Erfolgreich eine Tür eintreten

Eine Tür eintreten zu müssen, damit man Menschen dahinter retten kann, ist keine Situation, in der man sich häufig befindet. Aber wenn die Zeit gekommen ist, solltest du wissen, wie man es richtig macht. Du wirst niemandem helfen können, wenn du dich selbst verletzt oder erschöpft wirst. Lies weiter, um zu lernen, wie man eine Tür sofort erfolgreich eintritt.

Methode 1 von 3: Die Tür richtig abwägen

  1. Versuche herauszufinden, in welche Richtung sie sich öffnen lässt. Wenn sie sich nach innen öffnet, also Richtung Gebäudeinnerem, hast du Glück; die Chancen stehen gut, dass du sie eintreten kannst. Wenn sie sich gewöhnlich nach außen öffnet, verschwende gar nicht erst deine Zeit. Du wirst nicht in der Lage sein sie einzutreten und könntest dir beim Versuch sogar den Fuß brechen.
    • An Häusern oder Apartments, öffnen sich die Türen meist nach innen. Türen, die sich nach außen öffnen, findet man meist an gewerblichen Gebäuden.
    • Wenn du vermutest, dass die Tür nach außen schwingt, ist es vielleicht einfacher die Türangeln zu entfernen, um ins Innere zu gelangen. Die meisten Türangeln an gewerblichen Türen haben allerdings diebstahlsichere Scharnierstifte, die nicht entfernt werden können.
  2. Sie dir also genau die Tür und das Rahmenmaterial an. Einige Türen sind schlecht verarbeitet, während andere wiederum sehr widerstandsfähig sind. Schau dir also an, woraus Tür und Rahmen hergestellt sind. Das Material sagt viel darüber aus, wie viel Kraft man benötigen wird, um die Tür einzutreten.
    • Wabentüren, aus hohlem Holz, oder aus einem anderen Material, dass nicht stabil ist, hergestellte Türen, sind meist innerhalb einer Wohnung vorzufinden. Diese Türen haben meiste keine Sicherheitsvorkehrungen oder Dämmungen und man benötigt nur wenig Kraft, um sie einzutreten.
    • Solidere Türen werden aus abgeschlagenem und gehobeltem Holz hergestellt; mit Rahmen, die an beiden Seiten Laminat enthalten. Hier benötigt man schon etwas mehr Kraft.
    • Sehr solide Holztüren, werden aus Hartholz hergestellt und man benötigt durchschnittlich viel Kraft, um sie einzutreten.
    • Türen mit Metallbeschichtung, werden aus weichem Holz hergestellt, dass mit einer dünnen Metallschicht überzogen wird. Hier wird etwas mehr als der durchschnittliche Kraftaufwand benötigt.
    • Hohle Metalltüren sind wesentlich schwerer als andere Türen. Sie haben zudem verstärkende Kanäle rund um die Kanten und Schlossbefestigung; einige sind sogar zusätzlich gedämmt. Hier muss man die maximale Kraft aufbringen, um solch eine Tür einzutreten und wahrscheinlich wird es überhaupt nicht möglich sein.
  3. Versuche herauszufinden, welcher Teil der Tür am schwächsten ist. Jede Tür hat einen schwachen Punkt, je nachdem wie sie hergestellt wurde. Untersuche die Tür ganz genau, um herauszufinden, welcher Teil aus dem schwächsten Material hergestellt wurde. Ein beherzter Tritt, wird den schwächsten Teil der Tür einfach brechen lassen; meist ist es der Rahmen, der Riegel, oder das Schloss.
    • Es ist der Rahmen? Wenn der Rahmen aus leichtem Holz hergestellt wurde, ist er womöglich der schwächste Teil. Selbst wenn ein schweres Schloss vorhanden ist, solltest du in der Lage sein eine Tür mit schwachem Rahmen einzutreten.
    • Es ist der Riegel oder das Schloss? Schwere Türen sind am Riegel am schwächsten. Der Teil der Tür, der im Rahmen einrastet. Andere Schwachstellen können sich auch direkt über- oder unterhalb des Schlosses befinden.

