Männer, so könnt ihr etwas gegen Haarausfall tun

Im Alter haben viele Männer das gleiche Problem: Die Haare fangen an auszufallen. Über den Schläfen beginnt es und mit der Zeit auch an den Haaren direkt auf dem Kopf. Bei manchen sind es auch die Seiten und der Hinterkopf: die volle Glatze. Das Ganze wird “androgenetische Alopezie” genannt, da der Haarausfall mit den Androgenen (diese Hormone steuern männliche Merkmale) zu tun hat. Hier sind ein paar Erklärungen und Tipps.

Teil 1 von 3: Natürliche Heilmittel

  1. Kokosnussöl und Massagen. Verteile das Öl, so wie es ist, auf deinen Haarwurzeln und massiere deinen Kopf mit den Fingern. Es ist wichtig, dass du nicht nur streichelst oder die Haarwurzeln aneinander reibst. Stattdessen solltest du in konstanten, kleinen Kreisen massieren - 20 kleine Kreise für jeden Haarabschnitt auf deinem Kopf.
    • Wissenschaftlich bewiesen ist diese Behandlung nur in Grenzen. Manche glauben, dass die Massage mit Kokosnussöl die Haare schützt und mit Feuchtigkeit versorgt. Außerdem wird die Kopfhaut mit Nährstoffen versorgt, was eventuell zu Haarwachstum führt. Letztendlich besagen Studien aber, dass es keine absolute natürliche Lösung gibt.
  2. Gleich den pH-Wert aus. Es wird angenommen, dass die Haarzellen auf Stimulation reagieren, nachdem sie sich für eine bestimmte Zeit in basischer Umgebung befinden. Versuche, deine Kopfhaut für eine Woche lang absolut basisch zu halten, danach massierst du sie für eine weitere Woche. Find heraus, welche Stoffe deine Haarprodukte enthalten.
    • Viele Studien beweisen, dass der Haarausfall genetisch bedingt ist. Daher kann im Prinzip nicht so viel dagegen getan werden, wenn uns die Natur mit einer bestimmten Haarstruktur beschert. Trotzdem, Hoffnung gibt es immer. Langsamer Haarausfall oder erneuter Haarwuchs ist möglich: Sorge dafür, dass deine Kopfhaut gesund ist und massiere mit den vorgegebenen stimulierenden Techniken an den Schlüsselbereichen des Kopfes.
  3. Benutze natürliche Shampoos und Produkte. Haarausfall kommt meistens mit dem Alter und es liegt in unserer Natur, dass der Körper mit der Zeit nachlässt. Die verwendeten Produkte könnten trotzdem einen Einfluss haben. Verwende erst einmal keine künstlichen Shampoos oder Gele, die voll von giftigen Chemikalien sind. Ganz natürliche Produkte sind am besten.
    • Benutze möglichst gutes, pflanzliches Haaröl und lass dich mindestens zweimal pro Woche am Kopf massieren oder massiere selbst. So wird die Blutzirkulation angeregt. Wasche dein Haar danach mit einem basischen, natürlichen Shampoo und trockne es gründlich. Nasses Haar belastet den “Haarbalg”, indem es ihn nach unten zieht.
  4. Führ eine kleine Razzia in deiner Küche durch. Heutzutage gibt es für fast alles Hausmittel, auch für Haarausfall. Auch wenn vieles nicht wissenschaftlich bewiesen ist, kannst du es trotzdem versuchen:
    • Verquirle ein oder zwei Eigelb. Verteile die Mischung auf der Kopfhaut, dann einmassieren. Mit Wasser spülen, aber lass den Überrest in deinem Haar. Am Morgen danach, oder wenn du meinst es ist nötig, kannst du den Rest auswaschen. Stattdessen kannst du auch ein Eigelb-Öl verwenden und es über Nacht einwirken lassen.
    • Benutze ein Spray aus Essig, Orangensaft und Milch. Nach dem Aufsprühen vorsichtig bürsten. Danach nimmst du dir eine saubere Gabel und versuchst, ebenfalls vorsichtig, abgestorbene Hautreste von der Kopfhaut zu entfernen. Danach kannst du dein Haar waschen.
    • Das Geheimnis der Erdnussbutter: Verteile eine dünne Schicht auf den betroffenen Stellen und lass das Ganze für eine halbe oder ganze Stunde einwirken. Danach das Haar gründlich waschen. Wiederhol die Prozedur von Zeit zu Zeit. Am besten ist es, wenn du biologische Erdnussbutter verwendest.

