Fellpflege beim Hund

Regelmäßige Fellpflege sorgt dafür, dass dein Hund sauber und gesund bleibt und sich wohlfühlt. Viele gehen deshalb zum Hundefriseur, da der Hund dort professionell und sicher betreut wird. Wenn es aber keinen Hundefriseur in deiner Nähe gibt oder du Geld sparen willst, kannst du das Fell auch zu Hause trimmen.

Teil 1 von 3: Das Fell vor dem Baden trimmen

  1. Die notwendigen Dinge bereitlegen. Du willst nicht nach Dingen suchen, wenn du schon mitten in der Fellpflege steckst. Achte also darauf, dass alles, was du brauchst, bereitliegt. Was du brauchst, findest du im entsprechenden Abschnitt unten.
  2. Zuerst bürste deinen Hund.Indem du das Fell deines Hundes täglich oder jeden zweiten Tag bürstest, verhinderst du schlimmere Verfilzungen bzw. du vermeidest Verfilzungen generell. Im nassen Zustand sind diese kaum zu entfernen. Fange am Hals an zu bürsten und gehe dann zum Körper über. Sei am Bauch vorsichtig, da der Hund dort ggf. empfindlich ist. Vergiss den Schwanz nicht.
    • Kurzhaarige Hunde kannst du mit einer Gummibürste für Hunde (die sog. Curry Brush) oder einem Fellpflegehandschuh bürsten.
    • Bürste Hunde mit mittellangem Fell mit Spezialbürsten wie der sog. Slicker Brush, Pin Brush (Drahtbürsten in versch. Formen) oder einer speziellen Bürste für das Unterfell.
    • Welche Bürste du auch nimmst, entferne loses Fell und verteile Hautfett über das Fell.
  3. Lobe deinen Hund während des Bürstens. Belohne ihn, wenn er ruhig und brav ist. Wenn du ihm ab und zu noch ein Leckerli gibst, motivierst du den Hund zu gutem Verhalten.
  4. Mach Pausen, wenn der Hund sie braucht. Der Hund sollte nicht überstrapaziert werden. Sonst wird das Bürsten als negativ gespeichert und in Zukunft für dich schwieriger. Mache es mit Leckerlis, Pausen und ggf. einem kleinen Spiel zwischendurch zu einer guten Erfahrung.
    • Das ist besonders bei Welpen wichtig. So können sie sich schon früh daran gewöhnen, gebürstet zu werden.
  5. Schneide Verfilzungen heraus, die du nicht ausbürsten kannst. Verfilzte Fellstellen ziehen bei jeder Bewegung an der Haut des Hundes, was dem Tier wehtut. Wenn du die Stelle nicht ausbürsten kannst, musst du sie abschneiden oder abscheren – abhängig davon, wie dicht die Verfilzung an der Haut liegt. Sei mit einer Schere sehr vorsichtig und verletze weder dich noch das Tier.
    • Wenn du die verfilzte Stelle nicht gefahrlos entfernen kannst, gehe mit dem Hund zum Hundefriseur.
    • Manchmal können diese verfilzten Stellen so dicht werden und so nah an der Haut liegen, dass sich Hautpartien darunter entzünden. In diesem Fall solltest du schnellstens zum Tierarzt gehen.
    • Äußerliche Anzeichen einer bakteriellen Entzündung sind gerötete und nässende Partien, die schlimmstenfalls eitern. Dein Hund kaut oder kratzt diese Stellen häufig, da sie jucken.
  6. Reinige die Augen des Hundes. Weißhaarige Rassen oder solche mit wässrigen Augen wie Pekinesen, Möpse o.ä. brauchen oft mehr Augenpflege als andere Rassen. Je nach Hund musst du ggf. nur Ablagerungen aus den Augenwinkeln entfernen. Bei weißhaarigen oder langhaarigen Hunden kann es aufwendiger sein, Reste oder Schmutz aus dem Fell um die Augen herum zu entfernen, da sie oft Tränenflecken bekommen. Es gibt zur Entfernung dieser Flecken Spezialmittel im Tierfachhandel.
    • Gesunde Augen sind klar und zeigen keine Irritationen oder ungewöhnliche Ablagerungen.
    • Trimme das Fell um die Augen herum nicht selbst. Du riskierst, das Tier zu verletzen. Bitte deinen Tierarzt oder Hundefriseur darum.
