Hautausschläge vermeiden

Hautausschläge sind entzündliche oder rote Hautbereiche, die von verschiedenen anderen Symptomen (Schmerzen, Jucken und Schwellungen) begleitet werden können. Die Auslöser können allergische Reaktionen, Infektionen, entzündlichen Beschwerden, Kontakt mit Reizstoffen oder Wärme und andere medizinischen Erkrankungen sein. Einige Hautausschläge können von allein verschwinden, aber bei anderen Ausschläge ist eine Behandlung erforderlich. Du kannst verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung vieler verschiedener Arten von Hautausschlägen ergreifen.

Methode 1 von 5: Vorbeugung bei Hautausschlägen

  1. Vermeide Situationen, bei denen du ins Schwitzen kommst. Hautausschläge entwickeln sich, wenn die Schweißkanäle in deiner Haut verstopfen. Wenn das passiert, und der Schweiß nicht verdunsten kann, wird er unter der Haut eingeschlossen und kann einen Ausschlag verursachen.
    • Hitzeausschläge treten meist unter heißen und feuchten Bedingungen auf.
    • Halte deinen Körper trocken und vermeide, während der heißesten Tagesstunden nach draußen zu gehen.
    • Benutze eine Klimaanlage.
    • Dusche, kühle dich in einem Schwimmbad ab oder kühle die überhitzten Hautbereiche mit kühlen, nassen Handtüchern.
  2. Vermeide bei heißem und feuchtem Wetter anstrengendes Training. Die Wärme, die von deinem Körper abstrahlt, kann bei warmen Wetter Hautausschläge an bestimmten Körperstellen mit den meisten Schweißdrüsen, wie unter den Achseln, verursachen.
    • Statt bei heißem Wetter im Freien zu trainieren, kannst du in einem klimatisierten Fitnessstudio trainieren.
    • Nimm sofort nach dem Training eine kalte Dusche.
  3. Trage leichte, locker sitzende Kleidung. Zu eng sitzende Kleidung wird deine Haut wahrscheinlich irritieren und Ausschläge verursachen, weil die abstrahlende Wärme des Körpers eingeschlossen wird.
    • Lasse deine Haut atmen und trage leichte, lockere Kleidung. Das gilt auch für Babys. Kleide oder wickle dein Baby bei heißem Wetter nicht mit zuviel Wäsche ein.
    • Eine Ausnahme gilt beim Training. Trage gut sitzende Trainingskleidung, die so geschaffen ist, dass sie den Schweiß und überschüssige Feuchtigkeit ableitet. Sie kann dir helfen, einen Hitzeausschlag - besonders während sehr aktiver Trainingsepisoden, wie Fahrrad fahren und Laufen - zu vermeiden.
  4. Trinke viel Wasser. Dein Körper braucht Wasser, damit er richtig funktionieren kann. Der Wasserverlust, der beim Schwitzen entsteht, muss ersetzt werden.
    • Trinke während des Tages Wasser und vermeide Austrocknung.
    • Trinke täglich mindestens zwei bis vier Gläser (500 ml bis 1000 ml) kalte Flüssigkeiten.

Methode 2 von 5: Vorbeugung gegen Intertrigo

  1. Halte deine Hautfalten sauber und trocken. Intertrigo wird durch die Reibung der Haut verursacht, die Reizungen und Ausschlag auslöst. Häufig sind Körperbereiche betroffen, die warm und feucht werden. Das sind besonders die Bereiche unter den Brüsten, der Leiste, zwischen den Oberschenkeln, unter den Armen oder zwischen den Zehen, wo eine Hautstelle an einer anderen Hautstelle reiben kann. Der Ausschlag kann auch eine bakterielle Infektion oder eine Pilzinfektion nach sich ziehen. Anders als bei einem Hitzeausschlag kann dieser Ausschlag in einer beliebigen Umgebung auftreten.
    • Halte deine Haut sauber und trocken. Achte besonders auf die Stellen, wo eine Hautstelle gegen eine andere Hautstelle reiben kann. Trage ein Deodorant unter den Achseln auf. Auch Vaseline (Petroleumgel) kann nützlich sein, weil sie eine schützende Barriere zwischen den aneinander reibenden Hautstellen, wie deinen inneren Oberschenkeln, bildet. Benutze an den betroffenen Stellen Babypuder oder medizinisches Puder, das die überschüssige Feuchtigkeit aufsaugen kann.
    • Trage offene Schuhe oder Sandalen. Damit kannst du die Feuchtigkeit reduzieren, die zwischen deinen Zehen produziert wird.
  2. Benutze eine Hautschutzcreme. Medizinische Hautschutzcremes sind in den meisten Drogerien und Apotheken erhältlich. Eine Salbe gegen Windelausschlag (Ladival Multilind Heilsalbe) kann an gefährdeten Hautstellen (wie zum Beispiel der Leistengegend) hilfreich sein, weil diese Hautbereiche häufig feucht werden, und außerdem anfällig für Reibung sind. Auch eine Zinkoxidsalbe kann Linderung bringen. #*Wenn du häufig Schwierigkeiten mit Ausschlag durch Reibung hast, kannst du deinen Arzt um Tetrix bitten. Das ist eine verschreibungspflichtige Hautschutzcreme mit Dimethicone. Sie ist wirksamer als andere, rezeptfreie Medikamente.
  3. Trage locker sitzende, saubere Kleidung. Kleidung, die gegen deine Haut reibt, kann einen Ausschlag durch die Reibung verursachen. Trage vornehmlich Naturfasern wie Baumwolle, Seide oder Bambus, wenn das möglich ist, weil künstliche Fasern die Haut häufig irritieren und nicht besonders atmungsaktiv sind.
  4. Nimm ab. Intertrigo tritt bei übergewichtigen oder fettleibigen Menschen häufiger auf, weil sie mehr Hautstellen haben, die Reibung verursachen können. Rede mit deinem Arzt darüber, ob sich dein Hautausschlag möglicherweise bessert, wenn du abnimmst.
    • Beginne keine Diät ohne deinen Arzt zu konsultieren.

