Kaffee kochen

Überall auf der Welt wachen die Menschen von aromatischem Kaffeegeruch auf oder sie kommen zur Tür hinaus, um ihre erste Tasse Kaffee zu trinken. Als Kaffeetrinker müssen wir uns einer einfachen Wahl stellen: ihn selbst zuzubereiten oder ihn zu kaufen. Kaffee zu kaufen hat seine Vorteile. Aber für den Preis von ein paar Bechern bei Starbucks kannst du für eine oder zwei Wochen Kaffee auf Gourmetniveau direkt aus deiner Küche genießen. Wir zeigen dir, wie es geht.

Methode 1 von 7: Eine normale Kaffeemaschine benutzen

  1. Besorge die Zutaten. Du brauchst eine Kaffeemaschine mit sauberer Kanne, einen Filter, eine Mühle und eine Tasse.
  2. Mahle die Bohnen. Stelle die Mühle auf mittlere Stärke ein (oder lies die Empfehlung des Herstellers). Du kannst auch fertig gemahlenen Kaffee benutzen. Das ist aber nicht zu empfehlen, denn die Bohnen verlieren bereits 15 Minuten nach dem Mahlen 60 Prozent ihres Aromas und einen merklichen Teil des Geschmacks. Die Auswahl der Bohnen ist entscheidend. Bringe in Erfahrung, aus welchem Land deine Bohnen stammen, wie das Klima dort ist und welchen Hauptgeschmack deine Kaffeemischung oder die jeweilige Bohnensorte hat.
  3. Lege die Filtertüte in den Filteraufsatz. Folge den Anweisungen für deine Kaffeemaschine. Nutze die richtige Filtergröße und lege sie in den Filteraufsatz. Falls er entfernbar ist, kannst du ihn mit heißem Wasser abspülen, um jeglichen Papiergeschmack zu entfernen.
    • Es gibt für viele Kaffeemaschinen auch wiederverwendbare Filter aus Gold. Sie reduzieren den Papierabfall, sind geschmacksneutral und lassen sich leicht reinigen.
  4. Füge den gemahlenen Kaffee hinzu. Die meisten Kaffeemaschinen benötigen zwei Esslöffel (30 ml) pro Tasse. Variiere die Menge nach deinem Geschmack. Mit mehr Pulver wird der Kaffee stärker, mit weniger schwächer. Falls du ihn zu stark gemacht hast, kannst du etwas heißes Wasser in deine Tasse hinzugeben.
  5. Fülle den Tank. Nimm die Kanne als Maßeinheit und fülle sie mit der richtigen Menge Wasser für die entsprechende Menge Kaffeepulver. (Die meisten Kannen haben Maßeinheiten an der Seite).
  6. Stelle die Maschine an. Drücke den Ein- oder Power-Knopf. Nachdem das Gerät eine oder zwei Minuten vorwärmt ist, sollte es mit dem Brühen des Kaffees beginnen. Einige Maschinen brühen schnell, andere langsam. Langsam ist gar nicht so schlecht; dadurch bekommt der fertige Kaffee mehr Aroma. Leg dir eine Musik auf oder beschäftige dich mit etwas anderem während der paar Minuten, die dein Kaffee zum Brühen braucht. Der Kaffee ist fertig, wenn du hörst, dass das Blubbern aufgehört hat.
  7. Trinke deinen Kaffee. Gieße dir eine Tasse ein und füge Milch und/oder Zucker hinzu, falls du magst.

