Einen Komposter bauen

Ein Komposter ist leicht zu bauen. Er ist auch sauberer und bequemer als ein Komposthaufen. Hier findest du die Anleitung für einen Allzweck-Komposter, der sogar auf einer Terrasse genutzt werden kann und einen nur für Gartenabfälle.

Vorgehensweise

  1. Verwende einen gebrauchten Plastikbehälter (Tonne oder Kasten), oder kaufe einen, mit einem dicht schließenden Deckel. Dieser sollte etwa 60 cm hoch oder größer sein und sollte einen Deckel haben, um Feuchtigkeit drinnen und Viehzeug draußen zu halten.
  2. Bohre 8-10 kleine Löcher zum Belüfteten in den Boden des Containers. Wenn nötig, bohre auch ein paar Löcher in die Seitenwände.
    • Wenn du planst, den Komposter auf die Terrasse oder den Balkon zu stellen, bedenke, dass Flüssigkeit austreten kann; die Löcher im Boden des Komposters sind keine gute Idee, wenn du Nachbarn hast, die unter dir wohnen.
  3. Lege etwas geschredddertes Zeitungspapier oder trockene Blätter auf den Boden deines Komposters. Fülle ihn auf diese Weise nur etwa zu 1/8 bis zu 1/4.
  4. Verteile etwas Gartenerde auf dem Papier. Danach sollte der Komposter etwa zur Hälfte voll sein. Dies sollte helfen, den Kompostierungsprozess in Gang zu setzen.
  5. Stelle den Komposter an eine schattige Stelle etwas vom Haus entfernt. Der Garten hinter dem Haus eignet sich am besten dafür, Terrasse oder Balkon sind aber auch geeignet. Stelle sicher, dass der Komposter nicht in der prallen Sonne steht, da er sonst austrocknet.
  6. Füge Küchenabfälle oder Papierprodukte hinzu. Dazu gehören Obst, Gemüse, zerstoßene Eierschalen, Papiertücher, usw.
    • Tierprodukte wie Fett und Knochen sind ebenfalls kompostierbar, brauchen aber etwas länger, um sich zu zersetzen, und sie können Tiere anziehen.
  7. Rühre den Kompost mit einem Stock um, um sicherzustellen, dass die Küchenabfälle mit Erde bedeckt sind. Das Mischen des Kompostes beschleunigt den Vorgang.
    • Versuche, deinen Kompost täglich durchzumischen.
  8. Besprühe den Kompost mit lauwarmem Wasser, um ihn etwas anzufeuchten. Es sollte aber keinesfalls klatschnass sein. Feuchtigkeit ist wichtig für den Kompostierungsvorgang.
  9. Bohre 8-10 kleine Löcher in den Deckel des Komposters. Sichere den Deckel, dass er fest sitzt, so dass der Kompost vor trockener Luft und Tieren geschützt ist.