Methode 3 von 5: Vorbeugung gegen Aufblühen eines Ekzems

  1. Identifiziere und vermeide die Auslöser deines Ekzems. Ekzeme sind auch als atopische Dermatitis bekannt. Das ist eine chronische Hautkrankheit, die sich als roter, schuppiger und juckender Hautausschlag äußert, der auf Berührung empfindlich reagiert und anschwellen kann. Menschen mit Ekzemen leiden unter einem Mangel an bestimmten Proteinen in ihrer Haut und ihr Zustand kann durch verschiedene Umstände noch schlimmer werden. Kenne die Auslöser von Ekzemen und vermeide sie:
    • Infektionen der Haut
    • Allergene wie Pollen, Schimmel, Staubmilben, Tiere oder Lebensmittel
    • Kalte und trockene Luft im Winter, frieren, schwitzen oder plötzliche Temperaturschwankungen
    • Chemische Reizstoffe oder grobe Materialien wie Wolle
    • Emotionaler Stress
    • Parfüm oder Farbstoffe in Lotionen oder Seifen
  2. Bitte deinen Arzt um Medikamente oder eine Behandlung deiner Allergien. Du bist vielleicht nicht in der Lage, alle Auslöser zu vermeiden, besonders wenn du auf Auslöser, wie Pollen allergisch reagierst. Rede mit deinem Arzt über die Behandlungsmöglichkeiten deiner Allergie, die bei der Linderung deiner Symptome hilfreich sein können.
  3. Nimm kürzere Bäder oder Duschen. Zu viele Bäder oder Duschen können die Haut ihrer natürlichen Öle berauben, was zu extremer Trockenheit führen kann.
    • Beschränke deine Bäder und Duschen auf maximal zehn bis fünfzehn Minuten.
    • Bade in warmen statt in heißem Wasser.
    • Benutze ein weiches Handtuch nach deiner Dusche und tupfe deine Haut sanft trocken.
    • Benutze nur milde oder sanfter Duschgels oder Seifen. Milde, hypoallergene Seifen und Duschgels sind sanft und ziehen die schützenden natürlichen Öle nicht aus der Haut.
    • Vermeide antibakterielle oder auf Alkohol basierende Reinigungsmittel, die deine Haut leicht austrocknen.
    • Wähle Duschgels mit zusätzlichen, befeuchtenden Wirkstoffen.
  4. Befeuchte deine Haut mindestens zweimal täglich. Feuchtigkeitscremes helfen, die natürliche Feuchtigkeit der Haut einzuschließen und sie ist somit geschützt und hydriert.
    • Eine gut durchfeuchtete Haut ist widerstandsfähiger gegen Irritationen wie aggressive Stoffe, die gegen die Haut reiben und sie ist besser gegen das Aufflammen von Ekzemen gerüstet.
    • Trage die Feuchtigkeitscreme auch direkt nach der Dusche oder dem Bad auf, sobald du die Haut trocken getupft hast.

