Kurkumapulver einnehmen

Kurkumapulver wird schon lange als leckeres Gewürz in den Küchen Südasiens verwendet. Es bietet aber auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile, von der Beruhigung einer Magenverstimmung bis hin zur Verhinderung von gefährlichen neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer. Auch wenn Kurkuma in roher Form manchmal ein wenig bitter und unangenehm schmecken kann, gibt es viele Möglichkeiten, wie du dieses kraftvolle Antioxidationsmittel in deine tägliche Ernährung und Gesundheitsroutine aufnehmen kannst.

Methode 1 von 3: Kurkuma in verschiedenen Formen einnehmen

  1. Nimm es in Wurzelform ein. Kurkuma wird aus der Wurzel der Kurkumapflanze gewonnen. Die Kurkumapflanze ist ein naher Verwandter des Ingwers und die Wurzel kann auch roh gegessen werden, wobei sie allerdings einen bitteren Geschmack hat.
    • Du solltest versuchen, pro Tag zwischen 1,5 und 3 Gramm der Wurzel zu dir zu nehmen.
  2. Gib Kurkumapulver in Nahrungsmittel und Flüssigkeiten. Kurkuma wird meist in Pulverform verkauft. Du solltest dreimal pro Tag etwa 400 bis 600 mg zu dir nehmen. Du kannst es in Saucen, Suppen oder Getränke wie Milch oder Tee geben.
    • Für Kurkuma-Tee, koche eine Tasse Wasser und löse darin zwei Gramm Kurkumapulver auf. Du kannst auch etwas Zitrone, Honig und Ingwer hinzugeben, um den Geschmack zu verbessern.
    • Wenn Tee nicht zu deinen bevorzugten Getränken zählt, gib stattdessen einen Teelöffel Kurkumapulver in ein Glas Milch, um antioxidantische und entzündungshemmende Eigenschaften hinzuzufügen.
  3. Verwende eine Kurkuma-Tinktur. In der Form einer Tinktur werden alle Vorteile der Kurkumawurzel in eine Flüssigkeit abgegeben. Du kannst einfach zwei bis drei Tropfen einer Kurkuma Tinktur in Wasser, Tee, Suppe oder jede andere Flüssigkeit geben, die du täglich konsumierst.
    • Du erhältst Kurkuma-Tinktur in den meisten Gesundheitsläden oder in den Vitaminabteilungen deines Supermarkts/Drogeriemarkts.
  4. Stelle eine Kurkuma-Paste her. Wenn du dir Schnitte oder Verbrennungen zugezogen hast, kann eine Paste die beste Methode sein, um die Gesundheitsvorteile des Kurkuma zu nutzen, da du diese direkt auf die betroffene Gebiete auftragen kannst.
    • Mische Wasser, Kurkumapulver und Ingwerpulver zusammen. Verwende einen sauberen, sterilen Spachtel oder eine Bürste, um die Paste auf den verletzten Bereich aufzutragen. Wenn du deine Hände verwenden willst, denke daran, sie vor dem Auftragen zu waschen. Lass die Paste für ein paar Stunden aufgetragen.
    • Um schwächere Verbrennungen zu heilen, kannst du Kurkuma zusammen mit Aloe Vera auftragen. Mische zu gleichen Teilen Kurkumapulver und Aloe Vera zusammen, um eine wirksame Paste herzustellen.
  5. Nimm eine Tablette. Kurkuma ist auch in Kapselform erhältlich. Die Dosis kann je nach Produkt variieren, eine Tablette ist aber normalerweise 350 mg. Du solltest zwischen einer und drei Tabletten pro Tag einnehmen. Wenn du unter einem verstimmten Magen leidest, kannst du eine höhere Dosis einnehmen (drei Tabletten). Du kannst die Tabletten in der Vitaminabteilungen deines Supermarktes oder Drogeriemarktes finden.

