Dein Leben vereinfachen

Das Leben zu vereinfachen muss nicht schwierig sein. Wenn du lernst, einen ruhigeren, ausgeglicheneren Raum in deinem Leben zu erschaffen, kann dir das ungeheuer helfen und dies lässt sich mit kleinen Schritten am besten umsetzen. Gerümpel zu eliminieren, Selbstorganisation zu praktizieren, Beziehungen zu vereinfachen, lernen, dir Zeit zu nehmen, um das Tempo zu drosseln und die kleinen Dinge wertzuschätzen, kann dir dabei helfen, geistig gesund zu bleiben. Du kannst heute anfangen.

Methode 1 von 4: Gerümpel eliminieren

  1. Entscheide, welche Dinge nicht notwendig sind. Das Vereinfachen muss nicht kompliziert sein: Finde heraus, was für dich am wichtigsten ist und entferne alles andere. Stelle dir vor, dass du alles, was du besitzt, in einer Stunde zusammen packen müsstest, um die nächsten zehn Jahren oder für den Rest deines Lebens durchs Land zu ziehen. Was würdest du mitnehmen? Was wäre unentbehrlich? Reduziere deine Besitztümer auf das Wesentliche und befreie dich von allem, was nur Raum einnimmt.
    • Wenn du aus nostalgischen oder emotionalen Gründen zum Anhäufen von Dingen neigst, versuche, deiner Bindung an Gegenstände auf den Grund zu gehen. Beginne mit einem "Weg damit-Stapel" und bringe die Dinge darauf sofort zum Second-Hand-Laden. Alte Leuchter, die seit Reagans Amtszeit keine Kerze mehr gesehen haben? Wirf sie weg. Ein Stapel Billboard-Magazine aus den 70igern? Wirf sie weg.
  2. Führe kurze Aufräumaktionen durch. Laufe mit einem großen Korb durch dein Haus. Fülle ihn mit dem Notwendigen. Drehe deine Stereoanlage auf und lasse etwas Gutes laufen und gib dir 15 Minuten, um zu entrümpeln und um herauszufinden, wie viel du schaffst. Wirf Müll weg, sammle Kleider zusammen und bringe sie zur Wäsche. Sei vernünftig. Wenn etwas nicht notwendig ist, wirf es in den Müll.
    • Fokussiere dich auf die stark frequentierten Bereiche, wie das Wohnzimmer und die Küche. Wenn das Geschirr sich in der Spüle stapelt, wirst du dich gestresst fühlen und ein Gefühl von Unordnung empfinden, selbst wenn der Rest des Hauses sauber und aufgeräumt ist. Wenn du nur ein wenig Zeit hast, dann konzentriere dich auf die wichtigsten Räume.
    • Kümmere dich nicht darum, den Schmutz aus jeder Ecke zu bekommen und jede Oberfläche zu "reinigen". Konzentriere dich nur auf das Aufräumen. Räume Dinge weg, bringe Dinge in Ordnung, sorge dafür, dass der Raum gut aussieht.
  3. Führe in jeder Jahreszeit große Aufräumaktionen durch. Ein paar Mal im Jahr solltest du eine gründlichere Reinigung durchführen, um Dinge loszuwerden, die sich angesammelt haben und um deinen Wohnraum klarer zu gestalten, sowie dein Haus von Schmutz und Dreck zu befreien. Tierhaare, Staub und andere Ablagerungen können sich selbst in den kleinsten Räumen ansammeln, was eine gründliche Reinigung notwendig macht. Sauge, schamponiere den Teppich, reinige die Toiletten, schrubbe die Wände, mache die Fenster sauber. Werde den Schmutz los!
    • Gehe durch Schreibtische und entrümpele auch die Papier-Archive. Räume Schubladen aus, um verstecktes Gerümpel loszuwerden. Strebe es an, Papierabfall zu beseitigen und wichtige Dokumente zu digitalisieren, um deinen Wohnraum klarer zu gestalten. Vermeide Papier.
  4. Reduziere die Kleidung in deinem Kleiderschrank. Finde deine bevorzugten und vielseitigsten Kleidungsstücke und verschenke den Rest. Wenn etwas abgetragen ist, dann beseitige es. Wenn es nicht mehr passt, beseitige es, damit jemand anderes es tragen kann. Wenn du immer schon vorhattest, etwas zu tragen, sich die Gelegenheit dafür aber einfach nicht zu ergeben scheint, gib es auf. Mache deinen Schrank schlichter.
