Wissenschaftler werden

Egal ob du der nächste Bill Nye (auf Lebenszeit!) sein willst oder einfach nur so viel wie möglich lernen willst, ohne dazu eine formelle Bildungseinrichtung zu besuchen – Wissenschaftler werden ist einfacher, als es klingt! Mit ein bisschen Arbeit und Hartnäckigkeit kannst du das Lernen in dein Leben integrieren. Lese dir den folgenden Artikel durch um herauszufinden, wie! Kateforie:Lernen

Teil 1 von 5: Die richtige Haltung einnehmen

  1. Stelle alles in Frage.
    • Richtige Wissenschaftler stellen alles, was sie hören oder lesen, in frage. Sie nehmen Informationen nie wortwörtlich und versuchen sicherzugehen, dass sie erhaltenen Informationen der Wahrheit entsprechen.
    • Wenn etwas merkwürdig erscheint, dann ist das einfach so! Auch Dinge, die zunächst wahr erschienen, können falsch sein, versichere dich also, dass es sich um Fakten handelt.
  2. Sei neugierig.
    • Wissenschaftler sind Menschen, die von Natur aus neugierig sind. Sie wollen einfach alles wissen!
    • Du solltest ebenfalls von Natur aus neugierig sein und immer versuchen herauszufinden, wie und warum die Dinge so sind wie sie sind.
  3. Liebe das Lernen.
    • Wissenschaftler lieben es, über alles mögliche etwas zu lernen.
    • Sie genießen das Lernen an sich und nicht das Gefühl, cleverer zu sein als andere oder mehr zu wissen.
    • Es geht dabei nicht um einen Party Trick: Es macht die tatsächlich glücklich!
  4. Bilde dir deine Meinung umsichtig.
    • Ziehe alle verschiedenen Seiten eines Argumentes und so viele Informationen, wie du bekommen kannst, in deine Meinungsbildung mit ein.
    • Bilde dir deine eigene Meinung statt die von jemand anderem zu übernehmen. Dies ist eine wichtige Fähigkeit eines Wissenschaftlers.
  5. Verändere deine Denkweise.
    • Wissenschaftler müssen anstreben, ihre Denkweise anzupassen, wenn sie neue Informationen bekommen, die ihre vorherige Denkweise infrage stellen. Dies ist eine der wichtigsten Eigenschaften eines Wissenschaftlers.
    • Sei aufgeschlossen und scheue dich nicht davor, auch mal falsch zu liegen, solange du dir zum Ziel setzt, richtig zu liegen.
  6. Hüte dich vor Vorurteilen.
    • Lasse deine persönlichen Gefühle nicht dein Handeln oder die Information, die du anderen gibst, beeinflussen.
    • Die Tatsache, dass du etwas ablehnst bedeutet nicht gleich, dass es nicht wahr oder richtig ist.
    • Gib jeder Information eine Chance und lasse deine Befangenheit nicht zu sehr in deinen Rückschluss einfließen.