Teil 2 von 3: Mach dich schlau über medizinische Möglichkeiten

  1. Versuche erst einmal zu verstehen, wie die Glatzenbildung bei Männern funktioniert. Die am häufigsten vorkommende Glatzenbildung passiert aufgrund von ungebundenen oder zirkulierenden Testosteron-Hormonen (freies Testosteron), die sich in Dihydro-Testosteron (DHT) verwandeln. Manche Männer haben aufgrund ihrer Genetik Haarbälge, die auf DHT mit Schrumpfen reagieren. Damit du den Haarausfall natürlich bekämpfen kannst, musst du Folgendes beachten:
    • Die Mengen an “freien” Testosteron-Hormonen in deinem Körper muss verringert werden. Nicht zu verwechseln mit der Menge an „totalen“ Testosteron-Hormonen.
    • Die freien Testosteron-Hormone sollten am besten nicht zu DHT werden.
  2. Versuche es mit Schäumen und Cremen. Medikamente versuchen weiterem Haarausfall entgegen zu wirken, manchmal fördern sie auch neuen Haarwuchs. Sobald du die Medikamente nicht mehr nimmst, wird sich der Haarausfall wahrscheinlich fortsetzen. Folgende Produkte gibt es auf dem amerikanischen Markt, in Deutschland gibt es aber ähnliche.
    • ”Minoxidil” ist der am häufigsten verwendete Schaum auf dem USA-Markt. Er wird direkt auf der Kopfhaut angewendet und ist von der Behörde für Medikamente und Nahrung abgesegnet. Die Nebenwirkung könnte eine irritierte Kopfhaut sein.
  3. Mach dich bezüglich Tablettenmöglichkeiten schlau.“Finasteride“ (Propecia, Proscar) werden verschrieben und oral eingenommen. Es soll effektiver als „Minoxidil“ sein. It is also approved by the FDA. It works by binding to the enzyme that would otherwise convert free testosterone to DHT.
    • Glatzenbildung kann auch bei Frauen vorkommen, aber oftmals viel weniger als bei Männern. Sollte eine Frau dieses Problem haben, kann der Arzt oder Dermatologe im Regelfall „Spironolacton“ verschreiben. Dieses Medikament sollte aufgrund seines Anti-Androgen-Effekts den Haarwuchs wieder anregen.
  4. Die Möglichkeit einer Haartransplantation. In diesem Fall werden kleine Haarmengen von deiner Kopfhaut entfernt und an den kahlen Stellen verpflanzt. Die Prozedur braucht mehrere Sitzungen. Ein kleines Risiko einer Hautentzündung besteht und die Kosten sind relativ hoch. Das Ergebnis ist allerdings sehr gut und auch langanhaltend.
    • Warum das Ganze funktioniert? Die Haarbälge des Haars, das verpflanzt wird, reagieren nicht auf DHT. Sprich auch mit deinem Arzt.
  5. Achte auf deinen Insulinspiegel. Ein hohes Maß an Insulin, das in deinem Blut zirkuliert (Hyperinsulinemia), wird oftmals mit der häufigsten Form der Glatzenbildung in Verbindung gebracht. Außerdem kann der Überschuss an Insulin für Kurzsichtigkeit und Hämorriden verantwortlich sein. Hyperinsulinemia ist ein typisches Indiz dafür, dass der Körper insulinresistent ist. Die Ursachen dafür liegen häufig in einer kohlenhydratlastigen Ernährung. Mit Sport und Diäten kann dem Problem entgegengewirkt werden.
    • Es ist zwar nicht bewiesen, aber somit könnte ein gesundes Leben auch für mehr Haar auf dem Kopf sorgen. Generell ist es aber natürlich sowieso besser, auf sich und seinen Körper zu achten.