    • Wenn du eine große Truhe mit Kleidern hast, an denen du hängst, dann erwäge es, sie nach Jahreszeit zu ordnen. Es gibt keinen Grund, dich mitten im Sommer durch Pullover zu wühlen, daher packe all deine saisonabhängigen Kleider in separate Behälter und räume sie bis zum Beginn der Saison weg. Aus den Augen, aus dem Sinn.
    • Veranstalte „Naked Lady-Parties" oder andere Treffen, bei denen du zusammen mit einigen deiner Freunde all deine alten oder schlecht passenden Kleidungsstücke auf einen Haufen werfen kannst und ihr untereinander tauschen könnt. Vielleicht passt die Jeans für dich nicht mehr wirklich, aber an jemand anderem würde sie toll aussehen. Verschenke alles, was am Ende des Abends übrig ist.
  5. Höre auf, neue Sachen zu kaufen, die du nicht brauchst. Wenn du immer einen Browser-Tab offen hast, um online shoppen zu gehen, arbeite ernsthaft daran, diese Angewohnheit im Zaum zu halten. Nur weil du ein Schnäppchen gefunden hast, heißt das nicht, dass du es zwangsläufig kaufen musst. Vereinfache dein Leben, indem du neuen Krempel von deinem Haus fern hältst.
    • Kaufe keine neuen Bücher. Gehe zur Bücherei und teile den gleichen Lesestoff mit anderen. Gib das Buch zurück, wenn du fertig bist, und du wirst mehr Platz auf dem Regal haben.
    • Kaufe keine neuen Haushaltswaren. Eine pneumatische Knoblauchpresse? Also bitte. Benutze eine Gabel. Einen Teigmischer? Benutze zwei Messer und etwas Muskelschmalz, wie Großmutter es getan hat.
    • Informiere dich über Mietmöglichkeiten in deiner Stadt. Wenn du ein großes Projekt im Freien am Laufen hast, kann es den Anschein erwecken, als müsstest du einen neuen Laubbläser für die Garage kaufen, aber du kannst auch einfach einen leihen. Mietgeschäfte für Werkzeug werden immer üblicher und geben dir die Möglichkeit, das, was du kurz brauchst, zu benutzen und es dann zurückzugeben.
  6. Verkleinere. Habe ein kleines, aber gemütliches Zuhause und lerne, mit weniger zu leben. Kaufe weniger, würdige Qualität mehr und lege das überschüssige Geld für Notzeiten oder einen Belohnungsurlaub aufs Sparkonto.
    • Miete ein Haus oder Gegenstände die du brauchst eher, als dass du sie kaufst. Dann sind die Reparaturen, Raten und die Holzfäule das Problem von jemand anderem … nicht deines.
    • Besitze weniger Gegenstände, aber stelle sicher, dass alles, was du besitzt, eine größere Flexibilität hat. Am wünschenswertesten sind Gegenstände, die für zwei oder drei verschiedene Aufgaben benutzt werden können. Denke daran, dass es nicht die ideale Herangehensweise für ein glückliches Leben ist, wenn du arbeiten musst, um Gegenstände zu bezahlen. Überdenke deine Prioritäten.
  7. Schaffe Leerraum. Es kann dir helfen, zu entspannen und dir ein Gefühl von Einfachheit vermitteln, wenn du freien Raum in deinem Zuhause, deinem Zimmer oder deinem Büro hast. Überhäufe deine Wände nicht mit Zeug, welches deiner Unterhaltung dient, sondern lasse die Leere beruhigend und elegant wirken. Lasse Einfachheit über Zierde triumphieren.
    • Weißraum muss nicht "weiß" sein. Wenn du das Gefühl eines sterilen, extrem sauberen Wohnraums nicht magst, dann können Naturholz, sichtbare Steine oder andere Muster,die sehr einfach sind, dich sehr gut entspannen. Weißraum muss nur frei von Gerümpel sein. Keine Regale, Filmposter oder hängende Rahmen. Einfache Linien und saubere, leere Zwischenräume an den Wänden
  8. Mache dein Bett jeden Tag. Es dauert nur fünf Minuten und kann Wunder bewirken, was den Wechsel deiner Stimmung angeht. Dein Schlafzimmer sieht viel einfacher, eleganter und aufgeräumter auf, wenn das Bett gemacht und aufgeräumt ist. Kleine Schritte wie das Machen des Bettes, können dich entstressen und dein Leben vereinfachen.