  7. Säubere die Ohren des Hundes. Etwas Ohrenschmalz im Ohr ist normal. Es sollte aber nicht unangenehm riechen. Gib ein Mittel zum Ohrenreinigen auf ein Wattepad und entferne Schmutz und Ohrenschmalz aus dem Inneren des Ohres. Reibe aber nicht zu stark, um Irritationen zu vermeiden und gehe nicht zu tief ins Ohr hinein.
    • Wärme den Ohrenreiniger auf Körpertemperatur auf, bevor du ihn ins Ohr bringst. Du kannst ihn in einem Wasserbad wie bei einer Babyflasche auf Körpertemperatur erwärmen.
    • Wenn du das Ohr mit einem feuchten Wattepad oder einem Lappen auswischst, trockne es sanft mit einem trockenen Pad oder Lappen ab.
    • Lobe deinen Hund! Hundeohren sind sehr empfindlich, so dass der Hund ggf. einen Extra-Zuspruch braucht.
  8. Bei Ohrenproblemen solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Dein Hund braucht eine medizinische Behandlung, wenn das Ohr geschwollen, rot, irritiert, dunkel oder schwarz ist. Ausfluss, offene Stellen oder übler Geruch sind dringende Anlässe für einen Tierarztbesuch.
    • Starker Ausfluss, Entzündungen und Geruch sind Anzeichen einer Infektion und müssen mit Medikamenten behandelt werden.
  9. Putze die Zähne des Hundes. Idealerweise solltest du deinem Hund täglich die Zähne und das Zahnfleisch mit Hundezahnpasta bürsten, damit beides gesund bleibt. Nimm keine Zahnpasta für Menschen, du könntest den Hund sonst mit Fluor vergiften. Solltest du befürchten, dabei gebissen zu werden, lass es bleiben. Gönne deinem Hund ab und zu eine Pause, falls es ihm zu viel wird, damit er sich beruhigen kann.
    • Versuche, anfangs eine kleine Menge Hundezahnpasta auf deinen Finger zu geben und sie für ein paar Sekunden über die Zähne zu streichen. Belohne den Hund, wenn er brav ist.
    • Wenn du 20 bis 30 Sekunden lang deine Finger in seinem Maul haben darfst, kannst du mit speziellen Zahnbürsten aus dem Zoogeschäft, die du dir über die Finger stülpst, weitermachen. Bereite ihn so auf eine Hundezahnbürste vor.
    • In jedem Fall solltest du sanft vorgehen, so dass es eine angenehme und keine stressige Erfahrung wird.
  10. Lass eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt durchführen, falls nötig. Wenn dein Hund bereits viel Zahnstein oder -belag hat, reicht normales Zähneputzen nicht aus. Dann braucht dein Hund eine professionelle Zahnreinigung, so wie Menschen auch.
    • Achte auf gerötetes Zahnfleisch oder braune Ablagerungen an den Zähnen. Sie deuten darauf hin, dass das Zähneputzen für deinen Hund zu Hause schmerzhaft sein könnte. Gehe vorher zum Tierarzt.
  11. Kürze die Krallen des Hundes. Wenn du die Krallen nicht schneidest, können sie sich unter der Pfote zusammenrollen oder in die Pfote wachsen und Gelenkprobleme verursachen. Je schneller die Krallen deines Hundes wachsen, desto häufiger musst du sie schneiden. Wenn du die Krallen beim Laufen auf dem Boden kratzen hörst, dann sind sie zu lang.
    • Schneide nur ein kleines Stück (ca. 1,5 mm) vom Nagel mithilfe eines Nagelknipsers für Hunde ab. Nagelknipser für Menschen sollten nur bei Welpen oder kleinen Hunden verwendet werden.
    • Wenn dein Hund durchsichtige Krallen hat, siehst du die rosa Blutgefäße hindurch schimmern. Da solltest du nicht hineinschneiden, sondern nur in den durchsichtigen, harten Nagel.
    • Bei Hunden mit dunklen Krallen musst du besonders aufpassen, um die Blutgefäße nicht zu verletzen. Sei vorsichtig und entferne jeweils nur ein kleines Stück.
    • Wenn du ein Blutgefäß verletzt, drücke ein blutstillendes Pulver oder Maisstärke auf die Stelle, um die Blutung zu stillen.

