Höhenangst überwinden

Extreme Höhenangst - auch unter Akrophobie bekannt - betrifft in etwa 5% der Bevölkerung. Während fast jeder bereits die Erfahrung mit Angst vor dem Fall aus einer großen Höhe gemacht hat, ist diese Angst für manche lähmend. Wenn deine Höhenangst so extrem ist, dass sie deine Leistung in der Schule oder bei der Arbeit beeinflusst, oder dich an täglichen Aktivitäten hindert, hast du Akrophobie. Befolge die hier vorgestellten Tipps um deine Höhenangst zu überwinden.

Methode 1 von 5: Setze dich mit deiner Angst auseinander (nur für schwache Formen von Akrophobie)

  1. Erkenne die Auslöser deiner Angst. Manche Menschen haben bereits Angst wenn sie nur an ein großes Gebäude denken, während andere nur eine leichte Angst verspüren (manche fühlen sich zum Beispiel zitterig bevor sie mit einer Achterbahn fahren). Wenn du zu letzteren gehörst -jemand, der Angst vor Höhen hat aber sich trotzdem nicht davon abhalten lässt, normale Aktivitäten auszuführen, brauchst du wahrscheinlich keine professionelle Hilfe. Erkenne die Auslöser deiner Angst - gibt es etwas, das du nicht tun würdest, selbst wenn du dadurch deine Arbeit, dein Studium oder deine Hobbys vernachlässigst?
  2. Benutze Logik. Laut Definition ist eine Phobie eine „unlogische Angst“ - eine die nicht auf einer konkreten Gefahr basiert. Daher, wenn deine Höhenangst nur schwach ausgeprägt ist, kann Logik dir dabei helfen deine Angst zu überwinden. Denn im Allgemeinen sind Dinge, die Höhenangst auslösen - wie Flugzeuge, Wolkenkratzer oder Achterbahnen - sehr sicher. Diese Dinge wurden speziell dafür gebaut so sicher wie nur möglich zu sein- Fehlfunktionen sind so selten, dass ein Unfall schon eine Art Sensation ist. Es ist trotzdem sehr leicht zu vergessen, wie unwahrscheinlich es ist, dass dir etwas in einem Hochhaus oder einem Flugzeug passiert.
    • Zum Beispiel, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass du mit einem Flugzeug verunglückst, abhhängig von der Fluglinie, 1 zu 20 Millionen.. Als Kontrast dazu, in Deutschland beträgt die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden 1 zu 6 Millionen.
  3. Entspanne dich. Entspannung ist etwas, woran man viel leichter denkt als es tatsächlich zu tun. Doch nichtsdestotrotz, es ist etwas, das du zumindest versuchen solltest wenn dich deine Angst befällt. Atme tief durch. Denke daran, wie unwahrscheinlich es ist, dass dir etwas schlimmes passiert. Wenn du bereits alt genug bist, kannst du auch Alkohol trinken um dich damit zu beruhigen. Aber am Wichtigsten ist, dass du dich nicht in hoffnungslose und verzweifelten Gedanken vertiefst, die dich ausflippen lassen. Denke daran, Nervosität hat noch nie bei etwas geholfen.
    • Wenn du kannst, treibe Sport am Morgen bevor du auf etwas triffst, was deine Höhenangst auslöst. Sport zu machen hilft dir dabei gelassener und entspannter zu sein.
  4. Setze dich schrittweise deiner Angst aus. Jemand der an Höhenangst leidet wird wohl kaum einen Ausflug auf den höchsten Wolkenkratzer der Welt machen, bevor er nicht auf eine Leiter steigen kann. Gewöhne dich schrittweise an größere Höhen - als Beispiel, vielleicht fängst du mit einem Balkon im 2. Stock an. Wenn du dich damit wohl fühlst, kannst du zum Beispiel mal mit einer Leiter auf dein Dach steigen. Wenn du dich damit wohl fühlst, fahre mit deinem Partner oder Partnerin eine Runde Riesenrad und so weiter. Sei stolz auf deine Entwicklung und verliere nicht deinen Schwung - mit viel Geduld wirst du vielleicht bald einen Bungee-Sprung absolvieren um deine Leistung gebührend zu feiern.
    • Es ist kniffelig, dich selbst zu Dingen zu zwingen, die dich nervös machen. Um dir selbst einen kleinen Tritt zu geben, begib Situationen in denen du deiner Angst begegnen musst. Als Beispiel, wenn du auf einem Volksfest bist, und ein Freund dich fragt, ob du mit der Achterbahn fahren willst, dann sage „Ja“ und kaufe dir selbst ein Ticket. Wenn du an der Reihe bist, wirst du nicht zurückschrecken, nicht nur weil du es deinem Freund versprochen hast, sondern auch weil du Geld dafür ausgegeben hast.

