du auch leichter bearbeiten, indem du sie vor dir auf den Tisch stellst und durchwuschelst und dreckig machst.
  11. Nun musst du dich nur noch verhalten wie ein Zombie. Sie bewegen sich nicht so schnell und ihr Mund steht meist ein bisschen offen.
    • Bist du ein langsamer Zombie, der so vor sich hintrottet und seine Füße hinter sich herschleift?
    • Oder bist du der schnelle Zombie, der alle Leute erschreckt, weil er ihnen so schnell hinterherrennt?
    • Bist du ein Zombie, der keine Menschen ist, sondern vegan lebt?
  12. Nun bist du fertig.

Tipps

  • Sei experimentierfreudig.
  • Blaues und graues Haarspray lässt dich noch toter aussehen. Babypuder kannst du dafür verwenden.
  • Informiere dich im Voraus über verschiedenes Make-up und Stoffe. So hast du genug Zeit, um dein Outfit vorzubereiten.
  • Vaseline und Haferflocken sorgen für den besonderen Look, wenn du sie für 10 bis 15 Minuten in die Mikrowelle stellst und danach auf dein Gesicht gibst.
  • Wenn du Spülung in dein Haar gibst, sieht es fettiger aus.
  • Zombie-Accessoires kannst du in jedem Halloweenladen kaufen.
  • Rasiere deine Haut und creme sie ein, bevor du mit Latex arbeitest.
  • Gruppenkostüme sind manchmal eine sehr gute Idee.

Warnungen

  • Achte darauf, dass sich viele Leute echt vor dir erschrecken könnten. Kinder reagieren anders als Erwachsene auf so etwas.
  • Berühre niemanden, wenn du in der Öffentlichkeit mit diesem Kostüm herumläufst.
  • Sei vorsichtig, wenn du mit heißem Latex oder Feuer arbeitest.
  • Achte darauf, dass du auf keine Stoffe allergisch reagierst.
  • Farbige Kontaktlinsen verträgt nicht jeder.

Was du brauchst

  • Alte Kleidung
  • Schere und Schleifpapier
  • Feuerzeug für Brandlöcher
  • Dreck
  • Make-up
  • künstliches Blut
  • Perücke
  • Blätter, Dreck, Äste als Accessoires und für deine Haare
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