Festplattenplatz freimachen (Windows 7)

Wenn sich deine Festplatte füllt, kann es sein, dass dein Computer nicht so eine gute Leistung bringt wie gewohnt. Wenn Windows langsam läuft, kannst du Dateien und Programme löschen, um Platz zu schaffen. Du kannst Dateien manuell löschen oder Disk Cleanup nutzen: ein eingebautes Dienstprogramm von Windows, das dafür entwickelt wurde, große Mengen unnötiger Dateien zu entfernen. Vielleicht möchtest du auch darüber nachdenken, Programme zu deinstallieren, die du nicht oft brauchst und die viel Platz brauchen.

Teil 1 von 3: Disk Cleanup aufrufen

  1. Navigiere über das Startmenü in die Systemsteuerung. Rufe das Startmenü auf, indem du auf die Windows-Flagge unten links auf dem Bildschirm klickst. Suche rechts im Startmenü nach "Systemsteuerung".
    • Gehe alternativ über den Ordner Computer, wenn du schon weißt, dass du die Festplatte (C:) aufräumen willst. Öffne im Startmenü "Computer" und klicke dann mit der rechten Maustaste auf das Icon für die lokale Festplatte (C:). Wähle "Eigenschaften", um ein Menü einzublenden. Im Reiter "Allgemein" siehst du Zahlen und ein Kuchendiagramm, das den freien und den belegten Festplattenplatz deines C:-Laufwerks anzeigt. Klicke auf den Button "Disk Cleanup", um zu berechnen, wie viel Platz du freimachen kannst.
  2. Wähle in der Systemsteuerung "System und Sicherheit". Hier wird eine Option "Festplattenplatz freimachen" angezeigt, welche das integrierte Programm Disk Cleanup aktiviert. Dieses Menü enthält außerdem Aktionen und Daten, die dir helfen, unter anderem den System- und Sicherheitsstatus zu sehen und zu ändern, Dateien und Systemeinstellungen zu sichern und speichern, ein Update deines Computers zu machen, die Geschwindigkeit deines RAM und des Prozessors zu sehen und die Firewall zu überprüfen.
  3. Wähle "Festplattenplatz freimachen". Finde weiter unten auf der Seite den Link in kleinen Buchstaben unter der Überschrift "Administrative Tools". Du wirst aufgefordert auszuwählen, welches Laufwerk du freimachen willst.
  4. Wähle aus, welches Laufwerk du aufräumen willst. Du solltest die Option haben, die lokale Festplatte (C: oder D:) aufzuräumen. Wähle C:, es sei denn du hast absichtlich persönliche Dateien im Laufwerk D: gespeichert. Im Allgemeinen werden unter C: alle deine Dokumente, Aufzeichnungen und Programme gespeichert, während D: sensible Dateien für die Systemwiederherstellung enthält, die vom Hersteller des Computers vorinstalliert wurden. Wenn du das Laufwerk ausgewählt hast, klicke zum Fortfahren auf "OK".
    • Vermeide es, mit den unter D: gespeicherten Dateien herumzuspielen. Wenn du nicht weißt, was etwas ist, gehe davon aus, dass es wichtig ist, damit dein Computer funktioniert oder ein Backup von diesem erstellt werden kann. Wenn eine Datei bösartig ist oder nicht dort sein soll, führe eine Suche im Internet aus, um sie zu identifizieren - oder kontaktiere das Support-Team des Herstellers deines Computers.

