Einem trächtigen Meerschweinchen helfen

Eine Trächtigkeit ist harte Arbeit für ein weibliches Meerschweinchen. Sie dauert ca. 59-72 Tage und das schwangere Muttertier trägt bei jeder Trächtigkeit 1-6 Babys. Da bei trächtigen Meerschweinchen oftmals Komplikationen wie z. B. Gestose auftreten können, sollte man sie sorgfältig beobachten und ihnen die richtige Pflege zuteilwerden lassen.

Methode 1 von 7: Herausfinden ob dein Meerschweinchen trächtig ist

  1. Schau dir den Bauch deines Meerschweinchens an. Wenn der Bauch ausgedehnt und groß aussieht, dann könnte dein Haustier Babys tragen. Es könnte jedoch bis zum Ende des letzten Drittels der Trächtigkeit schwierig sein, dies mit Sicherheit festzustellen.
    • Wenn die Mutter nur ein Schweinchen in sich trägt, dann ist es oft schwierig, überhaupt eine Veränderung des Bauchs im Bezug auf dessen Größe und Form wahrzunehmen. Wenn sie jedoch 6 Babys trägt, wird ihr Bauch sehr groß und dehnt sich deutlich aus.
  2. Achte darauf, ob dein Meerschweinchen ein Nest baut. Trächtige Muttertiere graben sich normalerweise im Stroh ein und bereiten sich so auf die Geburt vor. Wenn dir auffällt, dass dein Meerschweinchen sich so verhält, dann könnte es trächtig sein.
  3. Bitte deinen Tierarzt darum, dies zu überprüfen. Wenn du selbst nicht ganz sicher bist, ob dein Haustier trächtig ist, bitte deinen Tierarzt, dies zu überprüfen. Der Tierarzt wird den Bauch des Meerschweinchens abtasten, um herauszufinden, ob sich Föten darin befinden.
    • Diese Untersuchung sollte ausschließlich von einem Tierarzt durchgeführt werden. Man kann nämlich sehr leicht die Blase, Nieren oder auch einen vergrößerten Eierstock mit einem Fötus verwechseln.
    • Eine grobe Behandlung kann zu einer Fehlgeburt führen, daher sollte der Bauch nur von einem Experten abgetastet werden.
    • Der Tierarzt sollte auch in der Lage sein, dir den vorläufigen Geburtstermin zu nennen.
  4. Lass eine Ultraschallaufnahme vom Bauch deines Meerschweinchens machen. Manche Tierärzte benutzen einen Ultraschall-Scanner, um den Unterleib zu untersuchen. Beim Ultraschall werden Ultraschallwellen benutzt, um in den Körper “hineinzuschauen”. Eine Ultraschallaufnahme, die nicht invasiv ist, kann eine Trächtigkeit bestätigen.
    • Mit Hilfe des Ultraschalls kann der Tierarzt auch sehen, wieviele Babys sich in der Gebärmutter befinden und ob sie lebendig sind.