    • Wenn es für dich einfacher ist, deine Laken auf einem Haufen zu lassen …. einverstanden. Es geht darum, kleine Schritte zu unternehmen, um deine täglichen Abläufe zu vereinfachen. Vielleicht verbringst du stattdessen meditative Zeit, wenn du jeden Morgen deinen Kaffee machst, die Bohnen mahlst, das Wasser erhitzt und es in die Kaffeepresse gießt. Vielleicht beginnst du den Tag damit, die Küche aufzuräumen und Radio zu hören. Sorge für einen festen Ablauf.

Methode 2 von 4: Selbstorganisation

  1. Plane, was du planen kannst oder umarme dein inneres Chaos. Für manche von uns macht es keinen Sinn, einen Ausflug zu planen, bis zu dem Moment, wenn man das Haus verlässt. Wo liegt der Sinn, sich drei Tage vorher schon wegen des Packens zu stressen? Andererseits brauchen andere Menschen es, ihre tägliche Kleidung schon im Voraus zu richten, die Vorteile jedes Kleidungsstückes einzuschätzen, bis sie sicher sind, dass sie alles haben, was sie brauchen.
    • Wenn du zu Aufschieberitis neigst, dann erzähle dir nicht selbst, dass du deine Gewohneiten ändern musst, solange es dich nicht in deiner Produktivität oder deiner Fähigkeit, Dinge pünktlich zu beenden, behindert. Wenn es für dich funktioniert, dann funktionert es eben. Achte darauf, gegen Ende genug Zeit einzuplanen, um Aufgaben zu beenden und dann werden diese Fristen deine beste Leistung hervorbringen. Wirklich einfach.
    • Wenn dich unerledigte Aufgaben stressen, dann erledige sie frühzeitig, um sie aus dem Kopf zu bekommen. Beende das Packen nicht auf halbem Wege, weil du früh damit begonnen hast – beende es und hake es ab. Vereinfache, indem du es jetzt tust, es erledigst und dich entspannst. Einfach und entspannt.
  2. Teile Hausarbeiten fair auf. Eine häufige Quelle von Komplikationen und Stress ist ein unordentlicher Wohnraum. Die Zeit zu finden, um die Wäsche zu machen, das Geschirr zu spülen, Essen zu kochen und dich um die anderen wesentlichen Hausarbeiten zu kümmern, kann ein großes Ärgernis darstellen, wenn du es nicht auf simple, organisierte Art in Angriff nimmst. Setze dich mit deiner Familie oder deinen Mitbewohnern zusammen und einigt euch auf einfache Methoden, um die Hausarbeiten aufzuteilen und die Arbeiten rund um das Haus zu vereinfachen.
    • Teile die Aufgaben nach Tagen auf. Sorge dafür, dass jeder sich um das Reinigen des Katzenklos und das Wäschewaschen kümmert, aber nicht jeden Tag. Lasse jemanden eine Weile lang die Schmutzarbeiten machen und dann zu anderen Arbeiten wechseln ... tut dies auf fortlaufender Basis. Fertige einen Plan an, mit dem jeder einverstanden ist und hänge ihn in der Küche auf, damit er schnell und einfach einsehbar ist.
    • Teile Aufgaben nach Vorlieben ein. Wenn du es einfach nicht ausstehen kannst, die Wäsche zu machen und dazu neigst, Stapel entstehen zu lassen, handle einen Deal mit deinen Mitbewohnern aus. Wenn sie sich um die Wäsche kümmern, wirst du für alle dreimal pro Woche eine große Mahlzeit kochen, wenn die anderen lang arbeiten müssen. Oder sei für alle Ewigkeit für das Geschirr zuständig. Finde eine Möglichkeit, die Dinge in Einklang mit deiner Situation zu bringen.
  3. Optimiere deine Finanzen. Nichts ist komplizierter als Geld.Wenn du kannst, dann vereinfache deine Finanzen so gut wie möglich, indem du deine Schulden konsolidierst und so wenig Zahlungen wie möglich jeden Monat vornimmst. Erstelle ein Budget, das darauf basiert, wie viel Geld jeden Monat hereinkommt und kalkuliere deine bekannten und geschätzten durchschnittlichen Ausgaben. Halte dich an den Plan und die Ausgaben werden vereinfacht.