Teil 2 von 3: Den Hund baden

  1. Lege alles Nötige zurecht. Du wirst sicher nicht nach einem Reinigungsprodukt suchen wollen, während dein nasser Hund in der Badewanne sitzt. Also lege dir alles vorher zurecht. Du solltest auch etwas anziehen, das schmutzig und nass werden darf. Denn eines ist sicher: Du wirst nass werden.Zu guter Letzt brauchst du:
    • Hundeshampoo
    • Leckerlis
    • Ein paar Handtücher
    • Lege ein Handtuch über den Wannenrand, sodass kein Wasser darüber spritzt. Die anderen Handtücher dienen zum Abtrocknen.
  2. Lege eine rutschfeste Unterlage in die Wanne. Du weißt ja, wie rutschig eine Badewanne werden kann, wenn Seife mit im Spiel ist. Damit dein Hund nicht ausrutscht, solltest du ein Handtuch oder eine rutschfeste Badematte in die Wanne legen.
  3. Lasse etwas warmes Wasser in die Wanne. Heißes Wasser schädigt die Haut des Hundes, besonders, wenn sie kurzhaarig sind. Lass kein Wasser ein, wenn der Hund in der Wanne ist, um ihn nicht zu ängstigen. Es kann eine Weile dauern, bis du den Hund mithilfe von Leckerlis an das Geräusch von laufendem Wasser gewöhnst. Hab Geduld und mache langsam, damit der Hund nicht überfordert wird und die Sache nicht schlimm für dich und den Hund endet.
  4. Sichere den Hund in der Wanne. Einige Hunde versuchen während des Bades zu entwischen. Wenn das auf deinen Hund zutrifft, besorge dir ein Halfter zum Baden im Zoofachhandel. Das ist eine Leine, die du mit einer Saughalterung an den Fliesen befestigen kannst. Sie hält deinen Hund in Position.
    • Leg deinem Hund ein Halsband an, das nicht abfärbt oder durch Wasser beschädigt werden kann.
  5. Weiche deinen Hund gründlich ein. Das Hundefell sollte komplett nass sein, bevor du das Shampoo aufträgst. Wenn dein Hund nicht ängstlich ist, kannst du einen Wasserschlauch mit Druckkopf an den Wasserhahn anschließen. Das ist besonders bei großen Hunden oder Hunden mit Unterfell nützlich. Wenn dein Hund Angst vor fließendem Wasser hat, benutze einen Eimer oder ein Glas, um das Fell nass zu machen.
  6. Trage das Shampoo auf. Fange am Hals an und gehe dann zum Hinterteil und den Beinen. Verteile das Shampoo mit den Fingern und reibe es bis auf die Haut. Nimm dir zum Schluss den Kopf vor, aber vermeide Shampoo in Augen- und Ohrennähe. Reinige den Kopf mit einem feuchten Handtuch oder einem Waschlappen.
    • Shampoo ist leichter aufzutragen und abzuspülen, wenn es verdünnt wird.
  7. Spüle den Hund gründlich ab. Solange du Schmutz oder Seifenblasen aus dem Fell kommen siehst, spüle weiter. Mache das in der gleichen Weise und Reihenfolge, in der du das Shampoo aufgetragen hast. Benutze kein fließendes Wasser, wenn dein Hund Angst vor dem Geräusch hat. In diesem Fall schütte Wasser aus einem Becher o.ä. über das Fell, um Shampooreste zu entfernen.
  8. Trockne deinen Hund ab. Trockne ihn so gut es geht in der Wanne ab, so dass nicht alles schmutzig wird. Lege ein Handtuch über den Rücken des Hundes und erlaube ihm, sich zu schütteln, um Wasser zu entfernen. Viele Hund lernen, so lange mit dem Schütteln zu warten, bis sie ein Handtuch auf dem Rücken haben, das die Tropfen auffängt. Wenn dein Hund kurzhaarig ist oder sein Fell an der Luft trocknen soll, dann war`s das.
    • Wenn du einen langhaarigen oder einen Hund mit Unterfell hast, musst du ihn ggf. föhnen.
  9. Föhne den Hund, wenn nötig. Wenn ein Handtuch nicht reicht, kannst du einen Hund auch trocken föhnen, ohne ihn zu überhitzen oder zu übertrocknen. Wenn du einen Hund mit sehr langem Fell hast, musst du ihn ggf. beim Bürsten föhnen.
    • Dein Föhn muss unbedingt auf kalter Stufe stehen! So dauert es zwar länger, aber es lohnt sich. Denn du verringerst die Gefahr, dass Fell oder die Haut austrocknet.
    • Wenn dein Hund das Geräusch oder das Gefühl des Föhns nicht mag, zwinge ihn nicht. Trockne ihn so gut es geht mit dem Handtuch ab und lass ihn an der Luft trocken, wo er nicht alles schmutzig macht, z.B. im Waschraum.