Methode 2 von 7: Das trächtige Muttertier versorgen

  1. Lass es von einem Tierarzt untersuchen. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Meerschweinchen trächtig ist, dann solltest du es zur Untersuchung zu einem Tierarzt bringen. Der Tierarzt wird den Unterleib des Tieres abtasten und die Trächtigkeit bestätigen und dessen allgemeinen Gesundheitszustand überprüfen.
    • Der Tierarzt sollte den ungefähren Geburtstermin ermitteln können.
  2. Benutze Pellet-Futter. Meerschweinchen neigen dazu, sich ihr Futter genau auszusuchen und fressen das schmackhaftere Futter zuerst und dann das weniger schmackhafte – aber oftmals nährreichere – Futter. Kaufe ein Meerschweinchenfutter, das gemahlen wurde und dann zu Pellets gepresst wurde.
    • Fütter niemals mehr als einen kleinen Teelöffel Pellets täglich. Pellets enthalten konzentrierte Energie und Meerschweinchen überfressen sich leicht und werden fettleibig.
    • Gib deinem Meerschweinchen kein Müsli-Futter. Müsli ist ein Futtermittel, bei dem man die einzelnen Inhaltsstoffe wie z.B. Erbsen, Mais oder Weizen leicht erkennen kann. Das Meerschweinchen wird sich die leckeren Dinge heraussuchen und die anderen liegenlassen. Dies führt zu einem Mangel an Mineralien, was wiederum zu brüchigen Knochen führt.
  3. Gib dem Meerschweinchen frisches Heu. Gras und Heu stellen eine ideale Ernährungsbasis für Meerschweinchen dar. Suche frisches Heu aus, das eine leichte Grünfärbung hat und das nach Gras riecht. Stell hiervon immer genug bereit.
  4. Füttre frisches Gemüse und Obst. Ergänze die Ernährung deines Meerschweinchens mit frischem Obst und Gemüse. Versuche, täglich ca. 1 Tasse Gemüse zu füttern, aber weniger Obst. Das Obst/Gemüse, das am besten für Meerschweinchen geeignet ist, besteht aus verschiedenen Salatsorten (aber kein Eisbergsalat), Karotten, grünen und gelben Paprikas und kleinen Mengen Tomaten und Erdbeeren.
    • Als allgemeine Regel solltest du nie zwei Tage hintereinander dasselbe Gemüse füttern. Auf diese Weise vermeidest du, übermäßig große Mengen desselben Mineralstoffs, das in diesem Gemüse enthalten ist, zu füttern. Karotten enthalten z.B. sehr viele Oxalate. Eine große Menge Oxalat kann sich im Urin ansammeln und Blasensteine verursachen.
  5. Gib deinem Meerschweinchen zusätzlich Vitamin C. Meerschweinchen können kein Vitamin C einlagern oder herstellen, daher müssen sie es mit dem täglichen Futter zugeführt bekommen. Ein Vitamin C-Mangel schwächt das Immunsystem des Meerschweinchens und macht es anfälliger für Infektionen. Dies ist besonders während einer Trächtigkeit problematisch. Gib deinem Meerschweinchen Vitamin C-Tabletten, die speziell für Meerschweinchen geeignet sind. Viele Meerschweinchen fressen diese Tabletten genauso gerne wie einen Leckerbissen.
    • Gib deinem Meerschweinchen 1 Tablette 1-2 Mal pro Tag. Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin und überflüssige Mengen werden mit dem Urin ausgeschieden.
    • Meerschweinchen haben einen höheren Bedarf an Vitamin C als andere Säugetiere, besonders in der stressvollen Phase einer Trächtigkeit. Verlass dich nicht auf Futtermittel, die Vitamin C als zusätzlichen Inhaltsstoff auflisten. Das Vitamin ist nämlich nicht sonderlich stabil und wird innerhalb von 8 Wochen nach dem Herstellungsdatum abgebaut. Wenn das Futter bereits eine Weile im Zoofachgeschäft gelagert wurde, dann kannst du den Vitamin C-Gehalt bereits in dem Moment vernachlässigen, in dem du die Packung öffnest.
  6. Gib der trächtigen Mutter nicht zuviel Futter. Meerschweinchen überfressen sich leicht und werden dann übergewichtig. Übergewicht erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Gestose. Halte dich an die empfohlenen Futtermengen, besonders bei Pellets.
    • Wenn das Meerschweinchen bereits vor der Trächtigkeit übergewichtig ist, dann ist jetzt nicht der Zeitpunkt für eine Diät. Eine Reduzierung der Kalorien während der Trächtigkeit kann eine Gestose verursachen.
    • Wenn du tatsächlich vorhast, mit deinem Meerschweinchen zu züchten, dann vermeide es, dieses vor der Trächtigkeit mit Pellets, die viele Kalorien haben, zu überfüttern.
  7. Stell frisches Trinkwasser bereit. Vergewissere dich, dass deinem Meerschweinchen immer ein sauberes Trinkröhrchen oder ein Wasserschälchen mit frischem Wasser zur Verfügung steht. Das Wasser sollte täglich ausgewechselt werden. Wasch das Trinkröhrchen alle paar Tage mit einem milden Spülmittel ab.
  8. Versorge es mit einem Bett aus Stroh oder Heu. Bereite deinem Meerschweinchen ein tiefes, weiches Bett aus Stroh oder Heu in seinem Käfig. Leg den ganzen Käfig mit mindestens 7-10 cm Bettmaterial aus.
    • Wechsle verschmutztes oder feuchtes Stroh täglich aus. Dies verhindert ganz besonders, dass sich Ammoniak vom Urin ansammelt. Ammoniak reizt die Lunge eines Meerschweinchens und könnte sogar dazu führen, dass das trächtige Muttertier eine Lungenentzündung bekommt.
  9. Stell einen Karton bereit, in dem sich das Meerschweinchen ein Nest bauen kann. Eine solche Box bietet dem trächtigen Meerschweinchen einen Platz, an dem es sich ein Nest bauen kann. Ein kleiner Schuhkarton oder eine Schachtel von ähnlicher Größe sind gut geeignet. Stelle diese Box in den überdachten Teil des Käfigs und außer Reichweite von Zugluft.
    • Denk daran, dass das trächtige Meerschweinchen die Pappe des Schuhkartons anknabbern könnte, daher solltest du einen Nachschub dieser Schachteln bereitstellen oder dir überlegen, stattdessen eine Box aus Plastik oder Korbgeflecht zu verwenden.
  10. Lass das Meerschweinchen weiterhin bei seinen Gefährten. Es gibt keine feststehende Regel, ob ein Meerschweinchen während der Trächtigkeit von anderen Meerschweinchen getrennt werden sollte. Es ist völlig in Ordnung, das Muttertier bei den anderen Meerschweinchen zu lassen, solange sie sich mit allen Gefährten im Gehege gut versteht.
    • Wenn du ihre Lieblingsgefährten von ihr trennst, verursachst du dem Muttertier Stress und dieser kann wiederum zu einer Gestose führen.
  11. Reduziere den Stress. Stress ist einer der Hauptauslöser für Komplikationen während der Trächtigkeit, daher ist es sehr wichtig, den Stress während dieser Zeit zu reduzieren. Vermeide es, den Käfig deines Meerschweinchen zum Ende der Trächtigkeit an einen anderen Platz zu stellen.
    • Lass es so viel wie möglich in Ruhe. Du solltest es trotzdem sorgfältig beobachten, aber du solltest es hierbei auf keinen Fall stören.
    • Wenn ihre Gefährten mit der werdenden Mutter kämpfen, dann entferne die Gefährten und lasse die trächtige Mutter im Gehege.