Methode 2 von 7: Die Stempelkanne benutzen

  1. Besorge die Zutaten. Du brauchst eine Stempelkanne (French Press), grob gemahlenen Kaffee, einen Holz- oder Kunststofflöffel, einen Küchenwecker und Tassen.
  2. Mahle den Kaffee. Für die Stempelkanne solltest du grob gemahlenen Kaffee nehmen, damit sich der Geschmack besser entfaltet und deine Tasse Kaffee mehr Körper bekommt. Falls du dir eine Kaffeemühle kaufen willst, nimm lieber eine mit Mahlwerk als eine mit Messern. Sie mahlen gleichmäßiger und erzeugen keine Hitze, die die Bohnen zusätzlich verbrennt.
  3. Fülle den gemahlenen Kaffee in die Kanne. Fülle den Kaffee direkt in eine saubere und trockene Kanne. Die Faustregel besagt, dass man einen Esslöffel Kaffee pro Tasse Wasser nehmen soll. Eine Kanne mit vier Tassen benötigt also vier Esslöffel Kaffee.
  4. Bringe Wasser zum Kochen. Fülle es in die Kanne, indem du mit dem Strahl den Kaffee komplett befeuchtest, bis die Flüssigkeit ca. 2,5 cm unter dem oberen Metallring angekommen ist.
    • Wenn du am oberen Rand etwas Platz lässt, kann der Kaffeesatz sich ausdehnen und so eine Blume und eine Crema bekommen. Das ist der Schaum, den man meist auf Espresso sieht.
  5. Stelle den Küchenwecker. Der Schlüssel zu einer tollen Tasse Kaffee aus der Stempelkanne ist das Timing. Stelle den Wecker auf vier Minuten. Starte ihn, wenn du den Kaffee aufgegossen hast.
    • Rühre den Kaffeesatz eine Minute vor Ablauf der Zeit um, um den Schaum und den Satz gleichmäßig zu verteilen. Fülle nun die Kanne mit fast kochendem Wasser bis zum oberen Ende des Metallrings auf. Nimm keinen Metalllöffel zum Rühren. Der könnte versehentlich das Glas zerbrechen. Nimm lieber einen Holz- oder Plastiklöffel. Lackierte Essstäbchen funktionieren auch gut.
  6. Lege den Deckel auf. Lege den luftdurchlässigen Deckel und das Sieb gemeinsam auf die Kanne. Achte darauf, dass das luftdurchlässige Oberteil mit der oberen Kante der Kanne abschließt.
  7. Drücke. Wenn der Wecker nach vier Minuten klingelt, drücke den Stempel sanft aber fest herunter. Das filtert den Satz hinunter und beendet den Brühvorgang.
    • Achtung: Solltest du vergessen haben, eine Minute vor Ablauf umzurühren, fällt der folgende Schritt schwerer. Drücke den Stempel nicht mit Gewalt herunter, sondern ziehe ihn etwas hoch und wiederhole den Vorgang bis nach unten. Wenn du es mit Gewalt versuchst, kann die Kanne zerbrechen, was zu einer ziemlichen Sauerei führen kann. Und die willst du sicher nicht bei deiner ersten Tasse Kaffee am Tag haben.
  8. Schenke ein und genieße. Gieße deine Tasse voll und schütte den Rest in eine Thermoskanne, damit dein Kaffee heiß und lecker bleibt. Füge Zucker, Milch und Aromen (z.B. Karamellsirup) nach Geschmack hinzu.

