Die Gewaltfrage im Islam lösen

Der Islam ist ein Teil Deutschlands (Bundespräsident 2010). In Deutschland herrscht die Religionsfreiheit. Jeder kann die Religion oder Nichtreligion (Atheisten, Agnostiker) haben, die er möchte. In Deutschland gibt es viele Atheisten, Christen (verschiedener Richtungen), Buddhisten (etwa 3 Millionen), Moslems (etwa 4 Millionen) und Anhänger kleinerer Religionsgruppen (Hindus, Juden, undogmatische Esoteriker, germanische Religionen). Die Bundesrepublik Deutschland ist ein multikultureller Staat. Die gemeinsame Wertordung ist das Grundgesetz. Danach ist in Deutschland nur ein gewaltfreier Islam zulässig, der den anderen Bürgern ihre freie Religionswahl zubilligt. Ein islamischer Gottesstaat ist in Deutschland verboten, weil die Gewaltenteilung, die Demokratie und die Meinungsfreiheit im Grundgesetz festgelegt sind. Ebenso unzulässig sind die Zwangsehe, Ehrenmorde und Selbstmordattentate, die auch ausdrücklich durch den Koran, die heilige Schrift des Islams, verboten sind. Kein Bürger darf zu solchen Taten auffordern oder damit drohen. Wenn sich ein Moslem an die Rechtsordnung hält, darf er seine Religion frei ausüben und steht dabei selbst unter dem Schutz des Grundgesetzes. Die große Frage ist, ob ein gewaltfreier und toleranter Islam nach dem Koran möglich ist. Im Fernsehen herrschen Bilder von gewalttätigen Islamisten vor. In der bundesdeutschen Realität dagegen bemüht sich die überwiegende Mehrheit der Moslems um eine friedliche Ausübung ihrer Religion. Der Koran selbst ist ein mystisches Buch mit vielen bildhaften Geschichten und unklaren Aussagen. Er bedarf der Auslegung und Auslegungen können vielfältig sein. Es gibt viele verschiedene Gruppen im Islam. Es gibt keine Instanz, die eine allgemeinverbindliche Auslegung für alle Moslems vorschreibt.

Vorgehensweise

  1. Informiere dich über den Islam. Lies den Koran und die Hadith. Beschäftige dich mit den verschiedenen Richtungen des Islam. Dazu kannst du viele Informationen im Internet finden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Islam http://islam.de/72.php)
  2. Versuche den tieferen Sinn von Religionen zu begreifen. Alle echten Religionen wollen zu Gott hinführen. Gott ist dabei in erster Linie eine transzendente Erfahrung des jeweiligen Religionsgründers. Durch spirituelle Übungen ist er in Kontakt mit einem höheren Bewusstsein gekommen. Dieses Bewusstsein wird von manchen Religionen personal (als Person) und anderen Religionen als unpersonal (als höhere Bewusstseinsdimension, Licht, Kosmos, Wahrheit, Frieden oder Liebe) beschrieben.
  3. Erkenne, dass Religionen machtpolitisch missbraucht werden können. Es geht dann nicht darum Frieden, Liebe und Glück in den Menschen zu erzeugen, sondern die Macht und letztlich das Ego eines Religionsführers oder weltlichen Machthabers zu vergrößern.
  4. Erkenne, dass alle Religionen machtpolitische Irrwege gegangen sind, manche mehr und manche weniger. Und auch Atheisten sind nicht immer frei von verbaler und körperlicher Gewalt. Das Streben nach Macht und äußerem Reichtum ist Teil des Menschseins. Es kann nur durch den Weg der Weisheit und der Liebe überwunden werden.
  5. Beschäftige dich mit der Gewaltfrage. Versuche sie von den wahren Zielen einer Religion her zu lösen. Das Ziel einer Religion kann als Erleuchtung, Leben in Gott oder der Aufstieg ins Paradies nach dem Tod beschrieben werden. Das Paradies ist dabei ein Ort der Liebe und des Friedens. Ein Mensch muss durch spirituelle Übungen ein Bewusstsein der Liebe und des Friedens entwickeln, damit er nach seinem Tod in die entsprechenden Bewusstseinsbereiche aufsteigen kann (falls es denn ein Leben nach dem Tod gibt). Frage dich, welche Auslegung des Koran vor diesem Hintergrund richtig ist.
  6. Unterstütze die Toleranz in unserer Gesellschaft und wehre dich gegen die Intoleranz.
  7. Finde und gehe deinen eigenen Weg der Wahrheit, der Liebe, des Friedens und des Glücks.
  8. Engagiere dich für ein positives multikulturelles Miteinander. Wir sind eine Menschheitsfamilie, die letztlich nur gemeinsam glücklich werden kann. Dazu sollten wir jedem seinen Freiraum lassen und gemeinsam ein positives Zusammenleben entwickeln. Wir sollten auch in unserem Land die Werte Frieden, Liebe, Glück, Brüderlichkeit und Toleranz verwirklichen.