Methode 3 von 7: Die Geburt vorbereiten

  1. Schau mehrmals am Tag nach deinem Meerschweinchen. Es ist wichtig, ein Auge auf es zu haben, wenn der Geburtstermin näher rückt. Schau alle 3-4 Stunden nach ihm. Achte auf Futter, Wasser, Einstreu und auf sein allgemeines Verhalten.
  2. Beobachte die Futter- und Wasseraufnahme deines Meerschweinchens. Jedes Mal, wenn du nach dem Meerschweinchen schaust, solltest du dir in Gedanken merken, wieviel Wasser es getrunken und wieviel Futter es gefressen hat. So kannst du messen was normal ist und merkst sofort, falls es sich nicht wohl fühlt und aufhört zu fressen oder sehr viel Durst bekommt.
    • Wenn ein hochträchtiges Meerschweinchen das Interesse an seinem Futter verliert, musst du sofort zum Tierarzt gehen. Der Tierarzt wird dann den Zustand des Meerschweinchens überprüfen. Er/sie verschreibt möglicherweise eine Behandlung durch Injektionen mit einer Traubenzuckerlösung, Steroiden und Kalzium, die wirksam sein könnte oder auch nicht. Appetitsverlust könnte ebenso ein Symptom einer Gestose sein.
  3. Achte auf die Symptome einer Gestose. Eine Toxinämie kommt meistens bei trächtigen Meerschweinchen vor, typischerweise zum Ende der Trächtigkeit, ca. 7-10 Tage vor dem Geburtstermin. Die Toxinämie wird verursacht, wenn die Gebärmutter so groß wird, dass diese die Hauptschlagader zum Herz hin zusammendrückt und dadurch einen Kreislaufkollaps verursacht. Eine Toxinämie kann auch dann verursacht werden, wenn die Gebärmutter so viel Platz einnimmt, dass sie den Darm abschnürt. Das Meerschweinchen hört dadurch auf zu fressen und erleidet einen toxischen Schock. Bring dein Meerschweinchen sofort zum Tierarzt, falls du eins der folgenden Symptome bemerkst:
    • Schwäche
    • Appetitsverlust
    • Keine Wasseraufnahme
    • Sabbern
    • Herumstolpern (als ob es betrunken wäre)
    • Energieverlust
    • Leider kann eine Toxinämie auch zum plötzlichen Tod des Tieres führen.
  4. Achte sorgfältig auf jegliche Geräusche. Achte auf jegliches Grunzen, wenn du nach deinem Meerschweinchen schaust. Dein Meerschweinchen gibt einen bestimmten Laut, der wie ein Grunzen klingt, von sich, sobald die Geburtswehen einsetzen. Auch wenn du dieses Geräusch noch nie zuvor gehört hast, stehen die Chancen gut, dass du es erkennst, wenn du es hörst.
  5. Leg dir die Telefonnummer deines Tierarztes bereit. Möglicherweise musst du deinen Tierarzt während der Geburt anrufen und dann willst du bestimmt nicht zuerst nach dessen Telefonnummer suchen. Klebe einen Notizzettel mit der Nummer neben den Käfig des Meerschweinchens.
    • Besprich mit deinem Tierarzt, was du machen sollst, falls die Geburt während der Nacht stattfindet.
    • Such dir zur Sicherheit die Telefonnummer des Meerschweinchenzüchters heraus.