    • Richte es so ein, dass deine Rechnungen automatisch von deinem Konto eingezogen werden. Wenn du dein Budget akkurat erstellt hast, solltest du dich nie mehr wieder darum kümmern müssen, deine Rechnungen zu bezahlen. Was könnte einfacher sein?
    • Erhebe das Sparen von Geld zum Standard. Wenn du nicht sicher bist, wie du an die Aufgabe des Vereinfachens deiner Finanzen herangehen sollst, dann gehe bei den Ersparnissen auf Nummer sicher. Je weniger du ausgibst, desto weniger wirst du über Geld nachdenken.
  4. Finde für jeden Gegenstand einen Platz. Wo gehört die Fernbedienung hin? Wo kommen die Jacken hin? Wo sollten die Spielsachen des Hundes sein? Wenn es auf diese Fragen keine Antworten gibt, kann das Beseitigen von Gerümpel schwierig sein. Wenn Dinge überall sein dürfen, wird der Raum immer unordentlich wirken. Plätze zuzuordnen muss nicht schwierig sein – du musst nicht den besten Platz für einen Gegenstand finden, du musst nur irgendeinen Platz finden.
  5. Bereite schnelle Mahlzeiten vor. Das Ende eines harten Arbeitstages ist wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt, um dich mit beiden Händen in hausgemachtem Hähnchen in Rotweinsoße wiederzufinden. Finde Rezepte, die sich schnell zubereiten lassen und suche online nach schnellen Mahlzeiten, für die du die Zutaten benutzen kannst, die du schon im Haus hast. Verbringe die freie Zeit, um die Mahlzeit und die Zeit mit deiner Familie zu genießen, anstatt den Kochvorgang zu verkomplizieren.

Methode 3 von 4: Vereinfache deine Beziehungen

  1. Erkenne schlechte Beziehungen und beende sie. Verschwende keine Zeit damit, Kontakt zu Freunden zu halten, die dich runterziehen, deine Zeit verschwenden oder dich langweilen. Wenn du dein Sozialleben vereinfachen willst, dann beginne damit, indem du die Beziehungen streichst, die es komplizierter machen. Reduziere dein Adressbuch auf die guten Freunde, mit denen du Zeit verbringen willst und verschwende deine Zeit nicht.
    • Du musst dabei nicht unhöflich sein – keine miesen Facebook-Einträge darüber, wie du deine Kontaktliste nun im großen Stil reduzieren wirst. Höre einfach auf, dich besonders anzustrengen. Nimm das Wasser weg und die Pflanze wird verkümmern.
  2. Lerne, zu anderen Menschen „Nein“ zu sagen. Eine Sache, die dazu führt, dass unser Leben kompliziert wird, ist „liebenswürdig“ sein. Wir denken, dass es beim Vereinfachen hilft, wenn andere Menschen bestimmen, was passiert: wo zu Mittag gegessen wird, welche Verantwortungen auf der Arbeit anzunehmen sind und ob du zur Verfügung stehst, um deinen Freund zum Flughafen zu bringen. Es wird dir nicht beim Vereinfachen deines Lebens helfen, wenn du ein Fußabstreifer bist, sondern nur für eine Menge Fußabdrücke von anderen Leuten auf deinem Gesicht sorgen.Lass dir von anderen nicht auf die Nerven gehen. Stelle dich aufrecht hin und lerne, „Nein“ zu sagen.
    • Wenn du andererseits dazu neigst, durchsetzungsfähig zu sein und keine Probleme damit hast, anderen zu sagen, wie du dich fühlst, dann kann es dein Leben vereinfachen, wenn du lernst, manchmal ruhig zu sein. Verursache keine Dramen, wenn es in dieser Situation keinen Grund dafür gibt.
  3. Verbringe mehr Zeit alleine. Das Aufrechterhalten von Beziehungen - egal ob von Liebesbeziehungen oder anderen Beziehungen - ist kompliziert. Wenn du dich auf die Eigenarten und Gewohnheiten anderer Leute konzentrierst, kannst du dich weniger auf dich selbst und deine Bedürfnisse fokussieren. Du verkomplizierst dein Leben für andere, anstatt es für dich selbst zu vereinfachen. Es ist nicht selbstsüchtig, Zeit alleine zu verbringen und an dir selbst arbeiten zu wollen.