Methode 2 von 3: Die Tür eintreten

  1. Konzentriere dich auf die Gegend direkt unterhalb des Türknaufs. Hier wirst du den Tritt ansetzen, um den maximalen Druck zu erzeugen. Atme ein oder zweimal tief durch und bereite dich auf den Stoß vor.
  2. Bring dich in Position. Stell dich seitlich, mit dem stärkeren Bein nahe zur Tür; nur ein paar Schritte entfernt. Du solltest nahe genug dran sein, dass dein Fuß ohne Mühe die Tür mit guter Kraft treffen kann.
  3. Heb dein Bein an und tritt zu. Mit deinem stärkeren Bein, machst du einen seitlichen Tritt, direkt unterhalb des Türknaufs. Beim ausführen des Tritts, sollte dein Gewicht leicht auf den vorderen Teil des hinteren Beins verlegt sein, sodass dein Körper ein wenig Schwung gegen die Tür hat. Beim treten wird es sich ein wenig anfühlen, als ob du in die Tür 'hinein fällst'. Lehn dich nicht vom Tritt weg, sondern halte deinen Körper so gut wie möglich aufrecht.
    • Es wird empfohlen mit der Sole oder Ferse zu treffen, nicht mit den Seiten. Da du versuchst die gesamte Bewegungsenergie einzusetzen und nicht nur einen kleinen Schaden hinterlassen willst, kannst du durch diese Technik die Gegend um den Aufschlag verbessern. Zudem verhinderst du auch Verletzungen am Fuß.
    • Es ist außerdem wichtig, dein Standbein (das Bein, auf dem du während des Tritts stehst) fest am Boden zu halten, um möglichst viel Kraft in deinen Tritt zu legen. Stell dir vor, du treibst die Kraft aus dieser Ferse voran.
  4. Schätz ab, ob die Tür nachgibt. Wenn du das Gefühl hast, die Tür ist bei dem ersten Tritt etwas zurück gewichen, setz einen zweiten Tritt an der exakt gleichen Stelle an. Die meisten Türen benötigen einige gute und feste Tritte, bevor sie nachgeben und brechen. Früher oder später sollte der Rahmen der Tür nachgeben und du kannst den Rest lose zur Seite treten.

Methode 3 von 3: Fehlerbehebung

  1. Stell sicher, dass du die schwächste Stelle der Tür triffst. Wenn du sicher bist, dass man die Tür eintreten kann, aber sie nicht nachgibt, versuch es an einer anderen Stelle oder einen anderen Tritt.
  2. Du kannst auch einen Rückwärtstritt versuchen. Diese Methode bietet vor allem mehr Druck und Stabilität. Stell dich mit dem Rücken zur Tür und tritt nach hinten aus; quasi wie ein Esel. Achte aber drauf, dass dein Fuß die Tür gerade und unterhalb des Türknaufs trifft.
    • Du kannst deine Arme auch auf den Schultern eines Freundes ablegen der vor dir steht (oder nutze einen Tisch oder etwas, dass sich nicht bewegt und dein Gewicht hält), um so mehr Stabilität zu bekommen während du versuchst den Tritt an der richtigen Stelle zu platzieren.
    • Mach ein paar 'Test'-Versuche, um sicherzustellen, dass du dir nicht den Fuß am Türknauf brichst.
  3. Versuche einen frontalen Tritt. Ein frontaler Tritt wird nicht ganz so kraftvoll sein wie ein seitlicher oder rückwärtiger Tritt, aber du kannst deinen Fuß besser platzieren. Stell dich einige Schritte von der Tür entfernt auf, mit dem stärkeren Bein hinten. Beweg das Bein dann mit Schwung nach vorn und platziere den frontalen Tritt an der Stelle unterm Türknauf; richtig fest (mit einer Vorwärtsbewegung, nicht in die Höhe).
    • Führe diesen Tritt nicht mit dem Fußballen aus, sondern mit der Ferse. Sei vorsichtig und pass auf, dass du nicht den Türknauf triffst.
    • Diese Trittart erhöht das Risiko einer Verletzung dramatisch, da der Druck nicht direkt senkrecht zur Tür ist und die Zehen somit auf den Türknauf oder das Schloss treffen könnten. Das kann wiederum zu einer Verletzung der Knöchel oder Sehnen an der Ferse führen.
  4. Du solltest wissen, wann es Zeit ist aufzuhören. Es hat keinen Sinn immer weiter auf eine Tür einzutreten, die nicht nachgibt. Es führt nur zu Schäden an der Tür oder sogar an deinem Körper. Versuch also lieber eine andere Möglichkeit zu finden, um ins Innere zu gelangen.
    • Überprüfe ob du alle Optionen durchgespielt hast. Gibt es noch einen anderen Weg um rein zukommen? Hast du darüber nachgedacht ein kleines Fenster einzuschlagen, dass man leicht wieder ersetzen kann? Lass dir die ganze Situation nochmal durch denn Kopf gehen und wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt, mache mit dem nächsten Schritt weiter.
    • Als Alternative, kannst du auch einen Hammer, eine Platte oder etwas anderes, dass sich gut zum schlagen eignet, einsetzen, um die Gegend unterhalb des Türknaufs zu treffen. Eine Brechstange kann auch helfen, wenn es sich um besonders schwere Türen handelt. Dies gilt vor allem für Leute, die physisch nicht so ausgestattet sind, dass sie einen guten Tritt durchführen können.