Methode 4 von 7: Die Geburt beobachten

  1. Sei bei der Geburt anwesend. Wenn du merkst, dass die Geburt beginnt, dann solltest du dabei bleiben. Die Geburtswehen sollten nicht länger als eine Stunde dauern. Der Abstand zwischen den einzelnen Wehen beträgt ca. 5 Minuten. Warte in der Nähe des Käfigs, während dein Meerschweinchen gebärt, falls du eingreifen musst, aber misch dich nicht unnötig ein. Tiere wissen instinktiv, was sie machen müssen, wenn die Babys zur Welt kommen, daher musst du wahrscheinlich nicht einschreiten.
    • Falls die Wehen länger als eine Stunde andauern sollten, musst du sofort den Tierarzt um Rat fragen.
  2. Beobachte die Geburt gemeinsam mit einer weiteren Person. Wenn möglich, beobachte die Geburt mit jemandem, der/die dir helfen kann, den Tierarzt anzurufen, falls es nötig sein sollte. Wenn du noch nicht erwachsen bist, dann solltest du die Geburt zusammen mit einem Erwachsenen beobachten.
  3. Schau dir an, wie die Babys in kurzen Abständen auf die Welt kommen. Die Jungen werden in Abständen von ca. 5 Minuten geboren. Falls die Babys in kürzeren Abständen geboren werden, dann muss das Muttertier wahrscheinlich dabei helfen, sie aus der Fruchtblase zu befreien.
    • Wenn ein Junges auf die Welt kommt, dann knabbert die Mutter jede Fruchtblase an, so dass das Baby Luft bekommt und macht es dann sauber, indem sie es ableckt. Wenn jedoch zwei Babys kurz nacheinander geboren werden, dann kann sich die Mutter nur um eins kümmern. Das Muttertier braucht dann deine Hilfe beim zweiten Baby.
  4. Setz ein Meerschweinchen ins Gehege, mit dem die Mutter vertraut ist. Ein weiteres Meerschweinchen kann der Mutter bei der Geburt helfen. Dies sollte nur ein Meerschweinchen sein, das die Mutter bereits gut kennt, wie z.B. der Vater oder irgendein anderes Meerschweinchen aus derselben Gruppe. Das andere Meerschweinchen hilft der Mutter, die Jungen sauber zu machen.
    • Unbekannte Meerschweinchen können eine Bedrohung für die Mutter darstellen, ihr Stress verursachen und möglicherwiese die Geburt sogar erschweren. In seltenen Fällen kann der Außenseiter die Babys sogar verletzen.
    • Das andere Meerschweinchen hilft den Babys auch, sich an die Gruppe zu gewöhnen, indem sie bereits in den ersten Momenten ihres Lebens den Geruch eines anderen Meerschweinchens und dessen Anwesenheit wahrnehmen.
  5. Hilf der Mutter, falls zuviele Babys auf einmal geboren werden. Wenn es so aussieht, als ob die Mutter Hilfe mit dem zweiten Baby braucht, steck deine Hand ganz ruhig in den Käfig hinein. Wenn sich das Baby noch in der Fruchtblase befindet, dann kneif mit dem Fingernagel in diese hinein und befreie den Kopf des Babys.
    • Sobald das Baby atmet und sich bewegt, solltest du es der Mutter überlassen. Falls es jedoch nicht atmet und sich bewegt, heb es hoch und halte es eine Armlänge von dir weg und drehe es einmal mit dem Kopf nach unten. Diese Bewegung sollte jegliche Blockaden im Hals lösen, so dass es nun anfangen kann zu atmen.
    • Sobald alle Jungen atmen und sich bewegen, kannst du sie zurück zur Mutter setzen. Sie kann ihre Babys dann säubern und eine Bindung zu ihnen aufbauen.
    • Greif nur ein, falls es so viele Babys gibt, dass sich die Mutter nicht gleichzeitig um alle kümmern kann. Sei extrem vorsichtig. Die Mutter sollte dich normalerweise nicht beißen oder versuchen, dich zu verletzen, wenn sie dich kennt und zahm ist, aber du könntest ihr und den Babys zusätzlichen Stress verursachen.
    • Falls du jegliche Bedenken hast, ruf deinen Tierarzt an und sprich, wenn möglich, während der Geburt mit ihm/ihr. Falls du keinen Tierarzt erreichen kannst, versuche einen Züchter anzurufen.
  6. Ruf den Tierarzt an, falls die Mutter zu lange in den Wehen liegt. Da ein Wurf normalerweise relativ groß ist, kommt es häufig vor, dass ein Schweinchen im Geburtskanal steckenbleibt. Wenn die Mutter länger als eine Stunde in den Wehen liegt, aber kein Baby zur Welt bringt, musst du einen Tierarzt anrufen.
    • Der Tierarzt wird dann wahrscheinlich versuchen, die Babys in eine Position zu bringen, in der die Mutter sie gebären kann. Es könnte aber auch ein Kaiserschnitt erforderlich sein.