Methode 4 von 5: Vorbeugung bei Kontatkdermatitis

  1. Vermeide Hautirritationen und Allergene. Kontaktdermatitis wird durch Reizstoffe verursacht, die in Kontakt mit deiner Haut kommen. Kontaktdermatitis kann eine allergische Reaktion sein oder sie kann durch einen allgemeinen Reizstoff (nicht allergen) verursacht werden. Sie kann durch Vermeidung des Auslösers vermieden werden.
    • Vermeide, deine Haut allgemeinen Reizstoffen, wie Staubmilben, Pollen, Chemikalien, Kosmetika, Pflanzenölen (Giftefeu) und anderen Substanzen, die deine individuelle Kontaktdermatitis auslösen können, auszusetzen. Eine irritierende Kontaktdermatitis verursacht normalerweise einem trockenen, schuppigen Ausschlag, der normalerweise nicht juckt. Einige Arten von Kontaktdermatitis können allerdings Juckreiz und Bläschen verursachen.
    • Manche Menschen zeigen bereits nach einem einzigen Kontakt eine Reaktion auf Reizstoffe, wohingegen andere erst bei wiederholtem Kontakt Symptome zeigen. Manchmal kannst du mit der Zeit eine Toleranz gegen den Reizstoff entwickeln.
  2. Lasse einen Allergietest durchführen. Wenn du nicht sicher bist, ob du Allergien hast, kann dein Arzt einen Allergietest durchführen, und die Substanz identifizieren, die möglicherweise eine Kontaktdermatitis auslöst.
    • Häufige Allergene sind Nickel, Medikamente (inklusive topische Antibiotika und Antihistamine), Formaldehyd, Tätowierungen der Haut und Produkte mit schwarzem Henna.
    • Ein weiteres häufiges Allergen ist Perubalsam, das in Kosmetik, Parfüms, Mundspülungen und Gewürzen verwendet wird. Wenn du bei einem neuen Produkt eine Reaktion zeigst, solltest du die Anwendung oder Einnahme sofort beenden.
    • Überprüfe die Etiketten und stelle sicher, dass du nicht versehentlich ein Produkt kaufst, das ein Allergen enthält.
  3. Wasche die Haut sofort nach dem Kontakt ab. Wenn du einem Reizstoff oder einem Allergen ausgesetzt bist, solltest du den betroffenen Bereich sofort abwaschen. Das kann dir helfen, die Reaktion zu reduzieren oder sie sogar ganz zu verhindern.
    • Benutze warmes Wasser und milde Seifen oder nimm eine Dusche, wenn der Kontakt zu lange gedauert hat.
    • Wasche auch alle Kleidungsstücke und andere Dinge, die in Kontakt mit der Substanz gekommen sind.
  4. Trage schützende Kleidung oder Handschuhe, wenn du mit den Reizstoffen umgehst. Wenn du mit der Substanz arbeiten musst, solltest du deine Haut vor einem direkten Kontakt mit dem Allergen oder dem Reizstoff schützen, indem du einen Overall, Schutzbrille und Handschuhe trägst.
    • Achte beim Umgang mit gefährlichen Substanzen auf die richtigen Techniken und befolge alle Vorschriften.
  5. Benutze eine Feuchtigkeitscreme zum Schutz deiner Haut. Feuchtigkeitscremes bedecken die Haut mit einer schützenden Barriere und sie unterstützen die Wiederherstellung der äußeren Hautschicht.
    • Trage die Feuchtigkeitscreme vor einem möglichen Kontakt mit dem Reizstoff auf und benutze sie regelmäßig, um deine Haut gesund zu erhalten.
  6. Rede mit deinem Arzt, wenn du nach der Einnahme von Medikamenten einen Ausschlag hast. Verschiedene Medikamente können eine Medikamentenallergie verursachen, die entweder eine Nebenwirkung des Medikaments oder eine allergische Reaktion sein kann. Sie beginnt häufig innerhalb einer Woche nach Einnahme des neuen Medikaments und äußert sich zunächst als rote Tupfen, die sich großflächig über den Körper ausbreiten. Die häufigsten Medikamente, die einen Ausschlag verursachen können, sind:
    • Antibiotika
    • Krampflösende Medikamente
    • Diuretika (Entwässerungstabletten)