Tipps

  • Die Tür mit der Schulter rammen, kann zu Verrenkungen führen. Außerdem liegt auch nicht besonders viel Druck im Aufprall, da deine Schulter wesentlich weicher ist und länger braucht, um den Druck auszuliefern, als beispielsweise dein Schuh. Du solltest also lieber zutreten.
  • Beim Tritt solltest du auf keinen Fall springen. Ein Sprung verstärkt nicht die Kraft deines Tritts, es sei denn, du springst von einer Leiter oder vollführst einen Roundhouse-Kick mit Drehung. Dieser würde dir im Falle der Tür jedoch nichts bringen. Springen wird für weniger Stabilität sorgen, die Trittkraft verringern und im schlimmsten Fall zu einer Verletzung führen.
  • Es kann helfen, wenn man stark ausatmet oder schreit während man zutritt. Im Kampfsport nennt man diese Methode auch Kiai (ausgesprochen 'key-hiya). Es dient dazu, die Rumpfmuskulatur zu festigen und verhindert, dass der Oberkörper die Vorwärtsbewegung aufhält (es fließt also mehr Energie in Richtung Tür).
  • Wenn du der Meinung bist, dass du die Methode irgendwann anwenden musst, probier sie vorab ein paar Mal an sicheren und einfachen Zielen aus. Das wird helfen sicherzustellen, dass du dich nicht verletzt wenn es ums Ganze geht.

Warnungen

  • Strecke dein Bein nie ganz aus, wenn es um diese Art von Tritt geht. Stelle sicher, dass dein Bein immer noch leicht gebeugt ist, wenn dein Fuß auf das Ziel trifft. Das Bein durchstrecken, kann zu ernsthaften Verletzungen am Knie führen.
  • Die Anleitung bezieht sich vorwiegend auf Holztüren ohne Schlossriegel. Sollte es einen Schlossriegel geben, wird es wesentlich mehr Druck oder mehrere Versuche brauchen, um den Rahmen zu brechen. Wenn Tür und Rahmen aus Metall sind, solltest du die ganze Sache einfach abblasen, da du dich selbst nur verletzten wirst und frustriert zurück bleibst.
  • Wenn du dich nicht in guter physischer Verfassung befindest, wende die Methode bitte ebenfalls nicht an. Es wird eine Menge Druck auf den Körper ausgeübt und die Methode sollte daher auch nicht von Personen durchgeführt werden, die physisch eingeschränkt sind.
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