Methode 3 von 7: Die Chemex-Kanne benutzen

  1. Besorge die Zutaten. Du brauchst eine Chemex-Kanne, Filter, mittelfein gemahlenen Kaffee und Tassen.
  2. Mahle die Kaffeebohnen. Nimm eine Mühle mit Mahlwerk und stelle sie mittelfein ein. Du brauchst am Ende etwa sechs Esslöffel gemahlenen Kaffee.
  3. Setze den Filter ein und spüle ihn. Stecke den gefalteten Chemex-Filter in die Öffnung der Kanne, mit der Faltung Richtung Ausguss.
    • Gieße heißes Wasser in den Filter, um jeglichen Papiergeschmack zu entfernen und wärme die Kanne vor. Lass das Wasser komplett durchlaufen und gieße es dann ab. Der Filter sollte fest mit der Kanne abschließen.
  4. Füge gemahlenen Kaffee hinzu. Gib sechs Esslöffel mittelfein gemahlenen Kaffee in den Filter.
  5. Lass das Pulver aufquellen. Bringe das Wasser zum Kochen und gieße nur so viel in den Filter, um den Kaffee zu durchtränken. Bewege den Wasserstrahl umher, damit mit du den Kaffee gleichmäßig befeuchtest. Vermeide aber, zu viel aufzugießen. Es soll nur wenig Wasser während des ersten Aufgusses benutzt werden. Lass das Kaffeepulver auf diese Weise 30 Sekunden lang aufquellen.
  6. Fülle den Filter. Gieße nun überall Wasser in den Filter, um das Aufquellen zu beenden und das Kaffeepulver gleichmäßig zu tränken. Fülle Wasser bis etwa 0,6 cm unter den Rand des Filters. Danach fließt das Wasser durch Filter und Kaffeepulver in die Kanne.
  7. Der dritte Aufguss. Wenn noch etwa 2,5 cm Satz an den Seiten des Filters ist, fülle ihn wieder und wasche den Satz von den Seiten wieder zurück in die Mischung. Fülle dann den Filter komplett mit Wasser.
  8. Entferne den Filter. Entferne den Filter, wenn das Wasser durchgelaufen ist und lege ihn dorthin, wo er abtropfen kann, ohne alles schmutzig zu machen.
  9. Trinke den Kaffee. Serviere den Kaffee mit Milch und Zucker oder nach deinem Geschmack aromatisiert – guten Morgen!

Methode 4 von 7: Einen Tassenfilter benutzen

  1. Besorge die Zutaten. Du brauchst einen Tassenfilter, die passende Papiertüte (meist Melitta Nr. 2), eine Mühle, eine weitere Tasse zum Abtropfen des Filteraufsatzes und natürlich einen Kaffeebecher.
  2. Mahle die Bohnen. Für eine einzelne Tasse mahle die Bohnen mittelfein in einer Kaffeemühle mit Mahlwerk.
  3. Spüle den Filter aus und setze ihn auf die Tasse. Stelle den Tassenfilter auf die Tasse. Falte die Filtertüte an der Naht und lege sie in den Filter. Lass heißes Wasser durch den Filter laufen, damit jeglicher Papiergeschmack heraus gespült wird. Wärme Filter und Tasse vor. Achte darauf, dass kein Wasser mehr in der Filtertüte und dem Filter ist, bevor du den Kaffee brühst!
  4. Füge das Kaffeepulver hinzu. Füge etwa drei Esslöffel Kaffeepulver in den Filter.
  5. Lass das Pulver aufquellen. Bringe das Wasser gerade eben zum Kochen und gib nur so viel Wasser in den Filter, dass das Pulver bedeckt ist. Bewege den Wasserstrahl, damit das Pulver gleichmäßig durchfeuchtet wird. Gieße aber nicht zu viel Wasser hinein. Beim ersten Aufguss soll nur sehr wenig Wasser hindurch laufen. Lass das Pulver ca. 30 Sekunden aufquellen.
  6. Fülle den Filter. Gieße nun überall Wasser in den Filter, um das Aufquellen zu beenden und das Kaffeepulver gleichmäßig zu tränken. Fülle den Filter bis zum Rand mit Wasser. Danach fließt das Wasser durch Filter und Kaffeepulver in die Tasse.
  7. Nimm deine Kaffeetasse. Wenn die Tasse voll ist, entferne den Filter schnell und lege ihn zum Abtropfen auf eine andere Tasse.

