Eine Kurzgeschichte schreiben

Möchtest du in null-komma-nichts eine Kurzgeschichte schreiben? Du glaubst wahrscheinlich, es wäre zu zeitaufwändig, richtig? Mit dieser Anleitung kannst du einen wirklich guten Roman für Geld oder nur zum Spaß schreiben.

Deine eigene Kurzgeschichte schreiben

  1. Wähle dein Genre: Krimi, Horror, Liebesroman...du kannst es dir aussuchen. Wenn du dir nicht sicher bist, fang einfach zu schreiben an.
  2. Erstelle deine Charakteren. Denk dir ein bis drei interessante Persönlichkeiten aus. Schreibe eine Zusammenfassung (inklusive das Aussehen, die Personalität und die Vergangenheit jedes Charakters). Du solltest diese Charaktere so gut kennen wie deine/n beste/n Freund/in, deinen Bruder oder deine Schwester und deine Eltern. Sobald du das erreichst, werden deine Charaktere „selber“ sprechen und werden dich vielleicht sogar überraschen. Wenn das passiert kannst du dir sicher sein, dass deine Charaktere interessant sind.
  3. Plane deinen Roman in einem Notizbuch oder auf deinem Computer. Du kannst die Gliederung einzelner Punkte (wie z.B. Orte an denen etwas geschieht) so detailliert wie du willst verfassen. Es kann ruhig einige Male passieren, dass das Buch vom Plan abweicht, dass macht die Geschichte natürlicher – pass aber auf, dass du dich nicht zu weit vom Entwurf entfernst. Wenn dein Charakter sich vornimmt, einen Mord zu erforschen, kann er nicht auf einmal entscheiden, kurz zur Comic-Messe zu gehen, dort die Stars zu treffen und dann wieder dort weiterzumachen, wo er/sie aufgehört hat.
  4. Wähl einen Schauplatz und eine bestimmte Zeit für deinen Roman (etwa New York, 1929). Mach das Szenario so interessant und anziehend, wie du nur kannst!
  5. Entwickle die Handlung. Denk dir eine richtig gute Ereigniskette aus, in der deine Charaktere beteiligt sind. Das kann man mit der „Fisch aus dem Wasser“-Methode erreichen, in der sich der Charakter plötzlich in einer völlig unbekannten Situation befindet, wie z.B. in Castaway. Es kann dem Charakter oder ihrer/m Bekannten etwas passieren, um das sie/er sich kümmern muss. Sei aber auf der Hut vor wirklich vorhersehbaren Sätzen. Wenn deine Leser schon wissen, was passieren wird bevor sie es lesen, verschwendest du deine Zeit.
    • Denk daran, deine Handlung nicht zu stark auszubauen! Die einfachen Handlungen sind oft die besten.
    • Geschichten bestehen aus den folgenden Teilen: Aufbau, Konflikt, Höhepunkt und Auflösung.
      • Dein Aufbau sollte nicht sehr lang sein; nur lang genug, um deine Charaktere und deren Situation zu beschreiben (z.B.: Scrooge ist gemein, deswegen sucht ihn sein Freund als Gespennst heim und kündigt ihm an, dass ihm mehr Geister erscheinen würden).
      • Der Konflikt ist das Problem, um das sich der Charakter kümmert und welches er lösen muss. (Im Beispiel etwa: Geister erscheinen und plagen Scrooge)
      • Das alles führt zum Höhepunkt der Geschichte, an dem eine Entscheidung über das Problem getroffen wird. (In unserem Beispiel sieht Scrooge seinen Tot und ändert seine Weltanschauung).
      • Die Auflösung beendet die Geschichte und beantwortet noch offene Fragen. (Scrooge gibt Crachet eine Gehaltserhöhung und einen Truthahn).
  6. Fang an zu schreiben. Ein Buch sollte mindestens eine Seite lang sein, aber mehr ist besser. Lass dir ruhig Zeit, es gibt keinen Abgabetermin! Wenn du viele Seiten vollschreibst, schau dir bei Wikihow an, wie man einen Roman schreibt (How to Write a Novel).
  7. Schreibe weiter. Sobald du fertig bist, leg deine Geschichte für eine Woche oder sogar einen Monat beiseite. Schau dir deine Kurzgeschichte noch einmal an und schreib sie um. Danach solltest du sie noch mal umschreiben, und dann noch einmal. Es ist beinahe unmöglich, die originale Version zu veröffentlichen. Das wirklich Fantastische an Prosaschriften erscheint ohnehin erst beim Umschreiben.
  8. Such dir einen Herausgeber, der sich deine Kurzgeschichte ansehen kann, sobald du sie bearbeitet und beendet hast.
    • Überlege dir, welcher Verlag deine Kurzgeschichte veröffentlichen könnte. Such dir einen Verlag mit einer Anthologie, die zu deiner Kurzgeschichte passt.

