Einen Changeup werfen

Ein „Changeup“ ist eine Wurfvariante beim Baseball. Dabei wird der Ball mit geringerer Geschwindigkeit geworfen. Dieser Wurf eignet sich besonders für jüngere Werfer oder für Werfer mit kleinen Händen. Der „Changeup“ ist außerdem sehr nützlich, wenn der Werfer das Gefühl hat, dass der Schlagmann sich auf Würfe mit hoher Geschwindigkeit eingestellt hat. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Abwechslung in Ihre Würfe bringen und den die Technik des „Changeup“ lernen möchten, folgen sie einfach dieser Anleitung.

Methode 1 von 2: Der Drei-Finger-Changeup

  1. Greifen Sie den Ball korrekt, indem Sie Ihren Zeige-, Mittel-, und Ringfinger mittig auf den Ball legen. Wenn die drei genannten Finger richtig liegen, werden der Daumen und der kleine Finger in Position gebracht.
  2. Platzieren Sie den Daumen und den kleinen Finger direkt unter dem weichen Lederteil des Balls. Dies erleichtert einen festen Griff. Manche werfen berühren dabei mit Ihrem Daumen leicht den Zeigefinger, um ein besseres Ballgefühl zu erreichen. .
  3. Halten Sie den Ball fest in Ihrer Handfläche. Dies überträgt mehr Reibungskraft auf den Ball. Während man beim Werfen eines sog „Fastball“ den Ball in einer peitschenden Bewegung mit den Fingern wegdrückt, verrichtet beim „Changeup“ die Handfläche die meiste Arbeit. Die peitschende Bewegung soll hier vermieden werden und die Finger locker bleiben. .
    • Umgreifen Sie den Ball mit den unteren Fingergliedern und verleihen Sie ihm eine Drehung nach Innen, wenn er Ihre Hand verlässt.
  4. Lassen Sie ihren Wurf wie einen schnellen Wurf aussehen. Sobald Sie den Ball korrekt in Ihrer Hand halten, sollte der Rest Ihrer Bewegung so ablaufen wie bei jeder anderen Wurftechnik auch: Heben Sie Ihrer Arme und Ellbogen über den Kopf, bewegen Sie sie vorwärts in Richtung der Schulter des Wurfarmes, holen Sie mit dem Wurf-Arm aus und beugen sie die Knie. Wenn Sie werfen, lassen sie das Knie des Nicht-Wurf-Armes gebeugt und heben Sie das andere Bein an.
    • Bewegen Sie Ihren Arm beim Werfen genauso schnell als wenn Sie einen „Fastball“ werfen würden. Die Kunst besteht darin, dass der Ball zwar aussieht als würde er so schnell fliegen wie ein „Fastball“, in Wirklichkeit jedoch ca. 10% langsamer unterwegs ist. Der Schlagmann wird garantiert verwirrt sein.
    • Üben Sie fleißig. Lernen Sie zwischen „Fastball“ und „Changeup“ zu wechseln, sodass der Schlagmann nie wissen kann, was als nächstes kommt.
    • Führen Sie die Bewegungen Ihres Armes in der gleichen Art und Weise und mit der gleichen Geschwindigkeit aus, wie bei dem Wurf eines „Fastballs“. Sollten Sie Ihre Bewegung verlangsamen, wird der Schlagmann merken dass auch der Ball langsamer heranfliegen wird. Entscheidend ist hier die Illusion eines schnellen Balles.

Methode 2 von 2: Verbessern Sie Ihre Technik

  1. Werfen Sie einen „Circle-Changeup“. Die Technik des sog. „Circle-Changeup“ ist identisch mit der des „Drei-Finger-Changeup“, mit Ausnahme des Grundgriffs. Hier wird der Ball mit in der Handfläche platziert und mit Mittel- und Ringfinger, sowie mit dem kleinen Finger gehalten. Daumen und Zeigefinger sollte sich fast bzw. leicht berühren und dabei einen Kreis formen. In einigen Varianten dieses Griffs wird der Kreis direkt auf dem Ball gebildet, sodass hier zusätzlicher Halt entsteht. Andere Varianten bilden den Kreis seitlich des Balls. Dabei wird der Ball nur von den drei äußeren Fingern der Hand gehalten.
    • Wenn Sie den Ball richtig halten, werfen Sie ihn auch hier mit der gleichen Bewegung und Geschwindigkeit wie beim „Fastball“.
    • Der von Daumen und Zeigefinger geformte „Kreis“ sollte während des Wurfs in Richtung des Fängers zeigen.
  2. Geben Sie dem Ball eine Drehung. Dadurch erhält der Wurf mehr Energie. Um dies zu erreichen, müssen Sie lediglich Ihre Wurfhand eindrehen, d.h. Ihre Hand macht eine Bewegung, als ob Sie dem Fänger das Signal „Daumen runter“ geben.
  3. Üben Sie den weiten Wurf. Wenn Sie Ihren „Changeup“-Wurf verbessern wollen, sollten Sie diese Technik mit weiten Würfen trainieren. Dazu sollten Sie Distanzen über 25 Meter wählen. Dabei können Sie außerdem zwischen „Fastballs“ und „Changeups“ wechseln, um sich an das hin- und herspringen zwischen beiden Techniken zu gewöhnen.
  4. Verringern Sie langsam Ihre Schrittweite. Dies ermöglicht es Ihnen, etwas Geschwindigkeit aus dem „Changeup“-Wurf zu nehmen. Es reicht aus, die Schrittweit um ein paar Zentimeter zu verringern und etwas mehr Gewicht auf das hintere Bein zu verlagern. So schränken Sie die Bewegung des Beines während des Wurfs ein, da das Bein beim „Changeup“ nicht so hoch geführt werden sollte wie bei einem „Fastball“.

Tipps

  • Werfen Sie weiter als 25 Meter. Idealerweise sollten Sie 15 bis 20 mal in der Woche üben.
  • Benutzen Sie den „Changeup“ in Spielsituationen, in denen Sie gegenüber dem Schlagmann im Nachteil sind.
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