Methode 5 von 7: Espresso aufbrühen

  1. Espresso verstehen. Wenn du einen Espresso brühen willst, geht das etwas anders vor sich als bei den üblichen Methoden zum Kaffeekochen. Dafür braucht man nicht nur eine spezielle Maschine, sondern auch spezielle Kaffeemischungen, besonders gemahlenes Pulver und die Erfahrung, wie man alles perfekt kombiniert. Es ist nicht ganz einfach und anfangs wirst du vermutlich ein paar Tassen mit nicht so leckerem Kaffee bekommen. Wenn du aber den Bogen heraus hast, wirst du wahrscheinlich nie wieder in einen der üblichen Coffeeshops gehen.
  2. Besorge die Zutaten. Du brauchst eine Espressomaschine mit sauberem Filter und Siebträger, eine Mühle, eine Tasse zum Aufbrühen und eine, um den fertigen Espresso zu trinken.
  3. Erhitze die Tasse zum Aufbrühen. Wenn du deinen frisch gemachten Espresso in eine kalte Tasse füllst, wird das dem Geschmack deines Kaffees schaden. Du kannst auch die Tasse, aus der du trinken willst, erwärmen.
  4. Mahle die Bohnen. Stelle die Mühle auf fein ein und, falls möglich, mahle direkt in den Filter und den Siebträger. Fülle so viel hinein, dass sich das Pulver oberhalb etwas auftürmt.
  5. Verteile das Pulver gleichmäßig. Bewege deine Finger dazu in kreisenden Bewegungen vor und zurück. Achte darauf, dass du keinen Kaffee dabei verschüttest und gleichmäßig arbeitest. Benutze nicht den Stampfer, um die "leeren Stellen zu füllen", denn dabei kannst du den Siebträger leicht beschädigen.
  6. Drücke den Kaffee herunter. Lege den Siebträger auf die Ecke des Tresens, so dass der Ausguss nicht aufliegt, damit er nicht abbrechen kann. Nimm den Stampfer und übe gleichmäßig festen Druck auf den Kaffeesatz aus. Halte den Stampfer gerade, so dass der Satz gleichmäßig gepresst wird und keine Stellen entstehen, an denen der Kaffee lockerer als an anderen ist.
  7. Schraube den Filter auf den Brühkopf. Schraube den Filter fest auf den Kopf und starte die Maschine.
  8. Habe ein Auge auf den Brühvorgang. Der Espresso kommt in einem oder zwei dünnen, kremigen Strahlen aus dem Ausguss gelaufen. Er schießt nicht hinaus. Entferne nach 26 bis 33 Sekunden die Espressotasse und probiere. Er mag bitter schmecken, aber am Ende solltest du denken, dass du "einen weiteren Schluck nehmen willst."
    • Mache dir von Anfang an Notizen. So kannst du die Pulvermenge anpassen und jedes Mal einen perfekten Espresso machen. Wenn der Espresso zu schnell fließt und zu dünn ist, mahle das Pulver feiner. Falls er zu dick ist und zu lange braucht, mahle ihn das nächste Mal grober.
  9. Trinke deinen Espresso. Trinke ihn schwarz oder mit einem Würfel braunem Zucker oder wie du deinen Espresso magst. Hier ein paar schnelle Zubereitungsvorschläge:
    • Cappuccino: Einfacher oder doppelter Espresso mit einem Teil erhitzter Milch und einem Teil Milchschaum obenauf.
    • Latte: Einfacher oder doppelter Espresso mit erhitzter Milch und dünnem Schaum obendrauf.
    • Cafe Americano: Einfacher oder doppelter Espresso in einer Tasse mit heißem Wasser verdünnt.
    • Cortado oder Gibraltar: Einfacher oder doppelter Espresso mit 100 ml erhitzter Milch (wie ein „Mini-Latte“).
    • Latte macchiato: Einfacher oder doppelter Espresso mit einem Schlag aufgeschäumter Milch (wie ein "Mini-Cappuccino").
    • Con Panna: Einfacher Espresso mit einem Schlag Sahne.
    • Mochaccino: Einfacher oder doppelter Espresso in heißer Schokolade.
    • Red Eye: Einfacher Espresso in heißem Kaffee. Der Blue Eye hat einen doppelten Espresso.