Methode 5 von 7: Sich um neugeborene Babys kümmern

  1. Geh innerhalb von 24 Stunden zum Tierarzt. Nach der Geburt solltest du die Jungen und die Mutter so bald wie möglich vom Tierarzt untersuchen lassen. Innerhalb von einer Stunde nach der Geburt sollten die Meerschweinchenbabys in der Lage sein, mit geöffneten Augen herumzulaufen. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann musst du sie zum Tierarzt bringen.
  2. Gib den Babys feste Nahrung. Meerschweinchenbabys erforschen feste Nahrung bereits innerhalb ihrer ersten Lebenstage. Gib ihnen Luzerne sowie das Futter der ausgewachsenen Meerschweinchen. Vergewissere dich, dass sie ausreichend frisches Wasser zur Verfügung haben. Die Mutter macht die Babys auf die feste Nahrung aufmerksam.
  3. Trenn die männlichen Jungtiere nach drei Wochen von den anderen. Die Entwöhnungsphase dauert 14-28 Tage. Falls die männlichen Jungtiere bis dahin noch nicht abgesetzt wurden, dann sollte man sie aus dem Gehege entfernen. Sie könnten die Mutter schwängern, was zu deren Tod führen könnte.
  4. Setz Meerschweinchen nach 3-4 Wochen mit Meerschweinchen des gleichen Geschlechts zusammen. Männchen und Weibchen sollten voneinander getrennt werden und in einer Gruppe von Meerschweinchen mit dem gleichen Geschlecht leben, sobald sie 3-4 Wochen alt sind. Vor diesem Zeitpunkt sind sie so klein, dass sie leicht von den erwachsenen Meerschweinchen zu Tode getrampelt werden können. Die Weibchen können bei der Mutter bleiben und die Männchen können zum Vater dazu gesetzt werden.
    • Weibliche Jungtiere können zu anderen Weibchen dazu gesetzt werden, auch wenn sie noch nicht 4 Wochen alt sind, sofern du sie immer sorgfältig beobachtest. Nur weil es sich um Jungtiere eines Meerschweinchen aus derselben Gruppe handelt, bedeutet das nämlich nicht, dass sie von dieser sofort akzeptiert werden.
    • Falls es nur ein männliches Jungtier gibt, solltest du so bald wie möglich einen Gefährten für es suchen. Es wird sich sonst einsam fühlen, sobald du es von seinen Geschwistern getrennt hast.
  5. Such den Babys ein gutes Zuhause, sobald sie 7 Wochen alt sind. Wenn du die Babys aus irgendwelchen Gründen nicht selbst behalten kannst, dann kannst du sie nach ca. 7 Wochen abgeben. Auch wenn sie bereits vor diesem Zeitpunkt von ihrer Mutter getrennt worden sind, sind sie dann noch zu jung und unselbstständig, um diese Veränderung gut zu verkraften. Wenn du einen neuen Besitzer findest, stell sicher, dass du die Meerschweinchen nur in Pärchen oder Gruppen verkaufst. Vergewissere dich, dass der neue Besitzer sich mit Meerschweinchenbabys auskennt.
  6. Lass männliche Jungtiere mit 3 Monaten kastrieren. Sobald die Männchen 3 Monate alt sind, sollten sie kastriert werden. Auf diese Weise können sie weiterhin mit den Weibchen im Käfig bleiben, ohne diese zu befruchten. Der Vater sowie andere Männchen sollten nicht wieder zur Mutter und weiblichen Jungtieren dazu gesetzt werden, sofern sie nicht vorher kastriert wurden.