Tipps

  • Setzt dir selbst Beschränkung darüber, wieviel du pro Tag schreiben wirst (1 Seite pro Tag, eine halbe Seite...). So kannst du deine Energie und Zeit besser einteilen.
  • Um Ideen für eine Geschichte zu sammeln, kannst du Zeitung oder ein Magazin lesen, Fremde Leute belauschen, dein Tagebuch noch einmal lesen, spazieren gehen und Nachrichten gucken.
  • Recherchiere, welche Verlage sich für deine Geschichte interessieren könnten. Sieh dir an, was sie schon veröffentlicht haben. Du kannst dir davon auch zur Inspiration Seiten an die Wand hängen. Es gibt immer Anfrage nach Geschichten.
  • Hab keine Angst davor, dir einen Tag frei zu nehmen. Das kann deine Kreativität revitalisieren.
  • Wenn du täglich eine Stunde lang an deiner Kurzgeschichte arbeitest, wirst du immer noch genug Zeit für deine normale Arbeit haben. Nimm dir vor, Abends eine Seite fertigzustellen, dann hast du in wenigen Tagen eine Geschichte.
  • Tu dein Bestes, während dem Schreiben den Text nicht zu bearbeiten, sonst wirst du an einzelnen Sätzen und Paragrafen hängenbleiben und irgendwann das Vertrauen in deine Schreibfähigkeit verlieren. Schreibe mindestens eine Seite voll, bevor du den Text liest. Arbeite dich einfach durch und mach dir erst danach Gedanken darüber, ob es richtig war.
  • Nutze Worte wie „ist“, „war“, „hat“, „sein“, „gewesen“, „ist gewesen“, „wäre“, etc. so wenig wie möglich. Dadurch verleihst du deinen Sätzen mehr Aktionsverben und sie werden lebendiger.
  • Probiere die „Schneeflocken/Schneeball“-Methode: schreib das „Skelett“ deiner Geschichte und schmücke und verbessere sie danach. Es kann sein, dass du das mehrmals machen musst, aber es ist den Aufwand wert, solange du komplette Seiten fertig schreibst.
  • Schriftsteller gaukeln uns vor, dass das Geschriebene wirklich existiert. Deswegen musst du deine Geschichte „sinnlich“ beschreiben. Mit anderen Worten solltest du deinen Lesern die Story durch die Sinne nahelegen. Beschreibe Gerüche, Textur, Geschmack, was gesehen wird, Geräusche und Eindrücke.
  • Manche Herausgeber kategorisieren nach Anzahl von Worten. Romane haben 35,000 Worte. Die meisten Schreibprogramme zeigen dir die Anzahl von Worten an, oder du kannst die Wortzahl pro Seite abschätzen.

Was du brauchst

  • Ein Notizbuch und einen Bleistift oder Kugelschreiber.
  • Einen Computer (wahlweise).
  • Ein Fotoapparat (er kann dir helfen, Inspiration zu finden).
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