Teil 2 von 5: Außerhalb des Systems lernen

  1. Lies viel.
    • Die beste Möglichkeit, außerhalb des formellen Bildungsweges viel zu lernen, ist es, viel zu lesen. Lese so viel wie du kannst wann immer du die Gelegenheit dazu hast. Das allein kann dich schon zu einem Wissenschaftler machen (ein Wissenschaftler ist nämlich jemand, der immer bereit ist, etwas zu lernen).
    • Du kannst Bücher lesen, die du dir kaufst, aber denke auch dran, dass du dir in der Bibliothek Bücher ausleihen kannst und so viele Bücher fast umsonst lesen kannst. Das Internet hat es sehr einfach gemacht, Bibliothekssysteme zu nutzen und Bücher auch von zu Hause aus zu verlängern.
    • Es gibt auch viele Bücher, die es kostenlos im Internet gibt und von denen du freie digitale Kopien bekommen kannst. Project Gutenburg ist die bekannteste Plattform hierfür, neben vielen weiteren Anbietern.
  2. Besuche Kurse.
    • Wusstest du, dass du Kurse an der Uni auch besuchen kannst, wenn du keinen Abschluss anstrebst? Wenn du etwas über ein bestimmtes Thema lernen willst oder eine spezielle Fähigkeit erwerben willst kannst du in dem Bereich häufig Kurse belegen, ohne dich einzuschreiben und stattdessen als Gasthörer teilnehmen.
    • Frage einfach an der Universität oder anderen Weiterbildungseinrichtungen nach und informiere dich über eine Teilnahme.
    • Wenn du zurzeit sowieso studierst kannst du auch einfach mit dem entsprechenden Professor sprechen und eine Teilnahme arrangieren.
  3. Teste Onlinekurse.
    • Im Internet entstehen zurzeit immer mehr online Lernplattformen, die kostenlose Kurse anbieten. Auf diese Weise kannst du an Kursen, die von Top Unis angeboten werden, teilnehmen Einige bieten sogar den Abschluss mit einem Zertifikat an.
    • Du kannst alle denkbaren Fähigkeiten erwerben und zu unzählig vielen Themen etwas lernen, von Geschichte bis hin zum Programmieren.
    • Einige international bekannte Möglichkeiten sind zum Beispiel Coursera, creativeLive, OpenCulture, oder auch Mental Floss' Youtube Serien (featuring John Green!)
    • Online kannst du außerdem kostenlose Sprachkurse belegen. Gute Webseiten hierfür sind LiveMocha, Duolingo oder die online Ressourcen des Foreign Service Institutes..
  4. Bringe dir selbst etwas bei.
    • Neue Kenntnisse und Information kannst du auch selbstständig erwerben. Menschen lernen durch ihr eigenes Handeln, probiere also einfach aus!
    • Du kannst allein mithilfe von Büchern oder anderen Materialien lernen oder die Dinge einfach gleich testen. Passe nur darauf auf, dass du dir nicht wehtust.
    • Dies kann viel Anstrengung erfordern, aber du schaffst das schon. Gib nicht auf!
  5. Lerne von anderen Menschen.
    • Du kannst viele Fähigkeiten erlangen und etwas über eine Menge an Themen lernen, indem du einfach mit anderen redest und von denen lernst, die Experte auf dem Gebiet sind.
    • Suche dir jemanden, der genau das tut, was du gern lernen willst und biete als Gegenleistung eine Bezahlung oder Hilfe bei etwas an, bei dem du ihm helfen kannst.
    • Diese Art von Lernen hilft eher, deine Fähigkeiten auf einem bestimmten Gebiet zu vertiefen, als dass es dein akademisches Wissen vertieft, aber vielleicht triffst du ja so jemanden, der dir auch ein paar gute Bücher oder andere Wege zu lernen anbieten kann.

Teil 3 von 5: Eine gute Schule besuchen

  1. Bekomme gute Noten.
    • Es ist wichtig, während der Schulzeit gute Noten zu bekommen, vor allem während der letzten zwei Jahre. Wenn du dich an der Uni bewirbst, hängt dein Erfolg maßgeblich von deinen Noten ab.
    • Verdiene dir gute Noten, indem du genügend lernst, während des Unterrichts aufpasst und alle Arbeiten erledigst.
    • Nimm die Hilfe deiner Lehrer an und sei aktiv mit ihnen in Kontakt, wenn du deine Noten verbessern willst.
  2. Tue mehr, als du eigentlich tun musst.
    • Nur das nötigste zu tun wird niemanden beeindrucken, reiße dich also zusammen und strenge dich an.
    • Nimm extra Unterricht, besuche Veranstaltungen an der Uni, während du noch zur Schule gehst oder arbeite (entweder bezahlt oder ehrenamtlich) neben der Schule.
    • Besonders hilfreich ist es, wenn deine Arbeit mit dem zu tun hast, was du später erlernen oder studieren willst. Bei deiner Bewerbung wird das später gut aussehen.
  3. Lerne mehr als nur eine Fremdsprache.
    • Sprachen zu sprechen hilft dir nicht nur im Leben, sondern wird häufig auch gefordert, wenn du dich irgendwo bewirbst. Zeige in deiner Bewerbung, dass du gern Sprachen lernst.
    • Du kannst den Sprachunterricht entweder privat oder an deiner Schule, Universität oder online nehmen. LiveMocha und DuoLingo sind gute Möglichkeiten, um online Sprachen zu lernen.
    • Wähle eine Sprache, die für dich nützlich sein wird statt Sprachen, welche nicht viele Leute anspricht. Einige Sprachen sind nützlicher als andere, abhängig von deiner Region und deinem angestrebten Abschluss.
  4. Reiche eine gute Bewerbung ein.
    • Bewerbungsschreiben und Aufnahmetests sind sehr wichtig und helfen dir, wenn deine Noten mittelmäßig bis schlecht sind.
    • Informiere dich über die angestrebte Ausbildung und schreibe etwas, was zu dem passt, auf das du dich bewirbst.
    • Hebe dich von den anderen Bewerbern ab, indem du eine ausgezeichnete Bewerbung einreichst, wenn du angenommen werden willst. Ob du eine konventionelle Bewerbung einreichst oder etwas ausgefalleneres, hängt davon ab, wo du dich bewirbst.