Methode 6 von 7: Sich um die frischgebackene Mutter kümmern

  1. Vergewissere dich, dass die Mutter genug Futter zur Verfügung hat. Gib ihr gutes Heu, Obst und Gemüse, Pellets und Vitamin C-Nahrungsergänzungsmittel. Die Mutter wird nun sehr stark beansprucht, besonders wenn sie sehr viele Junge zur Welt gebracht hat. Stell sicher, dass sie ausreichend nahrhaftes Futter bekommt.
  2. Stell ihr ausreichend frisches Wasser hin. Die frischgebackene Mutter hat in den ersten Wochen mehr Durst als sonst, da sie ihre Babys stillen muss. Vergewissere dich, dass sie immer frisches Wasser hat.
  3. Entferne alle männlichen Meerschweinchen aus dem Gehege. Bereits einige Tage nach der Geburt kann und wird das Weibchen sich wieder vermehren. Sobald die Babys sich bewegen, musst du sicherstellen, dass alle Männchen aus dem Käfig entfernt werden, damit die Mutter nicht wieder trächtig wird.
    • Das gilt auch für die neugeborenen Männchen. Auch wenn diese noch nicht vollständig entwöhnt sind, musst du sie nach 3 Wochen aus dem Gehege entfernen.

Methode 7 von 7: Eine zukünftige Trächtigkeit verhindern

  1. Teile die Meerschweinchen in gleichgeschlechtliche Gruppen ein. Weibliche Meerschweinchen können bereits mit 8 Wochen trächtig werden oder sobald sie 350 g wiegen. Wenn sich das Weibchen in einer Gruppe mit dem Vater oder Brüdern befindet, dann kann sie von einem dieser Tiere befruchtet werden. Trenn die Meerschweinchen, sobald sie 6 Wochen alt sind.
  2. Lass männliche Meerschweinchen kastrieren. Wenn du die Männchen nicht von den Weibchen trennst, dann sollten die Männchen kastriert werden, damit sie sich nicht vermehren können. Mach einen Termin beim Tierarzt, um die männlichen Tiere kastrieren zu lassen.
    • Das Männchen sollte 4 Wochen nach der Operation von den Weibchen getrennt bleiben. Die Spermien können in den Samensträngen ungefähr solange überleben. Obwohl ein kastriertes Meerschweinchen keine neuen Spermien produzieren kann, könnte es doch theoretisch für eine kurze Zeit nach der Operation noch Nachwuchs zeugen.
    • Ein weibliches Meerschweinchen zu kastrieren ist kein Routineeingriff, da ein hohes Risiko besteht, dass es einen Schock bekommt oder ein Organversagen erleidet.
  3. Vermeide es, absichtlich mit deinen Meerschweinchen zu züchten. Eine Trächtigkeit birgt ein hohes Risiko für ein Meerschweinchen und ist oftmals mit Fehlgeburten und dem Tod des Muttertiers verbunden. Wenn du noch ein Meerschweinchen haben möchtest, frag im örtlichen Tierheim nach, ob es eventuell ein Meerschweinchen hat, das nach einem fürsorglichen und liebevollen Zuhause sucht.

Warnungen

  • Sei sehr vorsichtig, wenn du ein trächtiges Meerschweinchen hoch hebst oder anfasst. Heb es nur hoch, wenn es absolut notwendig ist. Ansonsten kann dies Komplikationen während der Schwangerschaft oder eine Fehlgeburt verursachen.
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