Methode 5 von 5: Das Aufflammen von Schuppenflechte vermeiden

  1. Nimm alle Medikamente genau nach Vorschrift. Medikamente gegen Schuppenflechte können oft vorbeugend gegen ein Aufflackern wirken, wenn sie entsprechend der Verordnungen deines Arztes eingenommen werden. Das gilt besonders für Medikamente, wie zum Beispiel biologische Mittel, die über dein Immunsystem wirken.
    • Es ist auch wichtig, die Einnahme nicht einzustellen, ohne deinen Arzt zu konsultieren. Wenn du die Einnahme deiner Medikamente gegen Schuppenflechte einstellst, ohne deinen Arzt zu konsultieren, kann sich eine bestimmte Art von Schuppenflechte zu einer schlimmeren Form der Krankheit entwickeln.
  2. Vermeide Stress. Schuppenflechte ist eine autoimmune Hautkrankheit, die sich durch einen juckenden, schuppigen Hautausschlag charakterisiert. Die Ursache von Schuppenflechte ist häufig unklar, aber es gibt bekannte Auslöser inklusive Stress, die die Krankheit verschlimmern und einen Ausbruch verursachen können.
    • Ergreife Maßnahmen und reduziere den Stress in deinem Leben. Praktiziere entspannende Techniken, wie Yoga und Meditation.
    • Trainiere regelmäßig. Sportliches Training kann dir helfen, Endorphine freizusetzen und Stress zu lindern.
  3. Vermeide Verletzungen deiner Haut. Hautschäden (Impfungen, Insektenbisse, Kratzer und Sonnenbrand) können die Bildung neuer Wunden durch die Schuppenflechte auslösen. Diese Erscheinung wird auch als Koebner Phänomen bezeichnet.
    • Trage schützenden Kleidung und versorge alle Kratzer und Verletzungen sofort mit hygienischen Mitteln.
    • Vermeide einen Sonnenbrand, indem du eine Sonnenschutzcreme benutzt, schützende Kleidung (Hüte und lange, lockere Kleidung) trägst oder dich im Schatten aufhältst. Du solltest auch die Zeitdauer beschränken, die du in direkter Sonne verbringst.
  4. Vermeide Medikamente, die Schuppenflechte auslösen. Einige Medikamente sind als Auslöser für Schuppenflechte bekannt. Dazu zählen Medikamente gegen Malaria, Lithium, Inderal, Indomethacin und Chinidin.
    • Wenn du den Verdacht hast, dass dein Medikament möglicherweise Schuppenflechte auslöst, kannst du deinen Arzt bitten, dir ein alternatives Medikament zu verschreiben.
    • Höre nicht einfach auf, verschreibungspflichtige Medikamente einzunehmen, ohne vorher deinen Arzt zu konsultieren.
  5. Vermeide und behandele Infektionen. Alles, was dein Immunsystem beeinträchtigt, kann ein Aufflammen deiner Schuppenflechte auslösen. Das kann eine Halsentzündung (Streptokokken Pharyngitis), eine Pilzkrankheit (Candida albicans) oder eine Infektion der Atemwege sein.
    • Konsultiere sofort einen Arzt, wenn du glaubst, dass du eine Infektion hast.
  6. Trinke kein normales Bier. Eine Untersuchung hat ergeben, dass normales Bier (jedoch nicht kalorienarmes Bier, Wein oder andere Arten von Alkohol) für ein erhöhtes Risiko des Ausbruchs von Schuppenflechte verantwortlich ist.
    • Das Risiko war bei Frauen mit einem Konsum von fünf oder mehr Portionen Bier 2,3 Mal höher, als bei Frauen, die kein Bier getrunken haben.
  7. Höre auf zu Rauchen. Rauchen kann deine Schuppenflechte noch verschlimmern. Rauchen ist außerdem schlecht für deine Gesundheit. Rede mit deinem Arzt oder Apotheker über die Optionen, die dir helfen, das Rauchen aufzugeben.
    • Frauen, die rauchen sind besonders gefährdet, ihre Schuppenflechte zu verschlimmern.
  8. Vermeide kaltes und trockenes Wetter. Kaltes und trockenes Wetter zieht die Feuchtigkeit aus der Hautoberfläche und kann einen Ausbruch von Schuppenflechte auslösen.
    • Halte dich warm und denke darüber nach, einen Luftbefeuchter in deinem Zuhause aufzustellen.

Tipps

  • Vermeide Reizstoffe und Allergene, die einen Hautausschlag auslösen können.
  • Konsultiere einen Arzt, wenn du unter einem Hautausschlag leidest, der nicht abheilt.
  • Wenn du einen Epipen besitzt und glaubst, dass du eine allergische Reaktion hast, solltest du das Medikament einnehmen, während du darauf wartest, dass der ärztliche Notdienst eintrifft.
  • Stelle sicher, dass du Medikamente wie Kortison einnimmst, die den Juckreiz stoppen und den Ausschlag abklingen lassen.

Warnungen

  • Wenn du nicht sicher bist, ob dein Medikament den Ausschlag verursacht, solltest du mit deinem Arzt reden. Höre nicht einfach auf, ein Medikament einzunehmen, das dir verschrieben wurde.
  • Einige allergische Reaktionen können einen anaphylaktischen Schock auslösen, der lebensbedrohlich sein kann. Lasse dich sofort medizinisch behandeln oder rufe den Notarzt, wenn du Angst hast, dass du eine ernsthafte Reaktion haben könntest. Anzeichen auf eine ernsthafte Reaktion sind Schwellungen der Lippen oder der Zunge, ausgedehnte Nesselsucht, Husten, Atemnot oder Keuchen.
  • Einige Hautausschläge können ernsthafter Natur sein und du solltest dich sofort medizinisch behandeln lassen, wenn du nicht sicher bist, wie schwerwiegend dein Ausschlag ist.
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