Methode 2 von 5: Lass dir durch eine Therapie helfen

  1. Finde eine Therapeuten. Heutzutage gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Schulen in der Psychotherapie, von der traditionellen Psychoanalyse bis hinzu alternativen Ansätzen. Das Ziel eines jeden Therapieprogramms sollte sein, langsam deine Ängste zu vermindern und dir beizubringen, wie du deine Beklommenheit kontrollieren kannst. Therapie kann, muss aber nicht, mit Medikamenten verbunden sein. Es gibt nicht nur den „einen Weg“ zur Heilung deiner Angst, unterschiedliche Therapien können auch unterschiedliche Lösungswege haben. Letztendlich musst du entscheiden, welcher Weg für dich der richtige ist. Jedoch gibt es Dinge, die du beachten solltest, wenn du dir einen Therapeuten suchst, wie zum Beispiel:
    • Zulassung. Bevor du ein Therapieprogramm beginnst, stelle sicher, dass dein Therapeut eine gültige Zulassung hat und gut ausgebildet ist. Versuche einen Therapeuten mit einem Abschluss, oder mit einer Promotion in Verhaltenspsychologie oder einem ähnlichen Feld zu finden.
    • Erfahrung. Versuche einen Therapeuten zu finden, der bereits lange in seinem Beruf arbeitet und eine Vielzahl von Patienten betreut hat. Wenn möglich, kannst du auch ehemalige Patienten nach ihren Erfahrungen befragen. Sei kritisch bei Therapeuten, die noch sehr unerfahren sind oder die mit unbelegbaren Erfolgen protzen.
    • Methode der Behandlung. Obwohl, wie bereits oben erwähnt, unterschiedliche Wege zur Heilung gibt, sollte das Ziel der Therapie immer sein, deine Angst schrittweise zu reduzieren und sie zu kontrollieren. Die meisten Therapeuten benutzen moderne, wissenschaftliche Methoden, die bereits getestet und in medizinischen Fachblättern veröffentlicht wurden. Überlege dir gründlich ob du Therapeuten mit „alternativen“ Behandlungsmethoden vertrauen möchtest, vor allem wenn diese als „ganzheitlich“, „homöopathisch“ oder „mystisch“ bezeichnet werden.
  2. Treffe deinen Therapeuten und bespreche deine Angst mit ihm. Wenn du erstmal einen passenden Therapeuten gefunden hast, dann mache einen Termin aus. Unterschiedliche Ärzte haben womöglich unterschiedliche Ansätze für deine Angst. Jedoch werden dir wohl alle Ärzte zunächst Fragen stellen, wie lange du bereits an Akrophobie leidest, welche Probleme es dir verursacht und so weiter. Sei komplett ehrlich mit deinem Therapeuten - je mehr Informationen du lieferst, desto einfacher wird es für ihn, dich zu behandeln.
  3. Lerne Techniken deine Angst zu kontrollieren. Etwas, das du höchstwahrscheinlich von deinem Therapeuten lernen wirst, sind Techniken, wie du deine Angst kontrollieren kannst. Diese Techniken werden deine Angst nicht beseitigen, aber sie werden dir helfen, damit umzugehen. . Dein Therapeut wird dir neue Wege beibringen, mit deiner Angst umzugehen. Du lernst wie du deine Gedanken und Gefühle kontrollieren kannst. Letztendlich wirst du lernen, was und was du nicht kontrollieren kannst.
    • Sei misstrauisch gegenüber Techniken, die dir vermitteln, dass deine Angst eine „antrainierte“ Verhaltensweise auf gewisse Situation sei. Dies war bis vor kurzem die gängige Sichtweise bei Phobien. Doch neue Untersuchen bestätigen, dass manche Phobien (auch die Akrophobie) angeborene Ängste sein können, die nicht antrainiert sind.
  4. Schrittweise Annäherung. Einen Ansatz, den manche, aber nicht alle, Therapeuten verfolgen, beinhaltet die langsame Desensibilisierung der Patienten. Das bedeutet, dass die Patienten langsam immer größeren Stimuli ihrer Angst ausgesetzt werden, damit die Patienten eine Toleranz aufbauen können. Im Fall einer Höhenangst können Patienten damit anfangen, sich vorzustellen am Rande einer Klippe zustehen. Dann, wenn das geschafft wurde, kann das Betrachten eines Bildes, das von einem hohen Punkt aufgenommen wurde, folgen. In den letzten Jahren hat virtuelle Realität sehr dabei geholfen, Menschen mit Akrophobie zu therapieren. Und das aus einer sicheren Umgebung heraus.
    • Schließlich, wenn der Patient Fortschritte gemacht hat, kann ein Flug mit einem Flugzeug oder eine andere Angst auslösende Aktion folgen.
  5. Bereite dich auf deine Hausaufgaben vor. Viele Therapeuten werden dir Hausaufgaben aufgeben, die dir dabei helfen deine mentalen und physischen Techniken zu trainieren und zu verbessern. Du musst deine Kontrolltechniken von negativen Gedanken jeden Tag trainieren. Die „Hausaufgaben“ können Dinge beinhalten, wie Atemübungen, Gedankenexperimente und vieles mehr.