Teil 4 von 5: Deine akademische Ausbildung absolvieren

  1. Setze dir von Anfang an klare Ziele.
    • Wenn du im Studium von Anfang an weißt, was du dir von deiner Ausbildung versprichst, wir dir dies sehr helfen. Wenn du weißt, was du willst, kannst du dir einen wichtigen Kurs raussuchen, statt viele verschiedene zu belegen, die dich am Ende nirgendwohin führen.
    • Es ist in Ordnung, ab und an mal seine Meinung zu ändern, dies kann sogar sehr hilfreich sein.
    • Nutze bereits die Zeit, die du in der Oberstufe hast, um herauszufinden, was du studieren willst und was du im Leben erreichen willst. In dem Bereich bereits vorab Erfahrungen zu sammeln kann die helfen, herauszufinden, was du willst.
  2. Nutze deine Zeit zum Lernen.
    • Lerne so viel, wie du kannst und erarbeite dir gute Noten, um das Beste aus deinem Studium zu machen.
    • Während der Vorlesung Notizen machen und aufmerksam zu hören hilft, besser zu lernen. Werde gut darin, wenn du wirklich erfolgreich sein willst.
    • Du kannst entweder allein lernen oder zusammen mit anderen, je nach dem, was für dich besser funktioniert. Wenn du mit anderen zusammen lernst, kannst du von deren Notizen profitieren und Hilfe bekommen, wenn du welche brauchst.
    • Du kannst natürlich auch deine Kommilitonen fragen, Nachhilfe nehmen oder Hilfe von deinem Professor annehmen.
  3. Belege die richtigen Kurse.
    • Einige Kurse musst du belegen, da sie vorgeschrieben sind, um deinen Abschluss zu erreichen. Versichere dich, dass du die richtigen Kurse belegst, damit sich dein Abschluss nicht verzögert.
    • Suche dir falls möglich Kurse aus, die du dir mehrfach anrechnen lassen kannst, um Zeit zu sparen, wenn du dein Studium schnell abschließen willst.
    • Versuche, nur die Kurse zu belegen, die dir in deiner Karriere oder für deinen Abschluss helfen.
  4. Schreibe gute Hausarbeiten.
    • Hausarbeiten machen einen großen Teil deiner Note aus, gute Hausarbeiten helfen also dabei, gute Noten zu bekommen. Gute Hausarbeiten und eine gute Abschlussarbeit können außerdem helfen, wenn du dich für einen Master bewirbst.
    • Lese die Arbeiten von anderen Studenten, um du verstehen, wie du deinen Text am besten strukturierst und deine These belegst.
    • Sei originell. Gute und aussagekräftige Recherchen lassen dich als Wissenschaftler glänzen.
    • Lasse dir Zeit, sodass du einen Entwurf präsentieren kannst, lange bevor die Deadline ansteht. Auf diese Weise bekommst du frühes Feedback.
    • Fertige mehr als nur einen Entwurf an und lege Wert auf die Korrektur.
  5. Freunde dich mit deinen Professoren an.
    • Dich mit deinen Professoren anzufreunden dient mehr als nur dem verbessern deiner Note, da diese dich dann mehr mögen. Dein Professor kann dir helfen, wenn du dich nach dem Studium bewirbst und könnte später in deiner Karriere zu einem Kollegen werden.
    • Lernen deine Professoren während ihrer Sprechzeiten kennen. Passe jedoch auf, dass du nicht ihre Zeit verschwendest. Komme mit relevanten Fragen und höre aufmerksam zu.
    • Du lernst deine Professoren auch kenne, wenn du dich in die Vorlesung einbringst. Setzte dich weit nach vorn, beantworte und stelle Fragen und sei ein guter Teilnehmer.
    • Du kannst auch einfach mit ihnen sprechen und um Rat bitten. Normalerweise wollen sie sehen, dass du Erfolg hast und sind froh, die ein paar Tipps geben zu können, damit du auf deinem Gebiet weiter kommst.
  6. Schließe dein Studium vollständig ab.
    • Für einige Laufbahnen ist ein Master ausreichend, für andere braucht man eine Promotion.
    • Wenn du wirklich Wissenschaftler werden willst, musst du also lange studieren. Denke daran, dass dein Studium insgesamt 8 Jahre oder sogar länger dauern kann, nach dem du die Schule abgeschlossen hast.
    • Lasse dich davon allerdings nicht einschüchtern. Das Studium ist anders als die Schule und manchmal sogar einfacher. Wenn du soweit kommst, wirst du es schaffen.
  7. Verfolge andere wissenschaftliche Aktivitäten.
    • Während deiner Schulzeit kannst du an einer Vielzahl an schulischen Aktivitäten teilnehmen, welche deinen Geist erweitern und Spaß machen.
    • Du kannst aus Spaß lesen und deine wissenschaftlichen Interessen entdecken.
    • Du kannst zudem auch an Gruppenaktivitäten teilnehmen, wenn du eine soziale Person bist. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Debattierclub?

