Mit der Nähmaschine quilten oder steppen

Dieser Artikel wird dir zeigen, wie man Maschinenquiltet (mit der Nähmaschine steppt).

Methode 1 von 5: Vorbereitungen

  1. Bereite alles vor:
    • Säubere die Maschine und versichere dich, dass sie bei Zimmertemperatur steht. Wenn man sie in kälteren Temperaturen hält, kann sich das Öl verdicken, also lass sie für ein paar Stunden in einem warmen Raum.
    • Überprüfe die Nadeln, mit denen du arbeitest; eine Steppnadel ist spitzer als eine normale Nadel und sticht ein dünneres Loch. Benutze für Metallfäden eine Metall- oder Sticknadel. Benutze einen feinen Wollfaden der Größe 30 oder 40 und eine Nadel der Größe 70.
    • Falls sich der Unterfaden zeigt, lockere die Oberfadenspannung ein wenig. Mach immer eine Probe.
    • Fixiere die Schichten mit Sicherheitsnadeln oder Maschinenstichen mit auflösbarem Faden. Beim Handfixieren kann der Faden in den Nähmaschinenfuß gelangen und die Naht mit sich ziehen.
    • Benutze einen Obertransportfuß zum Steppen, wenn du einen hast.
  2. Denke darüber nach, wie dein Endergebnis aussehen soll; der maschinengesteppte Stoff wirkt härter und flacher, als der von Hand gesteppte Stoff. Dünnere Baumwollwattierung macht das Maschinensteppen einfacher und ist in verschiedenen Größen und Materialien, wie zum Beispiel Polyester, Baumwolle, Wolle oder Seide, erhältlich. Experimentiere mit so vielen Proben wie du nur finden kannst. Läden mit Quiltzubehör, Bastelbedarfsläden und Onlineshops, wie „The Cotton Patch“, verkaufen Probepackungen mit Wattierungen; Baumwolle, Polyester usw. gemischt.

Methode 2 von 5: Lerne mit der Maschine zu steppen

  1. Benutze einen Oberstransportfuß, falls vorhanden. Starte in der Mitte und steppe alle Linien zur rechten Seite entlang. Dann drehe deine Decke um und steppe alle Linien nach links, von der Mitte aus.
    • Steppe nicht hoch und runter, da dies dazu führen kann, dass sich die Naht diagonal verzieht. Denke darüber nach wie du startest und wie du stoppst. Eine Möglichkeit wäre es, mit der Stichlänge 0 anzufangen und diese dann zu vergrößern.
    • Nähe alternativ eine paar Stiche an eine Stelle – dies kann aber zu Fadenunebenheiten führen, wenn du nicht vorsichtig bist – oder ziehe die Fäden nach hinten und verknote sie, bevor du sie mit einer Nadel durch die Rückseite der Decke fädelst. Achtung, dies kann bei einem großen Quilt mehrere Stunden dauern.
    • Nähe in der Naht. Nähte müssen zu einer Seite gebügelt werden (nur maschinengearbeitete Arbeiten).
    • Nähe 1,5 cm weit weg vom Saum. Denke über die Farben nach. Einige Leute nähen eine leichte Rundung von Ecke zu Ecke oder Punkt zu Punkt; probiere es aus und schau es dir an.
    • Mache die Linien gerade – benutze Klebeband, um alle Linien gerade zu nähen.
    • Mache gebogene Linien.
    • Benutze eine Biesennadel.
    • Verschiedene Fäden. Probiere Monofilament-Fäden, bunt gemischte Fäden oder glänzende Viskosefäden. Beobachte, welche sich am meisten ausfransen oder reißen. Gefärbte Fäden können benutzt werden, um größere Bereiche interessanter wirken zu lassen.
    • Voreingestellte Muster der Nähmaschine – wenn du eine neuere Nähmaschine besitzt, probiere ein paar ihrer Nähmuster aus. Überprüfe das Aussehen der Nähmuster auf der Rückseite.
    • Benutze einen engen Zick-Zack-Stich oder einen Plattstich,
    • Benutze den Plattstich, um kleine Verbindungen zu nähen oder benutze vorgegebene Muster wie Herzen oder Schneeflocken.
    • Versuche und probiere dich an Stoffproben, die dir auch nützlich sein werden; nicht einfach nur ein Stück Baumwolle. Wie wahrscheinlich ist es, dass du in Zukunft mit Baumwolle maschinenquilten wirst? Wenn du keine Quiltblöcke hast, dann verbinde einfach 9 Flicken und übe mit diesen das Nähen in der Naht.