Methode 3 von 5: Akrophobie mit Medikamenten behandeln

  1. Finde eine Psychiater oder einen Doktor, der sich mit Medikamenteneinsatz gegen Phobien auskennt. Wie bei jedem medizinischen Problem, ist es auch hier wichtig, dass du dir einen Arzt suchst, der die benötigte Erfahrung mit sich bringt. Wenn du keinen Arzt kennst, der Medikamente gegen Phobien ausstellt, solltest du deinen normalen Arzt (z.B. deinen Hausarzt) befragen. Er oder sie wird dir höchstwahrscheinlich einen passenden Arzt empfehlen können.
    • Akzeptiere, dass Medikamente nicht die tiefsitzenden psychologischen Störungen, die Phobien auslösen, heilen können. Jedoch kann dir Medikation dabei helfen, diene Ängste zu kontrollieren und in Situationen zu entspannen, in denen du normalerweise unter hohen Stress geraten würdest. Du wirst auch bemerken, dass du eine höhere Bereitschaft zeigst deine Ängste zu konfrontieren, wenn du entspannter bist.
    • Vermeide Quacksalber. Berechtigte Ärzte haben Medizin studiert und besitzen auch eine gültige Lizenz. Suche nie einen Doktor auf, der „natürliche“ oder „ganzheitliche“ Medizin ausübt, ohne zuvor deinen Hausarzt konsultiert zu haben.
  2. Sprich offen mit deinem Arzt. Kommunikation ist der Schlüssel, wenn du Medikation für deine Akrophobie wünscht. Eine klare und gründliche Beschreibung deiner Symptome wird deinem Arzt dabei helfen, eine Entscheidung bezüglich der richtigen Medikation zu treffen. Spiele deine Symptome nicht aus Verlegenheit herunter.
  3. Erkundige dich über verfügbare Medikamente. Nicht jeder Arzt ist mit allen verfügbaren Behandlungsmethoden vertraut. Daher solltest du auch deine eigene Forschung über Medikamente anstellen. Habe keine Angst irgendwelche Bedenken gegenüber deinem Arzt zu äußern. Viele Medikamente haben Nebenwirkungen. Das ist ok, wenn du für dich entscheidest, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen. Hier sind ein paar der am weitesten verbreiteten Medikamente, die dein Doktor dir vielleicht verschreibt:
    • Antidepressiva sind normalerweise Medikamente, die sich auf die Zahl der Neurotransmitter auswirken, die wiederum deine Stimmung kontrollieren.
    • Benzodiazepine sind schnell wirkende, psychoaktive Medikamente, die gegen einen akuten Schub von Angst geeignet sind. Gut gegen akute Angstschübe, können Benzodiazepine aber auch in die Abhängigkeit führen.
    • Betablocker funktionieren indem sie Adrenalin blockieren. Dieses Medikament wird zumeist gegen Symptome von Unruhe und Beklommenheit, wie Zittern oder einen schnellen Herzschlag eingesetzt.
  4. Behandele Beeinträchtigungen des Augen- und Vestibularsystems. Obwohl die Ursache für Akrophobie nicht komplett untersucht ist, haben Forschungen nahegelegt, dass auch visuelle und räumliche Stimuli auf die Augen und das Vestibularsystem Einfluss haben können. Bei manchen Patienten kann die Höhenangst durch die Unfähigkeit ausgelöst sein, visuelle und räumliche Signale zu verarbeiten, besonders bei großen Höhen. Diese Unfähigkeit kann zur Orientierungslosigkeit und zu Schwindel führen. In diesem Fall hat die Akrophobie eine physiologische Ursache, anstatt eine psychologische. Sprich mit deinem Arzt, um eine Überweisung zu einem Spezialisten zu erhalten, der dir einen tieferen Einblick in deine Angst liefern kann.