Teil 3 von 3: Auch die Haare brauchen ein gesundes Leben

  1. Es gibt Nahrungsmittel, die dem Haarausfall entgegenwirken können. Einige Studien weisen darauf hin, dass Vitamin A das Haarwachstum anregt und Zellen gesund hält, das schließt auch die Haarbälge mit ein. Die folgenden Tipps sind gut für dein Haar, aber auch für dein allgemeines Wohlbefinden:
    • Rote, gelbe und orangene Früchte sowie Karotten und Gemüse mit dunkelgrünen Blättern
    • Leber und Fischöl
    • Eier
    • Verstärkte Milch
  2. Trinke ausreichend Wasser. Deine Haut- und Haarzellen können sich nicht erneuern und blühen, wenn dein Körper dehydriert ist. Trinke bis zu drei Liter am Tag und du wirst sogar abnehmen.
    • Kaffee, Tee und Softdrinks sind in der Regel dehydrierend. Bleib daher so viel wie möglich bei Wasser, ungesüßten Tees und Säften. Trotzdem solltest du auch auf Koffein im Tee (Teein) achten – lies was auf der Packung steht.
  3. Achte auch darauf, genug zu essen. Wenn du dich nicht ausreichend und ausgewogen ernährst, kann dein Körper auch keine Reserven an das Haar weiterleiten. Nicht nur Vitamin A ist wichtig, sondern auch Proteine, Vitamin B und C, Zink und bestimmte Fette. Du brauchst eine ausgewogene Basis für deinen Körper um zu funktionieren und noch wichtiger, um gut zu funktionieren. Noch mehr Lebensmittel, die dir Kraft geben:
    • Vitamin B versteckt sich in Broccoli, Hühnchen, Fisch, Eiern, Avocado und Sojabohnen.
    • Vitamin C findest du in Orangen, Beeren, Melone, Paprika, Tomaten und in Gemüse mit dunklen, grünen Blättern.
    • Um genügend Zink zu bekommen, iss Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel, Muscheln, Schrimps, Austern, Eier und Milch sowie Vollkornprodukte.
    • Fisch, Hühnchen, Sojaprodukte, magerer Käse, Eier, Mandeln, Bohnen und Joghurt sind gut für die Proteinzufuhr.
  4. Relaxen ist wichtig. Es gibt dieses Sprichwort, was besagt “Stress lässt die Haare ausfallen“. Schon lange wird daran geglaubt, dass die Haare durch zu viel Stress leichter ausfallen können. Solltest du ein sehr stressiges Leben führen, könnten du und dein Haar davon profitieren einen Gang runterzuschalten. Versuche es mit Meditation, Yoga, Lesen oder ruhiger Musik.
    • Du kannst auch deinen Kopf “relaxen”. Trage nicht zu viele Mützen und Hüte, die ständig auf deine Haarbälge drücken. Haarfärbungen und andere aggressive Produkte sind ebenfalls nicht besonders ratsam, da sie die Haarzellen „aufessen“.

Tipps

  • Nach einer Behandlung mit “Minoxidil” kannst du dein Haar tönen, es sollte aber erst zwei bis drei Monate nach Abschluss der Behandlung sein. Das Medikament lässt sehr feine Haare wachsen. Durch eine Tönung kannst du den Kontrast zwischen Kopfhaut und Haar verstärken: Dein Haar sieht dadurch dichter aus.
  • Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen den Begriffen “Kahlheit” und “Alopezie”. Beide beziehen sich auf Haarausfall – entweder teilweise oder komplett.
  • Sei vorsichtig bei Heilungsmethoden oder Hausmitteln, die hier nicht beschrieben sind. Zu ihnen wurden meistens keine Studien beschrieben und sie können schlichtweg „Quacksalberprodukte“ sein. Es gibt auch Menschen, bei denen sich der Haarausfall durch den Placebo-Effekt gelöst hat. In diesem Fall gehen Betroffene davon aus, dass etwas wirken könnte, aber es ist nicht wissenschaftlich bewiesen.
  • Vielleicht gibt es auch andere Möglichkeiten für dich, wie z. B. Toupets, Perücken oder Haarverlängerungen.
  • ”Alopezie” ist der medizinische Begriff für das gebräuchliche Wort “Kahlheit”. Quelle:[1]
  • Es gibt verschiedene Formen von Kahlheit, auch die Ursachen sind unterschiedlich. Was bei dem einen funktioniert, muss nicht automatisch bei dir funktionieren. Um herauszufinden, warum du langsam eine Glatze bekommst, kannst du im Internet recherchieren oder einen Arztbesuch machen.
  • Verteile zweimal pro Woche Zwiebelsaft auf deiner Kopfhaut. Es wird den Haarwuchs fördern.

Warnungen

  • Solltest du Medikamente benutzen, benutze sie richtig. Mach dich auch mit möglichen Nebenwirkungen vertraut. Sehr oft sind es Hautreizungen oder Rötungen.
  • Solltest du eine Haartransplantation in Betracht ziehen, sei dir bewusst, dass sich dein Haarausfall stabilisiert hat. Ansonsten kann es passieren, dass du einen kahlen Ring rundherum um das implantierte Haar auf deinem Kopf bekommst.
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