Teil 3 von 3: Das Fell deines Hundes schneiden

  1. Überdenke, ob es nötig ist, das Fell zu schneiden. Bei vielen kurzhaarige Rassen ist es nicht nötig, das Fell zu schneiden. Wenn dein Hund allerdings mehr Fell hat, dann sollte es aus gesundheitlichen Gründen regelmäßig getrimmt werden. Zu diesen Rassen gehören Cockerspaniel, Hirtenhunde, Pudel, Collies, Shih Tzus, Pekinesen, Chow Chows u.a.
  2. Trimme das Fell, nachdem es getrocknet ist. Wenn du eine Schermaschine benutzt, lies vorher die Bedienungsanleitung. Informiere dich in Büchern oder Videos, oder frage beim Hundefriseur nach, wie die Schermaschine benutzt wird. Achte darauf, dass die Klingen scharf sind und die Maschine gut geölt ist.
    • Bevor du loslegst, solltest du eine Vorstellung davon haben, wie dein Hund aussehen soll. Lies nach, frage und siehe dir Videos an, um herauszufinden, wie du das gewünschte Resultat bekommst. Dann geht es los.
  3. Binde den Hund vorsichtig an. Binde ihn an eine Leine, so dass er nicht hin und her laufen kann. Während des Trimmens kannst du ihn mit deiner freien Hand unter dem Bauch halten, so dass er sitzen bleibt und nicht herumzappelt.
  4. Benutze eine Schermaschine für Hunde. Es lohnt sich, etwas mehr für eine gute Schermaschine für Hunde auszugeben. Auf Dauer werden sich die Anschaffungskosten amortisieren, weil du nicht regelmäßig Geld für den Hundefriseur ausgeben musst.
    • Achte darauf, dass du Scherblätter für Hunde bekommst, bei denen du die Felllänge einstellen kannst.
    • Mit einer Schere bekommst du in der Regel keinen schönen, gleichmäßigen Schnitt hin. Und es besteht die Gefahr, dass du den Hund verletzt, wenn er sich plötzlich bewegt. Nimm ein Schergerät.
  5. Gehe methodisch vor. Du kannst das Gerät am Körper entlang führen, solange du es nicht mit starkem Druck in die Haut drückst. Gehe langsam und vorsichtig am Körper des Hundes entlang und entferne das Fell. Wenn du zu schnell machst, wird es unregelmäßig. Schneide immer in die Richtung, in die das Fell wächst. Fange am Hals an, gehe dann zu den Schultern, unter die Ohren in Richtung Kinn, Kehle und an die Brust. Dann trimme das Fell an den Seiten und am Rücken und zum Schluss an den Beinen.
    • Sei besonders vorsichtig an den Beinen, am Schwanz und im Gesicht, da diese Stellen sehr empfindlich sind.
    • Achte darauf, dass die Schermaschine nicht zu heiß wird und die Haut des Hundes verbrennt.
    • Wenn das Gerät zu heiß wird, höre auf und lass es abkühlen. Zusätzlich kannst du ein spezielles Mittel für Schermaschinen verwenden, z.B. „Clipper Lube“.
  6. Belohne deinen Hund. Es ist nicht leicht, stillzustehen. Wenn ihm all das zu viel wird, gönne dem Hund eine Pause. Lobe ihn die ganze Zeit und belohne ihn mit Leckerlis. Spiele nicht mit ihm, wenn er sich wieder schmutzig machen könnte.
  7. Hab Geduld. Du musst ggf. ein paar Mal über das Fell gehen, bevor es wirklich gleichmäßig getrimmt ist. Nimm dir Zeit! Gönne deinem Hund so viele Pausen, wie er braucht, und arbeite langsam mit der Schermaschine.