Methode 4 von 5: Gegenmittel

  1. Überlege dir, Koffein zu streichen. Koffeinkonsum kann ein beitragender Faktor zu deiner Angst sein. Dein Koffeinkonsum zu begrenzen kann dir dabei helfen, deine Ängste zu mildern.Zusätzlich führt weniger Koffein dazu, dass du dich entspannter fühlst, was dir hilft deine Ängste zu konfrontieren.
  2. Verbessere deine Schlafgewohnheiten und treibe mehr Sport. Während Schlaff und körperliche Übung uch für deine gesamte Gesundheit vorteilhaft ist, können sie deinem Körper auch dabei helfen mit Stress umzugehen, vor allem auch bei Akrophobie. Natürliche Endorphine, die durch regelmäßigen Sport ausgeschüttet werden, helfen dir dabei, dich glücklicher, entspannter und erfrischter zu fühlen, was dir dabei hilft stressvolle Situationen zu kontrollieren.
  3. Sei vorsichtig mit homöopathischen oder Kräutermittel. Es gibt verschiedene homöopathische Mittel, die angeblich Symptome der Akrophobie lindern sollen. Jedoch sind diese „natürliche“ Mittel nicht genug getestet, und ihre Wirkkraft wurde durch klinische Untersuchungen nicht bestätigt. Daher können solche „alternativen“ Heilmethoden wirkungslos oder sogar in einzelnen Fällen gefährlich sein. Bespreche alternative Therapien immer zuerst mit deinem Hausarzt.
    • Nur weil gewisse Heilmittel als „natürlich“ bezeichnet werden, bedeutet das nicht, dass sie auch sicher sind. Erkundige dich selbst so gut wie möglich, bevor du irgendwelche Medikamente nimmst.