    • Ziehe es in Erwägung, alleine in Urlaub zu gehen, indem du alleine an einen Ort reist, den du schon immer besuchen wolltest. Verlasse dich auf deine eigenen Fähigkeiten, um dorthin zu finden und es durchzustehen. Probiere, vielleicht Zuflucht in einem Kloster irgendeiner Art aus, um wirkliche Einkehr zu erfahren
    • Liebesbeziehungen sind kompliziert. Je weniger du in ihnen verhandeln musst, umso einfacher wird das Leben. Wenn du wegen Beziehungen – egal ob wegen Liebesbeziehungen oder anderen – dauernd im Wandel bist, dann ziehe es in Erwägung, an dir selbst zu arbeiten. Gehe eine Weile mit niemandem mehr aus, bis du das Gefühl hast, dass dein Leben einfacher und geordneter geworden ist.
  4. Verbringe weniger Zeit in sozialen Netzwerken. Gerümpel muss nicht materieller Natur sein. Das psychische Gerümpel durch Status-Updates, Tweets und Posts wie auf Instagram kann viel dazu beitragen, dich runterzuziehen und dein Leben zu verkomplizieren. Kümmere dich nicht darum, die letzten Einträge von allen zu „liken“ und behalte auch deine verschiedenen Feeds nicht dauernd im Blick. Sie werden da sein, wenn du eine freie Minute hast und du wirst sie wahrscheinlich noch nicht einmal vermissen.
    • Wenn du ambitioniert bist, dann ziehe es in Erwägung, dich von den sozialen Netzwerke vollkommen abzuwenden. Erhebe Interaktionen von Angesicht zu Angesicht zur Priorität und plane Treffen und Anrufe mit alten Freunden ein, mit denen du nicht in Kontakt bleiben kannst, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, anstatt deren sozialen Profilen nachzustellen.
  5. Vereinfache deine Elternschaft. Koche kein Mittagessen, wasche nicht die schmutzigen Kleider, räume die Spielsachen nicht weg. Erwarte von deinem Kind, Dinge selbst zu erledigen, die den verschiedenen Altersstufen angemessen sind. Es ist für dein Kind auf lange Sicht nicht einfacher, es "einfach zu tun", da dies dem Kind beibringt, dass du es immer tun wirst und es diese Aufgaben nicht übernehmen muss. Sage deinen Kindern jedoch, wo sie das Handwerkszeug für die Arbeiten finden können, zeige es ihnen am Anfang ein paar Mal, aber dann lasse sie es selbst tun.
    • Erstelle eine Tabelle mit Arbeiten für alle Kinder, welche sie jede Woche erledigen müssen. Beteilige sie bei der Ausarbeitung der Tabelle und sie werden eher bereit sein, diese zu benutzen.
  6. Bemühe dich, Zeit mit Menschen, die du magst, zu verbringen. Einfachheit bedeutet nicht, dass du alles aus deinem Leben verbannen musst, sondern nur lernen musst, eine schlanke und gerissene Geselligkeits-Maschine zu werden. Erhalte dir eine enge Gruppe von Freunden, die dir viel bedeuten und bemühe dich, Zeit mit ihnen - und nur mit ihnen - zu verbringen. Verschwende keine wertvolle Zeit, indem du dich mit Menschen umgibst, von denen du denkst, dass du mit ihnen befreundet sein solltest … verbringe nur Zeit mit Menschen, die du magst.

Methode 4 von 4: Das Tempo drosseln

  1. Höre auf, Anleitungen, Bücher und Blogs über Selbstverbesserung zu lesen. Der Rat anderer Leute über das Leben kann oft eine Quelle von negativem Stress sein. Vereinfache, indem du die Vorstellung von Perfektion aufgibst. Habe Vertrauen darin, dass du ein guter Partner, eine gute Mutter oder ein guter Vater und eine gute Person bist. Vertraue dir selbst mehr und tue, was für dich natürlich ist.
  2. Arbeite mit einer machbaren To-do-Liste. Für viele Menschen ist es eine ganze Menge einfacher, wenn sie eine kleine Orientierungshilfe haben, die sie durch den Tag bringt. Entwickle eine machbare To-do-Liste und halte dich so gut es geht an sie. Was willst du bis zum Ende des Tages zu erreichen? Bis zum Ende der Woche?