Teil 2 von 3: Dateien zum Löschen auswählen

  1. Warte, bis Disk Cleanup berechnet hat, wie viel Platz du freimachen kannst. Dies kann zwischen ein paar Sekunden und ein paar Minuten dauern. Im Allgemeinen ist es so, dass es umso länger dauert, je mehr deine Festplatte "vollgemüllt" ist. Du solltest ein Pop-up sehen: "Disk Cleanup berechnet, wie viel Platz du auf C: freimachen kannst. Dies kann ein paar Minuten dauern".
  2. Wähle, welche Dateien gelöscht werden sollen. Markiere die Optionen, um zu sehen, welche Dateien diese Kategorie enthält, und was genau du löschst. Sieh dir an, wie viel Speicherplatz jeder Dateityp einnimmt - wenn du nur ein paar KB temporäre Internetdateien hast, wird es dein Benutzererlebnis kaum verändern, wenn du diese löschst. Entscheide, ob das Löschen dieser Dateien einen Einfluss auf deine Arbeit hat. Wähle ruhig alles in der Liste aus, wenn du dringend Platz brauchst.
  3. Lösche die heruntergeladenen Programme. Dieser Ordner enthält ActiveX Steuerungen und Java Applets, die automatisch heruntergeladen werden, wenn du auf bestimmte Seiten gehst. Sie werden in den Downloads-Ordner auf deiner Festplatte gespeichert. Wenn du diese Dateien löschst, werden sie bei Bedarf wieder heruntergeladen, wenn du die jeweiligen Seiten besuchst.
  4. Lösche die temporären Internetdateien. Diese Kopien von Webseiten werden zur schnellen Ansicht auf deiner Festplatte gespeichert. Lösche diesen Ordner ruhig, ohne groß darüber nachzudenken: Du verlierst keine persönlichen Einstellungen und Anmeldedaten für Webseiten, dein Online-Erlebnis wird also nicht darunter leiden.
  5. Lösche die Dateien für Spieleneuigkeiten und -statistiken. Du solltest durch diese Dateien nicht viel Speicherplatz gebunden haben, es sei denn du spielst eine Menge Spiele auf deinem Computer. Lösche sie ruhig, um Platz zu schaffen. Verstehe die Funktion der Dateitypen:
    • Spieleneuigkeiten erleichtern die Zustellung von RSS Feeds in deine Spielebibliothek. Wenn du nicht viel auf deinem Computer spielst oder es dir nicht so wichtig ist, dass sie rigoros auf dem aktuellen Stand bleiben, solltest du keine Probleme haben, wenn du diese löschst.
    • Statistikdateien werden erstellt, um die Pflege verschiedener Spielstatistiken zu unterstützen. Wie bei den Spieleneuigkeiten sollte dies dein Benutzererlebnis nicht beeinträchtigen, wenn du diese Dateien löschst.
  6. Leere den Papierkorb. Der Papierkorb enthält alle Dateien, die du gelöscht hast. Diese Dateien werden erst dann dauerhaft gelöscht, wenn du den Ordner leerst. Dieser Ordner kann sehr voll oder fast leer sein, je nachdem wie viele Dateien du kürzlich gelöscht hast und wie oft du den Papierkorb leerst.
  7. Lösche die temporären Dateien. Diese Kategorie zu löschen macht oft den meisten Platz frei. Dein Betriebssystem erstellt diese temporären Dateien automatisch, um Dinge zu schützen, an denen du arbeitest. Diese Dateien sind vielleicht mit Word-Dokumenten, bearbeiteten Bildern oder unfertigen und abgebrochenen Downloads verknüpft (von Browsern und Programmen, die Updates, Plugins etc. herunterladen). Lösche alle temporären Dateien, die du in mindestens einer Woche nicht geändert hast.
    • Dein System löscht die temporären Dateien normalerweise, wenn du den Computer herunterfährst. Wenn dein Computer abstürzt oder sich unerwartet ausschaltet, werden sie jedoch nicht gelöscht und bleiben auf ewig zurück. Wenn du deinen Computer nicht oft genug herunterfährst - wenn du ihn z.B. in den Ruhemodus versetzt, ihn aber nie komplett ausschaltest - stellst du vielleicht auch eine Ansammlung an temporären Dateien fest.
  8. Lösche die Vorschaubilder. Windows behält eine Kopie aller Vorschaubilder von Fotos, Videos und Dokumenten im Cache. So kann das System die Dateien schneller anzeigen, wenn du einen Ordner öffnest. Diese Dateien können sich jedoch ansammeln, wenn du neue Ordner erstellst und nach und nach ältere Ordner außer Acht lässt. Wenn du diese Vorschaubilder löschst, wird dein System sie automatisch wieder erstellen, wenn es nötig ist.
  9. Denke darüber nach, die Systemdateien aufzuräumen. Es gibt im Disk Cleanup-Menü einen Button "Systemdateien aufräumen". Klicke diesen an, wenn du zusätzlichen Platz freimachen willst, und warte, bis das Programm berechnet, wie viel Platz sicher gelöscht werden kann. Innerhalb von einer oder zwei Minuten sollte das gleiche Disk Cleanup-Menü mit weiteren zu löschenden Dateikategorien angezeigt werden. Überlege dir, was diese Kategorien bedeuten, und entscheide, ob es sicher ist, diese zu löschen:
    • Service Pack Backup-Dateien: Windows behält alte Versionen von Dateien, die durch Service Packs aktualisiert wurden. Sei dir darüber bewusst, dass du das Service Pack nicht mehr deinstallieren kannst, wenn du diese Dateien löschst.
    • Temporäre Windows-Installationsdateien: Dies sind die Installationsdateien, die vom Windows Setup genutzt werden. Diese Dateien werden von der Installation übrig gelassen und du brauchst sie nicht mehr. Lösche sie ruhig.
    • Windows Update Cleanup: Windows behält eine Kopie von jedem neu installierten Windows Update, selbst wenn du ein aktuelleres Update installiert hast. Windows Update Cleanup löscht ältere Versionen von Updates, die du nicht mehr brauchst und die deine Festplatte "vollmüllen". Sei darauf vorbereitet, deinen Computer neu zu starten.