Methode 5 von 5: Höre nicht auf Mythen

  1. Springe nicht „ins kalte Wasser“. Eine weit verbreitete Annahme im Bezug zu Phobien ist, dass sich Menschen mit ihrer Angst konfrontieren sollten, indem sie etwas tun, was sie normalerweise extrem ängstigen würde. Für Menschen mit Höhenangst würde das zum Beispiel bedeuten, mit einer Achterbahn zu fahren, ein Fallschirmsprung oder ähnliche Aufgaben. Die Logik dahinter ist, dass Menschen durch diese Aktionen lernen, dass ihre Angst eigentlich unbegründet ist und dass sie dabei eigentlich keiner echten Gefahr ausgesetzt sind. Aber neue Studien gehen davon aus, dass Akrophobie in Wirklichkeit angeboren ist und nicht erlernt,, was bedeutet, dass ein Sprung ins „kalte Wasser“, die Angst sogar noch verschlimmern kann.
    • Weitere Forschung ist nötig um Akrophobie vollkommen zu verstehen. Aber bis dahin ist es ein schlechter Rat, Akrophobiker großen Höhen auszusetzen, ohne vorher in Therapie gewesen zu sein.
  2. Überschätze nicht vergangen Traumen. Wie bereits erwähnt, wendet die Wissenschaft sich langsam davon ab, dass Höhenangst eine erlernte Phobie ist. Von daher ist ein weiterer Mythos ebenfalls falsch, nämlich die Annahme, dass Akrophobie aus einem vergangenen Unfall resultiert, wie zum Beispiel ein Sturz oder ähnliches. Vielmehr haben Untersuchungen gezeigt, dass Menschen, die sehr früh in ihrem Leben ein Unfall wie einen Sturz erlebt haben, weniger wahrscheinlich unter Akrophobie leiden. Daher ist es Geldverschwendung in Therapien zu investieren, die versuchen Traumen der Vergangenheit zu bewältigen.
  3. Akzeptiere deine Höhenangst nicht. Wenn deine Höhenangst dich davon abhält zu arbeiten, zu entspannen, oder die Dinge zu tun, die du liebst, dann ist das ein ernster Zustand, und nicht etwas, das du einfach so akzeptieren solltest. „Sich zusammenreißen“ oder „Erwachsen werden“ sind keine Strategien um mit deiner Akrophobie umzugehen - der Versuch, beispielsweise, deine Höhenangst mit viel „Männlichkeit“ zu bekämpfen, kann zu extremen Stress und schlechten Entscheidungen führen. Eine Höhenangst ist nicht die Ursache eines „schwachen Charakters“, sondern eine angeborene Verfassung, für die man nichts kann.
    • Anstatt dich zu schämen oder zu versuchen, deine Höhenangst zu verstecken, solltest du echte Stärke beweisen und eine Behandlung beginnen. Triff dich mit einem Doktor, Psychiater oder einem erfahrenen Therapeuten, um deine Angst langsam in den Griff zu bekommen.

Tipps

  • Wenn du auf einem Balkon stehst, oder aus dem Fenster eines großen Gebäude blickst, dann mache dir keine schrecklichen Gedanken. Das wird dir nicht weiterhelfen. Genieße stattdessen die Schönheit der Aussicht.
  • Wenn du auf einem Balkon oder einer anderen offenen Fläche ohne Absperrung stehst, dann schaue nicht nach unten. Das wird nur zu einer größeren Angst führen und stellt gleichzeitig ein Sicherheitsrisiko dar.
  • Wenn du in oder auf einem hohen Gebäude stehst, dann mache dir keine gruseligen Gedanken. Stattdessen denke an etwas Schönes.
  • Wenn kognitive Verhaltenstherapie nichts für dich ist, dann kannst du immer noch eine ihrer Übungen für dich nutzen und dich schrittweise an Höhen gewöhnen. Fange damit an aus Fenstern von hohen Gebäuden zu schauen, von Balkonen oder von Flugzeugen. Mache dies alles in deiner eigenen Geschwindigkeit und warte bis du dich in diesen Höhen wohlfühlst.
  • Wenn du von einer großen Höhe nach unten schaust, halte dich dabei an einem Geländer oder an einer Absperrung fest, um so ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen.
  • Benutze zum Beispiel Sprungbretter im Schwimmbad um langsam an größere Höhen gewöhnt zu werden.
  • Sprich mit Menschen, die jeden Tag in großen Höhen arbeiten. Wie zum Beispiel, Bauarbeiter, Fensterputzer, Baumfäller oder Bergsteiger.
  • Versuche andere Menschen mit Akrophobie zu finden. Teil einer Community zu sein, kann dir Trost spenden und dir neue Ideen geben, die du bis dahin noch nicht bedacht hattest.
  • Versuche einfache Übungen zuhause, die dich langsam an größere Höhen gewöhnen:
    • Balanciere auf einem Balken, der zwischen zwei Stühlen liegt.
    • Klettere auf einen Baum mit Hilfe einer Leiter.
    • Klettere auf eine Strickleiter. Klettere jedes Mal ein bisschen höher.
    • Schaukele an einem Seil, das an einem Baum befestigt ist, lass dich ins Wasser fallen, falls das möglich ist.

Warnungen

  • Mache keine Übungen, in denen du dich großen Höhen aussetzt, ohne professionelle Beratung.
  • Kinder und Jugendliche sollten keine Antidepressive zu sich nehmen.
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