Dem Hund beibringen, sich tot zu stellen

Es macht immer Spaß, einem Hund etwas beizubringen. Für einige Tricks, wie etwa das sich totstellen, wird dein Hund länger brauchen als für andere Tricks. Alles was du dafür brauchst, um deinem Hund das beizubringen, sind deine Finger, einen Klicker und ein paar Leckerlis.

Teil 1 von 3: Dem Hund „Platz!“ beibringen

  1. Bevor du deinem Hund beibringst, sich totzustellen, musst du ihm erst einmal beibringen, wie er sich auf den Boden legen soll. Dein Hund muss ja liegen, wenn er sich totstellen soll. Bevor er also einen komplizierteren Trick lernen soll, musst du ihm vorher schon das Liegen auf Kommando beibringen.
  2. Du brauchst den richtigen Ort, um deinen Hund zu trainieren. Dieser Ort sollte auch sehr ruhig sein, damit dein Hund nicht abgelenkt wird.
  3. Dein Hund muss das Kommando „Sitz!” kennen. Wenn er das noch nicht kann, solltest du ihm das lernen, indem du ein Leckerli hoch in die Luft hältst. Wenn er dann das Leckerli anschaut, drückst du so lange auf seinen unteren Rücken bis er sich hinsetzt. Sage dabei laut „Sitz!“.
    • Sobald er sitzt, kannst du ihn mit dem Leckerli belohnen. Gib ihm das Leckerli aber selbst und lass ihn nicht nach oben springen, um das Leckerli zu schnappen. Wenn er springen will, sagst du ganz bestimmend „Nein!“.
    • Das übst du jetzt ein paar Mal am Tag ein paar Tage hintereinander, bis dein Hund von alleine sitzt, ohne, dass du ihm auf den Rücken drückst. Jede Übungsrunde sollte etwa zehn bis 15 Minuten dauern.
    • Gib ihm aber immer ein Leckerli als Belohnung, wenn er sich von alleine hinsetzt.
  4. Nun stellst du dich direkt vor deinen Hund, während er sitzt. Halte ein Leckerli direkt vor seine Nase, aber lass es ihn nicht fressen. Stattdessen führst du das Leckerli langsam Richtung Boden, immer noch direkt vor seiner Nase.
    • Während du das Leckerli nach unten führst, sagst du das Wort „Platz!“. Dein Hund sollte das Wort mit der Aktion „sich hinlegen“ verbinden.
    • Dein Hund sollte sich durch deine Bewegung auf den Boden legen.
    • Wenn er wieder aufsteht, machst du die Bewegung einfach immer wieder und so lange, bis er am Boden liegen bleibt.
    • Wenn er liegen bleibt und nicht gleich wieder aufsteht, belohnst du ihn mit dem Leckerli.
  5. Nun bringst du ihm bei, sich ohne ein Leckerli hinzulegen. Halte deine Hand vor die Schnauze des Hundes (so als hättest du das Leckerli in der Hand).
    • Nun machst du die gleiche Bewegung wie vorhin, damit er sich hinlegt.
    • Wenn er wieder ein bisschen liegen bleibt, fütterst du ihm noch einmal ein Leckerli.
  6. Du übst das mit deinem Hund nun solange, bis er sich auf Kommando hinlegt. Das musst du aber sicher ein paar Tage ein paar Mal am Tag mit ihm üben, bis er es kann.
    • Jede Übungseinheit sollte zwischen zehn und 15 Minuten dauern.
    • Wenn du deinen Hund herausfordern willst, kannst du den visuellen Reiz immer weiter reduzieren, bis dein Hund irgendwann nur noch auf dein mündliches Kommando „Platz!” hört und sich hinlegt.