    • Für manche Menschen kann es sogar hilfreich sein, umfangreichere Listen an langfristigen Zielen und Plänen zu entwickeln, um ihnen zu helfen, Leistungen nach Priorität zu ordnen. Vereinfache deine langfristigen Karriere- und Lebensziele, indem du darstellst, wo du in 5 Jahren in deiner Karriere oder in deinem Leben sein willst. Was musst du tun, um dort hinzukommen?
    • Feiere jeden Erfolg des Tages. Das Arbeiten mit einer To-do-Liste kann wesentlich mehr Spaß machen, wenn du dir ein wenig Zeit nimmst, um zu feiern, was du erreichst hast. Die Küche saubergemacht, dein Zimmer aufgeräumt und deine Arbeit für diesen Tag erledigt? Verwöhne dich.
  3. Entrümpele dein digitales Chaos. Ziehe die Stecker raus! Führe eine massive Säuberung der Dinge durch, die deinen Computer zumüllen. Beginne, die Dinge einfach zu halten und halte dich an ein regelmäßiges Aufräum-System.
    • Platziere Kontrolluhren an elektronischen Dingen, die deine Zeit fressen, ohne dass du es bemerkst. Wenn du mehr Zeit online verbringst als du möchtest, installiere eine Zeitschaltuhr und nutze sie. Du wirst vielleicht überrascht über das Ausmaß sein. Selbst wenn du nur regelmäßige, erzwungene Pausen einbaust, wird sich deine Nutzung der Technologie sofort vereinfachen.
    • Versuche, dein E-Mail-Konto leer zu halten. Beantworte, archiviere oder lösche E-Mails beim Lesen.
  4. Tue nur eine Sache auf einmal. Multitasking hilft manchen Menschen dabei, effizienter zu sein, aber es sorgt bei anderen auch für Unordnung in ihren Aktivitäten. Konzentriere dich darauf, jeweils eine Sache zu beenden und sie von deiner Liste zu streichen. Kümmere dich nicht darum, was du morgen oder später noch machen musst, fokussiere dich nur darauf, in dieser Minute die beste Arbeit zu liefern.
    • In einer alten Zen-Geschichte straft ein älterer Mönch ein paar Novizen dafür ab, dass sie gesprochen haben, während sie ihre Arbeit erledigen sollten. „Wenn es Zeit ist, zu reden, redet einfach“, sagte er. „Und wenn es Zeit ist, zu arbeiten, dann arbeitet einfach“. Am nächsten Tag, während des Mittagessens, sahen die Novizen den älteren Mönch gleichzeitig essen und die Zeitung lesen. Sie näherten sich ihm, um ihn an seine Lektion zu erinnern. Warum aß er nicht nur oder las nicht nur, wie er es ihnen aufgetragen hatte? „Wenn es Zeit ist, zu Mittag zu essen und dabei die Zeitung zu lesen, dann esst einfach zu Mittag und lest die Zeitung“, sagte er zu ihnen.
  5. Lege dein Handy beiseite. Nichts lenkt dich mehr ab und sorgt für einen unfokussierteren Geisteszustand, als dein Handy alle zwei Minuten auf neue Nachrichten hin zu überprüfen. Texte, E-Mails, Facebook-Updates und andere kleine Nachrichten werden in einer Stunde noch genauso verlockend sein.
    • Wenn du mit Freunden oder der Familie zusammen bist, dann schalte dein Handy stumm und verstaue es irgendwo. Noch besser: lasse es im Auto. Schaue nicht darauf. Mache es beim nächsten Zusammensein zur Regel, dass die erste Person, die ihr Handy checkt, die Rechnung bezahlt.
    • Mehr und mehr Menschen leiden unter der Angst, etwas zu verpassen. Was ist, wenn du dieses Status-Update nicht vor allen anderen bekommst? Was, wenn jemand dich in einem Stream mit einem witzigen Kommentar übertrifft? Was, wenn deine Flamme dir eine SMS schreibt und du nicht sofort antworten kannst? Lasse nicht zu, dass "praktische" Technologie in deinem Leben komplizierten Stress verursacht. Sei bereit, vorübergehend etwas zu verpassen, um den gegenwärtigen Moment im wirklichen Leben zu genießen.