Methode 1 von 2: Ein Komposter nur für Gartenabfälle

  1. Schneide ein großes, rechteckiges Stück Maschendraht zu. Dieser Maschendraht wird die Außenwand eines Zylinder förmigen Komposters bilden.
    • Die Höhe des Rechtecks entspricht der Höhe des Komposters.
    • Die Länge des Rechtecks entspricht dem Umfang des Komposters.
    • Wenn du nicht sicher bist, wie du anfangen sollst, halte den noch nicht zugeschnittenen Maschendraht vor dich, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie hoch und wie weit du den Komposter haben möchtest. Da du ihn mit Gartenabfällen füllen willst, mache ihn lieber etwas größer als zu klein.
  2. Mache vier Pfosten aus Abfallholz. Diese werden in den Boden gesteckt werden, um den Komposter in Form zu halten. Sie müssen länger sein als die Höhe des Maschendrahtes.
  3. Lege den Maschendraht auf dem Boden aus und mache ihn platt (in der Regel kommt er aufgerollt). So wird es später leichter sein, mit ihm zu arbeiten.
  4. Benutze einen Tacker, um ein schmales Ende des Maschendrahtes an einem der Pfosten zu befestigen. Dies geht am besten, wenn du den Pfosten unter den Maschendraht legst. Das obere Ende des Pfostens sollte etwas über die Oberkante des Maschendrahtes hinaus ragen.
  5. Ziehe nun die andere Schmalseite des Maschendrahtes so hinüber zu dem gerade befestigten Pfosten, dass sie den angetackerten Maschendraht etwas überlappt. Der Maschendraht sollte auf diese Weise die Form eines Zylinder annehmen.
  6. Befestige nun die zweite Schmalseite mithilfe des Tackers ebenfalls an dem ersten Pfosten. Dazu mag es nötig sein, in den Maschendrahtzylinder zu kriechen, um alle Stellen des Pfostens erreichen zu können.
  7. Treibe nun das untere Ende des Pfostens in den Boden. Tue dies an einer Stelle, wo der Komposter später nicht im Wege ist.
  8. Treibe nun die anderen drei Pfosten in gleichmäßigen Abständen an der Außenseite des Zylinders in den Boden. Achte darauf, dass sie dicht genug am Maschendraht stehen, so dass sie ihn später nicht außer Form ziehen.
  9. Tackere nun den Maschendraht auch an diese drei Pfosten. Danach kannst du beginnen, den Komposter mit Gartenabfällen zu füllen.

Methode 2 von 2: Komposter aus Holzstämmen für Gartenabfälle

  1. Baue einen Komposter, dessen Größe deinen Bedürfnissen entspricht, indem du Holzstämme wie im Bild aufschichtest. Du brauchst weder Nägel noch Schrauben. In diesem Fall wird ein vorhandener Zaun für zwei der Komposterwände genutzt.
  2. Fülle ihn mit Gartenabfällen.
  3. Wenn du hauptsächlich Holzschnitzel kompostieren willst, setze den Kompostierungsprozess in Gang, indem du Ammoniumnitrat oder Urin hinzufügst.

Tipps

  • Eines der Probleme beim Kompostieren von Nahrungsmitteln ist der Geruch. Wenn dein Komposter beginnt, stark zu riechen, ist der Grund dafür in der Regel zu viel Wasser oder zu viele Abfälle. Um dieses Problem zu mildern, füge für ein paar Tage lang keine weiteren Abfälle hinzu, schichte den Kompost um, um ihn zu belüfteten und bohre ein paar mehr Löcher in die Wände des Komposters.
  • Für schnelleres Kompostieren, schneide das Kompostmaterial in kleinere Stücke. Kleinere Stücke zersetzen sich schneller.
  • Kompost kann auch als Mulch auf Blumenbeeten verwandt werden, ebenso als Blumentopferde, oder man kann ihn als Dünger auf dem Rasen verstreuen. Verwende auf keinen Fall all deinen Kompost; halte wenigstens ein Drittel deines Kompostes zurück, um den Prozess von neuem beginnen zu können.
  • Warte 2-3 Monate, bevor du den Kompost aus dem Allzweck-Komposter verwendest. Der Kompost von Gartenabfällen benötigt länger und ist auch abhängiger von den Wetterbedingungen.

Warnungen

  • Fruchtfliegen können ein Ärgernis sein, wenn man einen Komposter hat. Wenn sich der Komposter weit genug vom Haus entfernt befindet, wirst du weniger ein Problem haben. Wenn er sich aber näher am Haus befindet, lege einfach ein Stück Teppichbodenrest oder etwas Plastik auf den Deckel und beschwere diese mit einem Stein.
  • Da die chemische Reaktion bei dem Kompostierungsprozess Hitze erzeugt, kann frischer Kompost Pflanzen schaden. Gehe sicher, dass der Kompost abgekühlt ist, bevor du ihn auf Blumenbeete gibst.
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