Teil 2 von 3: Dem Hund beibringen, eine Position zu halten

  1. Lerne deinem Hund liegenzubleiben, bevor du ihm das sich totstellen beibringen willst. Wenn er nämlich nicht weiß, wie man liegenbleibt, wird es mit dem anderen Trick sehr schwierig werden. Er sollte also wissen, wie er in einer bestimmten Position bleibt, bevor du ihm den Trick beibringst, sich totzustellen.
  2. Suche dir den passenden Trainingsort für deinen Hund. Sein Hundebett oder eine weiche Matte sind zum Beispiel hervorragend. Du kannst ihn aber auch im Gras draußen trainieren.
  3. Nun bringst du deinem Hund bei, in einer bestimmten Position zu verharren. Wenn dein Hund weiß, wie er sitzen oder stehen bleibt, wird er auch den Trick mit dem Totstellen einfacher kapieren.
  4. Stelle dich direkt für ein bis zwei Sekunden vor deinen Hund. Wenn sich dein Hund vorher auf dich zubewegt, fängst du von vorn an. Sobald dein Hund eine bis zwei Sekunden in seiner Position bleibt, belohnst du ihn mit einem Leckerli.
    • Nachdem du ihn belohnt hast, kann er auch ruhig auf dich zugehen, denn er hat seine Aufgabe, eine Weile sitzen zu bleiben, erfolgreich gemeistert.
  5. Verlängere die Zeit, die du vor ihm stehst immer ein bisschen. Mache das so lange, bis dein Hund etwa zehn Sekunden in seiner Position bleibt.
    • Du solltest die Zeit in langsamen Schritten verlängern, sodass dein Hund lernt, länger sitzenzubleiben.
    • Jedes Mal, wenn er wieder ein paar Sekunden länger in der Position geblieben ist, belohnst du ihn mit einem Leckerli.
  6. Du bringst nun noch einen verbalen und einen visuellen Reiz mit ins Spiel. Wenn er die Position eingenommen hat, in der du ihn haben willst, sagst du „Bleib!“ und hältst deine Hand vor ihm hoch, als würdest du das Stoppzeichen machen.
    • Du musst geduldig sein denn es wird eine Zeit dauern, bis dein Hund versteht, dass er sitzen bleiben muss, wenn du diese Hinweise gibst.
    • Wenn er deinen Hinweisen folgst, belohnst du ihn aber wieder mit einem Leckerli.
  7. Vergrößere den Abstand zu deinem Hund. Du kannst auch mit ihm trainieren, sitzenzubleiben, wenn er dich gar nicht mehr sehen kann. Für den Trick mit dem Totstellen muss er dich aber sehen können.
    • Du kannst die Entfernung also vielleicht zur Seite hin vergrößern, sodass er dich immer noch sehen kann.