Methode 6 von 7: Die Espressokanne benutzen

  1. Die Espressokanne (erfunden von der italienischen Firma Bialetti) - auch bekannt als Espressokanne für den Herd - macht nicht wirklich "Espresso" im traditionellen Sinne. Sie macht aber kleine Mengen kräftigen, aromatischen Kaffee.
  2. Besorge die Zutaten. Du brauchst eine Espressokanne für den Herd mit sauberem Filter, eine Mühle und eine Tasse.
  3. Heize das Wasser vor. Der Kaffee wird letztendlich in der Kanne gemacht. Indem du sie aber vorheizt, verhinderst du, dass die Kanne zu heiß wird und der Kaffee darin verbrennt und widerlich schmeckt. Stelle gleichzeitig die Herdplatte auf mittlere Hitze (bei elektrischen Herden).
  4. Mahle die Bohnen. Stelle die Mühle auf mittelfein oder mittel ein. Nimm eine Mühle mit Mahlwerk.
  5. Fülle das Unterteil der Espressokanne mit Wasser. Befülle bis zur angezeigten Markierung, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
  6. Fülle den Filter mit Kaffeepulver. Stecke den Filter in das Oberteil der Kanne und fülle ihn mit Kaffeepulver. Verstreiche es gleichmäßig mit den Fingern oder einem Löffelstil.
  7. Schraube die obere Sektion auf das Unterteil. Sei beim Zusammenschrauben der Espressokanne vorsichtig und verschütte weder Kaffeepulver noch heißes Wasser. Nimm ein Handtuch, damit du dir nicht die Hand am Unterteil verbrennst.
  8. Stelle die Kanne auf die Heizplatte. Achte darauf, dass der Griff nicht direkt über der Hitze platziert ist – egal, ob bei Gas oder elektrisch. Lass den Deckel offen, so dass du den Brühvorgang sehen und die Kanne entfernen kannst, wenn der Kaffee fertig ist.
  9. Entferne die Kanne, wenn der Kaffee fertig ist. Wenn das Wasser zu kochen beginnt, füllt sich der obere Teil mit Kaffee. Er wird anfangs dunkler sein und dann immer heller werden. Wenn der Kaffeestrahl hell oder blond wird, entferne die Kanne von der Platte und schließe den Deckel. Sei vorsichtig, er ist heiß!
  10. Beende den Brühvorgang. Stelle das Unterteil in kaltes Wasser oder wickle ein feuchtes Tuch herum. Dadurch wird der Brühvorgang unterbrochen und der Kaffee bleibt lecker und reichhaltig.
  11. Serviere und genieße den Kaffee. Wenn der Brühvorgang beendet ist, serviere ihn wie gewünscht. Fülle den Rest in eine Thermoskanne, um seinen Geschmack zu erhalten.

Methode 7 von 7: Guter Kaffee ist der Anfang

  1. Kenne deine Kaffeebohnen. Bevor du den ersten Tropfen Wasser auf die gemahlenen Bohnen gießt, solltest du wissen, was dich erwartet. Frage zuerst einen freundlichen Barista, welche Kaffeesorten er für seine oder deine Lieblingskaffees nimmt. Höre dir Podcast wie z. B. www.kaffeetalk.de an. Lies Bücher wie „Die Kaffeeschule – Der Weg zum perfekten Kaffee“ von Thomas Schweiger oder „Das Kaffeebuch: Sorten, Anbaugebiete und Barista-Wissen“ von Anette Moldvaer. Kaffee ist ein weites Feld und des gibt immer etwas Neues zu lernen.
    • Der Geschmack des Kaffees hängt von vielen Faktoren ab: wo und in welcher Höhe die Bohnen angebaut wurden, der Sortenreinheit der Kaffeepflanzen und wie die Bohnen geerntet, getrocknet und geröstet wurden.
    • Mache dir Notizen, wenn du fragst. Die Antwort könnte zwischen Hawaiianischem Kona, Ethiopischem Herloom oder auch „Melitta-Instant-Kaffee“ liegen.
    • Wenn möglich, kaufe die Bohnen bei einem lokalen Röster und mahle sie nach Bedarf zu Hause. So sorgst du für den frischesten und geschmackvollsten Kaffee.

