Sich gut für einen Test vorbereiten

Wenn du dich gut auf einen Test oder eine Klausur vorbereiten willst, kann dies sehr stressig und zeitraubend sein. Aber so muss es nicht laufen! Wenn du ein paar Regeln im Voraus beachtest, gewinnst du genügend Selbstvertrauen und bist für alles bereit, was der Test an Überraschungen für dich bereithält.

Vorgehensweise

  1. Zunächst einmal musst du mit deinen Vorbereitungen rechtzeitig beginnen. Je nach Art und Umfang sollte zwischen deinen Vorbereitungen und dem eigentlichen Test mindestens eine Nacht liegen, in der du dich gründlich ausschlafen kannst. Dein Gehirn braucht Zeit, um alles, was du in es „hineingestopft“ hast zu verdauen. Daher solltest du gar nicht erst versuchen, dir alle Informationen erst in den letzten ein, zwei Stunden vor dem Test einzuprägen. Beginne mit deinen Vorbereitungen spätestens 24 bis 36 Stunden vor dem Test.
  2. Schnapp dir deine Notizen und lies sie dir vollständig und gründlich durch. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dafür zwei oder zwanzig Seiten durchlesen musst. Dies ist wichtig, damit du dein Gedächtnis auffrischst und dir das Thema in Erinnerung rufst. Außerdem bekommst du so einen Überblick, wo in deinen Notizen sich die einzelnen Informationen befinden. Nur so kannst du diese Infos im weiteren Verlauf strukturieren und für dich ordnen.
  3. Sobald du einen Überblick bekommen hast, wie alles miteinander zusammenhängt, musst du dir Gedanken darüber machen, wie du diese Informationen in sinnvolle Gruppen ordnen kannst. Diese Gruppen können je nach Thema ganz unterschiedlich sein. So kannst du deine Notizen nach Unterthema sortieren, chronologisch oder nach verschiedenenTheorieansätzen.
  4. Nachdem du dich für eine bestimmte Ordnung entschieden hast, kannst du Wikipedia oder andere (Online)Quellen nutzen, um deine Notizen um alle Informationen zu ergänzen, die du entweder im Unterricht verpasst hast oder die nicht ausdrücklich erklärt worden sind. Lass dich von deinen einzelnen Gruppen leiten und entscheide, welche Informationen für den Test relevant sind und welche nicht.
  5. Jetzt solltest du alle Informationen zusammengesammelt haben, die du für den Test brauchst. Schreibe sie jeweils nach Thema sortiert auf einzelne Blätter auf. Danach kannst du anfangen, dir mittels der Informationen eine Geschichte auszudenken und sie so zu kennzeichnen, dass du dich während des Testes leicht an sie erinnern kannst.
  6. Eine wirksame Methode die Informationen zu strukturieren ist es, einen Informationsbaum zu erstellen. Du beginnst mit den Hauptthemen, die ganz oben auf deinen einzelnen Blätter stehen. Dies sind die ersten Äste deines Baumes. Von diesen Ästen gehen nun die einzelnen Unterthemen ab, die die Hauptthemen präzisieren. Von diesen Ästen gehen wiederum Informationen ab. Dies machst du so lange, bis du alle Informationen in deinem Baum untergebracht hast.
  7. Wenn du nun mit dem Lernen der Informationen beginnst, konzentriere dich jeweils nur auf eines der Hauptthemen. Erst wenn du dies wirklich verinnerlicht und gut verstanden hast, konzentrierst du dich auf das nächste Thema, bis du auch dieses gut und gründlich gelernt hast.
  8. Die einzelnen Themen lernst du auf diese Weise: Nimm dir deinen Informationsbaum und beginne bei einem der ersten Äste. Jetzt folgst du der Struktur und liest dich durch den Baum. Auf diese Weise rufst du dir die allgemeinen Informationen und Zusammenhänge in Erinnerung. Danach lernst du hilfreiche Schlüsselausdrücke und wichtige Begriffe zu diesem Thema, mittels derer du die übrigen Informationen leichter abrufen kannst.
  9. Sobald du alles gründlich gelernt hast und dir sicher bist, dass du alles weißt, legst du deine Notizen und Bücher beiseite. Du brauchst jetzt eine Pause. Du darfst nicht alles einfach nur in dein Kurzzeitgedächtnis hineinstopfen wollen, sondern du musst deinem Gehirn Zeit geben, die Informationen wirklich zu verinnerlichen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du rechtzeitig mit dem Lernen beginnst, also mindestens einen Tag vor dem Test.
  10. An dem Tag, an dem du den Test schreiben musst, solltest du mindestens zwei Stunden früher aufstehen. Anderthalb Stunden vor dem Test gehst du in Gedanken alle Themen noch einmal durch. Wenn du irgendwo hängenbleibst, schau in deinen Notizen nach. Jetzt geht es darum, all die kleinen Details ins Kurzzeitgedächtnis zu befördern. 15 Minuten vor dem Test hörst du damit auf! In diesen letzten Minuten solltest du überhaupt nicht mehr an den Test denken. Entspanne dich, atme tief ein und aus und bleibe ruhig – wenn du alle obigen Schritte befolgt hast, solltest du auf der sicheren Seite ein!

Tipps

  • Die wichtigen Themen solltest du wirklich noch einmal abschreiben. So kannst du sie besser behalten.
  • Konzentriere dich auf das, was du lernen musst.
  • Iss vernünftig und achte darauf, dass du in der Nacht vor dem Test gut und ausreichend schläfst.
  • Achte darauf, dass du regelmäßige Pausen einlegst, damit dein Gehirn Zeit hat, alle Informationen zu verarbeiten.
  • Versuche nicht, den Lernvorgang zu beschleunigen. Nimm dir ausreichend Zeit, deine Notizen gründlich durchzugehen, dann kannst du dich an alles besser erinnern.

Warnungen

  • Übertreibe es nicht. Du musst eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit, Freunden bzw. Hobbys finden.
  • Bleibe bitte nicht die ganze Nacht wach, um zu lernen. Es ist keine gute Idee, sich so spät auf einen Test vorbereiten zu wollen. Du brauchst vor einem wichtigen Test eine gute und erholsame Nacht.
  • Versuche nicht alles auf einmal zu lernen. Am besten lernst du, wenn du kontinuierlich jeden Tag einen bestimmten Teil liest und lernst.
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