Tipps

  • Finde heraus, welche Fellpflege bei deinem Hund angebracht ist. Bestimmte Rassen brauchen eine besondere Fellpflege, um das Fell sauber oder auf eine bestimmten Art zu trimmen. Ein Komondor z.B. braucht eine bestimmte Pflege, so dass sich das Fell in einzelnen Kordeln formt.
  • Wenn du deinen Hund föhnen musst, kannst du auch einen speziellen Hundeföhn kaufen. Hunde mit Unterfell wie Berner Sennenhunde müssen so lange geföhnt werden, dass ein normaler Föhn sie ggf. verbrennt. Für kleine Hunde eignet sich ein spezieller Hundehandföhn. Damit reduzierst du die Gefahr einer Verbrennung oder vermeidest sie ganz.
  • Wenn du keine Zeit hast, deinen Hund zu baden, musst du trotzdem sein Fell pflegen, damit er sauber, gesund und gepflegt bleibt. Denke in diesem Fall über einen Hundefriseur nach.
  • Du musst ggf. von Zeit zu Zeit die Haare im Ohr schneiden. Lass dir vom Tierarzt oder Hundefriseur zeigen, wie du das richtig und sicher machst. Puder für die Ohren macht es einfacher und schneller, da du so die feinen Haare im Ohr besser fassen kannst.
  • Wenn du Conditioner für Hunde benutzt, nimm nur wenig davon. Sonst sieht dein Hund fettig aus und fühlt sich auch so an.
  • Spezielle, erhöhte Trimmtische oder Badewannen verhindern Rückenschmerzen und Zerrungen. Dafür eignet sich auch ein normaler Tisch oder eine feste Oberfläche. Sie sollten allerdings eine rutschfeste Oberfläche und keine Räder an den Beinen haben. In Baumärkten bekommst du in der Regel Gummimatten, die du dir auf die passende Größe zuschneiden lassen kannst.
  • Wenn du dir das teure Zubehör zum Trimmen nicht leisten kannst, kannst du deinen Hund oft auch selbst beim Hundefriseur baden. Da hast du alles, was du brauchst, und es ist günstiger, als wenn der Friseur es macht. Und du musst hinterher nicht putzen.