Teil 3 von 3: Dem Hund das sich totstellen beibringen

  1. Befiel deinem Hund, sich hinzulegen. Beobachte dabei, welche Seite er zum Liegen lieber mag. Es kann sein, dass er sich ein wenig neigt.
    • Befiel ihm, sich zu setzen oder zu stehen und danach, sich hinzulegen.
    • Wenn du das mit ihm übst, lässt du ihn sich am besten auf die Seite legen, die er am liebsten mag. Er wird das aber wahrscheinlich sowieso machen.
  2. Nun befielst du deinem Hund, sich auf seine bevorzugte Seite niederzulegen. Dafür verwendest du aber keine Worte, sondern nur deine Hände, Leckerlis und den Klicker. Es wird einige Zeit dauern bis dein Hund verstanden hat, was du von ihm willst, also sei geduldig, wenn du ihm beibringen willst, sich auf eine Seite zu legen.
    • Du kannst ihm beibringen, sich auf eine Seite hinzulegen, wenn du ihn mit beiden Händen leicht nach unten drückst. Sobald er liegt, belohnst du ihn mit etwas (lobe ihn, streichle seinen Bauch oder gib ihm ein Leckerli).
    • Du kannst ihn natürlich auch mit Futter locken. Dazu hältst du ein Leckerli vor seine Nase. Danach bewegst du das Leckerli seitlich zu seiner Schulter (zur linken Schulter, wenn er auf der rechten Seite liegt und umgekehrt). Wenn er seinen Kopf dreht, um das Leckerli zu erhaschen, wird er sich vielleicht auch auf die Seite legen. Wenn er es gemacht hat, benutzt du deinen Klicker und alle anderen positiven Hinweise, damit er versteht, dass er etwas Richtiges gemacht hat.
  3. Übe mit deinem Hund schnell von der sitzenden oder stehenden Position in die liegende Position zu wechseln. Je besser er das kann, desto einfacher wird es, das sich totstellen zu üben.
    • Nimm deinen Klicker und gib ihm ein Leckerli, wenn er schnell vom Sitzen/Stehen ins Liegen wechselt und auch dann, wenn er sich auf die Seite legt.
  4. Du brauchst ein Kommando für das sich totstellen. Wenn er sich automatisch auf die Seite legt, sobald er sieht, dass du ein Leckerli hast oder du ihn mit Futter lockst, ist er bereit für das Kommando.
    • Du kannst hierfür eigentlich jedes Wort nehmen, das du willst.
    • Das Wort verwendest du dann aber immer für den Trick. Verwirre deinen Hund nicht mit unterschiedlichen Worten für den gleichen Trick.
  5. Verwende das Kommando öfter als die Methode mit dem Futter. Dein jetziges Ziel ist, dass sich dein Hund irgendwann aufgrund deines Kommandos totstellt und nicht nur auf Futter reagiert.
    • Sei aber geduldig, es wird nämlich dauern, bis dein Hund auch ohne Futter reagiert.
  6. Du brauchst auch einen visuellen Reiz, um deinem Hund den Befehl zu geben, sich totzustellen. Was viele Herrchen für den Trick verwenden, ist das Zeichen einer Pistole. Dein Hund wird dieses Zeichen natürlich nicht gleich deuten können, aber wenn du das Handzeichen mit dem Kommando „Päng!“ kombinierst, wird er es mit der Zeit verstehen.
    • Du kannst das Pistolensymbol auf verschiedene Art und Weisen machen: Mit dem Daumen und Zeigefinger einer Hand, mit dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger einer Hand oder dem Daumen und Zeigefinger beider Hände zusammen. Bei der letzten Option greifen deine restlichen Finger ineinander über.
    • Gib deinem Hund das mündliche Kommando und das visuelle Handzeichen gleichzeitig.
    • Alternativ kannst du das Handzeichen auch erst nach dem Kommando geben. Wenn du es so versuchst, musst du das Handzeichen aber geben bevor dein Hund auf das Kommando reagiert. Wenn dein Hund schon auf das Kommando hört bevor du das Handzeichen überhaupt geben konntest und das auch immer wieder so macht, kannst du das Handzeichen entweder ganz weglassen oder du machst beides gleichzeitig.
    • Übe solange mit deinem Hund und beiden Hinweisen (mündlich und visuell) gleichzeitig, bis er darauf reagiert und sich totstellt.
  7. Du kannst es auch nur mit dem Handzeichen probieren. Du möchtest also, dass dein Hund nur auf dein Handzeichen reagiert. Auch, wenn dein Hund sofort versteht, was das Zeichen bedeutet, wird es dauern, bis er darauf ohne Kommandos, Befehle und Futter reagiert.
    • Verwende das Handzeichen immer öfter und die anderen Hinweise reduzierst du langsam.
    • Belohne ihn jedes Mal, wenn er nur auf das Handzeichen reagiert hat.
  8. Übe den Trick auch an unterschiedlichen Orten. Wenn dein Hund den Trick an einem Ort kann, heißt das nicht automatisch, dass er den Trick auch an einem anderen Ort hinbekommt. Wenn du den Trick immer an einem anderen Ort mit ihm trainierst, wird er viel besser darin, sich auf Kommando totzustellen.
    • Trainiere in einem Park, einem anderen Raum im Haus oder vor mehreren Leuten.
  9. Egal wie schnell oder langsam dein Hund diesen Trick erlernt, belohne ihn immer großzügig für seine Erfolge. Manche Hunde brauchen nur Tage, wieder andere ein paar Wochen.

Tipps

  • Du solltest jeden Tag mindestens fünf bis 15 Minuten mit deinem Hund diesen Trick üben. Sich totstellen ist nicht einfach und dein Hund wird hierfür schon eine Weile brauchen.
  • Da dein Hund bei diesem Trick zwischen vielen Positionen wechseln und auf unterschiedliche Kommandos hören muss, solltest du immer nur einen einzelnen Schritt üben.
  • Du darfst deinen Hund nicht anschreien. Dadurch wird er nur böse und hat keine Lust mehr.
  • Wenn du merkst, dass dein Hund nicht aufpasst, müde ist oder eigentlich etwas anderes machen will, kannst du ihm eine kurze Pause gönnen oder morgen weitermachen.
  • Am besten zeigst du deinem Hund, dass er etwas falsch gemacht hat, indem du ihn nicht belohnst. Das ist der beste Weg und nur so wird er es verstehen.

Warnungen

  • Füttere deinem Hund nichts, was giftig für ihn ist, wie zum Beispiel dunkle Schokolade. Wenn du dir nicht sicher bist, fragst du lieber in der Zoohandlung nach.
  • Bringe deinem Hund diesen Trick nicht bei, wenn er Gelenkprobleme oder Arthritis hat. Das kann für ihn sonst sehr schmerzhaft sein, Positionen so schnell zu wechseln.
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