Tipps

  • (Wikipedia [1]) Der Islam ist mit rund 1,2 bis 1,57 Milliarden Anhängern nach dem Christentum (ca. 2,2 Milliarden Anhänger) und vor dem Hinduismus (ca. 900 Millionen Anhänger) die zweitgrößte Weltreligion. Seine Anhänger bezeichnen sich im deutschsprachigen Raum als Muslime oder Moslems. Das Wort Allah gilt in den arabischsprachigen Ländern sowie in Indonesien sowohl den Christen als auch den Muslimen als das Wort für „Gott“.
  • Der Islam gründet auf dem Koran, der für die Gläubigen als das unverfälschte Wort Gottes die ranghöchste Quelle des Glaubens darstellt. Die zweite Erkenntnisquelle neben dem Koran sind die Worte und Handlungen (Sunna) Mohammeds, des „Gesandten Gottes“. Die fünf „Säulen“ des Islam sind die Grundpflichten, die jeder Muslim zu erfüllen hat: islamisches Glaubensbekenntnis, fünfmaliges Gebet, Almosensteuer, Fasten im Ramadan und Haddsch (Pilgerfahrt nach Mekka).
  • Islamkritiker sehen den Islam als gewalttätige Religion an und verweisen hierbei auf das islamische Konzept des Dschihad, dessen klassische Ausformulierung in der islamischen Rechtslehre den Kampf gegen die nichtmuslimische Welt bis zur Konversion der jeweiligen Bevölkerung vorsieht. Als weiteren Beleg für das vorgeworfene Gewaltpotential des Islam verweisen Islamkritiker oft auf militante Islamisten sowie ferner auf die militärischen Aktivitäten Mohammeds, die zur Islamisierung der Arabischen Halbinsel geführt haben.
  • Der Politikwissenschaftler und bekennende Muslim Prof. Bassam Tibi tritt für die Entwicklung eines pluralistischen „Euroislam“ ein: „Nur ein Islam, der in Einklang mit den Grundinhalten der kulturellen Moderne (Demokratie, individuelle Menschenrechte, Zivilgesellschaft, Pluralismus) steht und die Werteorientierung des Pluralismus annimmt, verdient es, als Euro-Islam bezeichnet zu werden.“ [2]
  • Moslem: Lies den Koran, dort wird das Paradies beschrieben. Es wird so wunderbar sein, dass wir uns es im Diesseits noch nicht mal annähernd vorstellen können. Daher bete ich jeden Tag um Führung für mich und meine Familie, damit wir nach dem Tod alle zusammen ins Paradies eintreten dürfen.
  • Atheist: In erster Linie ist das islamische Paradies ein Tempel der Freuden für die Männer. Jeder soll dort 77 Jungfrauen (Huris) bekommen, viel Wein und überall stehen golddurchwirkte Liegen bereit, um das Leben der Märthyrer so angenehm wie möglich zu gestalten. Junge Diener reichen die Getränke, Fisch, Fleisch und Geflügel.
  • Esoteriker: Ich denke, das Paradies ist symbolisch gemeint. Alles seelisch fühlbar. Aber bitte, kein Sex, Autos, Goldschmuck und so Sachen.
  • Muslima: Im Koran wird 5 mal von den Huris berichtet. Natürlich bekommen die Frauen auch ihren Anteil. Ihre Männer sind so unbeschreiblich schön wie sie selbst auch. Dort ist es nicht wie hier. Man liebt seinen Mann mehr als hier, intensiver, er wird schöner und schöner und schöner. Man wird zufrieden sein bis an alle Ewigkeit. Warum sollten wir im Jenseits keinen Sex haben?? Und wie kommst du darauf, dass es dort kein Gold gibt? Die Häuser dort sind aus Gold. Also bitte hört doch endlich auf damit irgendwelche Aussagen zu machen von denen ihr keine Ahnung habt.
  • Islamwissenschaftler: Erkenntnisse eines deutschen Philologen besagen, dass es sich bei den Jungfrauen um eine Fehlinterpretation handeln könnte, wie neulich in der ZEIT zu lesen war: "Keine Huris im Paradies". Nicht Jungfrauen, sondern „weiße Trauben“ warten auf den Muslim im Jenseits. "Die berühmten Passagen über die vermeintlichen Huris bauen auf dem Wort hur auf, einem Adjektiv im weiblichen Plural, das im Arabischen lediglich „weiße“ bedeutet. Die arabischen Kommentatoren haben postuliert, dass sich dieses Adjektiv auf „weißäugige“ Jungfrauen beziehen müsse. Luxenberg zeigt nun, dass diese Deutung nichts als Mutmaßung und Wunschdenken ist und dass sie zu inneren Unstimmigkeiten mit anderen Aussagen des Korans über das Paradies führt. Den Gottesfürchtigen wird nämlich an anderer Stelle versprochen, dass sie im Jenseits mit ihren irdischen Gattinnen zusammengeführt werden, um mit ihnen „im Schatten auf Teppichen“ zu lagern. Gattinen und Huris zusammen? Ein Ort, an dem Ehefrauen und Gespielinnen aufeinander treffen, verdient wohl kaum den Namen Paradies. Im Rückgang auf aramäische Quellen lässt sich das Problem lösen: Das Wort hur bezieht sich auf die „weißen Trauben“, typische Paradiesfrüchte der christlich-syrischen Literatur."
  • Yogi: Spirituell gesehen ist das Paradies ein Bewusstseinszustand. Wer sein inneres Glück entwickelt, gelangt zu einer Paradiessicht. Er denkt positiv und kann dadurch das Positive in der Welt sehen. Nach dem Tod des Körpers bewahrt er seine positive Sichtweise und steigt deshalb in die positiven Jenseitsbereiche auf. Der Weg ins Paradies besteht darin, im Schwerpunkt sein inneres Glück, seinen inneren Frieden und seine umfassende Liebe zu pflegen.

Warnungen

  • Eine glückliche Welt braucht positive Visionen. Eine glückliche Welt braucht Frieden, Liebe, Brüderlichkeit/Schwesterlichkeit und Toleranz. Eine glückliche Welt braucht Menschen, die sich positiv engagieren.
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