Methode 3 von 5: Freihändiges Maschinensteppen

  1. Lockere die Oberfadenspannung – du willst nicht, dass sich der Unterfaden zeigt. Notiere dir die Nummer der Oberfadenspannung (falls deine Maschine eine besitzt) und was für einen Faden du benutzt hast. Die Erfahrung wird dir zeigen, welches die beste Spannung für verschiedene Fäden, wie z.B. Monofilament- oder Maschienenquilt-Fäden ist.
  2. Versenke den Transporteur oder maskiere, wenn notwendig, mit Abdeckband.
  3. Benutze einen Stopffuß oder gar keinen Fuß. Falls du keinen Nähfuß benutzt, achte darauf, dass der Fußhebel nach unten gedrückt ist, ansonsten passt die Oberfadenspannung nicht. Halte deine Finger fern von der Nadel! Der Fuß sollte dich daran hindern durch deine Finger zu nähen, muss er aber nicht!
  4. Lege deine Arbeit in einen Stickrahmen und spanne sie, stütze die Schraube mit der flachen Seite des Rahmens an der Nähmaschine oder halte sie mit deiner Hand fest.
    • Setze Stichlänge und Stichbreite auf 0.
    • Benutze eine Nadel um den Unterfaden an die Oberseite deiner Arbeit zu bringen.
    • Halte beide Fäden an die Rückseite deiner Arbeit wenn du anfängst zu nähen, um zu verhindern, dass sich die Fäden verwickeln.

Methode 4 von 5: Die Technik beherrschen

  1. Benutze die Nadel wie einen Stift. Entspanne dich, atme tief ein und drücke das Fußpedal deiner Nähmaschine, so dass diese läuft und du den Rahmen langsam mit deiner Hand führen kannst.
    • Fange damit an, dass du den Buchstaben "e" wieder und wieder nähst. Versuche das Tempo, während du die Rundengen des "e"s stichst,, nicht zu beschleunigen.
    • Um zu üben, arbeite an einem offenen Bereich, aber du wirst es vielleicht hilfreicher finden, in einem 5-cm-Raster zu arbeiten, welcher mit einer Transportnadel bearbeitet werden kann, oder du kannst das Muster mit einem Stift aufmalen.
  2. Halte etwas Notizpapier und Bleistift bereit und zeichne deine Ideen erst mal auf – du versuchst dein Gehirn dazu zu bringen, die Nadel als Bleistift zu benutzen! Wiederholung und Übung helfen definitiv. Ideen für Muster wären:
    • Kreuzschraffierung
    • Scribble(Gekritzel)
    • Kreise
    • flächendeckendes freies Mustersteppen (verschiedene Motive)
    • Federn
    • Muscheln
    • Blätter
  3. Schaue nach Mustern, die in der Natur vorkommen – Tiermusterungen, Holzmaserung, Marmor, Wasserreflektionen! Versuche Beschriftungen, deine Unterschrift oder vielleicht gibt es Formen aus deinen Zeichenübungen oder deiner Design-Arbeit, die man nähen kann.
  4. Je selbstsicherer du wirst, desto mehr kannst du versuchen ohne Raster zu arbeiten und dich an fortlaufenden Mustern zu versuchen. Notiere dir die Fäden, die du benutzt, und die Einstellungen deiner Nähmaschine, vor allem, wie sich die Fäden verhalten.

Methode 5 von 5: Patchwork aussteppen

  1. Versuche beim Ausfüllen von Patchwork die Formen zu erhöhen, sowie auszufüllen. Denke über die Dichte beim Nähen nach, sowie über den Kontrast zwischen Bereichen, die gequiltet sind, und denen, die es nicht sind.
  2. Denke beim Patchwork darüber nach, die verschiedenen Bereiche zu füllen oder ein großes Ganzheitsmuster zu machen.
  3. Benutze einen bedruckten Stoff für die Rückseite, nähe die Außenlinien der Muster von hinten und quilte die Bereiche von vorne – dies geht gut mit geschuppten Dekostoffen.
  4. Benutze einen freien Zick-Zack-Stich um volle Muster zu erhalten.
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