Methode 2 von 3: Wann du Kurkuma vermeiden solltest

  1. Reguliere deine Dosis. Auch wenn Kurkuma enorme Gesundheitsvorteile für die meisten gesunden Patienten hat, solltest du doch die empfohlene Dosis nicht überschreiten, da das sonst zu einer Magenverstimmung führen kann. Sprich mit deinem Arzt darüber, wie viel Kurkuma du in deine tägliche Ernährung einbauen solltest.
  2. Nimm kein medikamentöses Kurkuma ein, wenn du schwanger bist oder stillst. Während normale Mengen an Kurkuma im Essen vollkommen in Ordnung sein sollten, solltest du kein zusätzliches Kurkuma in Tabletten- oder flüssiger Form einnehmen.
  3. Vermeide Kurkuma, wenn du unter Diabetes leidest. Wenn du unter einem ungewöhnlichen Blutzuckerspiegel leidest, solltest du mit einem Arzt reden, bevor du eine Kurkuma-Kur beginnst. Kurkuma kann den Blutzuckerspiegel senken. Wenn du also unter einem niedrigen Blutzucker leidest, solltest du auf die Einnahme von medikamentösen Kurkuma verzichten.
    • Kurkuma kann auch zu Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Diabetes-Medikamenten führen.
  4. Vermeide die Einnahme von Kurkuma, wenn du unter exzessiver Magensäure leidest. Wenn du Medikamente einnimmst, um deine Magensäure zu kontrollieren – wie z.B. Pepcid®, Zantac®, oder Prilosec® - dann solltest du die Einnahme von Kurkuma vermeiden, da es die Wirkung dieser Medikament beeinträchtigen kann.
  5. Vermeide Kurkuma, wenn du Probleme mit deiner Gallenblase hast. Wenn deine Gallenblase gesund ist, kann Kurkuma dabei helfen, die Menge an Gallenflüssigkeit zu regulieren, die von ihr produziert wird. Wenn du aber Probleme mit deiner Gallenblase hast, kann Kurkuma einen negativen Einfluss auf sie haben, was zu Gallensteinen oder einer Verstopfung des Gallenwegs führen kann.

Methode 3 von 3: Die Vorteile von Kurkuma kennenlernen

  1. Linderung von Magenverstimmungen. Kurkuma enthält ein kraftvolles Element namens Kurkumin. Kurkumin hat gezeigt, dass es, durch seine Auswirkungen auf die Gallenblase, Magenverstimmung beruhigen kann. Indem es die Gallenblase dazu anregt, mehr Gallenflüssigkeit zu produzieren, kann Kurkumin die Verdauung verbessern und die Symptome einer Magenblähung lindern.
  2. Reduzierung von Entzündungen. Kurkumin ist außerdem ein effektiver Entzündungshemmer. Als solcher kann es eine Vielzahl an Beschwerden lindern, von Arthritis und Schuppenflechte bis hin zu chronischen Nacken- oder Rückenschmerzen.
    • Kurkumin verhindert die Aktivierung von COX-2 Genen, welche Enzyme produzieren, die zu schmerzhaften Entzündungen führen können.
  3. Heilung von Schnitten und Wunden. Kurkuma hat starke antibakterielle Eigenschaften, welche dabei helfen können, Schnitte zu heilen und sie vor Infektionen zu schützen.
  4. Verhinderung von Herzkrankheiten. Herzkrankheiten werden oft durch den Aufbau von Plaque in den Arterien verursacht, die zum Herz führen. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Kurkuma verbessern den Blutkreislauf und halten dabei die Arterien frei von Plaque.
    • Indem du Kurkuma für eine Verbesserung deines Blutkreislaufs einsetzt, reduzierst du das Risiko eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls.
  5. Krebsvorbeugung. Auch wenn es noch keine endgültigen Studien über die Rolle von Kurkuma als Hemmstoff gegen Krebs gibt, legen vorläufige Resultate nahe, dass Kurkuma die Bildung von Krebszellen im Dickdarm, der Prostata und der Lunge verlangsamen oder verhindern kann.
    • Die Bevölkerung in Indien hat eine der niedrigsten Krebsraten in diesen Organen (dreizehnmal niedriger als z.B. in den Vereinigten Staaten). Viele Forscher glauben daran, dass Gewürze wie Kurkuma in Currygerichten für diese niedrige Rate verantwortlich sind.
    • Die stark antioxidantischen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Kurkuma werden von vielen Wissenschaftlern als hilfreich bei der Krebsvorbeugung angesehen. Entzündungen sind oft ein Faktor in der Entwicklung von krebsartigen Tumorzellen.
    • Versuche nicht, Krebs alleine mit natürlichen Vitamine und Kräutern zu heilen. Solltest du unter Krebs leiden, arbeite unbedingt zusammen mit einem Onkologen an deiner Behandlung.

Tipps

  • Viele Ärzte vergleichen die entzündungshemmenden und antioxidantischen Eigenschaften von Kurkuma mit rezeptfreien, nicht-steroidalen Schmerzmitteln. Dabei weißt Kurkuma weit weniger Risiken und Nebenwirkungen als diese Medikamente auf.
  • Achte darauf, dass du nicht das Kurkumin im Kurkuma mit Kumin (ein anderer Name für Kreuzkümmel), dem Gewürz, verwechselt. Dabei handelt es sich um zwei vollkommen verschiedene Dinge und du wirst nicht die gleichen gesundheitlichen Vorteile durch die Einnahme von Kumin haben, wie durch die Einnahme von Kurkuma.
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