Warnungen

  • Geh zum Tierarzt, wenn dein Tier Hautprobleme hat.
  • Vermeide, dass Shampoo in die Augen des Hundes kommt. Es könnte für Irritationen sorgen. Gib das Shampoo zuerst auf deine Hand und reibe es dann auf das Fell. Achte auch darauf, dass kein Schaum beim Ausspülen in die Augen des Hundes kommt. Drücke die Ohren sanft zu, so dass kein Wasser hinein kommt, wenn du an der Stelle arbeitest. Du kannst auch Wattebäusche in die Ohren tun, so dass kein Wasser in den Gehörgang kommt. Entferne die Wattebäusche danach wieder.
  • Nimm kein Shampoo für Menschen, es ist nicht für Hunde geeignet und könnte für Hautirritationen sorgen.
  • Wenn es dir unangenehm ist, bestimmte Teile des Hundes anzufassen, musst du diese Scheu überwinden. Wenn du deinen Hund wäscht, musst du ihn ganz waschen. Falls dein Hund Flöhe oder Zecken hat, wirst du sie wahrscheinlich beim Waschen töten. Achte darauf, alle toten Insekten gründlich zu entfernen, sonst könnte dein Hund erkranken. Deshalb musst du den ganzen Körper deines Hundes waschen, auch Stellen, die dir unangenehm sind. Achte besonders darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist und dass du kein medizinisches Shampoo in der Genitalregion anwendest, da diese besonders empfindlich ist.
  • Viele Hund ziehen reflexartig ihr Hinterbein weg, wenn es angehoben wird. Hebe das Bein nicht seitlich an, da dies für die meisten Hund unangenehm ist. Fasse besser an der Pfote an und ziehe das Bein sanft nach vorn oder hinten. Reg dich nicht auf und bestrafe den Hund nicht. Kämpfe dich durch und lobe deinen Hund, wenn er brav ist. Wenn du einen mittelgroßen oder großen Hund hast, kannst du ihm ggf. die Krallen an den Hinterpfoten schneiden, ohne die Pfote anzuheben.
  • Achte darauf, dass kein Wasser in Ohren oder Augen kommt. Falls doch Wasser in die Ohren kommt, tupfe es sanft mit einem kleinen Wattebausch oder Wattepad aus dem Ohr. Dein Hund wird wahrscheinlich auch den Kopf schütteln, um Wasser aus den Ohren zu entfernen (wie nach dem Schwimmen). Wenn sich dein Hund nach dem Baden ständig am Ohr kratzt, gehe besser mit ihm zum Tierarzt.
  • Nimm zum Zähneputzen eines Haustiers niemals Zahnpasta für Menschen. Tiere verschlucken ggf. etwas davon und werden durch das Fluor krank. Lass dir eine Zahnpasta vom Tierarzt empfehlen.
  • Übertreibe es nicht mit dem Baden. Alle zwei oder sogar drei Wochen reicht in der Regel. Hundefriseure empfehlen für Langhaarrassen alle vier bis sechs Wochen. Zu häufiges Baden trocknet die Haut aus, da natürliche Hautfette entfernt werden. Zwischen den Bädern kannst du Pfoten und andere Stellen mit Trockenshampoo reinigen. Trage es direkt auf und entferne es mit einem feuchten Schwamm. Ein für Hunde geeignetes Hafermehlshampoo ist gut geeignet. Wenn dein Hund Hautprobleme hat, kann ein medizinisches Shampoo vom Tierarzt angebracht sein. Bei Fragen wende dich sicherheitshalber an deinen Tierarzt.

Was du brauchst

Für Hunde mit kurzem Fell:
  • Spezielle Gummibürste (Curry Brush) für Hunde oder einen Striegelhandschuh
  • Mittel zum Reinigen der Ohren
  • Reinigungsalkohol
  • Wattebäusche oder Baumwolltuch
  • Tierzahnbürste
  • Nagelknipser für Hunde
  • Halsband
  • Hundeshampoo
  • Föhn/Handtuch
Für Hunde mit mittellangem bis langem Fell:
  • Spezialdrahtbürsten für Hunde wie Slicker oder Pin Brush oder Bürste fürs Unterfell
  • Mittel zum Reinigen der Ohren
  • Reinigungsalkohol
  • Wattebäusche oder Baumwolltuch
  • Tierzahnbürste
  • Nagelknipser für Hunde
  • Halsband
  • Hundeshampoo
  • Föhn/Handtuch
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