Teil 5 von 5: Nach dem Studium arbeiten

  1. Finde eine Anstellung.
    • Nachdem du dein Studium abgeschlossen hast, wirst du sicher nach einer Tätigkeit in Lehre oder Forschung suchen. Die meisten Wissenschaftler unterrichten an der Universität.
    • Dein Uni wird die wahrscheinlich Hilfe bei der Suche nach einem Job anbieten.
    • Versuche eine Job zu finden, der dich gut bezahlt.
    • Versuche außerdem, eine Anstellung an einer Universität oder Fachhochschule zu finden, da dir dort viele Möglichkeiten geboten werden, die du in anderen Institutionen nicht hast.
  2. Unterrichte.
    • Als Professor wirst du wahrscheinlich verpflichtet sein, Vorlesungen in deinem Bereich anzubieten. Einige Vorlesungen werden direkt mit dem zu tun haben, worüber du forschst, andere mögen etwas breiter aufgestellt sein, vor allem, wenn du gerade erst anfängst.
    • Das Unterrichten beinhaltet, dass du vor anderen Menschen sprechen musst. Manchmal können es sehr viele Zuhörer sein, vor allem, wenn du Vorlesungen für Studienanfänger gibst.
    • Lasse dich davon nicht einschüchtern. Du solltest während deiner Ausbildung Übung im Vorlesungen halten bekommen und dein Fachbereich kann dich auch unterstützen. Deine Studenten sind außerdem vermutlich nervöser als du, da sie alle gute Noten bekommen wollen!
  3. Lerne weiterhin.
    • Wahrhafte Wissenschaftler lernen ihr Leben lang. Dass du mit dem Studium durch bist, heißt nicht, dass du nicht mehr lernst.
    • Lese in deiner Freizeit weiterhin viel. Hierzu gehört vor allem das Lesen von akademischen Schriften, da du dadurch über die aktuellen Entwicklungen auf deinem Fachgebiet auf dem Laufenden bleibst.
    • Reise in andere Länder um zu studieren. In vielen Fachgebieten ist es sinnvoll, eine Zeit im Ausland zu verbringen um zu erfahren, woran deine Kollegen in anderen Ländern arbeiten und um den Zugang zu Material zu erlangen, dass du an deinem Wohnort eventuell nicht hast.
    • Studiere ein weiteres Fach. Einige Wissenschaftler entscheiden sich, weiter zu studieren. Oft hilft ihnen dies, in ihrer Karriere voran zu kommen, außerdem kann es sein, dass sich ihre Forschung mit einem anderen Fachgebiet überschneidet.
  4. Nimm an Konferenzen teil.
    • Auf Konferenzen treffen sich Wissenschaftler eines bestimmten Fachgebietes. Sie versammeln sich, um ihre Forschung zu präsentieren und voneinander zu lernen.
    • Eventuell wirst du dort präsentieren, an denen du grad forschst, aber vor allem wirst du den Präsentationen von anderen Kollegen folgen und mit Kollegen sprechen.
    • Einige Konferenzen sind regional oder lokal, anderen dagegen werden international stattfinden.
    • Glaube uns, Konferenzen machen mehr Spaß als du denkst. Häufig trifft sich dort ein Haufen Wissenschaftler, die auch mal einen zusammen trinken.
  5. Forsche weiterhin.
    • Wenn du im akademischen Bereich arbeitest wird von dir normalerweise erwartet, dass du weiterhin in deinem Bereich forschst und regelmäßig Artikel oder Bücher veröffentlichst.
    • Von Zeit zu Zeit wird es dir vermutlich möglich sein, eine Auszeit zu nehmen um an deinen Forschungsprojekten zu arbeiten.
    • Du wirst Artikel für Fachzeitschriften, Artikel für Konferenzen und zu veröffentlichende Bücher schreiben. Alles in der Hoffnung, dass deine Forschung bedeutungsvoll genug ist, um den Ruf der Universität an der du angestellt bist zu stärken und mehr Studenten anzuziehen und Gelder zu erhalten.

Tipps

  • In Bibliotheken gibt es häufig Angestellte, die sich in bestimmten Fachgebieten auskennen. Diese können dich beim Lernen unterstützen und dir die besten Bücher für das, was du lernst, suchen.

Warnungen

  • Hüte dich vor Onlinekursen, die etwas kosten. Sichere dich ab, dass diese akkreditiert sind und einen guten Ruf haben.
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