Fair sein

Fairness ist ein Begriff für als gerecht empfundene Dinge und Handlungen. Für Menschen ist es in der Beziehungs- wie in der Arbeitswelt wichtig, dass sie sich gerecht behandelt fühlen. Was fair ist, muss immer wieder diskutiert werden, weil sich die Welt nicht nur in „falsch“ oder „richtig“ unterteilen lässt.

Teil 1 von 2: Fairness aufbauen

  1. Setze dir Regeln und Ziele. Um zu entscheiden, was fair oder nicht fair ist, brauchst du meistens alternative Perspektiven, damit du abwägen kannst. Wenn es zu einer Situation kommt, in der sich verschiedene Parteien um etwas streiten, sollte man sicherstellen, dass alle Personen die Regeln kennen.
    • Das ist bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Wenn es z.B. nur eine Belohnung gibt, um die viele eifern, wird sich jemand als unfair behandelt fühlen solang es keine klaren Regeln gibt.
    • Erkläre, dass bei Regelverletzung die Belohnung einbehalten wird.
  2. Denke über dein Konzept von Fairness nach. Diskutiere mit deinen Angestellten, Kollegen oder deiner Familie darüber. Logik hilft vielleicht bei einer moralischen Entscheidung, aber es müssen sich auch alle damit im Alltag wohl fühlen können.
  3. Des Teufels Advokat solltest du nur spielen, wenn die anderen emotional nicht zu stark mit dem Thema verbunden sind. Menschen, die keine Konfrontation scheuen, wählen vielleicht einen Standpunkt nur, weil niemand sonst diese Position einnimmt. Dann könnte die Diskussion als unfair empfunden werden.
  4. Achte darauf, ob du vielleicht den Aussenseiter unterstützt. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert wird, wenn ein Aussenseiter gewinnt. Vielleicht nimmst du die Position nur ein, weil es sich gut anfühlt.
  5. Sei wachsam, ob vielleicht Vorurteile deine Entscheidung beeinflussen. Jemand, der fair ist, achtet darauf, ob eine Entscheidung durch z.B. Herkunft, Geschlecht oder Bildung beeinflusst wird und er wird vorurteilsbeladene Argumente aus der Entscheidungsfindung entfernen.
    • Das ist oft leichter gesagt als getan. Man ist sich seiner eigenen Vorurteile oft nicht bewusst. Wenn dir Vorurteile vorgeworfen werden, solltest du das bedenken bevor du eine nächste Entscheidung triffst.
  6. Informiere dich umfassend bevor du etwas entscheidest. Prüfe, ob deine Quellen unparteiisch sind und wenn nicht, suche weitere Quellen oder Informationen.
  7. Vermeide Interessenkonflikte. Wenn du zu nah an der Sache dran bist, kannst du vielleicht nicht fair urteilen. Frage jemand anderen mit einem neutraleren Blickwinkel.

Teil 2 von 2: Fair sein zu anderen

  1. Versuche dich nicht nur von Gefühlen leiten zu lassen. Fairness entsteht durch Abwägung und Logik. Das ist vielleicht nicht immer möglich, aber Entscheidungen aus Wut sind selten gut.
  2. Lass dich nicht hetzen. Nimm dir die Zeit nachzudenken bevor du eine Entscheidung triffst.
  3. Belohne Ehrlichkeit. Stoppe einen Wettbewerb wenn eine oder mehr Parteien sich nicht an die Regeln halten. Regeltreue wird dich fair erscheinen lassen.
    • Das kann kompliziert sein, wenn jemand eine andere Person verpetzt oder etwas über jemand anderen behauptet. Rede erst mit der beschuldigten Person bevor du eine Entscheidung triffst, die vielleicht auf Fehlinformationen basiert.
  4. Vermeide Einflussnahme von außen. Wenn deine Entscheidung von jemanden beeinflusst wird, der davon profitieren könnte, kann deine Urteil schnell in ein schlechtes Licht gestellt werden. Distanziere dich mental von Investoren, uninformierten Vorgesetzten und sogar Verwandten.
  5. Erkläre deine Entscheidung vor allen. Wenn du Leute meidest, die vielleicht nicht deiner Meinung waren, könnte das als Unsicherheit ausgelegt werden.
  6. Sei selbstbewusst, wenn du eine Entscheidung getroffen hast.
  7. Gib den Leuten, die betroffen sind, eine Erläuterung für deine Entscheidung. Transparenz ist ein Vorteil und bringt die Leute dazu deinen Entscheidungen zu vertrauen.
  8. Bleib offen für neue Informationen. Falls nötig, überdenke deine Entscheidung. Moralisch starke Menschen geben zu, wenn sie einen Fehler gemacht haben.

Tipps

  • Wenn du die Fairness an deinem Arbeitsplatz verstärken willst, lies die Arbeitsgesetze. Es gibt bereits eine Menge Verordnungen, die versuchen Vorurteile und Diskriminierung zu vermeiden.
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