  6. Lasse deine Arbeit auf der Arbeit. Erlaube nicht, dass die Belastungen deines Arbeitstages dein Leben nach Feierabend durcheinanderbringen. Nimm keine Arbeit mit nach Hause, um sie später fertig zu machen – bleibe, bis du für diesen Tag Schluss machen kannst. Wenn du dich nach einem Arbeitstag gestresst fühlst, dann tue etwas Entspannendes, in dem Moment, in dem du zuhause zur Tür reinkommst, damit du deine Mitbewohner nicht mit Beschwerden über den Tag belasten musst. Verbreite den Stress nicht.
    • Reduziere deine Stunden soweit du es dir leisten kannst, wenn dein Job eine bedeutende Quelle von Belastung in deinem Leben ist. Wenn du Einfachheit willst, ist das Reduzieren von Arbeit, eine der einfachsten Methoden, um dies zu erreichen. Weniger Geld, weniger Gerümpel.
    • Höre auf, an Wochenenden zu arbeiten. Selbst wenn du deine Arbeit liebst, bringt es dein Leben aus dem Gleichgewicht, wenn du Arbeit in deine Wochenenden mit reinschleppst. Du nimmst es vielleicht im Augenblick nicht wahr, aber letztendlich wird das zu Burnout führen und/oder zu einer Verringerung deiner Leidenschaft. Halte dir die nächsten sechs Monate jedes Wochenende frei. In keinem einzigen dieser Wochenenden darf von jetzt an Arbeit vorkommen.
  7. Meditiere jeden Tag 15 Minuten lang. Nur fünfzehn Minuten. Das ist die Hälfte einer Situationskomödie oder die halbe Wartezeit in einer Schlange auf der KFZ-Zulassungsstelle, aber es kann den entscheidenden Unterschied in deinem Stress-Level und deiner Fähigkeit, dein Leben zu vereinfachen und ruhig zu bleiben, ausmachen. Mache den kleinen Schritt, Zeit in Stille zu verbringen, indem du in einem bequemen Raum sitzt. Fokussiere dich auf deinen Atem. Entspanne deinen Körper und erlaube deinem Verstand, zur Ruhe zu kommen. Beobachte deine Gedanken.

Tipps

  • Mache dir weniger Sorgen. Es verändert wenig, aber verbraucht enorme Energiereserven und macht die Dinge unnötigerweise komplizierter. Sei stattdessen in dem Bereich proaktiv, der an dir nagt. Entwerfe Aktionslisten und kümmere dich einfach aktiv um das Problem. Sich Sorgen zu machen geht mit Stress Hand in Hand. Höre daher damit auf, um Stress zu vermeiden.
  • Verschwende keine Zeit damit, dir über ein Problem Sorgen zu machen. Nutze stattdessen wertvolle Zeit, um eine Lösung dafür zu finden.
  • Zeichne deinen Tag auf, wenn du nicht sicher bist, wo die Stunden bleiben. Wenn du einen Kalender führst, kann das dein Leben auch vereinfachen, denn du musst dein Gehirn nicht damit quälen, sich dauernd alles zu merken.
  • Jeder sagt: „Sei du selbst". Es gibt einen Grund für diese häufig wiederholte Floskel, denn wenn du dein wahres Selbst leugnest, indem du vorgibst, ein Persönlichkeitstypus zu sein, der du nicht bist, benötigt es dauerhafte Anstrengung, um die Fassade aufrecht zu erhalten. Wenn du ehrlicher zu dir selbst bist, dann ist es wahrscheinlich, dass du dich innerlich viel glücklicher fühlst und weniger in Schwierigkeiten verstrickt bist.
  • Treffe bezüglich Haustieren vernünftige Entscheidungen. Hunde brauchen zum Beispiel mehr Aufmerksamkeit als Katzen, denn sie müssen jeden Tag bewegt werden. Allerdings ist es ein Vorteil, denn diese Bewegung kann eine Art des Abschaltens und der Wiederverbindung mit der äußeren Welt für dich sein.
  • Wenn du mit einer Situation konfrontiert wirst, frage dich selbst: „Was würde eine weise Person tun? Nimm dir eine Minute, um darüber nachzudenken. Es eröffnet dir vielleicht eine Möglichkeit, um mit einem Thema auf eine andere Art und Weise umzugehen.
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