Tipps

  • Lass heißes Wasser durch die Filtertüte laufen (ohne Kaffeepulver). So werden die Papierpartikel heraus gewaschen, die sonst deinem Kaffee einen säuerlichen Geschmack geben könnten. Mit dem heißen Wasser kannst du dann die Thermoskanne vorwärmen.
  • Es gibt Menschen, für die wird der Kaffee erst durch Kaffeesahne/Milch und Zucker lecker. Falls du nicht so sehr an Koffein gewöhnt bist, gib etwas mehr Sahne/Milch hinein. Diejenigen, die einen kräftigeren Geschmack wollen oder Koffein gut vertragen, nehmen weniger. Zucker verändert den Geschmack drastisch. Gib ihn deshalb nur langsam und nach und nach hinzu und teste zwischendrin den Geschmack – bis er richtig für dich ist.
  • Wenn du Süßes liebst, kannst du dem gemahlenen Kaffee etwas Schokolade oder Zucker hinzufügen. Dann bekommst du einen süßeren Geschmack.
  • Die richtige Auswahl entscheidet darüber, ob du eine tolle Tasse Kaffee oder Brühe bekommst.
  • Einige Läden haben kräftigere Bohnen als andere. Experimentiere mit der Menge.
  • Kaffeepulver kann schnell Aroma verlieren, wenn es nicht in einer luftdichten Box gelagert wird. Es gibt einige hochwertige Vakuum-Boxen speziell für Kaffee im Internet zu kaufen.
  • Manch einer kocht Kaffee, weil er gut riecht und andere Gerüche überdeckt. Dafür solltest du süßere Bohnen verwenden. Überlege dir, 100 Prozent Irish Creme oder eine Hälfte Haselnuss, eine Hälfte Irish Creme aufzubrühen. Wenn du einen wirklich strengen Geruch überdecken willst, nimm kräftigen Espresso.

Warnungen

  • Mische deinen Kaffee nicht wahllos zusammen. Das führt zu einem ungleichmäßigen Geschmack des Kaffees und meist zu suboptimalem Kaffee. Experimentiere, aber mache dir Notizen.
  • Wer doppelt gebrühten Kaffee will (d.h. bereits gebrühten Kaffee wieder in die Kaffeemaschine zu füllen und nochmal aufzubrühen), sollte es nicht übertreiben. Der Kaffee schmeckt sonst schnell verbrannt. Lass es lieber bleiben. Falls du stärkeren Kaffee vorziehst, finde eine Sorte, die du vielleicht probieren willst (wie z. B. Death Wish Coffee oder Silat Energy Coffee).
  • Du kannst auch zu viel Kaffee zu dir nehmen. Bedenke, dass Koffein dein zentrales Nervensystem stimuliert und als Droge gilt. Die höchste empfohlene tägliche Menge ist 300 mg – eine normale Tasse hat 95 mg (Espresso hat 64 mg). Sei vorsichtig mit der Menge, die du dir täglich zuführst. Auswirkungen können Schwindel, Magen- und Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen und Zittern sein. Es kann auch sein, dass du Sodbrennen nach starkem Konsum (falls du schon seit zwei Jahren sechs Tassen pro Tag trinkst) bekommst und dein Zahnschmelz angegriffen wird.

Was du brauchst

  • Geräte zum Kaffeekochen
  • Gemahlenen Kaffee oder Kaffeebohnen
  • Kaffeemühle (am besten mit Mahlwerk)
  • Filtertüten
  • Wasser (am besten gefiltert)
  • Zucker und Milch (optional)
  • Becher
  • Löffel
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