Teil 3 von 3: Unnötige Dateien löschen

  1. Wenn du bereit bist, klicke zum Löschen auf OK. Stelle sicher, dass du bei allen Kategorien, die du löschen willst, Häkchen gesetzt hast.
  2. Bestätige, dass du diese Dateien löschen willst. Das Programm fragt dich: "Sind Sie sicher, dass Sie diese Dateien permanent löschen wollen?". Rufe dir alle Dateien in Erinnerung, die du ausgewählt hast. Wenn du dir sicher bist, klicke auf "Löschen", um weiterzumachen und Festplattenplatz freizumachen. Wenn du dir nicht vollkommen sicher bist, gehe zurück zur Dateiauswahl und stelle sicher, dass du die richtigen Kategorien ausgewählt hast.
  3. Warte, bis das Programm den Festplattenplatz freigemacht hat. Wenn du auf "Löschen" klickst, sollte ein Pop-up mit dem Hinweis "Disk Cleanup entfernt unnötige Dateien auf Ihrem Rechner" eingeblendet werden. Beobachte den grünen Fortschrittsbalken, um abzuschätzen, wie weit das Löschen fortgeschritten ist. Je nachdem, wie viel Speicher du löschst (von ein paar KB bis hin zu mehreren GB) kann das Dienstprogramm zwischen einer und 20 Minuten brauchen.
    • Wenn du aus irgendeinem Grund noch einmal überlegst, klicke rechts neben dem grünen Fortschrittsbalken auf "Abbrechen". Die bereits gelöschten Dateien sind weg, aber du verhinderst, dass das Programm weitere Dateien löscht.
    • Schau unter den Fortschrittsbalken, um zu sehen, welche Dateien aktuell gelöscht werden. Dies kann dir helfen, den Vorgang einzuschätzen und zu entscheiden, ob du etwas abbrechen musst.
  4. Deinstalliere alte Programme, um Platz freizumachen. Öffne das Menü Programme und Funktionen, indem du den Startbutton anklickst, auf Systemsteuerung, dann auf Programme und dann auf Programme und Funktionen klickst. Warte, bis die Liste mit allen derzeit auf deinem Computer installierten Programmen angezeigt wird. Suche nach den Programmen, die eine Menge Platz brauchen und die du nicht oft nutzt. Wähle ein Programm und klicke dann auf Deinstallieren.
    • Einige Programme haben die Option, das Programm zusätzlich zur Deinstallation zu ändern oder reparieren, aber viele bieten einfach die Option, es zu deinstallieren. Um ein Programm zu ändern, klicke auf Ändern oder Reparieren.
    • 1 KB (Kilobyte) sind 1.024 Bytes. 1 MB (Megabyte) sind 1.024 KB. 1 GB (Gigabyte) sind 1.024 MB und 1 TB (Terabyte) sind 1.024 GB. Die Größe deiner Programme ist wahrscheinlich im MB- bis GB-Bereich.
    • Wenn du nach einem Administrator-Passwort oder einer Bestätigung gefragt wirst, tippe das Passwort ein oder bestätige. Wenn du nicht bestätigen kannst, bist du vielleicht nicht der Administrator dieses Computers und es kann sein, dass du das Programm nicht löschen kannst.
  5. Lösche alte Setup-Dateien. Wenn du ein Programm aus dem Internet herunterlädst, hast du wahrscheinlich eine EXE/MSI-Datei mit einem Namen wie "Setup" heruntergeladen. Wenn du diese Datei ausgeführt und das Programm installiert hast, kann sie sicher gelöscht werden.

Tipps

  • Hab Geduld! Es kann zwischen einer und 20 Minuten dauern!
  • https://www.youtube.com/watch?v=MwPZwYOEbO0
  • Es kann sein, dass der Bildschirm beim Löschen von Dateien leicht flackert. Das ist normal.

Warnungen

  • Pass auf, dass du keine wichtigen Daten und Programme löschst. Wenn du nicht weißt, wofür eine Datei ist, dann lass sie in Ruhe.

Was du brauchst

  • Computer mit Windows 7
  • Geduld
Information
Users of Guests are not allowed to comment this publication.